Erste Schritte mit eigener Hardware..

..führten mich zum Arduino, genauer zum Modell Uno. Ich habe mir irgendwann in den Kopf gesetzt, mich an Robotik zu versuchen – bis dahin ist der Weg ja eigentlich ziemlich weit, wenn man bisher nur wenig systemrelevante Software verfasst hat und das Meiste nur im Browser oder auf dem Server lief. Aber glücklicherweise gibt es ja mittlerweile eine ganze Menge Pioniere für das Internet of Things, die Mikrocontroller anbieten welche die Basics mitbringen alles mögliche aus ihnen machen zu können. Ich spare mir erst einmal das Löten und nehme mir eine Lösung zum zusammenstecken, programmiere sie und füge nach und nach Komponenten hinzu, bis was sinnvolles dabei rauskommt.

Das Starter-Kit für um die 60€ kam bereits vor ein paar Wochen per Post an und ich habe zunächst nur einen flüchtigen Blick reingeworfen – LEDs, die Hauptplatine, ein Haufen Steckkabel und Widerstände (in dem Moment verfluchte ich leise meine mangelnden Physikkenntnisse), ein USB-Kabel, eine Fernbedienung, ein paar Näherungssensoren und ein Servomotor. Mit ein wenig Erfahrung könnte ich daraus einen Garagenöffner zusammenbauen. Oder einen kleinen Licht-Aus-Bot. Oder aber eine kleine Flurbeleuchtung für die Nacht wenn ich mal kein großes Licht anschalten will. Oder eben einen selbstfahrenden Roboter, der ähnlich den Roombas unserer Zeit autonom oder teilautonom durch die Wohnung fährt und … keine Ahnung, mir ein Stück Käse aus dem Kühlschrank holt, wenn ich Lust darauf habe.

Aber man muss ja klein anfangen, also hab ich mir mal die Arduino-IDE installiert, die kleine Kiste an den USB-Port angeschlossen und mit einem LED-Leucht-Tutorial begonnen, überhaupt erst darauf zuzugreifen. Hello World, mal auf Hardware-Ebene. Lief gut, war idiotensicher. Die „Programmiersprache“ ist wohl eine C-Basierte Geschichte, über die ein Convenience-Layer gezogen wurde, um den damit nicht vertrauten Einsteigern die Nutzung so einfach wie möglich zu machen. Mit dem Handbuch oder auch nur Google kann jeder die Befehle die der Mikrocontroller braucht leicht in seinen Code einbauen und schon gehts los. LED leuchtet. Oder blinkt. Oder morst etwas bestimmtes. Immer wieder, bis ich ihr sage sie soll damit aufhören oder den Strom kappe. Theoretisch gesprochen konnte ich nach nicht einmal 5 Minuten das innere einer S-O-S Leuchtbarke im Grundgerüst nachbauen. Alles was dafür nötig war, war eine LED, die Möglichkeit sie mit bestimmten Zeitabständen an oder aus zu machen – fertig.

Nächste Stufe im Plan – die JavaScript-Adaption für Arduino testen und mal irgendwas damit bauen, was mehr kann als einfach nur Licht an und aus. Eine Ampel vielleicht, ist ja auch noch recht trivial – rot, rot-gelb, grün, gelb und von vorn. Trivial aber immerhin zum ersten Mal JS auf Hardware für mich! Klingt nach etwas was ich auf jeden Fall mal gemacht haben will.

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Geschützt: And the card house collapses..

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Now playing: Hadouken - House is falling down | Stimmung: Gemischte Gefühle meets Excitement

Mysteriöse „Illegal Characters“ in Dateien mit Vagrant/Nginx

Ich hatte bis eben ein interessantes Problem:

Beim bearbeiten einer .js Datei in meiner IDE, lade das Zeug in meinem Browser neu und bekomme in Firebug den Fehler „illegal character after ; in file.js in line 20, column 3“ – Zeile 20 existiert aber gar nicht.

Als ich mir die Datei dann RAW im Browser angesehen habe, waren haufenweise Fragezeichen in dunklen Karos hinten angehängt. Wenn ich was geändert habe, konnte es passieren, daß nach der Hälfte der Datei plötzlich Schluss war nach dem Reload. Ätzend. Wenn ich Vagrant neu starte, gehts erstmal wieder. Danach wieder nicht.

