Bento Boxen

Nein, es handelt sich nicht um einen Kampfsport. Bentō ist eine traditionelle japanische Form der Nahrungsdarreichung für unterwegs, die sich bis heute einer großen Beliebtheit erfreut. In Japan gibt es an jeder Ecke Bento take aways in Einwegboxen, die Dekoration schwankt zwischen pragmatisch über liebevoll bis zu künstlerisch perfektionistisch. Wie man an den vielen Fächern unschwer erkennen kann, ist Vielseitigkeit wichtig. Ich habe mir für meine Bedürfnisse eine Box von Monbento zugelegt und Kicki hat eine extra robuste von Bentgo.

Jetzt brauchen wir nur noch ein paar dieser lustigen Foodpicks, Soßenfläschchen und Trennblätter. Ich muss sagen, die Zubereitung von eingepackten Snacks macht schon große Freude, vor allem wenn man sich die Bento-Tips im Netz mal genauer anguckt – generelle Inspiration für die Küche. Und damit kommen wir zu meinem Lieblingsnachtisch für die Bentobox:

Mini-Cremeröllchen

Man braucht:
– Sandwitch-Toastbrot
– Nutella / Pistaziencreme / Erdnussbutter
– Schokostreusel

Man tut:
– Toastbrot entkrusten
– Mit Nudelholz walzen
– Mit Creme bestreichen
– Einrollen und Schneiden
– Aufstellen und bestreuen

Ich bin sehr gespannt, was mir alles zu den Bentos noch schönes einfällt. Auf jeden Fall müssen ein paar essbare Augen her und vielleicht Eiförmchen. Natürlich kann man das Bento auch zuhause anrichten, dafür nimmt man Shōkadō Bentō – die Dinger gibts aber leider nicht überall, mal gucken ob ich ein japanisches Restaurant plündern oder irgendwas importieren kann..

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Wirsing en laut und deutlich..

..oder ein weiteres Rezept aus der No-Carb-Küche. Drauf gebracht hat mich Vio (herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal!) – ich hatte es ja vorher nie so recht mit Wirsing, konnte einfach nix anfangen mit dem Kraut. Hier ist eine Abwandlung des Rezeptes, mit Lachs anstatt mit Hack – funktioniert aber ansonsten genauso. Schön ist an Wirsing, daß er nicht kollabiert trotz längerer Zuführung von Hitze und so die Beißfestigkeit behält. Das hab ich früher ja Gemüse immer zum Vorwurf gemacht, daß es immer so lasch wird, sobald man etwas Wärme hinzugibt.

Zunächst jedoch zu den Vorbereitungen: Bevor man den Wirsing gescheit verarbeiten kann, sollte man ihn gründlich waschen, die Mittelrippe der Blätter entfernen (ist zu hart um genießbar zu sein) und die ganzen Blätter dann für einige Sekunden in kochendem Wasser kurz schwimmen lassen, damit er eine gewisse Lockerheit bekommt. Hat man die Hälfte des Wirsingkohls runter, kommt man irgendwann an den Punkt, daß die Blätter sich nicht mehr einzeln runter zu schälen lohnen, also kann man dazu übergehen das Verbliebene in Scheiben zu schneiden, die man ebenfalls dem Wasser zuführt.

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Sing a salmon song

Zutaten:
1/2 Wirsingkohl
250 g Lachsfilet
300 ml Sahne
1/2 Zwiebel
Etwas Öl
1 Ei
Salz
Pfeffer
Dill
Phase I: Den vorbereiteten Wirsing in 2 x 5 cm Streifen/Stücke schneiden, den Lachs und die Zwiebel würfeln und das Öl in einer Pfanne warm machen.
Phase II: Lachs und Zwiebeln in die Pfanne geben und anbraten, wenn die Lachswürfel ansatzweise durch sind, Dill hinzugeben, danach kommt der kleingeschnittene Wirsing dazu, sowie ordentlich Salz und Pfeffer.
Phase III: Das ganze umrühren und kurz weiterbraten lassen, dann die Sahne darübergeben und sie in der Pfanne verteilen. Noch etwas nachwürzen und etwas einköcheln lassen.

Fertig!

