Religiöse Gefühle gibt es nicht

Man liest es immer wieder, ob wegen Mohammed-Karikaturen, Vatikankritik oder irgendwas anderem – immer wieder behaupten Menschen, ihre religiösen Gefühle verletzt zu sehen. Doch was soll das sein, ein religiöses Gefühl? Erstmal zum Terminus per se – Religionen haben keine Gefühle. Gefühle sind nicht religiös. Menschen sind Religiös. Und diese Menschen haben Gefühle, wie alle anderen Menschen auch. Und ja, es ist richtig, beißender Spott, Sarkasmus der Religion gegenüber und Karikaturen können ihre Gefühle verletzen. Aber wir leben in einer Welt mit vielen verschiedenen Ideen, die lang und ausgiebig diskutiert und debattiert werden, da muss man sich wenn man eine Position fest vertreten will eben einiges gefallen lassen oder man zieht sich zurück.

Was die Menschen mit „verletzung religiöser Gefühle“ aber eigentlich sagen wollen ist, daß sie sich betroffen/verletzt fühlen weil man sich über die von ihnen gelebte Religion lustig macht. So weit, so offensichtlich. Und hier beginnt die Ignoranz und Arroganz von religiösen Gruppen sich vollends zu entfalten:

Weil in ihrer Welt die Religion absolut ist, etwas heiliges und erstrebenswertes und zu großen Teilen ihr Dasein und Leben diktiert, hat sie einen Anspruch auf Respekt in ihren Augen. Diesen Anspruch aber auf andere Menschen auszuweiten und zu fordern, daß sie ihm gerecht werden ist vermessen und selbstgerecht. Ein Berufen auf „religiöse Gefühle“ ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der nicht der Religion angehört, weil es mit der Forderung einhergeht, den heiligen und ehrwürdigen Teil der Religion anzuerkennen die für einen anderen Menschen möglicherweise primitiv, manipulativ, sexistisch, homophob, verlogen oder einfach nur spirituell Irrtumsbehaftet ist.

Die Menschen, die sich auf religiöse Gefühle berufen stellen sich über andere ohne dabei die gesellschaftliche Ächtung zu bekommen, die ein solcher Akt der Selbstherrlichkeit und Wichtigtuerei nach sich ziehen müsste. Durch das stets gepredigte „Respektiert die Gefühle Eurer Mitmenschen“ entsteht eine gesellschaftlich oft stillschweigend angenommene ethische „Gesetzeslücke“, die durch diese Formulierung ausgenutzt wird. Indirekt fordern diese Menschen die Anerkennung ihres Lebensduktus von unbeteiligten Dritten. Ein Komplexbehaftetes Denken und ein gefährliches noch dazu, zumal sie – ihr Anliegen zugelassen – unter dem Deckmäntelchen alles mögliche rechtfertigen könnten. Schnell verstecken orthodoxe Gläubige auch ihre gelebten menschenverachtenden Ansichten des Alltags auch hinter solcherlei Fassaden.

Und wenn man ihnen irgendwas entgegnet, beginnt das Gemecker um Religionsfreiheit – ähnlich kennen wir es aus dem rechten Sektor mit der Meinungsfreiheit. Die Religions- und Meinungsfreiheit wird hier aber falsch verstanden – xkcd erklärt es mal wieder ganz ausgezeichnet. Die Ironie mal ganz außen vor gelassen, daß wenn religiöse Fanatiker in einem Staat am Drücker wären die Religionsfreiheit auf die sie sich jetzt gerade berufen abgeschafft werden würde (deswegen muss ich auch immer schmunzeln, wenn ich die Salafisten eine Kundgebung abhalten höre). Die gleiche Ironie findet sich übrigens auch bei den Rechten, die Meinungsfreiheit wäre im Nu dahin, wenn die das sagen hätten. Es wäre zum schreien komisch, wenn es nicht so deprimierend wäre, daß es noch Leute mit so primitiven und menschenverachtenden Ansichten gibt.

Hinzu kommt die Ignoranz, mit der die meisten Anhänger einer Religion gesegnet sind, die das Ganze ad absurdum führt. Die meisten selbsternannten gläubigen Menschen (das nannte man doch Bekenntnis, oder?) beschränken sich in der Auseinandersetzung mit ihrer Religion auf das ihnen vorgekaute, ausgelegte und vorverdaute Zeug, was man ihnen vorsetzt. Nur wenige, erst recht von den in den Theologie-Hierarchien verfangenen, dieser „Gläubigen“ befassen sich mit der Religion, ihrer spirituellen Komponente, den „Seelenwissenschaften“ (aka entsprechender Mystizismus) und anderen sie potenziell zu einem tieferen Verständnis führenden Dingen. So ist den meisten Christen überhaupt nicht klar, was sich aus ihren rituellen Handlungen auf der seelischen Ebene tut, was es mit ihnen im Geist macht und wie die nichtweltlichen Dinge verdrahtet sind, das interessiert sie aber auch nicht. Selbst den eingefleischtesten katholischen Priestern, die allerhand Heilige runterbeten können und die Sakramente aus dem FF hinbekommen bleibt ein essenzieller Ursprung, eine elementare Mechanik ihres religiösen Daseins verborgen. Ich will hier nicht behaupten, ich hätte die Weisheit und Wahrheit mit Löffeln gefressen, jedoch ist mir einiges aufgegangen beim Lesen entsprechender (innerhalb dieser Religionen umstrittener, wenn nicht gar verbotener) Werke über die Zusammenhänge und Handlungen der drei großen monotheistischen Glaubensrichtungen. Aber das führt hier etwas zu weit, also zurück zum Wesentlichen.