Wäre Mathias nicht vor ein paar Jahren bereits in dieses Problem hineingelaufen, würde ich vermutlich noch heute dran sitzen das zu beheben. Die Fehlerbehebung lag letzten Endes darin, in der Nginx-Config das send file auszuknipsen. Im Grunde handelte es sich nämlich um einen Virtual Box Bug unter Windows, der das „on“ gebraucht hat – ich code aber unter Ubuntu, also hat der „Bugfix“ für Windows bei mir überhaupt erst dieses dubiose Problem verursacht. Server neu starten und die Sache war gegessen.

Es ist ziemlich zum Kotzen, wenn man sich auf die Codeintegrität der IDE irgendwie nicht verlassen kann, das kann einem echt den Tag versauen.

Now playing: Hadouken - Turn the lights out | Stimmung: Angepisst

PhantomJS und RequireJS wollen nicht ins Angular-Bett

Ich hab jetzt etwa vier Tage investiert, um mich ausgiebig mit dem Softwarepaket um AngularJS und autmatisierten JavaScript-Tests in einer virtuellen Umgebung zu befassen. Ich hab viel gelernt, viel erkundet und am Ende alles weggeworfen. Also fast alles. Es gibt jede Menge wirklich gute Tutorials, die Angular und RequireJS mit Karma verheiraten. Auch vergleichbar viele, bei denen PhantomJS mit Karma und Jasmine oder Mocha/Chai läuft. Alles wunderbar – aber wenn ich nach etwas suche, was sowohl AngularJS mit RequireJS und Karma hat, als auch PhantomJS mit Jasmine in Betrieb nimmt, finde ich plötzlich nichts mehr. Und warum? Weil PhantomJS mit Require das Problem hat, daß es nicht wartet bis alles geladen ist, bevor es die Karma-Anweisungen ausführt. Ein Bug? Ein undokumentierter Konfigurations-Teil? Vielleicht irgendwas offensichtliches für das ich viel zu blöd bin um es zu bemerken? Möglich. Wahrscheinlich: PhantomJS noch nicht ausgereift genug, keine wirklich ernstzunehmenden Alternativen für headless browsing von der Command Line – nichts.

Was also ist die Lösung? Keine Testumgebung für JavaScript benutzen, obwohl es mehr als drei gute gibt? Warten, bis PhantomJS aufgeholt hat und man es dafür nutzen kann? Eine Prerendering-Lösung für eine on-demand-Skriptlademaschine? Sinnfrei. Ich werde jetzt versuchen Mocha oder Jasmine unabhängig von Karma und Phantom zum Laufen zu bekommen, wird möglicherweise nicht so elegant und allumfassend, wie ich es mir gewünscht hätte, aber besser als einen separaten Server aufsetzen und irgendwas darauf faken, um von hinten durch die Brust ins Auge zu schießen.

Manchmal lernen wir, daß keine Lösung existiert. Und wenn wir sie nicht machen können, bleibt uns nur die Suche nach Alternativen.

UPDATE: Als ich Karma und PhantomJS aufgegeben habe, war die Installation von Jasmine und das schreiben des ersten Tests, sowie das Verdrahten mit RequireJS eine Sache von einer Viertelstunde. -.-

Das Ergebnis findet ihr hier.

Now playing: Carl Douglas - Everybody was Kung Fu fighting | Stimmung: dezent gelangweilt

Wenn der NPM nicht will..

..hilft kein Beten und kein Fluchen. Ich bin gerade am automatisieren von ein paar Installationsroutinen mit einer package.json die nach dem Start einer Vagrant-Maschine einfach reingeschmissen wird und dann gibts einen „npm install“ – So weit, so gut. Provision läuft durch, Chef, Shell und dann die NPM-Geschichte – er baut mir einen Baum, installt alles.. und kaum bin ich drin heißt es: „command not found“.

Mittlerweile hab ich die Theorie, daß es mit dem unterschiedlichen Handling des Pfades der $NODE_PATH Variable zusammenhängt, irgendwie installiert er es mir lokal und sieht nichts, weil er es versucht „global“ abzugreifen. Installiere ich mit -g das ganze Zeug global (was man ja eig. ohnehin nicht machen sollte), dann klebts bei mir im node_modules Ordner im rootfolder, aber wenn ichs launchen will, sucht er lokal danach und findet nichts. Es ist zum Kotzen. -.-

UPDATE: Okay, so wie es aussieht, motzt er rum weil die interne PATH Variable nicht auf das entsprechende Verzeichnis gesetzt ist. Die Lösung war somit ein einfaches

export PATH="/home/vagrant/angularity/angular-js/node_modules/.bin/:$PATH"

Das Repo findet Ihr übrigens hier: https://github.com/VladTheLad/angularity

Now playing: Grave Digger - The Battle of Bannockburn | Stimmung: frustriert -.-

Aus dem Boden gestampft..