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Es ist alles andere als kompliziert, braucht aber aufgrund der Vorbereitungs des Wirsings ein wenig mehr Zeit als man am Anfang vermutet. Wie auch meine Hackapokalypse geht dieses Gericht nicht auf die Hüften, macht keinen schweren Bauch vorm Einschlafen, stopft aber gut und ist echt lecker.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Lo-Carb or No-Carb..

..lecker ist es trotzdem. Nachdem ich jetzt dazu übergegangen bin, Abends nichts mehr zu essen, was Kohlenhydrate enthält, mussten einige brauchbare Rezepte her um mir das Speisen trotz mangelnder Knusprigkeit schmackhaft zu machen. Mein bisheriger Favorit ist ein spezieller Auflauf – sehr lecker, leicht, bekömmlich und in gigantischen Mengen verzehrbar ohne Nebenwirkungen.

Hackocalypse

Zutaten:
500g Rinderhack
300g Schnittkäse
300 ml Schlagsahne
1 Aubergine
2 Zucchini
1 Zwiebel
1/2 Gurke
1 Ei
Thymian
Oregano
Meersalz
Schwarzer Pfeffer
Pflanzenöl
Phase I: Die Aubergine, die Zucchini und die Gurke der Länge nach vierteln und in dünne Scheiben von ca 1 cm Dicke schneiden. Die Zwiebel halbieren und ebenfalls dünn schneiden oder Würfeln.
Phase II: Das Öl in zwei Pfannen heiß machen, in der einen die Zwiebeln anschwitzen, dann das Hack und den Thymian und den Pfeffer hinzugeben. In der anderen zuerst die Auberginen anbraten, dann die Zucchini dazugeben und nach einem weiteren Moment die Gurke. Salzen, beides. Währenddessen die Sahne in einem geeigneten Gefäß ebenfalls salzen und würzen, in ihr das Ei unterrühren und den Käse kleinmachen.
Phase III: Eine Schicht Gemüse in die Auflaufform, danach eine Schicht Fleisch, danach Sahne drüber und ein wenig Käse. Im Idealfall ist die oberste Schicht Hack, darüber Sahne und den ganzen Rest vom Käse (sollte etwa die Hälfte sein oder mehr) darübergeben. Im auf 200° vorgeheizten Ofen einige Minuten überbacken, bis der Käse nicht nur geschmolzen, sondern oben knusprig ist.

Fertig!

Man glaubt gar nicht wie leicht auch irrsinnig groß scheinende Portionen dieses Gerichtes im Magen liegen. Ohne Kohlenhydrate geht auch nichts davon wirklich auf die Rippen, sondern wird gescheit verarbeitet – und preiswert ist das auch, aber vor allem eins: wohlschmeckend!

Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc

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Goat cheese chicken..

..oder auch bekannt mit der Mutation des Sandwicher-Angebots. Vor einer Weile habe ich auf der Arbeit ein wunderbares Sandwich gegessen, mit Ziegenkäse, Honig und Thymian. Das ganze war so unheimlich lecker, daß ich mir überlegt hatte, dieses Rezept auszubauen und auf die nächste Stufe zu tragen – gesagt, getan!

Zutaten:
400g Hähnchenbrustfilet
300 ml Schlagsahne
2 EL Honig
100g Ziegenkäse
Thymian
Salz
Öl

Phase I: Das Huhn in Streifen schneiden und für 3 Std in einer tiefen Schale in der Schlagsahne baden lassen. Dann entnehmen und abtropfen, Sahne aufheben.
Phase II: Das Öl in einer Pfanne heiß machen und das Huhn braten bis es golden ist. Dann den Honig dazugeben und gut umrühren.
Phase III: Den Ziegenkäse klein schneiden und mit dem Thymian zusammen mit in die Pfanne geben. Einige Minuten später die Sahne aus Phase I dazu und einkochen lassen.

Fertig!

Zu der ganzen Geschichte kann man Nudeln oder Reis reichen. In meinem Fall sind es Nudeln und etwas geriebener Ziegenkäse zusätzlich obenauf. Garniert mit einer Himbeere.

Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc

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The russian Art of Drinking..