Wäre ein Mensch wahrhaft gläubig und nicht nur gerade eben mal oder automatisch „auf den Zug aufgesprungen“, wäre es ihm egal was andere über seine Religion und seinen Propheten sagen, er würde für sich „wissen“, daß er richtig liegt und könnte – von dieser gesetzten Position aus auch suverän sich in andere Versetzen, verstehen warum sie irgendwas lustig finden und sogar mitlachen, ohne daß es ihm seiner eigenen Religion gegenüber respektlos vorkäme. Aber diese ganzen Anhänger von Religionen und Ideologien, die am lautesten schreien, weil sie meinen es machen zu müssen um zu einer Gemeinschaft gezählt zu werden, die machen das nur weil sie das in ihnen sitzende Gefühl der Unzulänglichkeit ihrer selbst überdecken wollen. Und vor allem im Islam scheint es eine generelle Tendenz unter den Durchschnittsgläubigen zu geben, daß sie jeden Tag mit dem Gefühl leben, für ihre Gottheit nicht gegnug getan zu haben [Quelle]. Würde mich nicht wundern, wenn es in den anderen „Wir sind alle Sünder“ Religionen ähnlich bestellt ist.

If religion were true, their followers would not try to bludgeon their young into an artificial conformity; but would merely insist of their unbending quest for truth, irrespective of artificial backgrounds or practical consequences.

— H. P. Lovecraft

Fazit: Menschen, die Eure Anerkennung ihrer religiöser Gefühle verlangen sollte man nicht anders behandeln als jemanden, der versucht einen durch die Hintertür zu missionieren.
Fun Fact: Im Gegensatz zu einer Nationalität (und der damit verbundenen Rechte als Bürger eines Staates) hat ein Mensch gemäß der UN Menschenrechtscharta auch keinen Anspruch darauf eine Religion zu haben – Religionszugehörigkeit entsteht nämlich durch Bekenntnis und somit ist so ein künstliches Konstrukt wie „religiöse Gefühle“ eigentlich völlig widersinnig.

Now playing: Alice Cooper - Much too late | Stimmung: angefressen

Chicago hat Wifi-Zugang

Jetzt hab ich die ersten paar Stunden den Ubisoft-Titel Watchdogs angespielt und der erste Eindruck bietet mir gemischte Gefühle. Einerseits ist die City riesig, man kann vieles machen und die digitale Omnipräsenz des Hackbaren zieht sich in jede Pore der Stadt, andererseits wirken Namen, Berufe, Profile der Menschen, die man da beobachtet, hackt, belauscht und um ihr digitales Geld erleichtert flach und unrealistisch. Eben wie frisch aus dem Zufallsgenerator. Der Protagonist selbst erweckt auf mich nicht den Eindruck eines tiefgehenden Charakters, andererseits ist das auch nicht in jedem Spiel notwendig, hier fällt das allerdings auf weil die bislang echt bescheiden überraschende Story ihn voll einzunehmen scheint.

Die Steuerung ist (wie bei allen eigentlich für Konsole entwickelten Spielen) ziemlicher Mist und oft genug mussten Passanten, Autos, Stadteigentum und alles mögliche andere darunter leiden, wenn man gerade mit einem Fahrzeug oder einer Waffe hantiert. Das unrealistische Kampfsystem lässt leute nach nem Tütchen Blei im Kopf umkippen – jedoch nur dann wenn sie nicht alarmiert sind – wenn ein Schuss gefallen ist oder sie anderweitig aufgewühlt wurden, muss man ihnen mehr als ein mal selbiges verpassen. Gleiches gilt für flüchtige Typen die auf einen schießen: wenn ich Bonuspunkte bekomme, wenn ich bei der Verbrechensvereitelung den Täter am Leben lasse und er direkt draufgeht, wenn ich ihm in die Wade schieße, kann ich den Gedankengang nicht nachvollziehn.

