Blood, Glory & Steel
 
Home arrow Blood, Glory & Steel
   
 
Kompass
Home
Brother Arnoc
Blood, Glory & Steel

Rundumschlag
So klingt Stahl
Schriftwerk
Unterstützung
Kontakt
 
   

Ein kleiner Settingfehler..

May 19th, 2010

..mit fatalen Folgen. Situation: Nach dem Update auf Kubuntu 10.4 kann es vorkommen, daß der Rechner sich denkt “Keinen Bock mehr aufs Netz!” – und dann gibt das Icon unten rechts beim Netzwerkmanager an “Unverwaltet”. Und da kann man noch so viel herumverwalten – wir wissen alle wie Plug-n-Play Linux mittlerweile ist, wenn die Settings aber sagen “Nö!” dann muss man an eben selbigen was ändern.

1. Man sollte sich auf den Weg machen zu /var/lib/NetworkManager

2. Mit Root-Rechten bearbeiten wir dann folgende Datei: NetworkManager.state -> geöffnet in Kate (kdesu)

3. Wir beenden den KNetworkManager. Und in der Datei setzen wir unsere Verbindungen von “false” auf “true” und speichern

4. Dann öffnen wir die Shell (an dieser Stelle mach ich mal Schleichwerbung für yakuake)

5. Da geben wir ein: sudo service Network-Manager restart

Damit ist der Fehler behoben und das Netz geht wieder. Ich musste den KNetworkManager von Hand neu starten, aber an sich liefs von da an wieder wie es sollte. Gut zu wissen, sowas.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Tags: , | No Comments »


Je mehr sich ändert..

December 10th, 2009

..desto weniger bleibt gleich. Ich habe vor ein paar Tagen den Umstieg von WinXP auf Win7 gewagt und zeitgleich meine 9.04er Kubuntu auf 9.10 aufgewertet. Win7 ließ sich problemlos installieren, aktivieren und updaten, war auch nicht anders zu erwarten – so lange wie MS sich schon mit Installationsroutinen, Aktivierung und Updates befasst, hätte mich alles andere enttäuscht. Doch dann kam das Grausen. Das Grausen kam heimlich, still und leise. Und blieb. Es war einfach nicht mehr möglich der Maschine einen Ton zu entlocken, egal was ich versuchte – sie blieb still. Natürlich hatte sie für den HDMI-Ausgang die aktuellen Treiber runtergeladen (so automatisch, wie man es eigentlich nur von Linux gewohnt ist), beschwerte sich dann aber, daß meine Lautsprecher nicht angeschlossen waren. Nun – das waren sie auch nicht. Nicht am HDMI. Ich hab ein 5.1-System hier, ganz klassischer Natur, aus dem Hause Teufel – alles funktioniert und bei der Linuxinstallation lief der Sound out-of-the-box. Also kein Kabelfehler, kein Anschlussfehler – nein, schlicht ein Missverständnis zwischen meinem OS und der Hardware. Und das sagt uns: Die Treiber sind schuld!

Wie nach jeder Winstallation muss man die AC97 Treiber von Realtek draufschmeißen, sonst läuft da garnichts. Da hängen die also auch hinterher. Können die denn nicht wenigstens RICHTIG klauen, wenn sie es schon so offensichtlich tun? Wie auch immer – ich besorgte mir die aktuellen Treiber, packte sie aus – und wie man so oft beim Auspacken feststellt – ist nicht das drin was man erwartet hat. Denn anstatt einem kompatiblen Treiber, signiert und zertifiziert, musste ich mich mit Realteks ZIP-Päckchen und Setup.exe begnügen die dann auch gleich begonnen hat bei Windoof einen Treibersignaturfehler zu verursachen. Das alleine ist ja nicht so schlimm, aber WAS ABSOLUT NICHT ANGEHT (!!!!1!11!!) ist, mit zwei riesige Buttons unter die Nase zu setzen: Auf dem einen steht “Dann lieber nicht” und auf dem anderen “Ist mir wurscht”. Und wenn man auf den zweiten klickt – dann passiert GARNICHTS! Verdammt – ja, die haben in ihrem neuen Flaggschiff, ihrer Thronerbin unter den MS-Systemen, einen verdammten Knopf der so dick ist wie mein Handy und wenn man draufdrückt geschieht NICHTS..! Rein Garnichts! Die beiden tauchen einfach so lange wieder auf bis man den anderen drückt. ARGH!!!

