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Die siebte Runde..

August 21st, 2010

..und noch immer kein Bißchen leiser. Nachdem wir bei letztem Mal einen ziemlichen Personalausfall hatten, beschlossen wir gleich nachzulegen und trommelten uns für Anfang August gleich wieder zusammen, gleiche Stelle – gleiche Welle. Diesmal war ein Neuzugang dabei, nämlich der Jens (bestens bekannt von anderen Veranstaltungen ;) ) – und soweit ich das beurteilen kann, hat er sich wohlgefühlt und gut gepasst in diese verrückte Truppe. Ich selbst tauchte erst ein klein wenig später auf, da ich noch Arbeiten musste und nur unwesentlich früher loskam. Aus einem mir noch immer nicht ganz nachvollziehbaren Grund hatten wir dieses Mal zu den Pelmeni anstelle von Schmand Frischkäse mit Kräutern.

Aber war auf jeden Fall nicht unlecker – nächstes Mal mach ich aber einen Ausflug in einen Russenladen und hole mal Smetana, damit die anderen endlich mal wissen was ich damit meinte. Ich glaube bei der Gelegenheit werd ich mal eine oder zwei Flaschen Kwas mitnehmen. In Kombi rockt das Zeug noch um so mehr. Wenn wir jetzt noch eine Flasche Wodka dazustellen, werden die glaub ich vor lauter Russifizierung auf dem Tisch den казачок hinlegen nach dem Essen.. oO Ein wunderbares Wochenende folgte – einschließlich dem Einkauf of Doom im hiesigen Kaufland, Grillen und dem Feuerkorb. Alles wie es sein sollte. Bis auf das das grunzende Fleisch beim Kaufland einen deutlichen Grünschimmer aufwies und wir es später zurückbringen mussten – das schien bei denen allerdings so Routiniert und unspektakulär von Statten zu gehen, daß böse Zungen auf die Idee kommen könnten, sie sind es gewohnt ihren Kunden Gammelfleisch vorzusetzen oder haben diesbezüglich keinerlei Hemmungen. Eigentlich seltsam, bisher gabs damit nur selten Probleme – aber vielleicht hatten wir soweit einfach nur Glück, wer weiß das schon?

Wie dem auch sei, es gab grunzendes in Bier und Zwiebeln, Feta mit Tomaten in Alufolie, die Pilze ließen wir mal aus und der Lachs war eigentlich fast schon zu viel, weil wir noch Sahnegeflügel hatten. Langsam werden wir immer besser, was die Planung und das Einkaufen angeht – aber beim Brot müssen wir noch üben. Ich hatte noch einen Packen Nudeln im Auto, den wir verheizten – was das Abendmahl und Frühstück etwas reichhaltiger gestaltete als ursprünglich geplant – der Gurkensalat hätte noch eine gute Stunde länger ziehen können bevor wir ihn aufgetischt haben, aber an sich ist an der Küche overall nichts auszusetzen gewesen, im Gegenteil. Ich hatte mich am Met und Bier in gemischter Form gütig getan, stieg dann aber alsbald auf Rahels Unanständigkeiten fruchtiger Art um. Die waren sweet, schmeckten ein wenig nach Weihnachten, aber gingen gut rein. Eigentlich mag ich Zimt und Vanille und noch eine Reihe anderer Sachen in Getränken nicht so gern, aber die Mischung hats hergegeben, das Zeug war echt lecker.

An der Stelle fällt mir auf wie wenig ich damit mittlerweile mache – ich brauch endlich mal diese großen Kanisterdinger, diese 10-L Pullen mit dem weiten Hals, damit ich beizeiten diese Erdbeer-Rhababer und Honigmelone-Kiwi Geschichten ansetzen kann. Irgendwann bei Gelegenheit beim Shop meines Vertrauens ordern. Das staatl. Institut für Pornografie, Prag, wird demnächst mit zwei neuen Lehrstühlen besetzt und ich werd wohl oder übel eine Seite dazu ins Leben rufen auf der wir selbstgefälschte Studien die keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben vorstellen werden. Fabian war von dieser Idee genauso angetan wie ich und da ich sowieso ständig aus dem Institutsfundus zitiere, sollte es hoffentlich möglich sein, das alsbald in die Tat umzusetzen – vielleicht sogar noch dieses Jahr. Ein gelungenes Wochenende, sehr glorreich.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Hier ein paar Eindrücke:

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Still this garden burns..

