Erste Schritte mit eigener Hardware..

..führten mich zum Arduino, genauer zum Modell Uno. Ich habe mir irgendwann in den Kopf gesetzt, mich an Robotik zu versuchen – bis dahin ist der Weg ja eigentlich ziemlich weit, wenn man bisher nur wenig systemrelevante Software verfasst hat und das Meiste nur im Browser oder auf dem Server lief. Aber glücklicherweise gibt es ja mittlerweile eine ganze Menge Pioniere für das Internet of Things, die Mikrocontroller anbieten welche die Basics mitbringen alles mögliche aus ihnen machen zu können. Ich spare mir erst einmal das Löten und nehme mir eine Lösung zum zusammenstecken, programmiere sie und füge nach und nach Komponenten hinzu, bis was sinnvolles dabei rauskommt.

Das Starter-Kit für um die 60€ kam bereits vor ein paar Wochen per Post an und ich habe zunächst nur einen flüchtigen Blick reingeworfen – LEDs, die Hauptplatine, ein Haufen Steckkabel und Widerstände (in dem Moment verfluchte ich leise meine mangelnden Physikkenntnisse), ein USB-Kabel, eine Fernbedienung, ein paar Näherungssensoren und ein Servomotor. Mit ein wenig Erfahrung könnte ich daraus einen Garagenöffner zusammenbauen. Oder einen kleinen Licht-Aus-Bot. Oder aber eine kleine Flurbeleuchtung für die Nacht wenn ich mal kein großes Licht anschalten will. Oder eben einen selbstfahrenden Roboter, der ähnlich den Roombas unserer Zeit autonom oder teilautonom durch die Wohnung fährt und … keine Ahnung, mir ein Stück Käse aus dem Kühlschrank holt, wenn ich Lust darauf habe.

Aber man muss ja klein anfangen, also hab ich mir mal die Arduino-IDE installiert, die kleine Kiste an den USB-Port angeschlossen und mit einem LED-Leucht-Tutorial begonnen, überhaupt erst darauf zuzugreifen. Hello World, mal auf Hardware-Ebene. Lief gut, war idiotensicher. Die „Programmiersprache“ ist wohl eine C-Basierte Geschichte, über die ein Convenience-Layer gezogen wurde, um den damit nicht vertrauten Einsteigern die Nutzung so einfach wie möglich zu machen. Mit dem Handbuch oder auch nur Google kann jeder die Befehle die der Mikrocontroller braucht leicht in seinen Code einbauen und schon gehts los. LED leuchtet. Oder blinkt. Oder morst etwas bestimmtes. Immer wieder, bis ich ihr sage sie soll damit aufhören oder den Strom kappe. Theoretisch gesprochen konnte ich nach nicht einmal 5 Minuten das innere einer S-O-S Leuchtbarke im Grundgerüst nachbauen. Alles was dafür nötig war, war eine LED, die Möglichkeit sie mit bestimmten Zeitabständen an oder aus zu machen – fertig.

Nächste Stufe im Plan – die JavaScript-Adaption für Arduino testen und mal irgendwas damit bauen, was mehr kann als einfach nur Licht an und aus. Eine Ampel vielleicht, ist ja auch noch recht trivial – rot, rot-gelb, grün, gelb und von vorn. Trivial aber immerhin zum ersten Mal JS auf Hardware für mich! Klingt nach etwas was ich auf jeden Fall mal gemacht haben will.

Now playing: Bonnie Tyler - I need a hero | Stimmung: Aufgeregt

Neues Auge

Wie ich jüngst festgestellt habe, geben Kameras in „Handheld Devices“ nicht besonders viel her. Fßr manche Sachen durchaus geeignet war die 8MP Cam meines HTC Sensation ja schon, schaut man sich die Schwedenbilder an (wobei ein Teil der Aufnahmen von Photogeek Andrejmstammten) – aber beim Paragon-Konzert letztens habe ich gemerkt, daß es einfach kein Ersatz ist.

Meine letzte Cam war die Fuji FinePix F50, damals auf Empfehlung von Db0. Für mittlere bis untere Preisklasse hat sie mit 12MP ganz ordentliche Ergebnisse abgeliefert – jetzt hab ich mich aber nach dem Studieren der entsprechenden Berichte von C’t und Chip für die Sony Cybershot DSC-HX20V entschieden. Mit 18MP, gutem Zoom und einem ganzen Strauß bunter Features und Presets gibt sie mir als unbedarften Gelegenheitsknipser ein Instrumentarium an die Hand, daß sich sehen lassen kann.

Ich bin gerade fleißig dabei sie bei allerhand Situationen und Lichtverhältnissen zu testen und die ersten Schnappschüsse sind für meine Verhältnisse echt gelungen. Ich war die letzten zwei Jhare wohl nur sehr bescheidene Bildqualität gewohnt, merk ich. Wie es im Halbdunkel oder bei Konzerten mit dem neuen Auge aussieht und ob die Videofunktion (50 fps) auch hält was sie verspricht, bleibt natürlich noch abzuwarten. Der Panorama-Modus ist jedenfalls nett, auch wenn ich über die Grundeinstellungen hinaus noch nicht viel getestet habe.

Eines ist jedenfalls klar: goodbye Verwackelei, goodbye Knipsen per Touch und dadurch bedingtes Bildverschieben – das Ding hat sogar einen Objekt-Tracker im Fokus, der das Ziel im Erfasst hält, auch wenn man sich wegbewegt. Ebenfalls neu für mich ist das Auslösen bei Lächeln und die damit verbundene Smile-Erkennungs-Empfindlichkeit. Ganz schön gruselig, was diese Geräte mittlerweile alles können! Ich erinner mich noch gut daran, als ich zum ersten Mal die Gesichtserkennung gesehen hab. Wirkte ein wenig wie die UI einer high-tech Waffe aus Eraser.