..trifft es ganz gut. Wir haben im März/April angefangen den neuen Shop auf Basis des Symfony Frameworks hochzuziehen, während wir das System selbst gleich mit dazu lernten. Dafür daß wir nur drei Coder waren (plus ein externer Experte von SensioLabs, der uns geschult aber auch mitgebaut hat), war nach etwas über einem halben Jhar der Fortschritt deutlich zu erkennen. Ungeachtet der Komplexität der Anwendung war sie schnell, performant und anständig strukturell aufgebaut, so daß man sie gut weiter- und wiederverwenden konnte. Mittlerweile ist das kleine Schmuckstück fertig und hier zu finden.

Richtig interessant ist es, wenn man das entstehen der Seite – Seitentypus für Seitentypus – miterlebt hat und kleine Abschnitte noch vor ihrem Zusammenspiel/-bau. Irgendwann war die nämlich klein, experimentell und fast nackig. Es kam erst mit der Zeit, daß die mit BDD- und Unit-Tests abgedeckt zusammengesteckt und zum funktionieren gebracht wurde. Schon spannend, so ein Projekt von Anfang bis Ende mitzuverfolgen. Ich hatte großen Spaß die Frontend-Geschichten dafür zusammenzugießen, mit TWIG zu spielen und Rotations- und Schatteneffekte dezent aber wirkungsvoll zu verwursten. Wie der Shop im Endeffekt vom Look n Feel daherkommt, ist aber am meisten unserem Grafiker Andreas zu verdanken – der Kerl hats echt aufm Kasten, was griffige und edle Layouts angeht. Ich mochte seine Entwürfe schon zu 99B-Zeiten – leider kamen wir nie dazu die mobile Version umzusetzen, bevor das Projekt seinen Abgang gemacht hat.

Und natürlich konnte ich mir meinen kleinen Stempel nicht verkneifen, wer ins Impressum guckt, wird beim Copyright-Datum fündig.. 😀

Now playing: Star Wars - Cantina | Stimmung: Ein bißchen stolz

Auf der Enter JS 2014

Anfang des Jhares beschlossen mein Kollege Martin und ich auf die EnterJS in Köln zu fahren, um uns die volle JavaScript-Dröhnung zu verpassen. Wir hatten bei unserem Besuch in Würzburg, aber auch danach immer mehr darüber erfahren wie viel wir in dem Bereich noch nachrüsten konnten und sollten, also ließen wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen. Ich wollte unbedingt mein Wissen über node.js und seine Ableger vertiefen, Martin wollte punkto Frontend sein Wissen aufstocken und so trafen wir uns wochenends im Zug zu einem Alster und einer ungewohnt langen Bahnfahrt in den Südwesten.

Das Hotel war eher von bescheidener Wahl gewesen, irgendwie haben die es wohl versiebt auf ihrer Website mitzuteilen, daß sie gerade zwei komplette Stockwerke renovieren und deshalb überall anders alles voll ist mit Krempel, der eigentlich eher nach Baustelle als nach was anderem aussieht. Egal, wir waren ja nicht zwecks Erholung dort. Die Veranstaltung begann am Tag nach unserer Ankunft und wir besuchten ersteinmal alles was uns vor die Flinte kam und versuchten gleichzeitig eine möglichst weit gestreute Abdeckung der Themen zu bekommen. Nach einer Weile kristallisierten sich drei grobe Richtungen ab: Die einen Talks waren von den führenden technischen Köpfen im JavaScript-Bereich, die anderen waren thematisch etwas weitgefasster und somit zurecht keynotes, und die dritten waren einfach von irgendwelchen Businessfratzen, die sich profilieren wollten mit so einer „unsicheren, unerprobten und ungewohnten“ Technologie wie JS echte Projekte zu machen. Letztere waren eigentlich eher Präsentationen für ahnungslose Stakeholder verbrämt mit einer Mischung aus Geheimhaltung und Selbstbeweihräucherung, also eine komplette Zeitverschwendung für das Publikum vor Ort.

Wir beschlossen, die dritte Kategorie der Talks von nun an sausen zu lassen und uns auf die anderen zu konzentrieren, klappte auch ganz wunderbar. Was mich übrigens in Begeisterung versetzt hat, war die kulinarische Verköstigung auf der Konferenz. Sie hatte ganz klar Sternrestaurant-Qualitäten und war auch keineswegs knapp bemessen, so ließ es sich bis zum abendlichen Steakhausbummel gut aushalten.

