Die Zeit verfliegt rasend schnell..

..und ich komm vor alltäglichem Twist aus Wahnsinn und Methode kaum dazu hier mal ein Wort dazu zu verlieren wie es läuft. Es ist sogar eher so, daß sich die kleinen und mittelgroßen Ereignisse überschlagen und sich auf meinem Kopfinternen Schreibtisch immer mehr stapelt, was ich hier gern unterbringen würde. Wenn ich mal dazu käme! Ich bin leider (oder besser vielleicht „zum Glück“) mittlerweile im Büro so sehr eingespannt, daß ich definitiv nicht mehr dazu komme von dort aus hier ein paar Zeilen geistigen Summasummarums niederzulegen. Aber fangen wir mal mit einem absolut durchschnittlichen Tag an, wie er in den letzten Wochen und Monaten immer wieder vorkam: ein Dienstag.

Ich stehe nach ungeführ 7 Stunden Schlaf um kurz nach 9 auf und mache mir einen Kaffee. Es ist hell, es ist kalt und draußen randaliert wieder die Brut der Nachbarn durchs Treppenhaus. Vor dem Haus fahren massenweise Autos, Busse und Kinderwagen mit kreischendem Personal hinten dran. Alle müssen irgendwohin und verlieren keine Zeit. Ich mach das Fenster zu, setze mich auf den Hocker an der Heizung und warte bis die Senseo fertig ist mit Blubbern. Dann Rechner an, Nachrichten, Kaffee und eine qualmen. Auf dem Umweg durchs Badezimmer such ich mir die passenden Klamotten zusammen und knote mir meinen Zugangschip an die Gürtellasche, Schlüssel einstecken, Geldbörse, Telefon und – ganz wichtig – Sonnenbrille. Ohne die käme ich vermutlich nicht einmal bis zur Garage ohne zu erblinden.

Der Verkehr ist meistens erträglich, etwa zwanzig Minuten später stelle ich mein Auto auf dem äußeren Rand des Firmenparkplatzes ab und watschel immer noch nicht richtig wach in meine kleine Dunkelkammer, die genauso gut hätte aus Deus Ex: Human Revolution stammen können. Technik aufgebaut, wieder Kaffee, raus und aufs Taskboard gucken. Die anderen sind meistens schon da und machen irgendwas. Paul (unser Externer) ist zum Glück jetzt auch wieder zurück nach seinem kurzen Ausflug anderswohin, ohne den würden wir vermutlich am Stock gehen und uns gnadenlos in unserer eigenen Software verlaufen. Zumindest noch ist das der Fall, wir lernen alle gerade wie man das macht was wir da tun und er hat etwas über 10 Jahre Erfahrung mit dem System, also hagelt es saftig DOs & DONTs. Sehr glorreich. Um elf beginnt dann das Daily Scrum, 15 Minuten voll mit „ich erzähl Euch was ich gemacht habe und machen werde“ – ein mal reihum, damit auch jeder das Team durchinformiert hat.

Irgendwann nach 3 Stunden Codegewitter oder irgendwelchen Meetings (daran mangelt es uns besonders Dienstags nicht, alle zwei Wochen gibts vier am Stück und danach ist der Tag rum, nennt sich Sprintende), gehts in die Pause, danach in der Regel zu zweit vorm Rechner wieder an den Code. Mit ein wenig Glück hängen am Ende des Tages weniger Zettel am Board als zuvor und man hat das Gefühl etwas geleistet zu haben. Kurz vor Feierabend checken wir den Code ein und dann geht der Kasten zu, Zeit ein paar Dartpfeile zu schwingen!

Leider ist unsere bevorzugte Kneipe mittlerweile zu, der Betreiber hatte irgendwie nicht mehr so richtig Lust, scheint es. Der einzige Ort, wo man in Tornesch sonst einen Pfeil gescheit werfen kann, ist der Sportverein in der alten Post (die haben Billiard und Dart und noch ein paar andere Sachen), ich mag das Licht dort zwar nicht und die Wände wirken kahl und kalt, aber das Equipment ist brauchbar und man lässt uns in Ruhe werfen (ich bin bei so Vereinen nicht so gern der involvierte Typ). Die Dartscheibe an der Arbeit fehlt mir jedenfalls, seit dem Umbau gabs da irgendwie eine Umhängaktion und die zog sich und irgendwie musste noch ein Schalldämmer her und so lag die jetzt für Monate bei Claus im Büro und staubte vor sich hin – und das wo ich diese kleine Ablenkung gut hätte gebrauchen können.