Aber gut – abregen und Lösungen suchen. Probiert die Settings über gpedit.msc zu editieren, da die Treiberwarnung zu deaktivieren -> nichts passiert, trotzdem wieder das selbe. Nächster Ansatz war, mit dem “bcdedit /set loadoptions DDISABLE_INTEGRITY_CHECKS” im Admin-Mode in der Konsole (wieso auch immer die das so kompliziert machen mussten) einzugeben – das hätte bei Vista geklappt, bei Win7 angeblich auch – aber Fehlanzeige! Der nächste Versuch zielte auf die F8-Bootoption ab ohne Treiberchecks das System hochzufahren und dann zu installieren. Und ratet mal?! Richtig. NICHTS!!! Relativ frustriert, daß ich nicht doch ein halbes Stündchen Gothic 3 vorm Schlafengehen zocken konnte, loggte ich mich wieder in mein Lieblingsbetriebssystem und ärgerte mich zum zweiten Mal an dem Tag über meinen fehlenden Amarok.

An sich ist natürlich – vor allem bei freien Projekten – nichts dagegen zu sagen, wenn ein Entwicklerteam die Arbeit am 1.4er einstellt und sich fieberhaft auf die 2.2.1er Version einschießt. Hätte das mal gefruchtet. Der Amarok 2 den ich hier getestet habe war z.T. noch schlimmeren Zustandes als kurz nach dem RC. Ich frage mich, warum es nicht möglich war einfach ein .deb-Paket irgendwo ins Netz zu schmeißen mit dem alten 1.4er, solange der neue Audiowolf nicht in der Lage ist ID3-Tags und Audiobibliotheken richtig zu erfassen, stabil Playlisten wiederzugeben und all den anderen Kram zu tun, den ein Audioplayer eben so machen sollte. Als ich mich im Amarokforum umgeguckt hab, gab es zu dem Thema nur 2 Antwort-Arten seitens Entwickler. Das eine war ein “Was willst Du denn, bei mir geht doch. Nein, wir wollen mit dem alten nix machen.” und das andere ein “Aha, wo genau, welche Fehlernummer, welche Distribution hast Du, benutzt Du KDE, wenn ja – welchen genau?” – und ich muss zugeben, für frustrierte User die gerade die Xte nur schleppend und scheppernd funktionierende Version ihres Lieblingsplayers versuchen zum laufen zu bekommen ist die Art von Antwort nicht gerade hilfreich. Als ob die Unterschiede zwischen 9.04 und 9.10 so gigantisch und unüberbrückbar wären mit einem Dutzend Codezeilen und nem “make” Befehl.

Wie dem auch sei, ich habe mich entschlossen wieder auf die 9.04er umzusatteln. Es bringt nichts, Fortschritte zu ergreifen und zu forcieren und auszuprobieren, wenn man noch nicht ganz klar hat warum und vor allem was für einen praktischen Sinn das haben soll, wenns einem Nachteile verschafft. Gruß an Tzench an dieser Stelle. Warten wir es ab, vielleicht gibts bald wieder was, was einen aus den Socken haut aber bis es soweit ist hab ich lieber ein System auf das ich mich verlassen kann und das wenig Schnickschnack hat. An der Stelle hab ich auch mal kurz mit dem GNOME geliebäugelt, den ich ja von meinem Netbook aus kenne – aber das ist mir dann fürs alltägliche dann doch zu weit von meiner Arbeitsroutine entfernt. Genauso wie ich mich mit den Einschränkungen und der mangelnden Übersichtlichkeit in Win7 nicht wirklich anfreunden werde um täglich damit arbeiten zu müssen (von wollen kann da keine Rede sein – dafür bin ich nach mittlerweile über zwei Jahren Linuxerei schon zu weit entfernt.