Da diese Dinger mittlerweile GPS haben, nicht nur für Tagging, sondern um ganze Reiserouten zu tracken, fragt man sich ja fast schon, wie lang es dauert bis jemand aus einer Kamera, einem Navi, ein paar Silvesterraketen und einer zivilen Drohne einen Marschflugkörper baut mit dem sich lächelnde Menschen anvisieren lassen. ó_Ò Wär doch was für misanthrope Separatisten, die zufriedene Leute nicht ausstehen können. In Zeiten, wo wir Leuten die global gültige Todeslisten unterschreiben den Friedensnobelpreis verleihen, wundert mich jedoch nur weniges. Aber ich schweife wieder ab..

Wie auch immer, hier mal ein paar Aufnahmen von unseren neuen Pflänzchen, mit denen wir der sommerlichen Mückenplage beikommen wollen. Sie sind übrigens bis auf die Größe unbearbeitet, ich hab da mit verwischtem Hintergrund und so Geschichten gespielt. Näheres über die Kamera folgt in Kürze, wenn ich mir von den Settings ein Bild machen konnte.

Now playing: Blitzkrieg - Terror Zone | Stimmung: Gespannt

Erste Amtshandlung..

..auf einem neuen Gerät ist immer ein neues Betriebssystem. Das gilt für Laptops aller Art, für stationäre Rechner um so mehr, aber mitlerweile auch für mobile Geräte. Während Klapp- und Standcomputer von mir die aktuelle Kubuntuversion verpasst bekommen, knall ich den mobilen CWM und eine Custom ROM drauf, wie neulich meinem HTC Sensation den Cyanogenmod 9 oder dem Galaxy Tab 2 7″ die abgespeckte stockROM. Immer wieder faszinierend finde ich den Clockworkmod, ein spezielles Bootprogramm, was auf gerooteten Geräten die Installation, das Backup/Restore, Wipe/Factory Reset und Cache Leerung einfacher macht als je zuvor.

So dauert die Installation eines nagelneuen Androidsystems unter zehn Minuten und man kann einfach ein paar verschiedene Custom ROMs austesen, bis man eins gefunden hat, das einem gefällt. Da das aber nur auf gerooteten Geräten läuft, muss man ein wenig Vorarbeit leisten. Wie die genau aussieht, ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Bei meinem HTC musste ich neben dem Fastboot-Temproot-Push Zirkus für den Rootzugriff noch das sog. S-Off durchführen. Dazu bedurfte es eines „Wire Trick“, bei dem man mit einem Kabel, Stück Draht oder einer Büroklammer (wie in meinem Fall) die Platine mit dem SIM-Kartendeckel kurzschließen musste. Kontakt für 0.3 Sek, dann für 1,7 Sek. unterbrechen und nochmal für 0,3 Sek. Wenns nicht klappt, Akku raus, wieder rein und von vorn. Das Ganze dauert üblicherweise zwischen 25 min und 1,5 Stunden, ich war nach 42 min damit durch. Ich bügelte mir die Nighly Build von der Cyanpgenmod 10 auf das Gerät, bakam aber schon bald Probleme mit der Tastatur und dem Sound, ganz zu schweigen von den aktuellen „gapps“, den Google Apps. Daraufhin gabs erstmal ein Downgrade auf die letzte Stable – CM9, die läuft rund und sauber bis heute.

Für das Galaxy Tab hab ich mir am Anfang auch die CM-ROM draufgeworfen, die verursachte bei mir aber einen Ladehänger im Bootvorgang, also wieder runter damit und was anderes suchen. Letztlich wurde ich fündig bei der Stock-ROM (einer abgespeckten Fassung von der original Android-Version), da kamen auch gleich meine Lieblings-Apps drauf: Evernote und das Hacker’s Keyboard. Erstere App ist ein schickes, cloudaffines Notizbuch, mit umfangreichen Funktionen, bestens geeignet für alles – von Blogeinträgen unterwegs bis zur Einkaufsliste, von Meetingnotizen bis zum kurzen Aufschreiben von Telefonnummern oder Adressen für Momentnutzung. Sie läuft auf ziemlich jeder Geräteart, man kann Medien und Dokumente anhängen und auch Notizen per Mail teilen – und das Ganze kostenlos, was will man mehr? Die Zweite ist ein hübsches anpassbares keyboard, zwar ohne Swype, aber dafür mit Ctrl, Alt und Esc, einem Fn Knopf und vielen Sprachen. Für das Steuern der Linuxkonsole von Android oder bestimmte Nerd-Apps ist das durchaus praktisch, auch wenn ich sie nicht soooo oft benutze. Aber sie erinnert mich immer wieder daran, daß ich es könnte.

Die beiden Gründe die ich anfangs für das rooten und ROMmen hatte waren zum einen das Loswerden der überflüssigen und sonst nicht entfernbaren Apps (allem voran die SMS ausspionierende Facebook-App) und zum anderen die Vorbereitung, dem bald erscheinenden „Ubuntu for Smartphones“ den Weg zu ebnen. Diese Gründe sind aber mit den Vorteilen, die das Ganze insgesamt hatte, plus dem Spaß und der Herausforderung ein wenig in den Hintergrund gerückt. Die optische Anpassung, die ich dann für beide Geräte vorgenommen habe, setzte dem ganzen die Krone auf – der Deus Ex LITE Livewallpaper und die dazugehörigen Icons brachten dieses gewisse SciFi-Datapad-Feeling mit sich, was ich so mag. Willkommen in der Gegenwart. Willkommen in der Zukunft.