August 19th, 2010

..and it wont quit! Im Gegensatz zum letzten und vorletzten H:O:A konnte ich dieses Jahr leider keine komplette Woche vorher freischaufeln und musste zum Festivalgelände direkt anreisen. Donnerstag früh um Sechs gings also zu dritt in zwei Karren mit Kosta und Vio raus aus der Stadt und ab nach Norden wie der geölte Blitz. Nach einem kurzen aber heftigen Stau am Elbtunnel (den ich bisher immer irgendwie umgehen konnte, weil ich mich bei in HH bei C. oder W. einquartiert hatte) wurden die Straßen leerer, der Sprit billiger und die Gegend ländlicher. Am Treffpunkt angekommen, ab in den Edeka und Grillzeug holen. Während des Einkaufs schlug auch der Rest der Belegschaft auf – Thorsten und Anne und leicht später auf dem Parkplatz Daniel und Dana. Damit fehlten nur noch drei, aber die sollten auf dem Platz zu uns stoßen.

Wir kamen an, suchten uns ein schönes und ruhiges Plätzchen und ich lehnte mich zurück und sah den anderen beim Aufbauen zu. Mein Zelt stand ja schon. Die Alubeklebung kam erst später. Deutlich später. Erstmal gemütlich auf die Ankunft einen Heben und dann ab aufs Schlachtfeld, schauen was ansteht. Am ersten Tag standen für mich Steel Horse und Grand Magus auf dem Programm, sowie Destruction. Erstere waren ein schöner Opener, brachten gute Laune mit altklassischem Hard’n'Heavy, nichts exorbitant ausgefallenes aber sehr Stimmungsförderlich. Wie ich später hörte, haben sie mit ihrem Auftritt einen ziemlichen Erfolg hingelegt, der Bassist erwähnte daß er von all den CDs die sie mit hatten, um sie unter das Volk zu bringen nur noch eine Handvoll mit zurück nehmen können würde. Vergriffen wie warme Semmeln. Sei ihnen gegönnt. Grand Magus sind ja eigentlich überhaupt nicht mein Ding, aber seit ich die neue Scheibe gehört habe war ich gespannt auf das was sie live zu bieten hatten und wurde keinesfalls enttäuscht. Die Atmo erinnerte mich ein wenig an BLS und vom Stil her war das alles nicht ganz so doomig wie ich anfangs befürchtet hatte. Während ich das alte Zeug nicht wirklich gut hören kann, stößt das aktuelle bei mir auf Zustimmung. Destruction haben an dem Abend reingehauen wie wahnsinnig. Der Sound war super, die Stimmung schön geladen und auch wenn ich nicht in der perfekten Stimmung dafür gewesen bin (wäre auf einem Festival gelinde katastrophal) war das ein würdiger Gig.

Eins vorneweg: Ich vermisste sehr unsere dekadenten Kochorgien. Aber was zu retten war, wurde gerettet. Immerhin haben wir das Improvisationstalent so gut wie gepachtet. Thorsten hat an die Nudeln gedacht, ich habe es mir nicht nehmen lassen Unmengen von Fleisch anzuhäufen und unser alter Kumpel Jack sorgte für den Rest. Schön war dieses Jahr auch, daß Daniel aka Privateer mit von der Partie war und wir einen heben konnten. 2 Jahre hab ich ihn jetzt nicht gesehen gehabt, weil wir das große “Glück” hatten uns ständig irgendwo zu verpassen. Hab mich ganz schön gewundert wie er in die Breite geschossen ist, hat jetzt ein Kreuz mit dem er Bäume ausreißen könnte. Da merk ich erst wirklich wie wahnsinnig viel Zeit vergangen ist. Mist, ich werd alt. -.- Wiebke und die beiden Andreasse haben sich kaum verändert – gut bis auf das rote Haar, was wie ich finde besser zu dem schwarzen Leder passt – aber das sieht man unten besser als ich es hier beschreiben könnte. Overall war die Truppe harmonisch und locker und alles griff ganz gut ineinander. Ich hatte natürlich die Hälfte meines Krempels zuhause vergessen (passiert mir immer wenn ich überstürzt nach der Arbeit eine Reiseausrüstung zusammenwerfen muss), aber zum Glück hatte der Metal Bus alles in seinen Innereien, was man nur brauchen konnte. Die üblichen Verdächtigen – Till und Fabian – traf man selbstverständlich auch, genauso wie unseren Lieblingsholländer bei dem ich mir immernoch nicht sicher bin ob der überhaupt wegfährt jedes Jahr oder da dauerzeltet.