Vom Ambiente her hat man das Gefühl, die hätten versucht GTA, Assassin’s Creed und Deus Ex: Human Revolution miteinander zu verheiraten. Mit dem Ergebnis, daß die kriminellen Handlungen größtenteils konsequenzfrei und somit irrelevant bleiben, dank der Steuerung die Unauffälligkeit mehr als schwer fällt und die nützlichen Cybergliedmaßen fehlen. Kurzum, eher durchschnittlich. Die NPCs laufen ziellos umher, sollen ganz normale Stadtbewohner mit ganz normalen Geschichten darstellen – das Resultat ist allerdings, daß es einfach hirnfrei rüberkommt – die Modelle und ihre Verhaltens- und Bewegungsweisen erinnern an die zahllosen Klone in Vampire: Bloodlines, nur daß es mehr als fünf Gesichter gibt.

Hinzu kommt das Sammelfieber in das Ubisoft seit einigen Spielen seine Nutzer drängen will – man bekommt das Gefühl, das eigentliche Spiel würde zur Nebensache. Als würden die nur abertausende Minigames zusammenbacken in ein großes Meta-Spiel. Nicht immer ein schlechtes Rezept, aber bei dem Setting unglaublich schade. Sinnfrei finde ich nebenbei diese Ruf-Geschichten, die man hat wenn man Verbrechen vereitelt – klar, ich verfolge einen Typen, der einem anderen eine gezimmert hat und klaue im nächsten Moment fünfzehn ganz normalen Passanten mit miesen Jobs ihr sauer verdientes Geld und das ist in Ordnung. Klar, das eine weiß die Öffentlichkeit, das andere nicht – aber ganz im Ernst, jemandem der als Schildhochhalter arbeitet und damit keine 17K im Jahr verdient MÖCHTE ich vielleicht keine 500$ aus der Tasche ziehen, selbst wenn ich das als fähiger Hacker auf der Straße mit einer Wifi-Attacke könnte. Was ich als so jemand viel eher tun würde, wäre hinter einer Wand aus Proxy-Bausteinen zu sitzen und im großen Stil Gelder umleiten, die eh keiner Vermisst weil dort eh mehr ist, wo das herkommt. Aber mit Logik hat Ubi seine ganz eigenen Probleme. Wenn ich in einem Waffenladen eine neue Wumme kaufe und sie ausrüste und mir angucken will, schreien alle und verziehen sich – und ich kann den Laden ausrauben. Was ist denn das für eine Absichts-Prediction? Neeeeeeeee. Echt nicht.

Von der Aufmache und der Kritik am technischen Überwachungswahn und was für seltsame Blüten das treiben kann – da gefällt mir das Spiel. Aber aufgrund eines belauschten Gespräches dem Juckreiz der Selbstjustiz nachzugeben – das ist mir zu amerikanisch, sorry. Es gehört mehr dazu als den Protagonisten zu „chaotic neutral – might save your life, might steal your car“ zu erklären, das ist mir alles irgendwie zu wischi-waschi. So wie ich mich kenne, werde ich die Haupthandlung durchspielen und dann fliegt das Game wieder von der Platte. Schade eigentlich, aber zum kurzweiligen Zeitvertreib für zwischendurch langt mir das nicht, da zock ich dann lieber wieder Prototype – inklusive der Phantastereien und völlig unrealistischen Gewaltexzesse.

Überhaupt, erinnert mich Watchdogs sehr an Prototype – Eine schön ausgebaute Stadt, jede Menge Menschen die nix wichtiges machen und überall Gelegenheiten sich etwas oder jemanden zu greifen und irgendwas damit anzustellen. Mit dem Unterschied, daß Alex Mercer abgefuckt und overpowered war, Häuser hochlaufen und große Strecken gleiten konnte, was die Stadt geschmeidiger machte – gut, er konnte nicht mit dem Auto fahren, in NY ist das aber ohnehin ein verzichtbares Erlebnis. Prototype war aber alleine wegen der Morph- und Kampfoptionen schon fancy, irgendwie ist mir Watchdogs da zu undurchdacht – klar, auf alltäglicher Ebene alles hacken ist eine realitätsnahe Idee (wartet mal noch 20 Jahre, bis wir dezentrale device-to-device Netze haben) und spannend und alles – aber würde ich wirklich ohne Grund einfach vor mich hin hacken und in anderer Menschen Müll wühlen, nur weil ich was finden und behalten könnte? Ich glaube nicht.

Gut möglich, daß ich mit meiner Sicht auf das Spiel alleine dastehe – gut möglich, daß mein Anspruch auf story driven Gameplay und Charakterentwicklung höher ist als der vom Durchschnittsgamer. Vielleicht erwarte ich nach der Ezio-Reihe von Assassin’s Creed und Splinter Cell: Blacklist einfach zu viel von Ubisoft, weil ich zu wissen glaube, daß sie es eigentlich können. Ich hoffe die haben dieses „Schalte alle Klamotten/Waffen/Achievements frei“, „Spiele zufallsgenerierte Mission mit einem Random aus dem Netz“ und „Hier ist noch die Zigste OOC Mission“ bald mal durch – ich werde das Gefühl nicht los, daß die versuchen eine Art Community-Bindung zu betreiben wo es eigentlich hauptsächlich Spieler sind, die für sich genommen genießen wollen anstatt ständig vernetzt sein zu müssen. So kann man sich auch ins Knie schießen…

Now playing: Rise Against - Help is on the way | Stimmung: Gemischt. Enttäuscht.