..Wodka. Die Russen stehen ja immer in dem Ruf ordentlich Wodka zu trinken. Das mag zwar schon richtig sein, aber was dabei völlig untergeht, ist die Tradition des „Zakusyvat'“ – also des Zubeißens. Aber „zu“ im Sinne von „hinzu“ oder „dazu“. Was also gibts typischerweise zu beißen, wenn man einen am Heben ist? Sehr typisch ist die Leberwurstschnitte, das Käsebrot, Sprotten, eingelegte Gurken oder ähnliches. Das alles hat zum einen den Effekt, daß es zwar in den Kopf geht aber nicht auf den Magen schlägt, zum anderen ist – wenn der Wodka nicht der allerbesten Premiumqualität ist – der Abgang nicht so ätzend wie man es von dem Fuselzeug manchmal kennt. Wenns etwas dekadenter werden soll, experimentiert man hin und wieder mit den passenden Häppchen. Reichhaltig und wenn möglich Salzig sollten sie sein. Man hebt einen Kurzen („Stopka“ = Stapel, früher typischerweise 100g, heute mittlerweile nicht mehr ganz so viel, damit man in einem Zug alles leer bekommt und sich nicht dabei der Magen aufbäumt) und beißt direkt und ohne Umschweife zu.

Was ich Euch jetzt hier empfehle geht als Brotaufstrich durch, am besten auf einem Kanten Weißbrot, mit etwas Butter. Ein Klassiker, den ich wieder von meinem Opa geklaut hab.

Dorschleberpastete
200g Dorschleber
1/2 Zwiebel (weiß)
1 Ei
Salz
Pfeffer

Phase I: Die Dorschleber aus der Dose befreien und abtropfen lassen. Das Ei hart kochen und die Zwiebel superfein hacken.

Phase II: Das hartgekochte Ei in winzige Würfel schneiden und mit der Zwiebel vermischen.

Phase III: Die Dorschleber hinzugeben, salzen und vor allem nachpfeffern. Mit einer Gabel die Leber zerdrücken und gut vermischen.

Fertig.

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Die beste Pilzsuppe..

..die ich je gegessen habe, macht mein Großvater Ilya. Da ich das nach so vielen Jahren auch endlich mal lernen wollte, haben uns heute Mittag in die Küche gestellt und einfach losgelegt. Und weil das so lecker ist, halt ich mit dem Rezept auch nicht hinterm Berg:

Zutaten (für 2 L Topf):
25 g getrocknete Steinpilze – oder – 300 g frische Champignons
1/2 Tasse Perl Graupen (mittelgroß)
3-4 Kartoffeln
1/2 Karotte
1/2 Zwiebel
1/2 Tomate
1 Brühwürfel Gemüsebrühe
3 EL Öl, etwas Salz, einige Pfefferkörner, Lorbeerblätter

Phase I: Getrocknete Steinpilze und Graupen 2 h in reichlich Wasser einweichen (bei den Graupen reicht es die halbe Tasse mit Wasser aufzugießen). Kartoffeln, Zwiebel, Tomate & Karotte Schälen und in kleine Würfel schneiden.

Phase II: Die aufgeweichten Pilze und Graupen in einem Topf zum Kochen bringen. Die Pilze aus dem Topf fischen und mit den Zwiebeln zusammen in einer Pfanne anbraten, danach Tomate hinzufügen. Die Karottenstücke und die Kartoffeln in den noch immer heißen Topf mit den Graupen geben und dort auch den Brühwürfel versenken.

Phase III: Den Pfanneninhalt in den Topf einrühren und genug Wasser hinzugeben, bis ca. 2 L erreicht sind. Würzen und Lorbeerblätter, sowie Pfefferkörner hineingeben. Auf mittlerer Flamme 15-20 Min kochen lassen, Wenn die Kartoffeln durch sind, ist die ganze Suppe fertig.

Fertig!

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Je mehr sich ändert..

..desto weniger bleibt gleich. Ich habe vor ein paar Tagen den Umstieg von WinXP auf Win7 gewagt und zeitgleich meine 9.04er Kubuntu auf 9.10 aufgewertet. Win7 ließ sich problemlos installieren, aktivieren und updaten, war auch nicht anders zu erwarten – so lange wie MS sich schon mit Installationsroutinen, Aktivierung und Updates befasst, hätte mich alles andere enttäuscht. Doch dann kam das Grausen. Das Grausen kam heimlich, still und leise. Und blieb. Es war einfach nicht mehr möglich der Maschine einen Ton zu entlocken, egal was ich versuchte – sie blieb still. Natürlich hatte sie für den HDMI-Ausgang die aktuellen Treiber runtergeladen (so automatisch, wie man es eigentlich nur von Linux gewohnt ist), beschwerte sich dann aber, daß meine Lautsprecher nicht angeschlossen waren. Nun – das waren sie auch nicht. Nicht am HDMI. Ich hab ein 5.1-System hier, ganz klassischer Natur, aus dem Hause Teufel – alles funktioniert und bei der Linuxinstallation lief der Sound out-of-the-box. Also kein Kabelfehler, kein Anschlussfehler – nein, schlicht ein Missverständnis zwischen meinem OS und der Hardware. Und das sagt uns: Die Treiber sind schuld!