Wir zogen uns am Freitag die Show von Roxxcalibur rein (irgendwer hat sie mir empfohlen vor langer Zeit, aber ich hab vergessen wer) – war ein feiner Einstieg. Ich mag es, wenn ich sehe, daß die Musiker derb viel Spaß haben bei dem was sie auf der Bühne abliefern und das sah man denen an.  Ähnlich wie Steel Horse hat sie die recht frühe Uhrzeit nicht gestört und der Platz war auch durchaus gut gefüllt. Zu Stormwarrior ging es nach einem legeren und leggeren Mittagessen ein zweites Mal vor – diesmal nach vorn. Wie jedes Mal. Ich weiß nicht warum, aber Stormwarrior ist bisher die einzige Band, die mich wirklich jedes Mal bis in die erste oder zweite Reihe zieht. Das war seit ich die das erste Mal gesehen hab nicht anders, zumindest nicht daß ich mich erinnern kann. Privateer war bereits vor Ort als ich eintraf und wir ließen es vorn so richtig krachen, Matte schütteln und mitsingen was das Zeug hielt. Lars war in Bestform und legte als letzten “Song” das Axeley hin, ein 6-Stücke Medley mit all dem Material was zu lang wär zu spielen von der Zeit, was so geil war daß die Fans es hören wollten und er nicht übers Herz brach es wegzulassen. Boah war das geil. Das war perfekt. Das war genau das was ich seit langem gebraucht hab. Heiser und fertig nach diesem Gig gings für mich erstmal zurück zum Zeltplatz – was bin ich gespannt auf das neue Material im Dezember. Mal gucken, wenn die Releaseparty in meinen Urlaub fällt, werd ich mir das nicht nehmen lassen..

Aber damit noch nicht genug, denn für den Abend gabs noch zwei Bands die ich mitnehmen wollte – das eine waren Angel Dust und das andere waren niemand geringeres als unsere gutgelaunten britischen Gentlemen DEMON. Obwohl ich so manchen Song bei Angel Dust verpasst habe, bis ich wieder unten am Platz war, konnte ich mich doch definitiv davon überzeugen, daß sie Live noch eine ganze Ecke wuchtiger daherkommen als man denken mag. Direkt im Anschluss an sie spielten Demon auf, mit ihrer locker-charmanten Art begeisterten sie das Publikum auf eine Weise, die man sonst nur selten zu Gesicht bekommt. Es ist vor allem das Herz, was bei Demon mitsingt und das freudige Lächeln der Künstler auf der Bühne, warmherzig und unkompliziert, straight to the point und mit feinem Humor. Es war ihnen nicht anzusehen, daß sie geschlaucht waren von Flug und Busfahrt, slightly genervt von Verspätungen und Verzögerungen – sie waren wegen dieser Bühne hier, sie sollten ihre Bühne bekommen. Nachdem mein Chip letztes Konzert voll wurde und ich den neuen in die Kamera drückte, wurde mir offenbar, daß mein einer Akku auch schon weg vom Fenster war.  Egal, was solls, dachte ich mir, packte das Ding weg und genoss so viel von dem Gig wie ich konnte – und das war ziemlich direkt nach den ersten Songs. Und ich tat gut daran. Ich glaube ich habe den Terminus “Gute Laune” neu definiert. Nachdem ich bei Stormwarrior schon Power getankt hab, gings hier auf die Laune – and then indeed I was a happy man. Hinterher kamen die Jungs noch raus zum Meet & Greet, was vorher wegen des Fliegers ausfallen musste – und waren bester Dinge, offenbar war für die der Gig genauso belebend wie für mich. Was haben die gegrinst. :D

Schade daß ich zu Culprit schon zu durch war, aber ich glaube ich war so bedient an dem Tag, ich hätte das nur bedingt noch genießen können. Am nächsten Tag geschah allerdings etwas sonderbares. Es wirkte, als hätte irgendjemand den Soundtechniker verschleppt und durch eine Kopie, ein billiges nordkoreanisches Fabrikat, ersetzt. Bei Not Fragile, die mir Liz irgendwann bei einem Melodic Speed exkurs mal nahegelegt hatte, hielt es sich in Grenzen – bei Omen hingegen wars absolut unhaltbar. Vielleicht waren die 4-5 Positionswechsel alle in dem Bereich der mies klang (Daniel erzählte mir später, daß es mittig weit vorne völlig okay war) aber das ist halt so eine Sache – bei Omen sind die Gitarren auf eine sehr eigentümliche Art eingestellt und entweder hat jemand bei der Abmischung so sehr Scheiße gebaut, daß sich da was überlagerte oder der Leadgitarrist spielte dieses Mal sonderbarerweise ein Dauersolo, was übers Echo so befremdlich rüberkam. Ich hab mich noch nicht mal wirklich an die Songs koppeln können, die Setlist war super, aber der Klang hatte es mir nach dem Abend zuvor irgendwie verdorben. Naja – bester Demon-Gig (von 2) und bislang schlechtester (von 4) Omen-Gig auf einem Festival – auch eine Range.. oO