Bruderkriege vor der Tür

Es gab nur wenige geopolitische Ereignisse die mich so traurig gemacht haben wie der ukrainische Bürgerkrieg. Als Russe bin ich damit aufgewachsen, daß es zwischen Russen und Ukrainern nur den Unterschied gibt, daß letztere auch noch ukrainisch sprechen. Sie waren „wie wir“ nur halt „von da“. Auch immer vor Augen, daß Russland staatsgeschichtlich von der Kiew-Rus abstammt und somit beide einander auch entsprechend eng und freundschaftlich miteinander verbunden sind. Und dann lese ich in den Medien, wie sich Menschen in den Heimatorten von Freunden und Bekannten gegenseitig umbringen. Artillerie auf Eltern, Schüsse auf Geschwister, Kampfhubschrauber bei Großneffen und brennende Häuser bei Tanten. Ich glaube das ist der erste Krieg, dessen Wahnsinn ich nicht von mir schütteln kann, von dem ich nicht gut geschützt wie ich hier bin kühl Abstand nehmen und ihn der Gesellschaft zynisch gegenüber kommentieren kann, ihr ihr eigenes Versagen vorhaltend, wie ich das gerne mache.

Ja, mittlerweile ist genug Blut geflossen um das Ganze in den Medien surreal und mit einer gewissen Derealisierung zu betrachten, vielleicht sogar mit einer gewissen auf die Globalpolitik reduzierten Sicht. Aber jedes Mal wenn ich wieder Schlagzeilen aus der Region lese, kann ich nur stumm den Kopf schütteln während mir die Kehle zugeschnürt ist. Und immer wieder hallt es in meinem Kopf: „Ihr seid doch vollkommen irre! Was zum Henker tut ihr da eigentlich?! Seid ihr noch bei Trost?“

Politisch ist für mich der Fall einfach, es handelt sich um den ersten richtigen Stellvertreterkrieg in Europa zwischen USA und Russland, die einen mit Söldnern und Finanzierung (wie immer) und die anderen mit false flag Operationen/hybrider Kriegsführung. So weit, so bescheuert (weil sowas IMMER bescheuert ist). Das Instrumentarium ist Stoff für Thriller und Strategiespiele, geheime Propaganda, gegenseitige Anschuldigungen schwerster Art und Volksteile die meinen zu wissen wo es langgeht und die Revoluzzer-Tabletten geschluckt haben. Dann große Gelder. Waffen. Jeder gegen jeden. Nationalisten, Marodeure die rumreisen und mit vorgehaltener Waffe Geld und Wertsachen zusammenrauben – wer sich weigert die Postsendung am Schalter adressiert in die Westukraine zu verschicken, dem wird gesagt „Wenn Du das nicht machst, schießen wir Dir eine Kugel in den Kopf und der nächste macht es.“ So mir angetragen von einer Schwester besagter Postperson in der Ostukraine.

Und jetzt auch noch die Kulturzensur mit reißerischer Rhetorik. Ich muss als nicht-Völkerrechtler mir keine Gedanken darüber machen, ob die Annexion der Krim (die ja vor einigen Jahrzehnten noch „russisch“ war) richtig ist oder falsch, ob sie geopolisitsch Strategisch nachvollzieh- und vorhersehbar war – alles was geschieht, bei dem Menschen für die Einflussgier anderer Menschen leiden ist i.d.R. gefährlicher Unfug – Tatsache ist, daß die Eskalation der Ukraine-Krise von den USA befeuert wurde wie nur irgendwas. Der „Fuck the EU“ Vorfall war dafür genauso exemplarisch wie das Rumzetern diverser US-Senatoren. Mal wieder sieht man, daß Krieg für die USA immer irgendwo anders stattfindet und es ihnen deshalb auch egal sein kann. Die müssen ja weder als Nachbarn noch als Betroffene mit den Folgen leben, es ist abstrakt genug um daraus ein kleines globales Spielchen zu machen. Und währenddessen sterben Menschen, die mit irgendwem verwandt oder befreundet sind, den ich kenne. Widerlich.

Now playing: Alice Cooper - Pick up the Bones | Stimmung: traurig

Tausend Seelen für eine Handvoll Rubel..

