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Posts mit dem Tag ‘die halle’
..und es wurde gebührend begrüßt. Begonnen hat alles einige Abende vor Mittwinter, dem kürzesten aller Tage. Vio und Kosta hatten geladen bei ihnen fürstlich zu speisen und Cheeno war an dem Abend auch in der Halle angesetzt. Also erst das eine, dann das andere, dann wieder das erste. Einige Küchenvorbereitungen mitansehen, gemütlich Quatschen und ein paar nette Päckchen überraschen.
“Hey, vorhin kam ein Paket für Dich. Ich glaube es ist ein Wecker oder eine Uhr, es tickt nämlich. Hier..”
— Aus den berühmten “letzten Worten von Cyberpunk-Charakteren”
Danach ging es über die zugeschneite Straße in die Halle – Paul DiAnno war angesetzt und Cheeno begleiten ihn als Vorgruppe. Soweit, sogut. Zugegeben, die klassischen DiAnno hörer sind jetzt nicht gerade dafür bekannt ein offenes Ohr für nicht-klassische-Stücke einer Band zu haben, die noch keine Jahrzehnte alt ist, daher kann man sich vorstellen, daß die Begeisterung für Jenny, Joey und Co sich in Grenzen hielt. Schade eigentlich, ich mochte das neue Material und hab mir direkt auch die Auskopplungsscheibe von ihnen mitgenommen die wohl nirgends sonst zu haben war. Leider hatten sie nicht ihren eigenen Tontechniker dabei, also kams an der Abmischungsfront wieder zum Knatsch, letztes Mal wars irgendwie runder. Schön wars dennoch!
“Later in the evening as you lie awake in bed, with the echoes from the amplifiers ringin’ in your head..”
— Bob Seger, Turn the Page
Also zurück zur Party und in gemütlicher Runde lecker Zeugs vertilgen. Mutierte Gans und unmutiertes Kraut. Zumindest wurde mir das so erklärt.. Ja, lecker wars – sehr sogar! Da allerdings ein Großteil der Anwesenden am Tage drauf arbeiten musste, zog sich die Aktion auch nicht bis in die Nachtstunden und so konnte ich mich zuhause noch ein wenig dem naggich-Küche-putzen widmen, da mir am 21. – am Feiertag selbst also – auch Gäste ins Haus standen. Es gab ein paar Leckereien vorzubereiten, einiges an Kerzen anzuzünden und diverses Räucherwerk der Raumluft zuzuführen. Also klasse Stimmung, untermalt mit Damh the Bard und Hagalaz Runedance und diversen leckeren Getränken aus der eigenen Produktion.
[Shadowrun Handlung]
Am Donnerstag gab es eine Runde Weihnachts-Shadowrun. Eingesperrt in einem gigantischen Einkaufszentrum in dem ein entflohener Knacki, seineszeichens Rigger, die hausinternen Sicherheitssysteme benutzt hat um ein Massaker anzurichten. Unter dem Codenamen “Der Weihnachtsmann” verteilte er großzügig explosive Geschenkpäckchen. Bones, auch bekannt als Bob Jones, sowie einige semikriminelle Prommis (darunter eine Giftmischerin und ein wahnsinnig gewordener Sprengtechniker) und eine Cyberpuppe die einen auf Doc machte, versuchten also primär zu überleben, sekundär den Übeltäter zu stellen und tertiär sich nicht mit dem MMVV anzustecken. Letzterer war übrigens die Hyperinkubations-Variante, die einen innerhalb von wenigen Minuten in einen Ghul verwandelte. Ekelhaft und alles andere als Munitionsschonend. Nun, nach einem einzigen Alptraum voller Blut, Eingeweiden, reparierten Cybergliedmaßen, handzerlegten Watchdog-Drohnen und aus der Wand gerissenen Selbstschussanlagen, Leichen und Rolexuhren aus Tresoren, angenagten Wachleuten und einem kleinen Bogenschießwettbewerb hatten wir dann 250.000 NuYen pro Nase verdient und “Santa” saß hinter Schloss und Riegel. Geschieht ihm recht, wenn man überlegt, daß er versucht hat uns Haftminen in die Kleidung zu kleistern (und es bei einigen sogar hinbekommen hat). Zweie konnten ihren Tod noch vortäuschen und waren ihren miesen Ruf losgeworden – na wenn das kein Bonus ist!
[/Shadowrun Handlung]