Ich zog etwas enttäuscht vom Platz und machte mir erstmal meine Hoaburger und nahm einen ordentlichen Zug aus der Metpulle, konsultierte Jack zu einem kurzen Gespräch und lümmelte bei guter Beschallung und guter Gesellschaft noch etwas auf dem Zeltplatz herum. Zu Virgin Steele kamen wir wieder auf den Platz runter und stellten fest, der Doom Metal hatte zugeschlagen. Solitude Aeternus haben in ihrer Spielzeit offenbar nicht nur die Takte langsam und genüsslich vor sich hin gespielt, nein – offenbar verzerrten sie mit ihrer Musik das komplette Zeitgefüge der Bühnenumgebung. Je näher man der Bühne kam, desto langsamer wurde alles um einen herum.. und.. nach.. einer ziemlichen.. Weile.. haben.. die dann.. auch.. eine Zugabe.. hingelegt.. bevor.. sie fertig.. waren. Boah. Ich weiß nicht warum, aber Doom fühlt sich für mich Geschwindigkeits und Powerjunkie immernoch an wie heißes Blei, welches man trinken muss. Das ist mal so garnicht meine Welle. Und das obwohl die musikalisch wirklich nicht schlecht waren – einfach nicht mein Ding. Und wir warteten. Anscheinend brauchte diese Realität eine ganze Weile um sich wieder in die Normalzeit zurückzumanövrieren.

Und dann endlich der langersehnte Hauptact – grandios mit “Immoral I stand” eröffneten Virgin Steele ihr Konzert, leider starb in dem Moment das Mikro vom guten David eines schnellen und schmerzhaften Todes und gab trotz gutem Soundcheck gar keinen Ton mehr von sich. Es dauerte wenige Sekunden, bis ein 2-Mann-Team im Hintergrund auf der Bühne herumkrachselte und versuchte das Ding wiederzubeleben. Unterdessen nahm sich DeFeis das Mikro zu seiner Linken und machte gute und vor allem laute Miene zum tontechnischen Spiel. Fast vier Songs waren die Techniker nicht von der Bühne zu bekommen, versuchten dies und das und versagten immer wieder. Gut, in deren Haut möchte ich nicht gesteckt haben, das was da passiert ist, ist der Alptraum jedes Veranstalters – die Fans trugens mit Fassung. Sie wussten, sie würden noch bekommen weswegen sie hier waren und David gab sein bestes einen brillianten Gig abzuliefern. Was ihm und seinen Mannen schließlich auch gelang. Der Sound war stellenweise okay, aber größtenteils nicht zu gebrauchen und doch die Musik zu gut um zu gehen wie ich das bei Manowar auf dem Earthshaker gemacht habe, als es zu einer ähnlichen tontechnischen Katastrophe gekommen ist. “Lieber kein Konzert als ein schlechtes!” war seit dem mein Motto geworden und das hier war beileibe kein schlechtes. Es hätte nur nahezu endlos ungenutztes Potenzial nach oben gehabt. Irgendwann ließ ich den Klang hinter mir und sprang auf die Musik auf wie auf einen fahrenden Zug. In solchen Momenten IST man Musik. Und das ist auch gut aufgegangen – ich hatte eine Menge Spaß und offenbar waren Künstler wie Zuschauer trotz der technischen Flaute über die Maßen begeistert. Das ganze ging auch gut ne halbe Stunde länger als angedacht – inklusive Verspätung und allem drum und dran war ich bedient und fertig im Auto gegen drei, halb vier oder so.