..oder ein Jhar bei Dow Jones. Genau am ersten dieses Monats stehe ich mit einem neuen Vertrag in dem Dienst des international primär durch Finanznachrichten berühmten Flaggschiffs der NewsCorp. Neben dem Abschluss meines Traineeships als Production Assistant (worüber ich noch heute herzhaft lache, weil das aufs Wesentliche runtergekocht ein recht stupider Basteljob in InDesign ist, wobei man natürlich dennoch peinlich genau arbeiten muss und nur wenige Fehler verziehen bekommt, weil man direkt mit Wirtschaftsinformationen und Marktpreisen arbeitet, an denen sich die ganzen Börsianer orientieren) hat das für mich zur Folge, daß ich mich jetzt hochoffiziell als Key Web Developer bezeichnen darf – was zwar meine Position immernoch zu ungenau beschreibt, aber doch annehmbar und nett klingt. Eine Gehaltserhöhung war auch drin, wenn ich auch nach wie vor für meine 1,8 bis 2,3 Positionen die ich da erledige derbe unterbezahlt bin – aber ich hatte schon schlimmeres und kann mich glücklich schätzen auf so hohem Niveau zu jammern.

Der neue Vertrag ist befristet, wie der alte, auf ein Jhar. Ich bin auch überhaupt nicht unglücklich darüber, weil ich letzten Endes selbst noch nicht ganz sicher bin wie lange ich noch da bleiben möchte unter den Umständen die sich da abgezeichnet haben. Wenn ich eins über Corporations oder Großkonzerne in dieser Zeit gelernt habe, dann ist es daß nichts so wichtig ist wie alle immer tun, nichts so eilig ist wie es alle gerne hätten und niemand von irgendetwas weiß außer man sagt es ihm selbst. Die unzähligen Projekte wider besseren Wissens, Deadlines die keine waren und aufgeblasenen Meetings die niemandem mehr als Kopfschmerzen beschert haben zeugen von diesen Tatsachen. Da braucht man kein Genie zu sein um bei der Effizienz die an den Tag gelegt wird wortwörtlich zu sehen, daß dort Geld und andere Ressourcen buchstäblich verbrannt werden.

Kleines Beispiel gefällig? Der Konzern hat einen exklusiven Provider für Webdienstleistungen, seines Zeichens ein „Mittelsmann“ zwischen einem echten Provider für Webspace und Datendienste und uns. Die berechnen jede eMail die sie beantworten, jede Domain die sie buchen und jeden Fingerzeig den sie tun in Gold – mit 120 Tacken die Stunde für die simple Weiterleitung einer Arbeitsanweisung oder für den CHMOD-Befehl aufm Server (den ich selbst hätte binnen Minuten setzen können, hätten wir nicht unsere affigen Sicherheitsvorschriften seitens US-Mutterkonzern). So kommt es, daß monatlich vierstellige Summen im mittleren Bereich einfach so zum Fenster rausfliegen und auf nimmerwiedersehen bei unserem *hust* Dienstleister verschwinden. Seit ich dort bin, kämpfe ich für eine alternative Option, einen anderen Webspace-Provider, der uns zumindest mal FTP anbietet, bei dem wir selbstständig Datenbanken anlegen können usw. Jetzt haben wir endlich einen und der kostet uns im Monat weniger als meine Fahrkarte (die mich mit dem Jobticket noch recht günstig hin lässt). Da kann man sich nur an den Kopf greifen vor so viel Corporate Bullshit.

Das gesamte mittlere Management besteht aus einem Haufen Leute, die für ihre Aus- und Fortbildung das letzte mal vor drei Jahrzehnten einen Finger gerührt haben und sich wundern warum nichts geht. Sie halten den Laden am Laufen, aber mehr eben auch nicht. Sie können schwätzen, wären aber ohne die Einschätzung von Dritten restlos überfordert und habens mit der Angst zu tun, daß eines Tages jemand kommt, der den Job besser kann als sie und das per Zufall von ganz oben entdeckt wird. Dann müssen sie wie der Leiter bei uns in der Abteilung nämlich eine Beförderung auf einen völlig überflüssigen Management-Posten hinnehmen und sitzen in der Ecke und werden nur noch der Höflichkeit halber mit einbezogen. Das ist für mich der Inbegriff der Gammelfleischstrategie und Innovationsfeindlichkeit, was da bei uns stellenweise rumhängt. Richtig geil wirds, wenn neue dazugekommene es so derbe auf dem Kasten haben, daß sie in nicht einmal 2 Monaten entlassen werden, weil die übergeordnete Abteilungschefin um ihren Posten fast schon bangen muss und der Rest des Teams herumzickt und einen Gacker-Hühner-Krieg vom Zaun bricht weil die neue jeden einzelnen ihrer Posten hätte mit schmeißen können ohne ihr Zeug zu vernachlässigen.