“Es tut einen Schlag, die Druckwelle reißt Euch alle von den Füßen, irgend ein feiner Staub rieselt von oben auf Euch.. Stille. Hinten in der Ecke fliegen ein paar Trümmer locker beiseite, Jack steht auf und spuckt ein paar Zähne und grinst:’Boah war das geil, das machen wir gleich nochmal!’”
— Die Spielleitung beschreibt eine typische Szene des Abends
Die Tage darauf waren eine Mischung aus Vampire, noch mehr Shadowrun, gutem Essen, Verwandtschaftsbesuchen und seltsamen eMails. Jan hatte am 27.12. Geburtstag gehabt und wir nutzten die Gelegenheit zum letzten Mal in diesem Jahr in der Zapp einzukehren – diesmal in noch vollerer Besetzung als gedacht, Phillipp war über den Jahreswechsel bei mir einquartiert (besser so als wenn er von Marburg aus alle 1 bis 2 Tage runtergondeln muss mehrmals in der Woche, wenn wir öfter zocken) und Danny ließ sich überraschenderweise auch mal wieder Blicken. Ich hatte an dem Abend den Fehler gemacht zu Fuß runterzulaufen und so gab es natürlich reichlich Anlass uns einige Persico und Guinness in den Körper zu katapultieren. Wir zogen dann auch irgendwann weiter (ins Feinstaub), der Rest der Belegschaft zog ab oder blieb aus mangelnder Bewegungslust vor Ort. Im Feinstaub trafen wir dann auf Arthur und weitere Getränke, unter anderem Kaffee. Wir plauderten über dies und jenes, ließen uns noch ein paar Drinks zu viel kommen um dem Kaffee entgegenzuwirken und fackelten uns in einem obskuren Feuerwehrritual die Flossen beim Löschen des Drinks ab. Alles in allem, sehr geil. Jan musste danach zwar früh raus, aber nachdem er bei mir aus dem Küchenfenster die morgentliche Minaret-Gebetsstunde eingeleutet hat, verpasste ich ihm erstmal einen Kaffee, auf das er den Tag einigermaßen übersteht. War nötig. 
“Diese Abende gehen böse auf die Gesundheit, sind am Ende immer sehr kostspielig, aber trotz aller Kopfschmerzen am Morgen sind sie es doch eigentlich IMMER wert!”
— Phillipp auf die rethorische Frage warum ich mir sowas eigentlich immer wieder antue
Der Tag drauf lief einigermaßen gediegen – es galt ein paar Kleinigkeiten für Silvester selbst einzukaufen und vorzubereiten. Ich glaube ich hatte an dem Jahreswechsel noch weniger Lust mir Rum in meinen Mojito zu drücken als das letzte Mal und so blieb ich bei meinem Lieblingscocktail. Wir haben eine leckere Komposition aus verschiedensten Köstlichkeiten und einer wirklich beeindruckenden Menge an Raclette-Käse zusammengetragen und so rockte Silvester lecker und locker. Dieses Mal sind wir nicht mal raus zum ballern – war auch ganz gut so, dieses Jahr sind mir irgendwie zu viel Schund als Böller im Umlauf gewesen. Nicht daß ich ein moralisches oder akustisches Problem damit habe, wenn jemand einen Kanaldeckel sprengt oder sonstwas damit antut – aber solange ich mir kein Ticket nach Tschetschenien buche für Silvester, kanns mit den Krachern auch gediegener zugehen. Ich musste auch ein paar mal an die arme Choko denken wie die wohl an Silvester total verstört und verängstigt bei meiner Tante auf dem Sofa sitzt, zusammengerollt und schreckhaft. Aber gut, da muss man durch, auch als Hund ohne Haare.
[Vampire Handlung]
Wir machten also mit unserer Truppe das Mittelmeer unsicher, auf der Suche nach einigen Erzfeinden von dem ein oder anderen Char aus unserer Gruppe, und begegneten seltsamen Vampiren, die sich wohl für Nachkommen des Poseidon, der Aphrodite und des Hades hielten. Wir hielten unsere eigenen olympischen Spiele ab und stampften die Truppe ohne große Mühen in den Boden, bekamen dafür unser gekapertes Schiff zurück. Und ich glaube wir hatten auf unsere ganz verquere, absolut abartige und grenzwertig sadistische Art und Weise Spaß dran. (Für Vampire-Insider: Stellt Euch eine Toreador vor, die einem für sie nicht offensichtlichen Nosferatu vorschlägt einen Wettstreit der Verführung zu veranstalten. Wer zuerst an drei Nächten von dem anderen trinkt hat verloren. Ich nahm mit Freuden an – denn ich habe “Grip of the Damned” und “Foul Humors”. Ein Genuss wenn jemand nicht weiß worauf er sich einlässt. Clan der Schönheit.. pah!) Ein weiterer kleiner Segeltörn, einige Inseln später, trafen wir dann auf die die wir suchten und gaben uns dem großen Mysterium “Zeit” hin.