Now playing: Malukah - Reignite | Stimmung: Ein wenig geschafft

Tabletten für die Hosentasche..

..oder der Post über mein erstes Datapad. Ich wollte anfangs überhaupt keins haben, aber letzten Endes hat sich ein 7″ Tab für die Arbeit angeboten, als zusätzliche Testmöglichkeit für Layouts. Ich dachte auch kaum, daß ich es darüber hinaus nutzen würde, außer als MP3 Musicbox, Videoscreen für unterwegs oder Kritzelblock. Denn daran hatte ich bereits mit meinem HTC Sensation großen Spaß, wenngleich mich der winzige Bildschirm nervte, wenn ich mal was richtig sinnvolles habe machen wollen. Deutschland ist was Wifi angeht ja ein Entwicklungsland, insofern ist die Surffunktion auf Orte beschränkt, wo ich welches kriegen kann, außer natürlich ich mach mit dem Telefon mein eigenes auf. Also holte ich mir ein XXL Smartphone ohne Telefon-Funktionalitäten. So weit, so gut. Mit ca 200 EUR eine überschaubare Investition, vor allem wenn man bedenkt, daß ich die 32 GB Karte aus meinem MP3 Player Fehlkauf von damals nutzen konnte, denn im Gegensatz zum Creative Zen hat das Galaxy Tab 2 sie problemlos erkannt.

Doch warum holt sich jemand, der einen PC, einen Laptop, einen Netbook und ein Smartphone besitzt auch noch ein Pad? Hier die Vorteile, die ich bisher eruieren konnte. Wenn man mit einem Netbook eine eMail schreiben will, muss er aufgeklappt werden, man muss ihn hochfahren, irgendwo unbequem aufstellen, mit dem Touchpad sich bis zum Mailprogramm wuseln und kann danach erst loslegen. Danach herunterfahren, zuklappen und wegpacken. Beim Tab streich ich über den schirm, tippe zwei mal drauf und bin schon am Kritzeln. Nach dem Versenden einen Tipper drauf, einen Knopf gedrückt, fertig – es wandert in die Hosentasche. Banal, ich weiß, aber in der Praxis von entscheidendem Wert. Macht man den Prozess 10 Mal am Tag lernt man das Standby zu schätzen – die Netbooks hingegen fühlen sich an, als müsstem man das Telefon neu hochfahren, um eine SMS zu verfassen und danach wieder runter – keine Vorteile.

Hinzu kommt die Abstamung, die Netbooks stammen von Laptops ab, die wiederum von PCs – das wird wichtig, wenn man sich Thermik/Kühlung anguckt, sowie die mangelnde Kompaktheit einer physischen Tastatur gegenüber einer angezeigten. Natürlich ist schreiben auf einer echten schöner, schneller und fehlerfreier, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, dann gehts auch so, zumindest was Speed & Workflow angeht. Da die Pads von den Telefonen abstammen, ist bei ihnen schon rein hardwareseits vieles anders. Der Stromverbrauch ist bei einfacher Nutzung (Schreiben und Surfen) ein Witz und durch die Bauweise ist die Sperrigkeit fort und eim Hinstellplatz überflüssig geworden. Kurzum, wer nicht einen portabel-stationären Rechner braucht, der ggf. an ein Dock angeschlossen oder mit USB Extras versehen werden muss, tut sich mit einem Tab einen Gefallen. Ich nutze meinen Netbook immernoch fleißig im Büro, aber ich bau ihn nicht ab und nehm ihn nicht mit wenn ich eine qualmen gehen und dabei surfen will, weil ich grad einen spannenden Artikel lese.

Jedoch verlagert sich die Nutzung des Telefons für mich mittlerweile wieder aufs telefonieren, SMSen und Wifi-Hotspot aufmachen, nebst gelegentlicher Navi-Nutzung. Fast ausschließlich sogar. Schade eigentlich, denn das Gerät kann so viel mehr – aber eben nur im Kleinformat. Ich bin schon echt gespannt, wie sich das in Zukunft entwickeln wird – theoretisch würden bei einem guten Emulator, einem Powerpack und einem Einklink-Gamedock die ganzen portablen Spielkonsolen obsolet und da Android so verbreitet ist und auf Linux basiert, könnte die Spieleindustrie endlich mal von alleine drauf kommen, daß Games für Linux wirtschaftlich sind und unterstützt gehören. Wäre ironisch, weil die Spieleindustrie die Konsumenten bisher ja jahrelang an Windows gekettet hat. Again, just thoughts.

Now playing: Miracle of Sound - New Black Gold | Stimmung: Experimentierfreudig

In die Knie gezwungen..

..und dann die Armklinge reingerammt. Hach, Assassin’s Creed macht Bock und ist ein echter Ambienteknaller, sowie Augenschmaus. Das einzig blöde ist die stark konsolenlastige Steuerung an die ich PC-Zocker mich erstmal gewöhnen musste. Aber nach drei Tagen Spielzeit ging das auch besser von der Hand und es hat richtig Laune gemacht. Und wenn man „I kill in perfect harmony“ von Rebellion’s Disdaining Fortune verbild- und vertonlicht, kommt mir dieses brilliant geschnittene Video in den Kopf, welches ob der klanglichen Untermalung nahezu meditativ entspannend wirkt.