Wenn bei mir im Betrieb ständig so ein Zirkus wär, würd ich das auch machen wie unser oberster Chef – einfach nicht mehr hingehn, wie zu einer Party wo die Stimmung scheiße ist. Der hat halt Glück, daß er noch einen guten Wingman hat, der ihm den Rücken freihält und die Firma einigermaßen mit am Laufen hält obwohl das überhaupt nicht seine Aufgabe ist. Aber abgesehen von einigen einzelnen fähigen Leuts (vor allem in der IT) ist in dem Laden wenig zu retten. Die einen ruhen sich auf ihren fürstlichen Altherrenverträgen aus der Tarifzeit aus und planen einen Großteil der Arbeitszeit wann sie ihren freien Tag haben und die anderen schuften sich krumm für nichts und wieder nichts, während die dritten panisch und angstzerfressen um ihre Umsatzzahlen bangen und auf Knien in den zweiten Stock gekrochen kommen, weil ihnen die Ideen ausgehn (schönen Gruß an die Sales-Abteilung). Hach watt ist das geil bei uns.

Naja, seit ich gemerkt habe, wie wenig man doch wirklich entlohnt wird für echte Initiative, freiwillige Mehrarbeit und Unterstützung an allen Fronten, habe ich beschlossen es sein zu lassen. Ich sitze jetzt dreiviertel des Tages rum und kratz mich am Sack und bekomm dafür Geld. Das restliche Viertel der Zeit reicht mehr als dicke um die Arbeit des gesamten Tages über das Soll hinaus zu katapultieren. Kaffee, Kippen und gelegentlich mal ein Schwätzchen – könnte also schlimmer sein. Natürlich brennt hin und wieder die Luft weil die aufgescheuchten Newstippsen zu zweit mit je 35 StdWo mit der ganzen Arbeit nicht hinterherkommen die gemacht werden muss – aber wer so effizient arbeitet wie die ist selbst schuld: Man bekomme per Mail ein PDF – drucke es aus – öffne die Tabelle und aktualisiere sie von Hand. Danach das selbe Spiel mit einer .txt Datei – 6 Seiten lang. Die brauchen mehr als eine Stunde für Aufgaben, die ich dank Strg + F und Gewohnheit in unter 10 Minuten lösen kann. Das war fast so geil wie folgender Dialog:

Kollegin: „Du sag mal, kennst Du Dich mit XML aus?“
Ich: „Sicher, stückweit. Fürs wesentliche langts.“
Kollegin: „Kannst Du mal mein XML korrekturlesen? Wär das okay?“
Ich: „Klar, warum nicht.“
Kollegin: „Gut, dann bring ich es Dir gleich vorbei..“
Ich: *WTF*

Ihr könnt Euch meinen Gesichtsausdruck vorstellen, als die mir mit ausgedruckten Seiten XML angekommen ist und einigen Textmarkern. Ich hab echt gedacht mich knutscht ein Elch. Als ich nach der Datei gefragt habe, kam die Antwort, daß sie sie nicht mehr hat und es wenn es richtig ist nochmal so eingeben wird, weil halt was geändert werden muss. Epic Fail. Mir fehlten echt die Worte.

Das war fast genauso scharf wie der E-Mail-Anschiss von meinem übergeordneten Boss, als meine direkte Chefin (die kann mehr als er) im Urlaub war: Boss schnauzt mich an, was mir denn einfällt an den Kunden ein defektes Produkt herauszugeben (HTML-Newsletter mit Bildern usw.) – im Anhang die Mail seiner Mitarbeiterin, die sich beschwert, da im Anhang die Mail des Kunden der sich beschwert. Alle drei waren nicht in der Lage Bilder sehen zu können, wenn sie die HTML mit ein paar Doppelklicks aus der Mail aufmachen. Der Anhang war eine ZIP Datei – ich denke ich brauche nicht näher erklären, was da passiert ist, oder? *seufz* Es ist immer wieder ein Trauerspiel voller Fassungslosigkeit und Kompetenz.

Manchmal frage ich mich, warum sie überhaupt noch dort sind wo sie sind und man sie nicht längst geteert, gefedert und in einem Fass von Dannen gejagt hat, wenn es bei uns wirklich so schlimm läuft wie es immer heißt. Die ersten paar Kollegen haben sich schon besser bezahlte und organisierte Stellen gesucht und einige wurden auch gegangen, einfach nur weil keiner wusste was sie da eigentlich taten wo sie waren. Unter anderem der Hauptverantwortliche für die Website des Gesamtauftritts vom Konzern unter .de – das Ding ist in Typepad. Keiner hier im Haus kann das. Außer ihm. Und keiner hatte Zugang, außer ihm. Und jetzt klebt das Ding da wie es ist aber niemand kann was tun. Und daß das ein Fulltimejob gewesen ist, diese Page zu schmeißen war auch keinem bewusst. Wie dem auch sei, er hat sich königlich amüsiert und sitzt jetzt auf seinem Weingut und lässt es sich gutgehn. Die panischen Anrufe aus London oder New York kommen nicht durch bis zu ihm, sondern landen kläglich bei uns – und wir wissen von nix und werden auch nicht gut genug bezahlt um uns noch mehr aufzuhalsen.