Am nächsten Morgen aufgewacht stellte ich fest “Oh, fast alle weg..” – Gut, die Nordlichter hatten nur kurz zu fahren bis Heim, da kann man es ihnen nicht verübeln, wenn sie sich nicht 2 h hinsetzen und warten bis man ausgepennt aufwacht – Wiebke und Andreas waren jedoch noch da. Offenbar auch beide etwas länger unterwegs gewesen. Unpraktisch wars für sie, daß die Truppe, die ihnen ihr Zeug hier angekarrt hatte schon weg war mit den Autos. Sehr verantwortungsvoll, jaja. Naja – mir kams gerade recht mit den beiden noch einen Moment abseits des Trubels zu verbringen also packten wir ihr Zeug in meine Karre und sahen zu, daß wir nach einem Futter- und Tankstopp in HH (wie vermiss ich diese Stadt) in Richtung Hannover zogen. Immer schön langsam, damit Andreas auf dem Bike noch hinterherkam ohne, daß ihm der Kopf platzte. Dort angekommen, kurze Kaffeepause, mal Wohnung angucken – gemütlich haben die es. Ich stellte mit Erstaunen fest, wie wenig Sprit ich verbraucht hatte und entschloss mich dazu das Tempo auf der Heimfahrt nicht über 120 gehen zu lassen – einfach mal um zu sehen wie lang die Tankfüllung für sagenhaft günstige 134 ct reichen würde. Ich kam nach kurzen Querelen, die in den Kasseler Bergen an letztjährige Probleme erinnern, um 22 Uhr rum zuhause an. Das nächste Mal tanken musste ich im Odenwald, nach meinem Besuch die Woche darauf. Und das obwohl ich nur 35 L hab. Vielleicht sollte ich meinen Fahrstil ein wenig überdenken.

Fazit: Alles in allem eine geile Gartenparty, dieses Headbanger’s Open Air – war jetzt mein drittes und die Karte für das vierte liegt im Auto. Nächstes Jahr freu ich mich besonders auf Striker, Torch und natürlich Crystal Viper. Und wie dieses Mal und eigentlich jedes Mal – auf eine Menge Bands die selbst an mir bisher vorbeigezogen sind und die einfach super Entdeckungen und Eindrücke zum mit zurücknehmen sind.

Hail to The Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Videos:
Grand Magus – The Shadow Knows
Grand Magus – Ulvaskall (Vargr)
Angel Dust – Bleed
Not Fragile – Medley
Virgin Steele – On the Wings of the Night

Bilder unseres glorreichen Gartenfestes:

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Some weeks later..

July 11th, 2010

..und es macht immernoch Spaß. Neulich hatten wir ein Projekt, welches drohte vor die Hunde zu gehen – dann kam von mir der Vorschlag “Teile und Herrsche”, jetzt sind es zwei Projekte und eins unter meiner Federführung. Und das andere bekommt jetzt erstmal ein komplettes Workover bis wir da wissen wie es genau aussehen soll. Cool, eigentlich.

Mittlerweile spar ich mir oft den Weg nach unten – bei den Temperaturen ist der Garten vor 16 Uhr ein Steingrill. Und die Aussicht vom Balkon rockt irgendwie – das einzige was ein wenig seltsam ist, daß der Auftrieb der Heißluft jegliche Benutzung von Aschenbechern komplett zu unterbinden scheint. Man ascht ab und es “fällt” nach oben, so langsam wie es nach unten fallen sollte. Spooky.

Ich hab es sogar fertiggebracht mich durch das Komplette Menü unseres Kaffeeautomaten durchzuprobieren und muss sagen, der Kaffee per se ist ja schon geil, aber der Cappuccino rockt die Waldfee geschmacklich auf nem ganz anderen Level. Vor allem wenn ich ihn mit richtiger Milch versehe, die ich da anschleppe (Firma hat die H-Milch die prozenterweise an weißes Wasser grenzt).

Im Moment hab ich Spaß mit Büromaterial. Jedes Mal wenn ich auf Feedback warten musste, hab ich einen Tetrisstein aus einem Post-it gemacht und am Freitag wars endlich soweit, Tetris über dem Pissoir. Analog. Leider ohne Titelmelodie. Kunst ist Kunst.

Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc

Hier mal ein paar Eindrücke:




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Boris die Vogelspinne..

July 6th, 2010

..löst bei meinen Mitmenschen unterschiedliche Reaktionen aus. Die einen finden den cool, die anderen fragen sich ob er sich bei mir zurechtfindet, wieder andere wollen den unbedingt mal aus der Nähe sehen oder kurz auf der Hand haben, andere wiederum kommen nicht damit klar, daß er alleine so viele Beine hat wie ihre Haustiere zusammengerechnet. Und doppelt so viele Augen. Und trotzdem haarig ist.