Edit: Ich hab es – wie es mir Linux nahelegte – mit den C-Media Treibern probiert und das hat irgendwie dazu geführt, daß ich jetzt Sound habe. Das macht das ganze an sich nicht wesentlich besser, aber wenigstens kann ich die Version für das nutzen für daß ich wollte: zocken, wenn ich mal bock hab.

Übrigens, ein leckeres Rezept für ein Festmahl zwischendurch: Hähnchenfilet-Röllchen in Kräutersahnesoße. Das war sogar so lecker, daß ich es erst gegessen habe und dann feststellte “Mensch, das hättest Du aber auch abknipsen können, so hübsch wie das war!” Das ganze bedarf natürlich etwas Vorbereitung, ist aber vom Aufwand weniger als es sich beim Lesen vermuten lässt. Man braucht zu allererst:

- 450 g Hühnerbrustfilet
- 300 ml Schlagsahne
- 10 Scheiben Schwarzwälder Schinken
- 2 Tassen Basmatireis
- 3 EL Olivenöl
Gewürze (8:6:4:2:1)
- ganze Meersalzkristalle
- Pfefferkörner
- Thymian & Rosmarin
- Knoblauch

[ Phase I ]

1. Filet in 10 ca. gleichgroße Streifen schneiden
2. Gewürze in einem Mörser vermengen und zermahlen
3. Sahne in eine Schüssel geben und Gewürze einrühren
4. Filetstücke in der Soße versenken & für 5-6 h ziehen lassen

[ Phase II ]

1. Die Schinkenscheiben auslegen und die Filetstreifen einrollen
2. Den Reis zubereiten (Standardprogramm, Reis zu Wasser 1:2)
3. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen
4. Eingewickelte Filetstücke bei leichter Hitze (50%) im Wenden braten

[ Phase III ]

1. Wenn das Geflügelfleisch durch ist, Hitze drastisch erhöhen bis der Schinken leicht kross wird
2. Dann die Sahne mit den Kräutern darübergeben und Hitze wieder senken
3. Nach wenigen Minuten die Filetstreifen auf dem Reis anrichten und mit Soße übergießen.
4. FERTIG!

Getränkeempfehlung:

Ein trockener Weißwein, aber nicht zu leicht oder ein Portwein, wenn man das Aroma des Schinkens besser betonen möchte. Nichtalkoholische Alternative wäre ein leicht gezuckerter gekühlter Hibiskustee (Karkadeh/Ägypten) mit einigen Eiswürfeln und einer dünnen Zitronenscheibe.

Ich wünsche guten Appetit!

Tags: , , , | No Comments »


Mein Linuxpost..

December 4th, 2009

..ist schon lang überfällig. Ich arbeite jetzt seit gut und gerne zwei Jahren mit Linux – im Speziellen mit Kubuntu, der KDE-Betriebenen Variante vom sonst mit dem GNOME laufenden Ubuntu. Und nach einigem hin und her, sprich also gesammelter Erfahrung, trag ich in diesem Post mal das an Handhabungswissen zusammen, was ich mir als Einsteiger und Anfänger mühsam zusammenkratzen durfte. Einige der Fetzen die hier auftauchen werden entstammen auch diversen Foren und wurden von mir hierfür aufbereitet. Was hier zu Programmen und Einstellungen steht spiegelt aber im Grunde meine Sicht aufs Ganze und meine Methoden wieder und soll nur ein paar Lösungsansätze liefern, ich übernehme keine Haftung für kaputte Systeme oder sonstig verwuselte Einstellungen.

Ich muss immer wieder an die Zeit zurückdenken (und als Neuling in der Linuxwelt komme ich mir komisch nach 2 Jahren einen Satz so zu beginnen) als man die Grafikkartentreiber mühsam per Hand in die xorg.conf eintragen durfte, Dinge nicht auf anhieb liefen wie sie sollten, man Laufwerke per Konsole einhängen musste und vieles derart mehr – und bin sehr froh was wir mit der 9.04 version mittlerweile haben: Ein stabiles, modernes und nutzerfreundliches System, daß schnelles und freies Arbeiten mit dem Rechner ermöglicht. Aber ich fange für die Querleser vielleicht noch weiter hinten an:

Was ist Linux?