Dummerweise hab ich die Überschrift nicht aus Zufall gewählt – kurz vor dem letzten finalen Kampf, oben in Masyaf im Garten, nach dem Kampf gegen alle bisherigen Ziele ging urplötzlich mein Monitor aus und der Rechner folgte ihm alsbald. Ich schaltete die Kiste wieder an und startete das zuvor gelaufene Windows 7, was ich ja nur zum Zocken habe, was aber nach einem Update verlangte kürzlich. Es dauerte einen Moment während die ganzen Pakete sich installierten und danach fuhr es hoch und wieder runter. Als ich den Rechner dann erneut startete passierte nichts. Um genau zu sein ab dem Moment, wo der Speaker ein mal piepste.

Lüfter, Prozessor und RAM schien okay, ich dachte an die Grafikkarte und schloss die Onboard wieder an, jedoch fehlanzeige. Also doch das volle Programm: Auseinanderschrauben, jedes einzelne Stück soweit säubern wie möglich wieder zusammensetzen. Wenn die Kiste dann immernoch nicht will, ist vermutlich wirklich irgendwas kaputt.

Fazit: Motherboard oder die innere Elektronik vom Netzteil, die die Verteilung managed. Im letzteren Fall wird es gutgehn, wenn ich das Ding austausche, im ersten kann ich mich mit einer kompletten Neukonfiguration herumschlagen und nicht nur das, ich werde eingie Komponenten ersetzen müssen. :/ Solange die Kiste abgeklemmt ist, hält mein Laptop soweit als Ersatz her, das muss fürs erste reichen. Für die eine oder andere Runde Generals und das Internet langt es allemal, aber ist echt schade, war immerhing gerade mal zwei einhalb Jahre alt die Kiste und für das was ich damit normalerweise mache hätte es auch noch 2 weitere gehalten. Jetzt muss ich mich nicht nur damit rumschlagen neue Hardware zu bekommen, nein, ich muss auch noch den ganzen Datenmurks neu einrichten. Aber was solls, wenigstens habe ich das eine Kabel für meine Festplatte gefunden und den wichtigsten Kram habe ich sowieso extern (wobei ja noch nicht einmal gesagt ist, daß die HDDs was abbekommen haben).

Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc

Now playing: B-Complex - Beautiful Lies | Stimmung: Angesäuert

The hill that has eyes..

..also der Augenhügel bei meinen Achtbeinern, quasi. Und damit die nicht einfach so gucken ohne, daß ich zurückgucken kann, hab ich mir letztens meinen eigenen kleinen Observationspunkt gebaut. Ich hab vom Bernd aus der IT eine Empfehlung bekommen, wenn ich eine WLAN-Cam bräuchte, mich bei IN-STAR (einem deutschen Startup-Unternehmen für genau diese Technik) umzuschauen und ich muss sagen – alle Achtung – gut verarbeitete Ware zu einem erschwinglichen Preis und mit so einigen Fähigkeiten – kurz: genau das was ich gesucht habe.

Es hat einen Moment gedauert, bis ich meinen WLAN-Router aufgesetzt habe, alles eingerichtet war und ein Port nach draußen durchreichte. Ein wenig an den Interface-Settings gespielt, ein wenig Licht an und aus und wieder an, die IR-Lampe rockt die Waldfee. Sobald nicht mehr genug Licht da ist, schaltet sie automatisch dazu und mit den Reglern kann man alles andere anpassen. Man sieht trotz der angeblich geringen Auflösung sogar die Futtertiere in der Höhle ihre Beinchen bewegen – also Details ohne Ende. Die einprogrammierbaren Sichtwinkel sind auch cool, damit kann ich die beiden Terras in vier Klicks komplett erfassen.

Boris_bei_Nacht

Die letzten Wochen habe ich also egal wo ich mich einlogge einen Überblick, was Boris und Natascha gerade treiben und kann sie beobachten wie sie sich putzen, das Netz weben, fressen oder umgraben.Ein weiteres Mysterium ließ sich damit wunderbar lösen – Boris hat vor einigen Tagen und Wochen das gesamte Netz rechts vom Eingang zusammengefaltet und auf die Nasenplatte des Dekoschädels gelegt und ich wusste eine Weile nicht, was ich davon halten sollte. Bis ich gesehen habe, daß er sich da bevorzugt zum Sonnen drauflegt. Offenbar dient ihm das wie eine Strandmatte. Wie dem auch sei, ich muss jetzt nur noch herausfinden wie ich in regelmäßigen Abständen Snapshots auf meinen FTP hieven kann, dann kann ich mir auch ein Widget dafür bauen oder solche Spielereien.

Aber alles zu seiner Zeit, ich brauch da wohl erstmal eine bessere Halterung als einfach nur ein schmales Holzbrett (leider kann ich wegen der Dachschräge das ganze nicht an der Wand befestigen) – vielleicht bietet sich aber nach meinen Terrarien-Umbauplänen ein anderer Standort an, mal gucken. Es sollte jedenfalls eine Steckdose in der Nähe sein, soviel ist sicher – dank Wifi ist das aber auch schon alles an Anforderungen.

Now playing: Rob Zombie - Living Dead Girl | Stimmung: Neugierig

Das erste Quartal zieht ins Land..