[/Vampire Handlung]
Herrliche Tage – tolle Gesellschaft, was will man von einem Jahreswechsel denn bitte mehr erwarten? Ich knipste dann den pünktlich zum neuen Jahr einsetzenden Schnee (am 31.12. gabs irgendwie keinen) und war froh, daß ich auch dieses Jahr um alle möglichen Parties drumrumgekommen bin, wo man nur den Zweck selbst zelibriert weil mans eben so gewöhnt ist.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Bilder des Jahreswechsels:
Tags: brothers, cheeno, cooking, die halle, everyday carnage, gigs, hier und dort, pics, quotes, rpg, zappbar | 1 Comment »
..about addiction to music. Cheeno waren wieder in der Gegend und ich sah daß ich meinen Hintern in die Halle schwang. Das Bild was sich mir bot war interessant. Zum einen war die Bühne jetzt vergrößert und versetzt worden, dahin wo der Merch-Bereich gestanden und die Tanzfläche gewesen war, zum anderen wurde die erste offizielle volltransparente Toilette Deutschlands hier installiert. Sie ist abriebfest, luft- und wasserdurchlässig und spart Strom, weil man sie nicht nur im Dunkeln nicht sieht.
Aber zurück zum Thema: als erstes standen Agrypnie auf dem Programm – das Black Metal Projekt des Sängers von Nocte Obducta – und ich wunderte mich zwar zunächst etwas über die Darreichungsform, aber nach einer Weile kam ich durchaus auf den Geschmack. Es wäre zwar nichts was ich mir ständig in die Rübe ballern würde, aber ich entdeckte, daß ich da stimmungstechnisch wie auch bei Agathodaimon in die selbe Kerbe schlug, wenn ichs hörte. Es war zumindest melodiös und nicht so langweilig wie ich es sonst von dem Genre gewöhnt bin, schon mal schön.
Nach einer kurzen Umbaupause waren Take a seat als nächste dran. Selbige wirkten etwas verloren und jugendlich und gaben klanglich etwas von sich, was mich an eine Mischung aus US-Crossover und [irgendwas]Core erinnerte, mit einigen Hardrocknroll einflüssen. Klang jetzt nicht voll verstimmt daneben, aber interessant und beeindruckend geht wirklich anders.
“Wann für mich eine Show gelungen ist? Wenn ich NICHT umgefallen bin und wenn ich nicht mit der Gitarre die Einrichtung demoliert hab!”
— Joey Siedl, Cheeno
Als Cheeno loslegte, gings zur Sache und ich merkte zum ersten mal einen deutlichen Soundunterschied der Bühne hier zu der Bühne zuvor. Sie begannen ganz klassisch mit dem Opener Ihrer aktuellen Scheibe und man sah ihnen an, daß sie an dem Abend verdammt viel Spaß auf der Bühne gehabt haben. Das merkte man nicht nur von den Ausflügen von der Bühne runter mitten im Song, sondern auch am eifrigen Gepose während der Soli. Jennie hatte sich die Haare mittlerweile einen Ton dunkler stehen lassen, was ihrem Charisma keineswegs abträglich war und ließ auch erkennen, daß sie was Stimmpower anging Fortschritte gemacht hat. Alles in allem, sauber, dreckig, in genau dem richtigen Mix und eine Menge Spaß für alle. Ja, selbst die Teenies in den Nocte Obducta Shirts waren irgendwann in Hüpf- und Feierstimmung. Ein toller Gig, ein schöner Abend – das nächste Mal kommt ganz bestimmt.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Videos des Abends:
Agrypnie – Auf den nackten Korridoren
Cheeno – 64 a.d.
Cheeno – Go
Cheeno – Floor No. 7
Cheeno – The Ruler
Bilder des Abends:


Agrypnie

Cheeno







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..wieder in der Halle, nur daß ich diesmal hin konnte. Das letzte Mal habe ich sie in Darmstadt im Steinbruch gesehen und ich muss sagen ich habe mich schon sehr darauf gefreut, vor allem, weil sie neues Material vorstellen wollten und Gerüchten zufolge das was kommen sollte durchaus saftig war. Die Vorband namens Concept Insomnia war vom Sound her zwar “ganz nett”, aber irgendwie haben die mich nicht wirklich umhauen können. Abgesehen von der Tatsache, daß wenn ich ein Keyboard die Melodie vorantreiben höre, ich auch erwarte eins zu sehen, hätte es der Bühnenpräsenz des nahezu klischeehaft studentisch-konservativ wirkenden Sängers nicht geschadet auch mal nach vorn zu sehen, wenn das Licht auf ihn zeigte. So Sachen findet das Publikum meist zumindest mal höflich.
“Nett. Nicht wahnsinnig erregend, aber nett.”
— Kaiser Nero, Die verrückte Geschichte der Welt
Was solls – ich war eh wegen den beiden anderen Bands da, vorwiegend wegen Everfest natürlich. :] Und sie kamen. Sie kamen, sahen und spielten. Die Klassiker von der Rising, die die meisten anwesenden kannten, aber auch was vom neuen Material, was durchdacht und kraftvoll nach der Handschrift dieser Band roch. Ob am Merch-Stand oder direkt vor der Bühne, die Leute hatten Spaß und es war eine schöne Stimmung. Was anderes wäre auch arg verwunderlich gewesen!
Zu Sencirow setzte der Halle-RMV-Sitzplatz Publikumsreduktionseffekt ein, zu dem ich schon so oft schrieb. Aber das änderte nichts, Sencirow krachten ordentlich – schnell, melodisch und unerbittlich schmissen sie mit Riffs um sich, die entfernt aber angenehm an Sodom, Iced Earth und andere Erinnerten. Ich war sehr zufrieden und ließ es mir auch nicht nehmen, die Nightmare Within mitzunehmen auf der meine beiden Favoriten auch zu finden sind (siehe unten). Nach dem Gig ist bekanntlich vor dem Gig, so kam ich auch endlich dazu mir die Karte für die Sabaton-Releaseparty inklusive Busfahrt vorzubestellen und zu blechen. Damit ist Ende Mai die “Art of War” schon mal fest geplant. Schöne sache das. Fazit: Geil, wie erwartet.
Videos des Abends:
Concept Insomnia – No Words
Everfest – Fire
Everfest – See me Rising
Sencirow – Demon inside
Sencirow – Palace of Bones
Bilder des Abends:
Das Vorabendprogramm