Das ist nämlich auch so eine Sache – Christian und ich haben uns reingehängt bis zum gehtnichtmehr, gute wenn nicht gar großartige Projekte gestemmt (von der Stahlkonferenz letzten September bis zum EU-Pitch von neulich) und haben wirklich was gerockt in dem Saftladen. Mittlerweile laufen 2/3 aller Bestellungen der Eventtickets über Seiten die wir beide aus dem Boden gestampft haben. Und was ist der Dank? Bescheidenes „Nett von Euch“ und zwei anstatt einem Butterbrot. Da sitzt man da als ehemalig motivierter Arbeitnehmer und denkt sich: Wenn ich jetzt mehr mache als das Minimum was ich hier gerade tue, dann nehm ich einer anderen Person Arbeit ab für die sie bezahlt wird, sie dann aber nicht machen muss und sich zurücklehnen kann. Brauch ich das? Nein. Also immer schön Dienst nach Vorschrift und einfach hoffen, daß keine Langeweile aufkommt. Mit ein wenig Office-Humor kann man sich die Zeit aber auch gut vertrödeln – obs jetzt Klotetris ist, Schiffeversenken, Abreißzettel oder Hex-Color-Codes für die Wände, ein Binäres „Robotern ist der Zutritt untersagt“ an der Eingangstür zum Serverraum, irgendwas kann man immer machen.

Kurzum, ein durchwachsenes Jhar, viele Ups, viele Downs und es wird täglich immer mehr zu einer SitCom, es fehlt echt nur noch das Lachen und Klatschen im Hintergrund. Ob das so gut ist, weiß ich nicht, aber ich finde es ist enorm erleichternd einfach sein Ding zu machen und den ganzen Saftladen nur halb so ernst zu nehmen wie er immer tut.

Abgesehen davon gibts auch noch die eine oder andere überaus ansehnliche Kollegin mit der man ein Schwätzchen halten kann, außer sie tragen gerade etwas derartig knappes oder figurbetontes, daß einem die Augen ständig in den Ausschnitt oder an den Konturen entlang kullern. Die eine aus der Energie-Redaktion hat etwas majestätisches in der Art wie sie geht und überaus beeindruckende Argumente, auch wenn sie gut einen Kopf größer ist als ich. Sie hat auch dieses lebendig Flippige im Blick, auch wenn ihre gesamte Mimik und Gestik eher kühl und kalkuliert wirkt. Ich mag paradoxe Ausstrahlung. Die Kleine aus der Agrar-Abteilung ist auch sehr anregend, wenn sie auch von der Art her ein wenig gewöhnungsbedürftig war am Anfang. Die sind auf jeden Fall immer einen Blick wert, wenn sie den Flur entlanggehn, die beiden (relativ) neuen von ganz weit vorn (eine ist vom Empfang, die andere ausm Research-Team) sind aber auch sehr sympatisch, leider zu selten bei uns hinten und wenn, dann in der Küche. Ahja, die Küche und ihr Balkon, im Moment züchte ich da unser krautiges Tentakelgewächs und versuche es zu animieren sich komplett um die Brüstung zu flechten, bin mal gespannt ob das über den Sommer wird. Aber genug von Pflänzchen.. *fg* wird mir grad zu floral hier.

Mal sehen was die Zeit für Veränderungen bringt und wie lange es dauert bis dort am Gipfel des Kapitalismus das System beginnt zu kollabieren. Ich freu mich schon auf den Tag wo wir irgendwann die Nachricht rausgeben müssen, daß die Märkte sich hochgemogelt haben und nicht einmal die Hälfte der Waren die gehandelt werden auch wirklich existieren (was ja ein weit verbreitetes Gerücht ist, aber meiner Einschätzung nach – obwohl ich kein Experte bin – auch stimmt). Wie viele Tonnen Sojabohnenkeime können denn gleichzeitig in See stechen? Ist eine Schweineleiche die in Rotterdamm am Markt gehandelt wird wirklich weniger wert als in Hannover? Oder haben Schlachtrinder-Vereinigungspreise in Wirklichkeit etwas mit Tierprostitution zu tun?

Fragen über Fragen und manchmal, gar nicht mal so selten, komme ich mir in meinem Job vor als würde ich eigentlich völlig unwichtigen Schwachsinn machen, der für viele aufgeblasene Wichtigtuer und Frackwichser (oh und da laufen VIELE davon rum, mit besten Grüßen an die schleimigen Vasallen aus dem 6. Stock) die Welt bedeutet, aber in einem Wimpernschlag vergessen sein könnte. Erinnert mich an diese Vernissage-Szene aus dem „Nihilistic Degenerator“ – hm, ich sollte es mal weiterlesen.

So, jetzt habt ihr einen kleinen aber feinen Abriss dessen, was mich tagtäglich in den letzten 365 Tagen begleitet hat, dies und noch viel mehr. Und wenn ich mal soweit bin, werd ich noch ein paar nette Geschichten bei kunden. bzw kollegen.ausderhoelle.de posten.

Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc

Now playing: The toten Crackhuren im Kofferraum - Alles Lüge | Stimmung: Entspannt + Genervt = Entnervt?

Klinken putzen?

Klingen schleifen! Wer Schädel spalten will, muss eine scharfe Axt haben und wer der Hydra den Array Kopf(Kopf, Kopf, Kopf); abschlagen will, kann ein gut gepflegtes Schwert gut brauchen. Hatten heute zum zweiten Mal einen Herrn namens Mathias Kannengießer im Unterricht. Ja, der Flash-XML-PHP-MySQL-Bücherstapel-schreibende Kannengießer. Hab erst hinterher geschnallt was der alles geschrieben hat – der war bei uns Referent für Lizenzen und andere programm- und medienbasierte Schweinereien, von Adobe und so – quasi.

“Was als ein Strom nützlicher Informationen begann, hat sich inzwischen in eine Sturzflut verwandelt.”
— Neil Postman

Habe heute auch einen Stapel Bewerbungen geschrieben für Praktika und Teilzeitstellen in meinem Bereich. Bin mal gespannt wie die Antworten aussehen werden – sind immerhin auch ein paar namhafte dabei – Syzygy Design AG unter anderem. Find halt irgendwie schade, daß ich meine Daten und Arbeitsproben nicht alle mithatte – aber ein Teil is noch im Netz, also alles an sich kein Problem. Und ansonsten werd ich mich mal im Werbetexterfeld mal umtun, das dürft ja an sich kein Problem für mich sein.

Bin heut auch gut mit meinen Papieren durchgekommen – bis auf Telekom und 1&1 ist die Sache erledigt. Inkassos und DAK is erstmal vom Tisch *freu* und morgen kümmer ich mich endlich um den letzten Schritt der papiertechnischen Ablösung von der Wohnung. Kaution und letzte Miete – dann bin ich aus der Fritzlarer draußen, muss nur noch den Rechner und ein zwei bis drei Tüten mit Sachen holen.

“Wir brauchen Bürokratien, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindern sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen.”
— Ralf Dahrendorf

By the way, eine kleine Empfehlung, schaut Euch DAS mal an und sagt mir mal was ihr davon haltet. Ein interessantes Szenario. Ob das tatsächlich so schnell geht und wie sich wohl die No-Record-Szene entwickelt.. Man stelle sich einen Open-Source-Führerschein vor. *g* Ansonsten bin ich von meiner Motivation trotz meiner Verspätung heute morgen enorm zufrieden. Die Zeiten wo ich den Unterricht hab sausen lassen, wenn ich eine Std. nach Beginn aufwache, sind vorbei. Ich saß dann später in der Vorlesung und stellte fest: Schön hier. Gut das ich doch hergekommen und nicht wieder mein “Ich mach mal krank”-Programm verfallen bin. Fortschritt. Psychologischer. Motivationstechnischer. Gefällt mir. So muss das sein. Ich SCHEISSE auf unverantwortliches selbstverschuldetes Misereverhalten!

Morgen treff ich Silith das erste mal in RL – haben uns damals 2003 im GDI kennengelernt und irgendwann später, wo ich etwas raus war per ICQ weitergeschrieben. Wie es im Internet bei Dauerhockern so ist – man schreibt und mailt ständig. Und irgendwann läuft man sich über den Weg. Hab nur ein Bild von ihr greifbar – müsst aber auch recht aktuell sein, sofern ich mich erinner. Ist eine ganz ganz liebe, mal sehen wie dämlich wir uns bei der ersten Begegnung anstellen – das is immer so n Spaß..

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“Einander kennenlernen, heißt lernen, wie fremd man einander ist.”
—Christian Morgenstern

So, jetzt hab ich auch noch einen weiteren Schritt getan und mir mal den Grundstein für ein Kontaktnetzwerk bei OpenBC gelegt – ich hoffe ich werde dadurch nicht zum Yuppie. Aber dazu hab ich sowieso nicht den drang – ich bin und bleibe Freakshow, und genau das ist es – was die Kreativsten von den ganzen Einfallspinseln unterscheidet. So, jetz hör ich aber auf mir auf meine Zukunft das Glockenspiel zu polieren – ich halts ja selbst kaum noch aus.

“Um im Geschäftsleben Erfolg zu haben, sei kühn, sei schnell, sei anders.”
— William Marchant

Naja, alles in allem ein arbeitssamer und dennoch ruhiger Tag. Ich werd mal so langsam in die Falle ziehen, weil ich sonst wieder nicht gescheit rauskomm. Heut hab ich wenigstens noch den Süßstoff für den Kaffee holen können. Mein Experiment ein paar Werther’s Echte in einer Tasse zu versenken klappt soweit ganz gut für das kleine Extra an Karamell, aber ich könnt einen Mörser gebrauchen für die Dinger. Ich hau mir jetzt noch n Glas Club Cola rein und dann ab ins Reich der Träume..

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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