..und das in einem Affenzahn der einem nicht viel mehr als Erstaunen hinterlässt. Kaum hat das Jahr begonnen, ist es fast zu einem Viertel schon rum. Wer soll da denn noch mitkriegen was hier Sache ist? Naja, ein Positives haben wir durch den Zeitraffer, die vier Regierungsjahre der Wespenstich-Koalition könnten schneller rum sein als die denken. Und während sie sich um Versöhnungsvereine streiten, sich von Hotel-Lobbies oder ähnlichen kaufen lassen und ansonsten eher mit Profillosigkeit glänzen, geht das Leben für die schweinegrippegeplagte Burn-Out-Generation weiter. Wenn ich mir die Jugend da draußen ansehe, muss ich immer wieder an einen Twist aus „Willkommen im Nichts“ von Eisbrecher und „Tanz die Revolution“ von Frozen Plasma denken – ist das dann so ein Wunder, daß die meisten Wegwerfkinder nur deshalb noch Leben, weil sie sich noch nicht entschieden haben mit was genau sie sich über den Jordan pusten? Warten wir es ab – ich bin fast sicher, daß die ohnehin schon seltsamen Auswüchse der Gesellschaft noch eine ganze Spur bizarrer werden als es sich der Durchschnittsmensch vorstellen möchte.

Doch genug davon. Fürs erste. Womit bringe ich meine Tage zu? Ich bin hauptsächlich damit beschäftigt meiner Gesundheit wieder in den Hintern zu treten – hatte ich doch um den Jahreswechsel herum nach sechs Monaten Ausheilerei an allen Fronten doch genug von Kuren und Pflegen und Heilmaßnahmen. Wenn man mal ein halbes Jahr öfter bei Ärzten war, als man sich mit Freunden getroffen hat um einen zu heben oder eine Runde Karten zu spielen, gehts einem irgendwann auf den Sender. Abgesehen davon, bin ich seit langem mal wieder künstlerisch tätig – oder besser: ich eigne mir erste praktische Erfahrung an um das im Bereich der Acrylmalerei mal zu werden. Geschrieben wird viel, gelesen leider noch wenig.

Eigentlich ist es ein Greul – je mehr Zeit ich haben sollte, desto weniger scheine ich von ihr nutzen zu können. Immer schieben sich Termine dazwischen wie Termiten zwischen die Holzmaserung und wehe es klappt an einem Tag nicht, dann muss der nächste herhalten. und der platzt dann. Ich bin echt froh, daß mein momentaner Tagesablauf es mir gestattet wenigstens die Zeit bis zum Morgengrauen für mich allein zu nutzen – nicht auszudenken, wenns anders wäre.

Mittlerweile habe ich mich an das nette Kleingerät für Taschenkommunikation gewöhnt und auch den Kalender, sowie das To-do-Listen-App namens Astrid. Ich muss sagen, ich war mir bis ichs in der Hand hatte nicht ganz sicher ob ich mich auf so einen digitalen Kalender einlassen könnte – ich habe bisher jeden Kalender nach spätestens einem Monat zum Henker gejagt weil ich mich von ihm herumkommandiert gefühlt hab und dagegen bin ich allergisch.

Hin und wieder erhellen ein paar lustige Begegnungen meinen Alltag, die langsam aber sicher anlaufende Demon-Chronik, Besucher aus dem fernen Nord-Osten – darunter meine Tante Olga und Leo – und natürlich das Sofamonster. Im Moment bastel ich mir im Keller eine Art Weinlager zusammen. Heute haben wir begonnen den Sichtschutz zu installieren, geht ja schließlich niemanden was an was ich in meinem 1 x 2 m Lagerraum gebunkert hab. Ich muss bald mal in die Gänge kommen was die Bude selbst angeht – mir fehlen noch immer zwei Türrahmen in der Lackierliste und der Flur sieht zwar verwüstet aus, aber keineswegs so endzeitlich wie ich ihn haben wollte.

Es ist ein schönes Gefühl wieder hier zu schreiben, das hat mir sehr gefehlt.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Now playing: | Stimmung:

Je mehr sich ändert..

..desto weniger bleibt gleich. Ich habe vor ein paar Tagen den Umstieg von WinXP auf Win7 gewagt und zeitgleich meine 9.04er Kubuntu auf 9.10 aufgewertet. Win7 ließ sich problemlos installieren, aktivieren und updaten, war auch nicht anders zu erwarten – so lange wie MS sich schon mit Installationsroutinen, Aktivierung und Updates befasst, hätte mich alles andere enttäuscht. Doch dann kam das Grausen. Das Grausen kam heimlich, still und leise. Und blieb. Es war einfach nicht mehr möglich der Maschine einen Ton zu entlocken, egal was ich versuchte – sie blieb still. Natürlich hatte sie für den HDMI-Ausgang die aktuellen Treiber runtergeladen (so automatisch, wie man es eigentlich nur von Linux gewohnt ist), beschwerte sich dann aber, daß meine Lautsprecher nicht angeschlossen waren. Nun – das waren sie auch nicht. Nicht am HDMI. Ich hab ein 5.1-System hier, ganz klassischer Natur, aus dem Hause Teufel – alles funktioniert und bei der Linuxinstallation lief der Sound out-of-the-box. Also kein Kabelfehler, kein Anschlussfehler – nein, schlicht ein Missverständnis zwischen meinem OS und der Hardware. Und das sagt uns: Die Treiber sind schuld!

Wie nach jeder Winstallation muss man die AC97 Treiber von Realtek draufschmeißen, sonst läuft da garnichts. Da hängen die also auch hinterher. Können die denn nicht wenigstens RICHTIG klauen, wenn sie es schon so offensichtlich tun? Wie auch immer – ich besorgte mir die aktuellen Treiber, packte sie aus – und wie man so oft beim Auspacken feststellt – ist nicht das drin was man erwartet hat. Denn anstatt einem kompatiblen Treiber, signiert und zertifiziert, musste ich mich mit Realteks ZIP-Päckchen und Setup.exe begnügen die dann auch gleich begonnen hat bei Windoof einen Treibersignaturfehler zu verursachen. Das alleine ist ja nicht so schlimm, aber WAS ABSOLUT NICHT ANGEHT (!!!!1!11!!) ist, mit zwei riesige Buttons unter die Nase zu setzen: Auf dem einen steht „Dann lieber nicht“ und auf dem anderen „Ist mir wurscht“. Und wenn man auf den zweiten klickt – dann passiert GARNICHTS! Verdammt – ja, die haben in ihrem neuen Flaggschiff, ihrer Thronerbin unter den MS-Systemen, einen verdammten Knopf der so dick ist wie mein Handy und wenn man draufdrückt geschieht NICHTS..! Rein Garnichts! Die beiden tauchen einfach so lange wieder auf bis man den anderen drückt. ARGH!!!