Nach den üblichen 2-3 Stunden Werferei gibts noch einen Stop beim Supermarkt (sollte noch Bedarf an irgendwas sein) und es geht ab nach Hause. Kiki ist meistens zu dem Zeitpunkt schon von der Uni zurück und wir erzählen uns vom Tag, während ich irgendwas leckeres koche oder wir einen dieser leckeren Weine aufmachen. Danach gibts noch ein paar untote Pixel zum zerballern oder wir geben uns eine Dröhnung Game of Thrones auf unserem wirklich irre bequemen Sofa. Manchmal treibts uns aber auch raus, mit etwas Feuerholz an den Elbstrand oder zur Nacht hin um den Block, frische Luft schnappen. Da ich aber nicht mehr den Luxus des irgendwann-zwischen-elf-und-zwölf-arbeitens habe, wird es eher selten spät oder aber es geht zulasten des Schlafes. Ein ganz normaler Tag.

Now playing: BSG OST - All along the Watchtower | Stimmung: Dizzy

Wenn die Sonne uns grillt..

..dann grillen wir zurück! Naja, ganz so einfach war das dieses Jhar nicht – immerhin hatte das H:O:A sich die wärmsten Tage am Stück rausgepickt und wer das fragwürdige Glück hatte, sich permanent draußen aufzuhalten, war über kurz oder lang angeschissen. Wir fuhren bereits am Mittwoch auf den Ground und breiteten uns aus, bauten auf und befestigten die baumelnden Lampen an strategisch wichtigen Punkten. Da Daniel uns überreden konnte, uns die Warm-Up Party anzugucken und wir an einer der Gassen nach draußen geparkt hatten, sattelten wir nach dem Aufbau Thorsteins Karre und machten uns auf nach IZ in die Lauschbar. Dort angekommen merkten wir erst, wie voll es war – gut die Hälfte der „Besucher“ standen draußen und im Innenraum war dennoch alles so dicht gedrängt, daß es kein Nachvorne kommen gab.

Die Luft war zum schneiden, die Menge einigermaßen angetrunken und vom Bühnenspiel habe ich nicht viel erhaschen können. Grobes Fazit – ganz nett, aber irgendwie wären wir jetzt eigentlich lieber am Camp und würden uns auf die anstehenden Tage einstimmen. Gedacht, getan! Kurze Zeit später stand die Karre wieder da wo sie vorher stand, wir klappten unsere Möbel auf und schenkten uns ordentlich einen ein. Ich hatte leider vergessen mir etwas zum Abdecken der Fenster mitzunehmen, ist das auf dem H:O:A doch meist ein größeres Problem als auf den anderen Festivals. Aber zum Glück hatte Thorstein die alte Armeeplane noch mit, also ein Mal Antenne ab und drüber damit.

Wir ließen es uns gut gehn und bekamen irgendwann Besuch von unserem letztjährigen Platzverwalter – einem etwas kaputten Jungen aus der Umgebung, der sich auch letztes Jahr bei uns schonungslos gehenließ. Mir wurde nach einiger Zeit jedoch langweilig und ich bewegte die anderen zu einem Rundgang, also klapperten wir nach einiger Zeit die Nachbarschaft ab. Zu meiner Freude hatte unser Nachbar von vorletztem Jahr mit seiner recht großen Truppe unweit unseres Areals das Partyzelt aufgeschlagen und da deren Beleuchtung und Beschallung problemlos hätte ein Dorffest bedienen können, schlossen wir uns der feiernden Meute an.