Linux ist in meinen Augen mittlerweile ein Sammelbegriff für UNIX-Stämmige (freie) (opensource) Betriebssysteme. Wer möchte, kann sich die unglaubliche Vielzahl an Derivaten gern bei Wikipedia angucken – da gibt es das Arch-Linux für die Leute mit Abneigung gegen Interfaces, das Ubuntu für die mal mehr mal weniger geübten Quereinsteiger, Mandriva, Red Hat, Fedora Core, SUSE und viele mehr. Was geschichtlich für meine Lieblingsversion relevant ist zu wissen: Ubuntu entwickelte sich aus Debian heraus. Mittlerweile ist es das kompatibelste und (soweit getestet) einfachst zugängliche Betriebssystem der Pinguinwelt.

Was ist die Philosophie von Linux?

Ich bin natürlich nicht in der Position hier irgendwelche verbindlichen und omnivalenten Äußerungen zu machen, aber so wie ich bisher die Leute in den Foren erlebt hab, den hilfsbereiten Support in jeglichem Umfang, die verschiedenen Nutzer – ist mir eines klar: Wer Freiheit will, wird mit Linux gut fahren. Es geht hierbei nicht nur um kostenfreie Software in Form eines Betriebssystems, sondern viel mehr um eine Art gemeinsamen Arbeiten an und gemeinsames Erleben von einigen noch nicht ganz klar definierten Rechten eines jeden Menschen im Informationszeitalter – dem Recht mit der Technik gut, sicher und zuverlässig zusammenarbeiten zu können und dem Recht sie möglichst effizient, nutzbringend und fortschrittlich einzusetzen. Denn jeder Nutzer wird, früher oder später entweder jemandem über Linux erzählen, der es noch nicht kennt – einen Beitrag schreiben, der anderen Nutzern hilft – einen Comment hinterlassen weil irgendwo ein Error aufgetaucht ist – verschiedene Programme testen, bewerten und durch Verbreitung oder durch das drücken des Paypal-Spendenbuttons fördern. Es ist ein selbstläufer, der auf genau diese Art und Weise den Teilnehmenden etwas zurückgibt, nämlich den Support einer ganzen Community. Man ist mit keinem Problem, daß man hat, der erste und es gibt fast immer jemanden der einen Workaround gefunden hat. Reichlich altruistisch das ganze. Funktioniert aber genau so. In einer Zeit, wo Lizenzen hunderte von Euro kosten, wenige Megacons den Markt für Betriebssysteme dominieren und die amtierende Generation von Computerkennenlerner immernoch denkt “gut kann nur sein was Geld kostet” ist Linux gefragter denn je. Sicherheitslücken werden schneller gefunden und direkt gekillt, Ideen zeitnah umgesetzt und in Gedankenpools vorangetrieben. Und nutzen kann, darf und soll die freie opensource Software jeder, denn davon lebt sie. Aber genug, ich glaube die Message kam an – wen dieses Thema noch tiefer interessiert, kann sich ja mal reinlesen.

Für wen ist Linux geeignet?

Prinzipiell für jeden, der am Computer zu tun hat. Zugegeben, die Spieleindustrie und so spezialanwendungen wie CAD und Co. sind dank der bislang gefahrenen Politik diverser Konzerne im Linuxsektor nur bedingt vertreten (wobei die meisten älteren Anwendungen mit WINE mittlerweile zum Laufen gebracht werden können und Cadega gibt es ja auch noch), aber sowohl Office-Anwendungen, Grafikbearbeitung, Audio- und Videoschnitt, Datenmanagement als auch die gesamte Fülle des Internets kommt unter Linux zum Einsatz. Das heißt im Grunde, daß diejenigen die nur zocken wollen oder nur am Rechner hängen, um CAD zu nutzen die einzigen sind die dem nix abgewinnen können – und selbst die können ihr altes Betriebssystem behalten und sich über Wubi (ein Linux-Als-Windowsprogramm-Installator) die Virtualbox OSE (eine Virtuelle Maschine die verschiedene Betriebssysteme in einem Fenster laufen lassen kann) oder mit einer Live-CD (Bootfähige CD mit vollem Umfang) einen Eindruck davon verschaffen, was Linux für sie bereithält. Und wems gefällt – der braucht sein altes System nicht wegschmeißen, er kann sich am Anfang aussuchen was gebootet werden soll – man kann nur gewinnen.