Nach zwei Tagen guter und solider JS Info ging es für uns erstmal in die Workshops, ich selbst hatte einen node.js Kurs bei Golo Roden gebucht gehabt, dem Mitausrichter der Konferenz und Autor auf dem Node-Gebiet. Wir bekamen einen guten einstieg und spätestens nach der ersten Halbzeit konnten wir einen Service wie bit.ly vom Funktionsumfang nachbauen. Ein bißchen waten durch die NPM-Pakete, ein kleiner Besuch in der Callbackhölle, die keine war, alles in allem sehr lohnenswert.

Köln selbst ist gegenwärtig eine riesige Baustelle, überall stehen nur noch Hausskelette, alles ist entkernt und überall sind Absperrungen. Ich bin sehr gespannt was das wird, wenn es mal fertig ist, aber was es jetzt ist und wie es wirkt, das kann man mit dem Wort „verlassen“ sehr gut zusammenfassen. Der kölner Dom war natürlich dennoch einen Besuch wert und das römisch-germanische Museum selbstverständlich auch, ein kleiner Rheinspaziergang und ein paar gemütliche Kölsche waren auch noch drin. Aber dann verließen wir nach unserem Anteil Wissen auch diese Stadt, ich hoffe nächstes Jahr wird es ähnlich Nahrreich.

Now playing: Megadeth - Something I am not | Stimmung: Neugierig

Die Zeit verfliegt rasend schnell..

..und ich komm vor alltäglichem Twist aus Wahnsinn und Methode kaum dazu hier mal ein Wort dazu zu verlieren wie es läuft. Es ist sogar eher so, daß sich die kleinen und mittelgroßen Ereignisse überschlagen und sich auf meinem Kopfinternen Schreibtisch immer mehr stapelt, was ich hier gern unterbringen würde. Wenn ich mal dazu käme! Ich bin leider (oder besser vielleicht „zum Glück“) mittlerweile im Büro so sehr eingespannt, daß ich definitiv nicht mehr dazu komme von dort aus hier ein paar Zeilen geistigen Summasummarums niederzulegen. Aber fangen wir mal mit einem absolut durchschnittlichen Tag an, wie er in den letzten Wochen und Monaten immer wieder vorkam: ein Dienstag.

Ich stehe nach ungeführ 7 Stunden Schlaf um kurz nach 9 auf und mache mir einen Kaffee. Es ist hell, es ist kalt und draußen randaliert wieder die Brut der Nachbarn durchs Treppenhaus. Vor dem Haus fahren massenweise Autos, Busse und Kinderwagen mit kreischendem Personal hinten dran. Alle müssen irgendwohin und verlieren keine Zeit. Ich mach das Fenster zu, setze mich auf den Hocker an der Heizung und warte bis die Senseo fertig ist mit Blubbern. Dann Rechner an, Nachrichten, Kaffee und eine qualmen. Auf dem Umweg durchs Badezimmer such ich mir die passenden Klamotten zusammen und knote mir meinen Zugangschip an die Gürtellasche, Schlüssel einstecken, Geldbörse, Telefon und – ganz wichtig – Sonnenbrille. Ohne die käme ich vermutlich nicht einmal bis zur Garage ohne zu erblinden.

Der Verkehr ist meistens erträglich, etwa zwanzig Minuten später stelle ich mein Auto auf dem äußeren Rand des Firmenparkplatzes ab und watschel immer noch nicht richtig wach in meine kleine Dunkelkammer, die genauso gut hätte aus Deus Ex: Human Revolution stammen können. Technik aufgebaut, wieder Kaffee, raus und aufs Taskboard gucken. Die anderen sind meistens schon da und machen irgendwas. Paul (unser Externer) ist zum Glück jetzt auch wieder zurück nach seinem kurzen Ausflug anderswohin, ohne den würden wir vermutlich am Stock gehen und uns gnadenlos in unserer eigenen Software verlaufen. Zumindest noch ist das der Fall, wir lernen alle gerade wie man das macht was wir da tun und er hat etwas über 10 Jahre Erfahrung mit dem System, also hagelt es saftig DOs & DONTs. Sehr glorreich. Um elf beginnt dann das Daily Scrum, 15 Minuten voll mit „ich erzähl Euch was ich gemacht habe und machen werde“ – ein mal reihum, damit auch jeder das Team durchinformiert hat.