Wie nach jeder Winstallation muss man die AC97 Treiber von Realtek draufschmeißen, sonst läuft da garnichts. Da hängen die also auch hinterher. Können die denn nicht wenigstens RICHTIG klauen, wenn sie es schon so offensichtlich tun? Wie auch immer – ich besorgte mir die aktuellen Treiber, packte sie aus – und wie man so oft beim Auspacken feststellt – ist nicht das drin was man erwartet hat. Denn anstatt einem kompatiblen Treiber, signiert und zertifiziert, musste ich mich mit Realteks ZIP-Päckchen und Setup.exe begnügen die dann auch gleich begonnen hat bei Windoof einen Treibersignaturfehler zu verursachen. Das alleine ist ja nicht so schlimm, aber WAS ABSOLUT NICHT ANGEHT (!!!!1!11!!) ist, mit zwei riesige Buttons unter die Nase zu setzen: Auf dem einen steht „Dann lieber nicht“ und auf dem anderen „Ist mir wurscht“. Und wenn man auf den zweiten klickt – dann passiert GARNICHTS! Verdammt – ja, die haben in ihrem neuen Flaggschiff, ihrer Thronerbin unter den MS-Systemen, einen verdammten Knopf der so dick ist wie mein Handy und wenn man draufdrückt geschieht NICHTS..! Rein Garnichts! Die beiden tauchen einfach so lange wieder auf bis man den anderen drückt. ARGH!!!

Aber gut – abregen und Lösungen suchen. Probiert die Settings über gpedit.msc zu editieren, da die Treiberwarnung zu deaktivieren -> nichts passiert, trotzdem wieder das selbe. Nächster Ansatz war, mit dem „bcdedit /set loadoptions DDISABLE_INTEGRITY_CHECKS“ im Admin-Mode in der Konsole (wieso auch immer die das so kompliziert machen mussten) einzugeben – das hätte bei Vista geklappt, bei Win7 angeblich auch – aber Fehlanzeige! Der nächste Versuch zielte auf die F8-Bootoption ab ohne Treiberchecks das System hochzufahren und dann zu installieren. Und ratet mal?! Richtig. NICHTS!!! Relativ frustriert, daß ich nicht doch ein halbes Stündchen Gothic 3 vorm Schlafengehen zocken konnte, loggte ich mich wieder in mein Lieblingsbetriebssystem und ärgerte mich zum zweiten Mal an dem Tag über meinen fehlenden Amarok.

An sich ist natürlich – vor allem bei freien Projekten – nichts dagegen zu sagen, wenn ein Entwicklerteam die Arbeit am 1.4er einstellt und sich fieberhaft auf die 2.2.1er Version einschießt. Hätte das mal gefruchtet. Der Amarok 2 den ich hier getestet habe war z.T. noch schlimmeren Zustandes als kurz nach dem RC. Ich frage mich, warum es nicht möglich war einfach ein .deb-Paket irgendwo ins Netz zu schmeißen mit dem alten 1.4er, solange der neue Audiowolf nicht in der Lage ist ID3-Tags und Audiobibliotheken richtig zu erfassen, stabil Playlisten wiederzugeben und all den anderen Kram zu tun, den ein Audioplayer eben so machen sollte. Als ich mich im Amarokforum umgeguckt hab, gab es zu dem Thema nur 2 Antwort-Arten seitens Entwickler. Das eine war ein „Was willst Du denn, bei mir geht doch. Nein, wir wollen mit dem alten nix machen.“ und das andere ein „Aha, wo genau, welche Fehlernummer, welche Distribution hast Du, benutzt Du KDE, wenn ja – welchen genau?“ – und ich muss zugeben, für frustrierte User die gerade die Xte nur schleppend und scheppernd funktionierende Version ihres Lieblingsplayers versuchen zum laufen zu bekommen ist die Art von Antwort nicht gerade hilfreich. Als ob die Unterschiede zwischen 9.04 und 9.10 so gigantisch und unüberbrückbar wären mit einem Dutzend Codezeilen und nem „make“ Befehl.