Irgendwann trafen wir dort auch auf den aus den Niederlanden angereisten Exilperser „Animal“, der auf charmante Art versucht hat mit der jungen Frau von neben dem Großlager anzubandeln, aber von ihr immer wieder abgewiesen wurde. Nach dem dritten oder vierten gescheiterten Versuch seinerseits ging er dazu über sich durch Überspitzung selbst zu persiflieren und legte ein beträchtliches Maß an Selbstironie an den Tag, sehr unterhaltsam. Im späteren Verlauf gerieten wir in eine gesamtgesellschaftliche Unterhaltung über seine Erinnerungen an die Erziehung und Indoktrinierung der Kinder im Iran, den krassen Kontrast dazu in den Niederlanden, die Sicht auf Götter und Ideologien und was sie mit Menschen machen. Am Ende waren wir beide gesprächsgeflashed und er spielte mir noch was von seiner Band vor – Act of State – bei der er sang. Die Tracks hörten sich gut an und da die Scheibe auch brauchbar produziert war, kam ich nur zu gern der Bitte nach ein wenig Werbung dafür zu machen und sie gegebenenfalls an gewisse VIPs zu reichen, die vielleicht ein paar Gigs organisieren konnten oder vielleicht sogar einen Festivalauftritt. Mal sehen was daraus noch wird.

So verklang der lange Abend irgendwann mit den Morgenstunden und ich wankte alles andere als nüchtern in Richtung Auto. Am nächsten Morgen wurde ich von buntem Treiben ums Auto geweckt. Arne und Thorstein waren bereits aufgestanden, Sandra wuselte auch schon umher und die Sonne brezelte mir volle Möhre aufs Dach. Nicht einmal die Plane half da großartig, kurz nach elf war es schon fast 30° heiß. So kühlte ich mich für einige Minuten mit der Klimaanlage und stieg dann wohlerfrischt aus meinem Domizil. Das einzige, was am Kochen im Camp richtig nervt ist das Spülen. Kein fließend Wasser, kein Geschirrgitter, nichts. Aber dieses Mal hatte ich wenigstens ein faltbares doppelwanniges Spülbecken dabei (Danke an Jochen für diese wundervolle Inspiration) und somit war es dann doch einigermaßen erträglich. Man denke sich die ManowaR/WotW-Mucke und -Aussprache zu „Soap is everywhere – washing dishes open air, we’re warriors, warriors of the food – like water floods the gates, cleaning forks and plates, we’re warriors, warriors of the food..“

Die folgenden drei Tage verschmelzen unter der gnadenlosen Hitze von fast 40° im Schatten zu einem einzigen, brühend heißen Tag mit gutem Essen, viel zu wenig Schlaf, halbwegs kühlen Getränken und jeder Menge Musik. Von den Bands sahen wir uns wieder eine auserwählte Handvoll an, vor allem aber King Leoric, Demon und Sacred Steel – die alle eine gewohnt gute, gar vortreffliche Darbietung hinlegten. Ich freue mich schon irre auf den Gig von King Leoric im November in HH – das ist halt eine von den wenigen Bands die einem jederzeit Power und gute Laune stiften können, ganz gleich wie mies der Tag gewesen sein mag. Sonstige Betätigungen fielen der Sonne zum Opfer, wir bewegten uns kaum und versuchten so wenig wie nur möglich uns direkter Einstrahlung auszusetzen, sie ließ kein gutes Haar an uns. Die eine oder andere Partie Magnet-Dart (ich hatte meinen Kollegen für ein paar Tage ihre Scheibe abgeschwatzt) haben wir natürlich gespielt, aber leider war bei dem Gebrutzel an garnichts mehr zu denken.

So war es auch nicht verwunderlich, daß ich mich auf der Rückfahrt – dem einzigen kurzen Moment mit Regen – an der Klimaanlage erkältet habe. Diese Erkältung blieb mir als Souvenir noch einige Wochen(!) erhalten und je mehr ich darüber nachdenke wie man dem vorbeugen kann, desto mehr komm ich um besseres Equipment nicht herum. Vielleicht wirds nächstes Mal Zeit nicht nur einen Generator mitzunehmen und eine Strombetriebene Kühlbox, sondern auch eine Alternative zur Zeltplane direkt über dem Auto zu ersinnen. Das Starthilfegerät hat sich übrigens als sehr nützlich erwiesen, ich konnte ohne Probleme meine Karre kurzschließen und losgurken obwohl sie zuvor leer war. Also schon zwei Anschaffungen für den Sommer, die sich gelohnt haben, mit der Wanne zusammen. Göhrk brachte mich auf dem BYH darauf, demnächst auch eine faltbare Duschkabine mitzunehmen, am Anfang war ich skeptisch – bis ich in der Affenhitze unser ab nächstes Jahr nicht mehr mitkommendes Bus-Vorzelt als selbige genutzt habe, mit meinem faltbaren Wasserkanister zusammen, das war so derbe erfrischend – das muss nächstes Mal einfach sein.