Aber gut – abregen und Lösungen suchen. Probiert die Settings über gpedit.msc zu editieren, da die Treiberwarnung zu deaktivieren -> nichts passiert, trotzdem wieder das selbe. Nächster Ansatz war, mit dem „bcdedit /set loadoptions DDISABLE_INTEGRITY_CHECKS“ im Admin-Mode in der Konsole (wieso auch immer die das so kompliziert machen mussten) einzugeben – das hätte bei Vista geklappt, bei Win7 angeblich auch – aber Fehlanzeige! Der nächste Versuch zielte auf die F8-Bootoption ab ohne Treiberchecks das System hochzufahren und dann zu installieren. Und ratet mal?! Richtig. NICHTS!!! Relativ frustriert, daß ich nicht doch ein halbes Stündchen Gothic 3 vorm Schlafengehen zocken konnte, loggte ich mich wieder in mein Lieblingsbetriebssystem und ärgerte mich zum zweiten Mal an dem Tag über meinen fehlenden Amarok.

An sich ist natürlich – vor allem bei freien Projekten – nichts dagegen zu sagen, wenn ein Entwicklerteam die Arbeit am 1.4er einstellt und sich fieberhaft auf die 2.2.1er Version einschießt. Hätte das mal gefruchtet. Der Amarok 2 den ich hier getestet habe war z.T. noch schlimmeren Zustandes als kurz nach dem RC. Ich frage mich, warum es nicht möglich war einfach ein .deb-Paket irgendwo ins Netz zu schmeißen mit dem alten 1.4er, solange der neue Audiowolf nicht in der Lage ist ID3-Tags und Audiobibliotheken richtig zu erfassen, stabil Playlisten wiederzugeben und all den anderen Kram zu tun, den ein Audioplayer eben so machen sollte. Als ich mich im Amarokforum umgeguckt hab, gab es zu dem Thema nur 2 Antwort-Arten seitens Entwickler. Das eine war ein „Was willst Du denn, bei mir geht doch. Nein, wir wollen mit dem alten nix machen.“ und das andere ein „Aha, wo genau, welche Fehlernummer, welche Distribution hast Du, benutzt Du KDE, wenn ja – welchen genau?“ – und ich muss zugeben, für frustrierte User die gerade die Xte nur schleppend und scheppernd funktionierende Version ihres Lieblingsplayers versuchen zum laufen zu bekommen ist die Art von Antwort nicht gerade hilfreich. Als ob die Unterschiede zwischen 9.04 und 9.10 so gigantisch und unüberbrückbar wären mit einem Dutzend Codezeilen und nem „make“ Befehl.

Wie dem auch sei, ich habe mich entschlossen wieder auf die 9.04er umzusatteln. Es bringt nichts, Fortschritte zu ergreifen und zu forcieren und auszuprobieren, wenn man noch nicht ganz klar hat warum und vor allem was für einen praktischen Sinn das haben soll, wenns einem Nachteile verschafft. Gruß an Tzench an dieser Stelle. Warten wir es ab, vielleicht gibts bald wieder was, was einen aus den Socken haut aber bis es soweit ist hab ich lieber ein System auf das ich mich verlassen kann und das wenig Schnickschnack hat. An der Stelle hab ich auch mal kurz mit dem GNOME geliebäugelt, den ich ja von meinem Netbook aus kenne – aber das ist mir dann fürs alltägliche dann doch zu weit von meiner Arbeitsroutine entfernt. Genauso wie ich mich mit den Einschränkungen und der mangelnden Übersichtlichkeit in Win7 nicht wirklich anfreunden werde um täglich damit arbeiten zu müssen (von wollen kann da keine Rede sein – dafür bin ich nach mittlerweile über zwei Jahren Linuxerei schon zu weit entfernt.

Edit: Ich hab es – wie es mir Linux nahelegte – mit den C-Media Treibern probiert und das hat irgendwie dazu geführt, daß ich jetzt Sound habe. Das macht das ganze an sich nicht wesentlich besser, aber wenigstens kann ich die Version für das nutzen für daß ich wollte: zocken, wenn ich mal bock hab.

Übrigens, ein leckeres Rezept für ein Festmahl zwischendurch: Hähnchenfilet-Röllchen in Kräutersahnesoße. Das war sogar so lecker, daß ich es erst gegessen habe und dann feststellte „Mensch, das hättest Du aber auch abknipsen können, so hübsch wie das war!“ Das ganze bedarf natürlich etwas Vorbereitung, ist aber vom Aufwand weniger als es sich beim Lesen vermuten lässt. Man braucht zu allererst:

– 450 g Hühnerbrustfilet
– 300 ml Schlagsahne
– 10 Scheiben Schwarzwälder Schinken
– 2 Tassen Basmatireis
– 3 EL Olivenöl
Gewürze (8:6:4:2:1)
– ganze Meersalzkristalle
– Pfefferkörner
– Thymian & Rosmarin
– Knoblauch

[ Phase I ]