Irgendwann nach 3 Stunden Codegewitter oder irgendwelchen Meetings (daran mangelt es uns besonders Dienstags nicht, alle zwei Wochen gibts vier am Stück und danach ist der Tag rum, nennt sich Sprintende), gehts in die Pause, danach in der Regel zu zweit vorm Rechner wieder an den Code. Mit ein wenig Glück hängen am Ende des Tages weniger Zettel am Board als zuvor und man hat das Gefühl etwas geleistet zu haben. Kurz vor Feierabend checken wir den Code ein und dann geht der Kasten zu, Zeit ein paar Dartpfeile zu schwingen!

Leider ist unsere bevorzugte Kneipe mittlerweile zu, der Betreiber hatte irgendwie nicht mehr so richtig Lust, scheint es. Der einzige Ort, wo man in Tornesch sonst einen Pfeil gescheit werfen kann, ist der Sportverein in der alten Post (die haben Billiard und Dart und noch ein paar andere Sachen), ich mag das Licht dort zwar nicht und die Wände wirken kahl und kalt, aber das Equipment ist brauchbar und man lässt uns in Ruhe werfen (ich bin bei so Vereinen nicht so gern der involvierte Typ). Die Dartscheibe an der Arbeit fehlt mir jedenfalls, seit dem Umbau gabs da irgendwie eine Umhängaktion und die zog sich und irgendwie musste noch ein Schalldämmer her und so lag die jetzt für Monate bei Claus im Büro und staubte vor sich hin – und das wo ich diese kleine Ablenkung gut hätte gebrauchen können.

Nach den üblichen 2-3 Stunden Werferei gibts noch einen Stop beim Supermarkt (sollte noch Bedarf an irgendwas sein) und es geht ab nach Hause. Kiki ist meistens zu dem Zeitpunkt schon von der Uni zurück und wir erzählen uns vom Tag, während ich irgendwas leckeres koche oder wir einen dieser leckeren Weine aufmachen. Danach gibts noch ein paar untote Pixel zum zerballern oder wir geben uns eine Dröhnung Game of Thrones auf unserem wirklich irre bequemen Sofa. Manchmal treibts uns aber auch raus, mit etwas Feuerholz an den Elbstrand oder zur Nacht hin um den Block, frische Luft schnappen. Da ich aber nicht mehr den Luxus des irgendwann-zwischen-elf-und-zwölf-arbeitens habe, wird es eher selten spät oder aber es geht zulasten des Schlafes. Ein ganz normaler Tag.

Now playing: BSG OST - All along the Watchtower | Stimmung: Dizzy

Unmerklich ein weiteres Jhar

Es ist still geworden um diesen Blog. Und doch hat er ein weiteres Jhar auf dem Kerbholz, acht sind es mittlerweile – tendenz steigend. Ich denke ausnahmsweise erspare ich euch mal die Statistiken (okay okay, ich gebs ja zu, mir sind beim Umzug einige davon abhanden gekommen und dank der encrypted_searchterms gibts von Google aus nicht viel tolles zu sehen). Hier wird sich aber demnächst etwas ändern – vielleicht zunächst unbemerkt, aber letztlich immer offensichtlicher – ich muss entrümpeln. Ich merke ich habe seit dem Umbau vor zwei Jharen nicht mehr so richtig Freude an meiner Seite, weil in meinem Kopf alles noch halbgar und unfertig ist, die Beiträge nur teils portiert, die Bilder nur teils eingebaut – irgendwie komm ich mit den Dateien genauso wenig hinterher wie mit dem Neuverfassen meiner Beiträge. Ein quälend langsamer und langwieriger Prozess. Und einer der nicht viel Freude macht – denn so schön es ist in alten Erinnerungen zu kramen, so mühsam ist es auch jedes Bild einzeln in eine Gallerie hochzuladen, sie aufzuforsten und einzubinden und das alles per Hand.. da vergeht einem schnell die Lust, vor allem wenn man lieber etwas neues erzählen würde.