Wie bin ich auf Linux gekommen?

Es kam an dem Tag wie es früher oder später immer kommt: Ein Systemabsturz im Windows, keine Rettung mehr durch irgendwelche obskuren Versuche meinerseits das System wieder in Gang zu bekommen und die Suche nach einer Möglichkeit für Datenrettung. An genau dieser Stelle kam Knoppix ins Spiel – selbiges war für genau solche Fälle ausgelegt und ließ sich auch perfekt von CD starten, ich konnte intuitiv alles finden, sichern, runterbrennen und die Datenbestände aus dem Dreck ziehen. Schnell, sicher, unkompliziert. Das hat mich beeindruckt. Einige Monate später erzählte mir Kosta von dem Linux, daß er nutzte und wir quatschten ein bißchen darüber. Ich hatte noch immer meine Vorurteile, die aus der Zeit stammten wo man jeden Treiber noch per Hand kompilieren musste und erstaunlich wenig Ahnung wie weit entwickelt das alles mittlerweile war. Also entschloss ich mich, ein bißchen was auszuprobieren und fand immer mehr gefallen dran. Linux wird dir nicht sagen “Zugriff verweigert! Kontaktieren Sie den Administrator, wenn das Problem wieder auftritt.” – denn die Kiste macht was ihr gesagt wird und wenn man root ist, sprich der Gottkönig und Alleinherrscher des Systems mit dem Zaubermacht(pass)wort bestückt, kann man alles und darf es auch. Ob man es sollte, steht natürlich auf einem anderen Blatt. So hab ich es geschafft mir damals eine externe Festplatte zu killen, als ich “mount … -force” eingegeben habe und mit dem Force-Befehl sämtliche Warnungen überbrücken konnte. Was ich nicht wusste: Hätte ich die Logfile der Festplatte mit den ntfs3g-tools geleert, wär das auch ohne gegangen. Aber diese Art Laufwerke ans System anzugliedern ist auch schon einige Distributionen her. Ich glaub irgendwann bei der 7.10er oder so war das. Heute ist alles Plug’n'Play. Naja, so tastete ich mich heran und da ich fast jeden Tag vor dem Rechner sitze, ist Erfahrung nur eine Frage der Zeit.

So viel zu meiner persönlichen Vorgeschichte mit und um Linux. Ab hier kommen die Klassiker, die Probleme die jeder irgendwann hat und jeder irgendwann löst oder umgeht. Nicht alphabetisch, nicht chronologisch, nicht nach dringlichkeit oder Programmsortiert, sondern einfach mal nach Gefühl. :D


Basics:


Born to be root: Wenn Du willst, daß was passiert hau auf den Tisch! Wenn Du willst, daß die Kiste macht was Du sagst, beginnst Du Deinen Befehl mit “sudo” oder gibst “sudo -i” ein, damit der Rechner auch weiß wer da vor ihm sitzt und daß widerrede sinnlos ist. Wenn man im KDE arbeitet, mit Hilfe von Ausführleiste “Alt + F2″ heißt der Superuser-do-Befehl dann “kdesu” – besonders nützlich, wenn man Kate darum bitten will eine File zu öffnen die im Systemordner klebt und die man bearbeiten können soll. Nett veranschaulicht hat XKCD die sudo-command hier.