1. Filet in 10 ca. gleichgroße Streifen schneiden
2. Gewürze in einem Mörser vermengen und zermahlen
3. Sahne in eine Schüssel geben und Gewürze einrühren
4. Filetstücke in der Soße versenken & für 5-6 h ziehen lassen

[ Phase II ]

1. Die Schinkenscheiben auslegen und die Filetstreifen einrollen
2. Den Reis zubereiten (Standardprogramm, Reis zu Wasser 1:2)
3. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen
4. Eingewickelte Filetstücke bei leichter Hitze (50%) im Wenden braten

[ Phase III ]

1. Wenn das Geflügelfleisch durch ist, Hitze drastisch erhöhen bis der Schinken leicht kross wird
2. Dann die Sahne mit den Kräutern darübergeben und Hitze wieder senken
3. Nach wenigen Minuten die Filetstreifen auf dem Reis anrichten und mit Soße übergießen.
4. FERTIG!

Getränkeempfehlung:

Ein trockener Weißwein, aber nicht zu leicht oder ein Portwein, wenn man das Aroma des Schinkens besser betonen möchte. Nichtalkoholische Alternative wäre ein leicht gezuckerter gekühlter Hibiskustee (Karkadeh/Ägypten) mit einigen Eiswürfeln und einer dünnen Zitronenscheibe.

Ich wünsche guten Appetit!

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Kaperfahrt und Schiffbruch..

..steht dieses Wochenende an. Nun sitz ich hier in meiner Kapitänskajüte und sortiere die Schatzkiste um, schnauze meine Umgebung zu Ehren des „Talk like a Pirate day“ an und gleich gehts in die Kombüse und was zu beißen zwischen die Kauleisten und einen Humpen Grog! Ja, Ihr Landratten, Piraten und Freibeuter sind in aller Munde heutzutage, nicht nur weil sie Opfer von Vertuschungsaktionen werden, oder das eine oder andere Kartenspiel kapern, nein – für solch einen Festtag gibt es mittlerweile einen ordentlichen Fundus an Klängen (Running Wild, Alestorm, etc.), Geschichten und den einen oder anderen Brocken Kautabak zum auf den Boden spucken. Aber genug davon!

Rekonfigurationsliste :

Phase 1: Rette sich wer kann – Backup vorhandener Daten
a) Unter Linux von DataVault(ntfs) auf MOAB(ext3)
b) Von Dimension VII(ntfs) auf MOAB(ext3)
c) Windoof booten und von DataVault(ntfs) auf Dimension VII(ntfs)
d) Umbenennen von nichtkonformen Windowsumlauten nach ae/oe/ue

Phase 2: Plankengang für unbrauchbares
a) Die Festplatte kielholen mit 1×67 GB NTFS und dann Fenster darauflegen
b) Den Rest der Festplatte über Bord und in 1×67 GB Systemteil 1×2 GB Swa(m)p-Partition und 1×300 GB Daten /home/ Partition ext3 aufknüpfen
c) Beide Systeme an die Benutzung anpassen, nach Updates fischen, zu Wasser lassen usw.

Phase 3: Segel setzen und auf Kaperfahrt fahren
a) Daten von den Festplatten wieder eingliedern, sortieren, sichern
b) Backups von 1997 bis heute aufräumen
c) Datensicherung automatisieren

Gestern ist Phase 1 fertig geworden, heute ist Phase 2 dran und die Phase 3 wird wohl Monate brauchen bis sie abgeschlossen ist. Aber wenigstens hat die Sache zumindest Land in Sicht und geht mir wohl nicht allzu schnell in Ihrer Gänze über Bord. Bei der Gelegenheit, lasst mich Euch eine Geschichte erzählen, die mir von weit her zugetragen wurde. In fernem Land soll es einen Hafen geben, der dankbar, erreichbar und zügig Eure Schatztruhen beherbergen kann. 1000 mannsgroße Kisten kann man da lagern und jederzeit von überall auf diese Schätze zugreifen und sie zur Schau stellen. Die Rede ist von MyFabrik.com – einem Webstorage-Provider, der flexibel dafür sorgt daß man seine Photos, Videos und was sonst noch alles überall einbinden kann. Schaut mal rein, ich habe bereits eine Testfahrt gestartet und werde darüber berichten, wenn es mir klarer wird und der Neulingsnebel sich gelichtet hat.

Arrrrrr. Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc


Update: Es ist viertel vor fünf und nach einigen Quälereien, viel zu melancholischer Musik und etlichem Treibergehacke und -gekratze in Windoof und ein paar Energydrinks läuft hier mittlerweile wieder der Großteil der Sachen die laufen sollen. Dank CLEO muss ich mir wegen des Firefox keine Sorgen und Mühen machen. Jetzt nur noch den Adept-Updater anschmeißen und machen lassen, der Rest kommt von alleine. Gute Nacht!

Now playing: | Stimmung:

Es hat gedauert..

..aber endlich komm ich mal wieder zum schreiben. Nach zwei Stunden auf dem Stuhl und einem Zahn weniger, Spritzen, Gesäge und dem bersten von Knochenmaterie, einer Woche unter Schmerzmittel und letzten Endes gezogenen Fäden, bin ich jetzt wieder einigermaßen fit und erfreue mich wieder verschiedenster Dinge, unter anderem meines Alltages, Nahrung die ich teilweise sogar schon auf beiden Gebissseiten kauen kann und vor allem verschiedener Käsesorten – aber dazu wann anders mehr.

