Hang Your Bed 2012

Und wieder ist ein Jhar rum und es wurde Zeit, sich zum Bang Your Head aufzumachen. Dieses Mal ließen sich die Kölner leider mangels sie bewegendem Billing nicht davon überzeugen, an den Festlichkeiten in Balingen teilzunehmen und auch Suffix ist arbeitsbedingt abgesprungen – also waren wir zu viert: Jokey, Göhrk, Arthur und meine Wenigkeit. Außer mir war bisher keiner auf dem BYH gewesen und so ließen sie sich von der angenehmen Atmo und der schönen Stimmung positiv überraschen.

Im Gepäck hatten wir die Black Pearl – ein Getränk, welches aus Cola, Bacardi Black und Limettensaft zusammengerührt und auf Eiswürfeln serviert gehört. Selbige war dann auch dafür verantwortlich, daß wir uns am Donnerstag – wo Majesty, Freedom Call und einige andere das Fest eröffneten – derartig aus den Latschen schossen, daß der Freitag mit dem Zusammensammeln unserer Knochen, Innereien und Erinnerungsfetzen begann. Es war wie immer ein Fest Majesty zu sehen und obwohl Tarek mittlerweile der einzige gewesen ist, der von der Ursprungsbesetzung noch übrig war, haben die Jungs gut gerockt. Freedom Call legte noch ein wenig mit guter Stimmung nach und spätestens bei Bonfire wusste ich nicht mehr allzu genau was Phase war. Ich weiß nur noch, daß ich mich vor Jon Oliva’s Pain (der den anderen zufolge ordentlich aus der Sirens-Zeit aufgetischt hat) aus der Halle verabschiedet habe, um am Zelt was zu kochen, damit wir uns vorm Schlafengehen etwas stärken konnten.

Das ganze endete damit, daß ich bis kurz nach halb vier unser Camp suchte. Denn als wir aufbauten, war es immernoch hell und um uns herum gabs jede Menge Platz – als wir wiederkamen, war es stockfinster, alles sah gleich aus und die Black Pearl verursachte ordentlich Seegang. Irgendwann, nachdem ich von Gruppe zu Gruppe torkelte, mich durchfragend, anstoßend und durch und durch verwirrt, stieß ich auf einige aus unserer Truppe, die auf dem Rückweg zu sein schienen. Erik und Tanja waren uns bereits vorher schon am Campground begegnet und hatten diesmal den Rest meiner Leute im Gepäck, also schloss ich mich an in der leisen aber irrigen Hoffnung, sie wüssten wo wir zelten. Wir brauchten noch eine ganze Weile und verloren unterdessen den Göhrk zwei Straßen weiter. Ich hatte mir aus irgendeinem Grund gemerkt wo er war und unterbrach später meine Carbonara-Bemühungen um nochmal nach ihm zu sehen. Der Rest des Abends ist einfach beschrieben: Essen, Schlafen.

Am nächsten Morgen gabs erstmal tactical Bacon („tactical“ weil wir ihn dabei hatten) und Rührei. Danach kam Kaffee auf den Plan und ich goss mir erstmal eine Cola ein – aber Deja Vu, es war die Black Pearl und damit war der zweite Tag eingeläutet. Wir shuttleten uns zum Battleground, sahen uns Powerwolf an und schauten uns bei den Ständen um, Souvenirs, Shirts und so weiter. Einige Bands später ging es zurück auf den Platz und wir machten es uns einigermaßen gemütlich – der Rest des Billings vom Freitag war nur bedingt interessant genug um die Mühe zu wagen, da nochmal aufzuschlagen und zu allem Überfluss hat es bereits begonnen zu schiffen wie aus Eimern. Aber das war nicht so dramatisch, denn der Abwasch ging einem dafür um so schneller von der Hand. Der Garnelensalat war übrigens ausgezeichnet!

Am nächsten Morgen war es wieder etwas sonniger und nachdem wir die letzten Nahrungsbestände vergrillt haben, etwas Ziegenkäse im Speckmantel, sowie Baguettes, packten wir unsere sieben Sachen zusammen und sahen zu, daß wir den Quatsch wieder ins Auto bekamen. Bei dieser Gelegenheit bauten wir auch den Pavillon ab, der an jenem windgeplagten Morgen überraschend noch stand. Es war auch so windig, daß wir noch nicht einmal Kaffee machen konnten! Göhrk nutzte die Gelegenheit, um ein Windspiel zu konstruieren, welches wir dann mit Gestängeresten über unsere Häupter erhoben. Danach gings runter vom Camp und rauf auf die Parkplätze beim Messegelände – wir guckten uns noch Primal Fear an und wanderten etwas umher, machten uns aber noch vor den Hauptacts vom Acker – der Donnerstag steckte uns noch immer hart in den Knochen und ich hatte ja meine große Odyssee vor mir und wollte sie nicht völlig zerschreddert beginnen. Aber geil wars auf jeden Fall!

Brother Arnoc

Now playing: Quiet Riot - Bang Your Head | Stimmung: Glorreich

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