Wie dem auch sei, ich habe mich entschlossen wieder auf die 9.04er umzusatteln. Es bringt nichts, Fortschritte zu ergreifen und zu forcieren und auszuprobieren, wenn man noch nicht ganz klar hat warum und vor allem was für einen praktischen Sinn das haben soll, wenns einem Nachteile verschafft. Gruß an Tzench an dieser Stelle. Warten wir es ab, vielleicht gibts bald wieder was, was einen aus den Socken haut aber bis es soweit ist hab ich lieber ein System auf das ich mich verlassen kann und das wenig Schnickschnack hat. An der Stelle hab ich auch mal kurz mit dem GNOME geliebäugelt, den ich ja von meinem Netbook aus kenne – aber das ist mir dann fürs alltägliche dann doch zu weit von meiner Arbeitsroutine entfernt. Genauso wie ich mich mit den Einschränkungen und der mangelnden Übersichtlichkeit in Win7 nicht wirklich anfreunden werde um täglich damit arbeiten zu müssen (von wollen kann da keine Rede sein – dafür bin ich nach mittlerweile über zwei Jahren Linuxerei schon zu weit entfernt.

Edit: Ich hab es – wie es mir Linux nahelegte – mit den C-Media Treibern probiert und das hat irgendwie dazu geführt, daß ich jetzt Sound habe. Das macht das ganze an sich nicht wesentlich besser, aber wenigstens kann ich die Version für das nutzen für daß ich wollte: zocken, wenn ich mal bock hab.

Übrigens, ein leckeres Rezept für ein Festmahl zwischendurch: Hähnchenfilet-Röllchen in Kräutersahnesoße. Das war sogar so lecker, daß ich es erst gegessen habe und dann feststellte „Mensch, das hättest Du aber auch abknipsen können, so hübsch wie das war!“ Das ganze bedarf natürlich etwas Vorbereitung, ist aber vom Aufwand weniger als es sich beim Lesen vermuten lässt. Man braucht zu allererst:

– 450 g Hühnerbrustfilet
– 300 ml Schlagsahne
– 10 Scheiben Schwarzwälder Schinken
– 2 Tassen Basmatireis
– 3 EL Olivenöl
Gewürze (8:6:4:2:1)
– ganze Meersalzkristalle
– Pfefferkörner
– Thymian & Rosmarin
– Knoblauch

[ Phase I ]

1. Filet in 10 ca. gleichgroße Streifen schneiden
2. Gewürze in einem Mörser vermengen und zermahlen
3. Sahne in eine Schüssel geben und Gewürze einrühren
4. Filetstücke in der Soße versenken & für 5-6 h ziehen lassen

[ Phase II ]

1. Die Schinkenscheiben auslegen und die Filetstreifen einrollen
2. Den Reis zubereiten (Standardprogramm, Reis zu Wasser 1:2)
3. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen
4. Eingewickelte Filetstücke bei leichter Hitze (50%) im Wenden braten

[ Phase III ]

1. Wenn das Geflügelfleisch durch ist, Hitze drastisch erhöhen bis der Schinken leicht kross wird
2. Dann die Sahne mit den Kräutern darübergeben und Hitze wieder senken
3. Nach wenigen Minuten die Filetstreifen auf dem Reis anrichten und mit Soße übergießen.
4. FERTIG!

Getränkeempfehlung:

Ein trockener Weißwein, aber nicht zu leicht oder ein Portwein, wenn man das Aroma des Schinkens besser betonen möchte. Nichtalkoholische Alternative wäre ein leicht gezuckerter gekühlter Hibiskustee (Karkadeh/Ägypten) mit einigen Eiswürfeln und einer dünnen Zitronenscheibe.

Ich wünsche guten Appetit!

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Mittwoche freitags..