Da ich in den letzten Wochen und Monaten aber enorm viel über Automatisation gelernt habe, werde ich das Ganze jetzt anders aufziehen – ich hab mir schon mal eine Umgebung mit ordentlich Vagrant/Puppet-Unterstützung dafür zurechtgebaut und werde jetzt erst einmal die kompletten Inhalte in die Datenbank/-struktur schmeißen (automatisiert, versteht sich – und das so lange bis der Import sauber läuft) – dann und erst dann werde ich mich an das Neudesign des Themes machen. Das war nämlich mein Fehler letztes Mal, ich hab mir gedacht „Och, das mit den Inhalten bau ich nach und nach ein, dafür find ich später sicher Zeit..“ – Bullshit. Later equals never. Erst den Content, dann das look’n’feel – sonst wird das nix. Und wenn die Daten und Dateien so weit sind, gibts ein modernisiertes Theme, diesmal mit SASS, auf Foundation-Basis und anständig versioniert mit Git.

In Anbetracht der geringen Popularität (von 22 Nutzern haben sich 3 eingeloggt, um für sie sonst unsichtbare Posts zu erkunden) werde ich übrigens auch die Privacy- und Accounteinstellungen überarbeiten. Es wird in Zukunft wieder das alte System mit dem one password Login geben, aber in einer getuneten Version (wie sie genau aussehen wird, zeigt sich noch). Ein Plugin weniger zu warten, eine strukturelle Entschlackung mehr. Aber dieses mal drehe ich den Spieß um, vorher hat nur der den Schlüssel zur Stadt bekommen dem ich ihn angeboten habe – dann bekommt man ihn überhaupt nur noch auf Anfrage – ich werde also niemanden damit behelligen, der nicht auch mal mehr lesen will. 😀

So weit die guten Vorsätze für das neue Blog-Jhar, mehr Infos gibts wenn was passiert.

Now playing: Midnight Riders - All I want for christmas | Stimmung: kritisch

Scrum if you can!

Vor rund einem Jhar hatten wir einen Workshop zum Thema SCRUM bei den Firefighters in Hamburg, wo wir viel über agile Softwareentwicklung und Prozesse gelernt haben. Was damals noch ein wenig wie im Ideen-Rohbau wirkte, nahm im Laufe der Zeit tatsächlich konkrete Formen an – wir haben pünktlich zum Beginn unseres neuen Projektes einen Agile Coach an die Seite gestellt bekommen und machen übermorgen unser erstes Backlog Grooming. Mit dieser für uns neuen Arbeitsmethode sollen wir schneller, regelmäßiger, transparenter und besser organisiert arbeiten und das was bisher passiert ist fühlt sich voll und ganz danach an, daß es tatsächlich auch so sein wird.

In dem ersten Meeting haben wir eine ordentliche Vorstellungsrunde hingelegt und einen sog. „Market of Skills“ durchgespielt – dabei geht es zunächst darum, daß die Teilnehmer ihre jeweiligen Fähigkeiten die sie dem Team anbieten veranschaulichen (in unserem Fall auf einem Flipchart-Bogen), darunter auch welche von „unter der Ladentheke“, also was sie über ihre Fachkompetenz hinaus noch mitbringen. Dann wird kurz vorgestellt, Kommentiert und gemerkt. Wir haben in unserem Team (ohne Externe sind wir sieben Leute) sehr unterschiedliche Charaktere, vom Werdegang wie auch vom Erfahrungsspektrum, das gilt es jetzt erst einmal unter einen Hut zu bekommen.

Das zweite Meeting dieser Art gebot uns eine Teamvision zu entwickeln, uns mit den agilen Werten auseinanderzusetzen und zu beschreiben wie wir als Team gerne von außen gesehen werden wollten. Es wurden Teamvereinbarungen beschlossen die für alle verbindlich waren – vom Umgang mit Bugs bis zum Zeitpunkt des Sprint-Backlog-Updates. Alles in allem fühlt sich das jetzt schon an wie eine richtige und wichtige Synchronisierung, so wie es jetzt läuft kann da kaum was schief gehen.

Die Welt der Klebezettel hat uns wieder – und sie lädt zum nachahmen im kleinen an. Seit ich irgendwann ein Derivat von Personal Kanban für meine Tasks verwende geht mir alles schneller und motivierter von der Hand. Neulich beim Hausputz: 17 Tickets in etwa drei Stunden. Ohne Taskboard verebbt die Motivation spätestens nach fünf Aufgaben und der selben Zeit. Das Pull-Prinzip ist das Motivations-Geheimnis – schnapp Dir den Task der Dir am meisten Bock macht, kleb ihn rüber zu „In Progress“ und leg los bis Du fertig bist, dann nimmst Du Dir den nächsten vom „To do“ auf den Du Lust hast vor und hängst den vorherigen in den „Done“ Bereich. Bäm! 😀

Now playing: Accept - Run if you can | Stimmung: Aufgedreht