Im Grunde ist in den letzten zwei Wochen alles und nichts passiert, ich hatte jeden Tag mehr als genug zu tun und bin doch nicht wirklich vorangekommen mit dem was ich wollte – also hier mal ein kleiner Abriss:

Die Geburtstagsfestlichkeit meiner Mudder hatte viele Gäste angelockt und mir jede nur erdenkliche Gelegenheit gegeben Möbel, Nahrung und Getränke nach oben bzw unten zu transportieren, damit die Gäste die Nahrung und die Getränke wieder in Einzelportionen nach unten transportieren konnten und ich danach die Möbel wieder hoch. Seltsam aber wahr, schon paradox – dieses Leben.

Der Mauerfall ist natürlich auch berichtenswert. Wie der Fall einer jeden Mauer seine unvorhersehbaren und nachhaltigen Folgen und Auswirkungen hat, so auch dieser. Die Zappbar ist mit sofortiger Wirkung als Raucherkneipe zu betrachten – bis auf einige blasse Spuren und Rillen, erinnert nichts mehr an die bauliche Trennung des von Staatswillkür aufgeteilten Volkes, welches wieder zusammengefunden hat. Es ist gemütlich, die Beleuchtung ist entspannend und man kann sein Bier mit einer Zig genießen ohne in eine Gruft gesperrt zu sein. Hach, ist das schön, wenn das Wohnzimmer wieder so ausschaut wie früher. Bilder folgen.

Meine kleinen Experimente mit Linux haben mich endgültig auf die perfekte Konstruktion gebracht die für mich am geeignetesten ist. Ich habe das aktuelle Kubuntu (8.04) mit dem alten KDE 3.5 und als Sekundärsystem Windoof laufen (für Spiele, wenn ich denn mal in den Luxus kommen sollte, daß ich mal Zeit dafür habe). Ich habe meine Versuche mit dem KDE 4.X eingestellt, nachdem ich gemerkt habe wie wenig intuitiv er ist, wie gut es auch immer aussehen mag. Es geht wieder einen Schritt weg von der vollen Freiheit des KDE gegenüber dem GNOME der mich mit seinen Einschränkungen vom Gefühl her an Win erinnert, wovon ich ja weg wollte. Klar, wird es irgendwann so sein, daß Aufgrund der Halbwertzeit der qt3-Engine es eine Umstellung geben muss, doch hoffe ich darauf, daß die Herrschaften die den grünen Drachen ins Leben gerufen haben mich damit verschonen mir den Delphin und dieses Mühselige KDE4 aufzuzwingen – oder eine Alternative entwickeln die mich überzeugt. Was mich definitiv nicht überzeugt hat, war die x64 Architektur. Überflüssig. Wenn ich über 4 Gig Ram adressieren will, klar, super – aber dafür die ganzen Kompatibilitätsprobleme in Kauf nehmen? Nein danke, nicht mit mir. Ich steig wieder auf die x386er runter, da kann man über meinen Pioniergeist sagen was man will.

Anbei sei anzumerken, daß ich zuhause erstmals die 2-Terrabyte-Marke geknackt hab, als ich mir letzte Woche die TrekStor DataStation maxi geholt hab. Das Dateisystem VFAT schien zwar problemlos seitens Linux les- und schreibbar zu sein, aber als überzeugter User werd ich nicht auf ext3 verzichten. Einerseits wegen der Anfälligkeit von NTFS Systemen, andererseits wegen der Umstände daß Umlaute durch Windows in Dateinamen bei Linux nicht angezeigt werden können. Oder genauer, die Dateien werden nicht angezeigt. Jetzt hab ich endlich mal eine sinnvolle und vor allem geräumige Schublade, in der ich meine Backups die ich noch von teilweise 1997 rumliegen habe, einsortieren kann ohne mir großartig Gedanken über Platzprobleme machen zu müssen. Schön. 🙂 Ich werde den Eindruck bei vielen neuen Versionen nicht los (u.a. bei dem aktuellen WordPress-Update), daß eine eindeutige Tendenz zur Verschlimmbesserung grassiert.

Was davon zum Glück nicht mehr betroffen zu sein Scheint, ist der Firefox 3 – der mir am Anfang wegen seiner immens langsamen Reaktionszeit nach dem Abspeichern von Bildern negativ aufgefallen ist. Mittlerweile habe ich ihn an meine Bedürfnisse angepasst und sogar FEBE und CLEO (Config-Export mit Addons als .xpi für FF) gibt es mittlerweile für die aktuelle Version des Browsers. Leider kann man das von meinem bevorzugten FTP-Bookmarkabgleich-Addons nicht behaupten, so muss ich also auf die Foxmarks-Maschine zurückgreifen wenn ich auf allen Rechnern wo ich arbeite ein ähnliches Favoritenverzeichnis haben möchte. Aber auch dazu bei Gelegenheit mal etwas ausführlicher, ich bin grad einfach mal froh, daß es besser läuft als zuvor und gut is.

Übrigens habe ich zwei trinkbare Schmuckstücke erworben, ein mal den lange gejagten Bushmills 21 Madeira Finish und ein mal den Dalmore 15 y.o. den mir Richard auf der letzten Interwhisky-Messe empfohlen hat. Ersteren werde ich aber aufgrund seiner Seltenheit erst aufmachen, wenn ich eine Flasche davon in Reserve habe. Diese Anschaffung ist geplant, wenn ich mir auch noch eine weitere Portion des 15er Red Breast zulege, die Flasche neigt sich dem Ende, aber eine sollte noch für in ein paar Jahren aufgehoben werden.

Das waren erstmal die Neuigkeiten, mehr kommt sicher noch wenn ich einen Augenblick durchatmen kann und nicht mehr von allen Seiten beansprucht werde.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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