..oder eher umgekehrt. Freitage mittwochs. Der Tag begann, so entspannend unser Bürokaffee und die ersten paar Minuten immer sind, recht gut und arbeitssam. Die Druckerei hatte das Paket noch immer nicht erhalten gehabt, da der DPD angeblich mist gebaut und es nicht angeliefert haben soll. Also hinterhertelefonieren. Seltsam war nur, daß die gute Frau B. – diejenige die sich darum kümmern wollte – plötzlich per Durchwahl nicht zur Verfügung stand. Von ihrem Urlaub, den sie ab dem nächsten Tag hatte, erfuhr ich auch erst dann, als Hopfen und Malz längst verloren schien. Wie dem auch sei.. Nach einer endlosen Reihe PHP-Codes, $_POST-Anweisungen und sonstigen mal mehr, mal minder spaßigen Geschichten war auch dieser Arbeitstag seinem Ende entgegengegangen und da die Abendplanung schon stand, gings los in Richtung Dreieich-Buchschlag.

Ich hatte mit Majid und Mudder den Freitag davor bei der Andrea zugebracht, die uns einen leckeren Weihnachtsgeier gezaubert hatte. Da der Abend aber wider erwarten ausgesprochen kurz ausgefallen ist und noch nicht alles gesagt und getan war, haben wir eine Woche darauf die Fortsetzung im kleineren Rahmen geplant gehabt. Ich stelle meine Kochkünste zur Verfügung und sie die Rohstoffe und Räumlichkeiten. Gesagt, getan.

Garnelen-Röllchen mit Speck (für 3-4 Pers.)
Man nehme ein halbes Kilo Garnelen, drei große frische Zucchini, einen Kanten Speck und eine große Menge Zahnstocher – dazu Schnittlauch nach Augenmaß.

Phase 1: Die Garnelen gehören geschält und gewaschen, die Zucchini der LÄNGE nach in Scheiben geschnitten und den Speck entweder in Würfelform, daß er in die Garnelenmitte passt oder als Scheibe die Garnele umhüllen kann.
Phase 2: Speck und Garnele aneinander, dann so in die Zucchini gerollt, daß sie nicht heraus-/auseinanderfallen, dann mit Zahnstochern – Anzahl wie erforderlich – fixieren.
Phase 3: Olivenöl in der Pfanne erwärmen, klein geschnittenen Schnittlauch verteilen, ggf. etwas Knoblauchöl hinzugeben, Röllchen – eins nach dem anderen – ineingeben und, etwa alle drei minuten wendend, auf 2/3 Power/Flamme von allen Seiten anbraten, dabei immer wieder nachsalzen und nachpfeffern, bevorzugt mit weißem.

– fertig –

Neben den Garnelenröllchen gabs noch griechischen Nudelreis (die Dinger die aussehen wie Reis, aber in Wirklichkeit Nudeln sind) und Huhn in Sahnesoße. Die Küche hat ein kreatives Chaos – alles ist irgendwie da wo man es nicht vermutet aber schön isses dennoch, weil es nicht so starr und steril wirkt.

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Lena, die Tochter des Hauses, ließ sich beim Kochen auch für diverse Unterstützungstätigkeiten einspannen, schnitt Lauch und Huhn, half beim Gewürzesuchen, sorgte für gute Laune, etc. So macht kochen richtig Spaß. Um so angenehmer war das Essen hinterher, beklagt hatte sich keiner, wie von mir erhofft war das Gegenteil der Fall und das Essen war vernichtend geschlagen worden in einem Waterloo-ähnlichen Spektakel.

Einige Kaffee, Biere und Stunden später wurde es für mich auch langsam Zeit aufzubrechen, weil der morgige Tag Stück für Stück unaufhaltsam näher rückte. Ich verabschiedete mich von Andrea und Frank, die beide schon recht müde wirkten mit der Drohung sie bald wieder heimzusuchen – zum einen weil Andrea völlig vergessen hatte die Salbe zu kochen die ich mitnehmen wollte, zum anderen weil der Abend uns wohl alle nach “mehr” gestimmt hatte.

„Und damals im Steinbruch-Theater, da warn Männer noch Männer – lange Haare, solche Schultern, und die Frauen, .. uff.“
— Frank erzählt begeistert von seiner Jugend

Da meine Mudder – die mit meiner Cousine und ihrer besten Freundin nach Luxembourg gefahren war – sich entschloss mich auf dem Rückweg aufzusammeln blieben mir RMV-bedingte Unannehmlichkeiten erspart und ich war recht zügig wieder daheim.

Hail to the cook! Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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