Know where to get it: Pakete haben Quellen und wenn Du was installieren willst über die übliche “apt-get install“-Technik und er nichts findet, kann es sein daß es aus Lizenzgründen nicht in der Starterpackung der Paketquellen enthalten ist. So ist es zum Beispiel mit dem Medibuntu Multimedia Keyring, mit diversen Codecis und anderem Zeug. Mit Amarok 1.4 (die alte aber immernoch deutlich bessere Version des legendären Musikplayers) verhält es sich seit 8.04 ähnlich. Bei Kubuntu 9.04 muss man zum Beispiel mit “kdesu kate /etc/apt/sources.list” die Liste mit den Paketquellen um die Launchpad-Adressen “deb http://ppa.launchpad.net/bogdanb/ppa/ubuntu jaunty main” und “deb-src http://ppa.launchpad.net/bogdanb/ppa/ubuntu jaunty main” bereichern, damit die Kiste weiß woher sie es zu nehmen hat. (An der Stelle sei noch erwähnt, daß man einen Key braucht den man mit “sudo apt-key adv –recv-keys –keyserver keyserver.ubuntu.com AE74AE63″ erhalten kann.) Erst dann nämlich kann man – nachdem man durch “apt-get update” die Quellen neu eingelesen hat mit “apt-get install amarok14″ die klassische Version des Players installieren (Die ggf mitgelieferte Amarok 2 Version kann man mit den schlichten aber geheiligten Worten “apt-get remove amarok” loswerden). Einfaches aber schönes Beispiel. Quellenmodifikation, Reload, Installation. Und immer schön root sein dabei.


I talk this strange tongue of thine: Wir hatten gerade ja schon diverse Lizenzgeschichten angesprochen – wie zum Henker bekommt man WMA-Dateien zum laufen? WMA sind eigentlich der Urbegriff von Windowsdateien mit Audio-Hintergrund. Und das kann Ubuntu normalerweise nicht auf Anhieb. Aber es gibt da diese eine Paketquelle die weiterhilft: “deb http://packages.medibuntu.org/ hardy free non-free – also ab damit in die Quellenliste und dann das Paket “medibuntu-keyring” installieren – Tadaaa! Ach ja, was man übrigens noch bei Quellen beachten sollte – die Version die man hat (in diesem Fall gerade Hardy Henron aka 8.04) ggf. anpassen – nicht einfach nur Copypasta kochen was in irgendwelchen Boards oder Blogs steht, immer mit einem wachen Auge dabeibleiben!


Cooking terminal Copypasta, it’s delicious: Und wo wir bei Kopieren und Kommandozeile sind, mit einem einfachen Ctrl+V ist es in der Konsole nicht getan, damit könnt ihr das Terminal nur wenig beeindrucken. Was ihr an der Stelle benutzen solltet ist Shift + Einfg. Was die Konsole generell angeht, hab ich meinen Favoriten gefunden – es ist “yakuake”. Eine Quake-Artige Konsolenumgebung die sich wie eine Spinne von der Decke herabseilt. Diejenigen von Euch die sich noch an Quake 1 erinnern wissen sicher noch was das damals für eine Neuerung war direkt im Spielgeschehen dieses Schätzchen an der Hand zu haben. Ich kanns jedem nur empfehlen – bei mir liegts außerdem auf F1, damit ich mich nicht ständig mit der Hilfe rumschlagen muss die der Rechner aufruft wenn ich ausversehen an die Taste komme.


Alien Invasion ain’t always bad: Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten Programme zu installieren. Die zwei verbreitetesten nach der Installation aus der Aptitude heraus, war die Nutzung sog. Fertigpäckchen. Der Red Hat Paketmanager ist der Grund für das gehäufte Auftreten von .rpm Dateien und die andere, Ubuntu nähere Möglichkeit ist eine Debian-Intallationsdatei, üblicherweise mit .deb am Ende. Beide Typen finden sich in Sammlungen auf rpmSeek, einer Suchmaschine für solche Pakete und mittlerweile ist es normal, daß man sie einfach öffnen kann. Früher gab es ein Programm namens “alien”, welches aus einer Vielzahl verschiedener Pakete ein .deb machen konnte und es somit an die Routine des Ubuntu angepasst hat. Außer diesen bin ich auch schon mal über .bin Installationsdateien gestolpert – diese kann man in ihrem Ort mit dem Befehl “sudo chmod -x datei.bin” vorbereiten und im Anschluss mit dem Aufruf inklusive Pfad “sudo sh /home/nutzername/Desktop/datei.bin” in Betrieb nehmen. Was für mich nach Jahren immernoch recht rätselhaft ist, sind die sogenannten Tarballs – gepackte .tar.gz Archive, die den Quellcode des Programms enthalten. Diese muss man kompilieren mit “./configure“, “make” und “make install” – oder so ähnlich. Ganz raus hatte ich es noch nie, was das betrifft. Wobei das laut dem Output der Config damit zusammenhängt, daß mir manche Development-Tools zum Kompilieren fehlen. Hat bisher nur ein Mal geklappt und mir nicht wirklich weitergeholfen, also schaut da am besten woanders wenn ihr es genau wissen wollt.