Alles begann auf der Reptilienbörse im Nordwestzentrum, eigentlich wollte Liz sich da mal umschauen um sich für die Einrichtung auch ein solches Prachttier zu holen – informieren und rumfragen, beobachten, etc. Und wie es auch an der SAE war, wo ich mit ihr zum Tag der offenen Tür hinging weil sie Audiotechnik lernen wollte und dann dort hängenblieb, so war das auch hier. Wir gingen hin, sie wollte sich informieren, aber ICH war dann am Ende der mit der Vogelspinne im Gepäck auf dem Weg heim.

Boris ist eine 2 Jahre alte Brachypelma albopilosum (Kraushaar-Vogelspinne), angeblich die zweitfriedlichste Vogelspinnenart die existiert – eine Nachzucht die hier in Deutschland geschlüpft ist. Ich holte mir für ihn gleich das entsprechende Futter, das Terrarium, etwas Deko und natürlich gehackte Pinienrinde als Bodenbelag. Das erste Terrarium war nicht die Wucht, aber für einige Tage war es sicher ausreichend.

Das zweite Terrarium war schon um einiges besser: Ich holte etwas Blähton, ungedüngte Erde und ein kleines Haus aus Steinimitat, dazu noch ein paar Pflanzen die von Luftfeuchte leben und buddelte ihm einen Keller für das Haus. Den Rest würde er schon selbst verfeinern, wie er es auch bei der Kokosnussschale gemacht hat als es ihm wohl zu hell war. Kurze Zeit später hatte er sich schon eingelebt, eine Ecke eingerichtet, die ihm zur Nahrungsaufnahme am geeignetesten schien und etwas am Hauseingang umgebaut.

Man sagt ja, die Viecher tun nicht so viel und wenn dann primär nachts – aber ich hab jetzt schon öfter gesehen wie er mal hierhin schlenderte, mal dorthin, mal auf dem Haus saß, mal umherwanderte – ich glaube es dauert einen Moment bis er sich komplett an die neue Bude gewöhnt hat. Als nächstes ist noch ein Hygrometer und ein Thermometer geplant für das Terrarium und vielleicht was nettes zum klettern.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Und hier ein paar Bilder von Boris:

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Have a break in the garden..

June 16th, 2010

..and enjoy the silence. Wenn wir zum Qualmen vorn rausgehen, breitet sich der Anblick des baseler Platzes aus. Also wenn man von diesem Runden Ding direkt vor unserer Nase absieht, in dem ein Sushiladen und ein Sandwich-Shop und ein Mongolisch-Chinesisches Restaurant zu finden ist. Beim Sushi hab ich schon stärker gelacht, die Algen sind recht trocken und zäh, der Rest geht eigentlich einigermaßen. Zugegeben, für ein Restaurant, was solche Gerichte serviert ist “geht schon” ein vernichtendes Urteil – aber da kann man nix machen, gemacht ist gemacht. Der Sammichladen ist eigentlich lecker und der Mongolochinese ist brauchbar. Was mich an der Stelle aber von den Socken gehauen hat, war das persische Spezialitäten-Lokal “Rendezvous” weiter hinten jenseits der Ampel. Die Preise liegen über dem Imbissniveau, auf welches die Einrichtung das Auge des Besuchers einschwört – aber was noch viel weiter darüber liegt ist die Küche. Sehr zu empfehlen, wahnsinnig lecker. Die mit nem Augenzwinkern empfohlene IGM-Kantine hab ich noch nicht ausprobiert, aber das kommt sicher noch.

Hinten im Hof – für die ganz kurzen Pausen, vorbei am Kaffeeautomaten und der IT-Abteilung, sowie diversen Konferenzräumen – tut sich ein gänzlich anderes Bild auf. Grünfläche, Deko und Wasser. Eigentlich sehr schön angelegt – im Winter bestimmt nicht ganz so pralle – aber jetzt im Moment in voller Pracht. Und still ist es da. Nicht ein Laut vom Verkehrslärm, nur dann und wann etwas frischer Wind. Der perfekte Ort für eine “strategische Analysebesprechung”, wie wir es mittlerweile nennen. Doch, hier lässts sich arbeiten. Mehr dazu bei Gelegenheit.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc






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Unser Stahl ist frei von lebensverlängernden Zusatzstoffen und die mit ihm hergestellten Rückstände sind zu 100% biologisch abbaubar.
 
“The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.”
--- William Shakespeare ---