Now playing: King Leoric - Lingua Regis | Stimmung: Ein wenig fertig

Agrimm Doomhammer & Manilla Road

Ich kam punktgenau zum Konzertbeginn im Atzehoe an, hab meine Karre in frankfurter Guerilla-Parking-Manier draußen vor der Grünfläche abgestellt und stapfte voller Vorfreude in die schon mit ordentlich Druck gefüllte Halle. Dem Bass mischten sich Gitarrenklänge und Daniels Screams hinzu und ich suchte mir einen guten Platz rechts vor der Bühne, wo ich auch gleich ein paar bekannte Gesichter entdeckte. Agrimm Doomhammer griffen in die Vollen und lieferten ein abwechslungsreiches Set ab, was nicht zuletzt ihren vielzähligen Einflüssen zu verdanken ist – King Diamond, Reverend Bizzare, Helstar, Ritual Steel (surprise surprise) und Blitzkrieg, um nur einige zu nennen an die ich mich erinnert fühlte. Musikalisch und von der Stimmung her waren sie in ausgezeichneter Form und es dauerte nicht lange, bis der Funken aufs Publikum übergriff. Zwischen den Songs fand der junge Mann hinter dem Tellerregal auch Gelegenheit, auf der Bühne seine Freundin mit einer Heiratsabsicht zu beglücken und so war das vermutlich für das Bandumfeld selbst gleich doppelt feierlich, immerhin waren sie nicht umsonst im Vorprogramm von den alten Göttern gelandet, sondern aus inniger Verbundenheit, wovon nicht zuletzt auch das rote Manilla Road Shirt welches Daniel trug zeugte.

Als die ersten Herrschaften ihre Instrumente niedergelegt haben, war die Stimmung bereits so gut, daß man hätte den Hauptact direkt auftreten lassen können – gibt nicht viele Bands, die gerade emporkommen und das auf mehr oder weniger Anhieb hinbekommen. Aber es gab ja noch Die Void, die uns die Wartezeit verkürzen sollten während wir uns über einige handwarme Biere hermachten. Ich fand die eher weniger spektakulär, was aber vermutlich eher am Kontext lag. Sie passten meiner Meinung nach nicht so recht ins Billing, war ihre Musik irgendwo zwischen Soul Doctor, Astral Doors, Cheap Turtle und Cornerstone vorzufinden. Nette Ecke aber andere Ecke, sag ich zu sowas gern. Zwischenzeitig wurde ich noch in den Tourwagen verschleppt, wo zu meiner großen Freude und Überraschung Manilla Road in tiefster Entspannung auf den Gig wartete, während sie zufrieden einige Biere ihrem Schicksal überführten.

Einige Momente später kamen die Herren aus Kansas auf die Bühne und legten los. Hauptsächlich bestand das Set aus schönen alten Songs, größtenteils aus der Mystification, Open the Gates und Crystal Logic Ära, sehr zu meiner Freude. Zwar fanden auch Stücke vom neuen Album ihren Weg in das Programm, reihten sich aber aufgrund von Art und Stil nahtlos in den Rest der mitreißenden Klassiker ein. Dazu bleibt eigentlich vor lauter Begeisterung meinerseits nicht viel zu sagen, Manilla Road sind einfach großartig, wie auf Platte so auf der Bühne und da vor allem Mark glänzend in Form war, gabs seinerseits auch mehr Stimmeinlagen als ich es von den letzten Gigs in Erinnerung hatte. Ein wunderbarer Abend mit toller Musik, in einer leicht überhitzten Location mit mäßig temperiertem Bier – schöner Beitrag zu einem gelungenen Wochenende!

Now playing: Manilla Road - Astronomica | Stimmung: Davondriftend

D-A-D auf dem Hafengeburtstag

Volksfeste sind ja normalerweise nicht so meins, aber als Neubürger der Hansestadt gibts ein paar Sachen, die es mich reizt einfach mal gesehen zu haben. Und wenn dann auch noch meine Lieblingsdänen die Bühne rocken, kann man sich auch mal ins Getümmel stürzen. Da mir das aber zu overdosed war bei einigermaßen gutem Wetter die Schiffsparade anzugucken, bevorzugte ich die weniger volle Atmosphäre des kühlen Samstagabends, um um die Büdchen zu schleichen und mir das Fest anzugucken.