Know where to get it – Part II: Wem die Optik und Handhabe so noch nicht reicht, kann sich jederzeit unter kde-look.org und kde-apps.org umgucken – da findet man immer was zum Stöbern, Plasma-Apps, nützliche Tools, nette Icons und all den Krimskrams, der dem System den Zuckerguss verpasst.


Shall I push the button: Manche Programme benötigen eine gedrückte Alt-Taste mit Klick und Co. Darunter auch Photoshop. Wenn man aber gerade am Auswahl-Abziehen ist mit dem Markierwerkzeug, ist das letzte was man möchte, daß man auf einmal das Fenster in der Hand hat. Also was tun? Bei K-Menü – Systemeinstellungen – Fensterverhalten – Fenster: die Sondertaste von ALT auf Meta setzen, damit die Windoof-Taste die Aufgaben übernehmen kann. Und schon hat man diesbezüglich seine Ruhe.


What has been seen, cannot be unseen: We keine Lust hat sich von selbsgefälligen Providern DNS-Zensur gefallen zu lassen und wem das Engagement der ehemaligen Familienministerin Zensursula gegen die Balalaika geht, möge sich in seine Konsole “sudo echo nameserver 213.73.91.35 > /etc/resolv.conf” eintragen und dann “/etc/init.d/networking restart” feuern. Damit stellt Ihr euren bevorzugten DNS-Server auf den Berliner Server vom CCC, der (ideo)logischerweise nicht zensiert.


So, damit seid ihr schonmal gut gerüstet gegen allerhand nervtötende Anfangsprobleme, die man sich entweder zeigen lassen oder ergooglen muss. Ich hoffe damit konnte ich einigen Leuten den Ein-/Umstieg einfacher machen und weiterhelfen. An dieser Stelle bedanke ich mich übrigens bei den ganzen Leuts, die selbst Tips ins Netz gestellt haben, bei denen ich Rat fand und Hilfe. Weiter so!

Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc

Tags: , , | 2 Comments »


It’s time to kick ass..

January 26th, 2009

..and chew bubble gum. And I am all out of gum! Alles begann vor etwa einem Jahr mit einer Knoppix-CD und einem Rechner, der Windoof nicht starten wollte. Ich rettete meine Daten ohne Probleme auf meine tragbare Festplatte und begann mein Win erneut zu installieren und einzurichten. Irgendwann kam Db0 auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, Kubuntu-Linux auszuprobieren und ich willigte ein, nach langer Überlegung und Studien der Vor- und Nachteile. Klar, dacht ich, Linux ist was für totale Geeks und ich werd ne halbe Ewigkeit brauchen um mich damit zu befassen, mich dran zu gewöhnen und alles soweit einzurichten wie ich es haben möchte und überhaupt bedienen kann. Weit gefehlt – Kubuntu hat nicht umsonst den Wahlspruch “Linux für Menschen”. Ich holte mir wubi und installierte es mir in mein Windows – einfach als Programm – um mal zu gucken wie es ist mit Linux unterwegs zu sein. Ich habe es nicht bereut.

Ich habe mein System in den ersten vier Wochen wahrscheinlich gut ein dutzend Mal neu installiert, weil ich zu blöd war mir die Grafikkarte richtig einzurichten und mir jedes Mal alles zerschossen hab und dachte – es ist kaputt, also alles von vorn. Linux ist nicht Windoof. Nix da alles von vorn. Ich musste nur eine Datei umbenennen und schon konnte ich wieder rein. Dann war erstmal schicht mit den Neuinstallationen. Mittlerweile ist die Installation von Grafikkartentreibern almost plug-n-play. Geil. Ich hab damals angefangen mit 7.04 und bin jetzt bei der 8.10 Version und es hat sich einiges getan. Es ist nicht nur alles um Längen stabiler, besser und einfacher geworden, ich habe auch ziemlich alles learning-by-doing kapiert (man muss es eben nur oft genug nachschaun oder einfach irgendwo notieren). Alles in allem, meine Kisten laufen mittlerweile beide auf Linux und jedes Mal wenn ich es benutze find ich es toller.

Aber genug davon geschwärmt – heute kommt der KDE 4.2 raus. Endlich. Nachdem mich der 4.0er mangels Stabilität nicht überzeugt hatte und der 4.1er gerade so in seinen Bann zog mit seiner Plasma-Oberfläche (das ist echt Hammergeil, ich kann mir nur schwer vorstellen, was man damit nicht machen kann) und seinen Möglichkeiten, freue ich mich auf den 4.2er – ich hoffe die Kinderkrankheiten sind endlich weg und wir können alle aufatmen und es noch mehr genießen. :)

Bleibt nur noch zu hoffen, daß die Bugfixes beim Amarok-Projekt endlich auch soweit sind, daß er über das Gröbste hinweg ist – denn vom Potenzial steckt er jeden anderen Audioplayer locker in die Tasche und daß es ihn für Mäc-OS, Windows und Linux geben wird/gibt stimmt mich nur um so fröhlicher – es gibt nämlich nichts gruseligeres als nach einigen Monaten mit dem Wolf aus Mangel an Alternativen einen anderen Player zu benutzen, sei es nur für ein paar Stunden.

So, genug der Begeisterung, wenn ich den 4.2er ausführlich getestet hab, fahre ich hier mit meinem kleinen Bericht fort.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Tags: , , | 2 Comments »


Hybride Feiern..

October 9th, 2008

..und leckere Installationen. Die Zeit geht bekanntlich schneller um als man glaubt und ehe ich mich versah, war ich schon zwei Jahre in der Firma. Das musste natürlich gefeiert werden, genau wie Jo’s Geburtstach – also taten wir uns zusammen und tischten den anderen mal ordentlich auf. Zum einen gabs was zu futtern aus dem Osten, zum anderen gabs was zu Trinken aus der Region. Die Erdbeer-Rhababer-Geschichte erfreute sich einer ziemlichen Popularität, die Mandarine war eher etwas schroffer Natur (woraufhin ich beschloss sie nochmal in eine weitere Fruchtration einzulegen).

Nach der Arbeit galt es einen weiteren Rechner in die Welt der Freiheit zu führen und zu Linux zu bekehren. Ein Hybridsystem mit Kubuntu Hardy einzurichten ist mittlerweile fast schon ein gewohntes Unterfangen – die wirkliche Herausforderung liegt in jedem einzelnen Arbeitsumfeld, denn so verschieden wie die User und ihre Gewohnheiten sind, so unterschiedlich sind die Puzzlestücke die man zusammensuchen muss.

Ich muss zugeben, ich habe noch nie einen Primär-Web-Monitor á la vertikal gesehen, aber auch das scheint seine Vorteile zu haben. Skurril wirds nur, wenn der Rechner noch nicht ganz erkennt, wie rum der Monitor gedreht ist – verursacht manchmal Nackenstarre, vor allem wenn der andere noch nicht anspringt. Aber davon lässt man sich bekanntlich nicht stoppen – Windoof neu drauf, ext3 mit root anlegen, ext3 mit /home/ anlegen, swap und schon gibts Roggenroll mit digitaler Beinfreiheit.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Tags: , , , , , , | 2 Comments »





Unser Stahl ist frei von lebensverlängernden Zusatzstoffen und die mit ihm hergestellten Rückstände sind zu 100% biologisch abbaubar.
 
“The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.”
--- William Shakespeare ---