Wirklich außergewöhnlich an dem Schauspiel war nur das maritime Thema, der Rest könnte vom Publikum und Attraktionen genausogut die Haaner Kerb, Weihnachtsmarkt oder die Dippemess sein, also Buden wo Zeug verkauft wird, Essens- und Getränkestände, Souvenirs der Stadt, etc. Die Bühnen in verschiedenen Größen rundeten das Spektakel klanglich ab und auch wenn die Leuts hinterm Mischpult sich den einen oder anderen Schnitzer erlaubten, alles in allem war der Sound für ein open air Event gar nicht so übel.

Da stand ich also vor der Bühne, während No Fuel left for the Pilgrims durch die Boxen drückte und ließ meinen Blick durch die Menge schweifen. Das Publikum war gemischt: vom mittzwanziger Hipster mit Wollchapeu á la preservativ bis zum alternden möchtegern Luden-Kalle fom Kiez, von Teenie-Metalpärchen bis zum Astrapils-Greis. Wie sich ein so heterogenes Partypublikum auf die Stimmung auswirkt, kann sich jeder selbst vorstellen, letzten Endes aber wussten die Profis auf der Bühne genau was sie taten und im Handumdrehen hatten sie die gute Laune unters Volk gebracht.

Vereinzelt tönten Jubelrufe bei erkannten Songanfängen und selbst die plapperfreudigsten Labertaschen von Jahrmarktbesuchern konnten sich zum Applaus hinreißen lassen, wenn sie mal ihr Bier nicht am Mund und ihre Gesprächspartner nicht am Ohr hatten. Alles in allem ein super Gig, wenn auch etwas zu kurz für meinen Geschmack. Und eine kleine pyrotechnische Überraschung gab es auch, der Basser hat sich, exzentrisch wie er ohnehin ist, einen Helm angezogen, der bis zur Bühnendecke Funken sprühte.

Now playing: D-A-D - Point of view | Stimmung: Erfreut

Stahlpfeile und Zielscheiben

Dart mochte ich ja schon immer. Ich hatte sogar als ich halb so alt war wie jetzt eine Scheibe in meinem Zimmer – sehr zum Leidwesen der dahinter liegenden Wand. Danach hatte ich es aber wieder aufgegeben und mich einige Zeit später anderem werfbaren Material zugewandt. Wurfsterne, danach irgendwann Wurfmesser, etc. Und bis auf gelegentliche Ausflüge zum digitalen Dartboard im nächsten Irish Pub, im Final oder der Cozy Bar blieb es auch dabei. Bis vor einigen Wochen.

Claus, ein langjähriger Steel Darter und Arbeitskollege erzählte mir, daß alle paar Wochen im Gambrinius in Tornesch unsere Abteilung die Pfeile zu schmeißen pflegt, nicht alle, aber einige. Der Wirt ist selbst ehemaliger Dartprofi und hat in dem Laden für so manche Scheibe gesorgt. Und so haben wir uns in den vergangenen paar Besuchen immer schön auf die 301er mit double out eingeschossen.

Das Kopfrechnen ist für mich immer noch eine Marter, vor allem wenns schnell gehen sol bekomm ich das nicht so recht auf die Reihe. Am Anfang hab ich es mit einem Taschenrechner probiert, dann irgendwann mit einer dafür konzipierten App, irgendwann hab ichs einfach gelassen, weil mir Claus fleißig vorgesagt hat. Ich muss das echt üben, sonst brauch ich ewig für eine einfache Subtraktion. -.-

Aber so viel Spaß wie das macht, kanns ruhig alle zwei Wochen stattfinden. Demnächst hol ich mir auch mal eigene Pfeile, irgendwas mit 20g aufwärts, und eine Scheibe für daheim. Es geht außerdem das Gerücht um, daß wir im Büro sogar eine aufgehängt bekommen, aber damit warten die wohl noch bis der räumliche Umbau im ersten Stock abgeschlossen ist. Wenn dann auch noch die Sofaecke unweit eingerichtet wird fehlen uns nur noch eine Beschallugsanlage und ein paar dekorative Schildchen mit Guinness drauf und wir können einen eigenen Pub aufmachen!

Now playing: Phil Collins - Land of Confusion | Stimmung: Gespannt entspannt