Die Halle

Merchandise


Concept Insomnia

Everfest


Sencirow


So viel zu einem weiteren der zahllosen glorreichen Abende in der Halle!
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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..in Frankfurt. Als ich davon hörte, daß King Leoric sich wieder in der Halle blicken lassen, wusste ich – da musst Du hin! Warum? Weil die live einfach einen unglaublichen Spaß machen und das was sie musikalisch zum Besten geben anders als True nur schwer zu bezeichnen ist. Mitsinghymnen und Songs zum Headbangen – Gitarren, die u.a. die Maidensprache sprechen und eine Power die tragend wie auch wegreißend zu gleich sein kann. Ich hab die Thunderforce gefressen gehabt und mir vor kurzem die Piece of Past dazugeholt. Aber gut – da sind der Worte zu viel. Wer sie nicht kennt, der sollte sie sich einfach mal live anschaun oder zumindest mal reinhören und selbst sehen.

Die erste Band des Abends mit dem Namen Cold Skin Burning haben wir uns nach meinem Drüberschauen über deren verfügbare Darbietung im Netz geschenkt. Die zweite Band waren Gripshift, eine Britische Crossovertruppe mit Weibsfront, die mir einen Tick zu “jugendlich” klangen für meinen Geschmack, vor allem My Reality war mir dann doch etwas zu weit ab von dem was ich hör. Nach einigen auf die Dauer ziemlich monoton klingenden Songs (muss wohl an der aneinanderreihung liegen), war dann auch King Leoric dran und begann diesmal ungewohnt chronologisch – sprich zuerst mit der bereits vorhin erwähnten Piece of Past und das ging dann irgendwann auf das Material über was ich schon kannte, unter anderem Stormclouds und natürlich Warrior’s Tune.


Es wurde getrunken, geheadbangt und gesungen, wie es sich gehört. Wie beim letzten Mal war Db0 wieder mit dabei, Krig hatte sich angekündigt aber ob einer gewissen Menge Äppler nicht mehr dort hingefunden.
“..and the other band, what was it called? Grapefruit?..”
— Db0, ich hab KEINE Ahnung worauf er da anspielt
Ich war durchaus zufrieden, ein super Abend wie man es von der Halle gewohnt ist – eine Woche später sollten hier Everfest auf mich warten, aber die Geschichte kommt sicher noch.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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..kündigte sich schon ewig an. Nach der üblichen kleinen Werbetrommel versammelten sich auch so einige zu dem Dragonsbreath II in der Halle, wie fast ein Jahr zuvor, aber diesmal mehr Leute wie es schien. Den Abend eröffneten Ira Tenax mit einem soliden, manchmal eine Spur zu langsamen, aber durchaus atmosphärischen Sound. Die Stimme gab dem ganzen das gewisse Etwas und obwohl ich an einigen Stellen wünschte es würde Geschwindigkeitsweise mehr zur Sache gehen, kann man sich durchaus nicht beklagen, weger über die gelungene Leistung der Band, noch über die Soundmische an sich, die heute wohl wieder besser zu sein schien als bei dem letzten Konzert hier. Das einzige was ich an dieser Location auszusetzen habe, ist die Tatsache daß man bequem aus der fünften Reihe alles sehen kann und nur wenige die Gemütlichkeit aufgeben ihren Allerwertesten zu erheben und vorn richtig mitzumachen – aber gut das scheint abhängig zu sein von dem Gig, der Uhrzeit und Stimmung.

Nach der ersten Band, war Raised Banner auf dem Programm, die eine sehr untypische und teils schon fast als progressiv zu bezeichnende Heavy-Musik zum besten gaben. Sehr interessant waren dabei die stimmlichen Komponenten, da der Schlagzeuger Black-Metal-artige Screams von sich gab und die beiden Jungs vorn, einer tief und einer hoch, das ganze vielseitig gestaltet haben.
“Mögt Ihr Wikinger? Ja? Wir nicht! Und deshalb ist das nächste Lied über Sarazenen und Babylonier..”
— Life-Permit-Ansage zur Verwirrung
Das einzige, was nicht wirklich glatt runterging wie Öl, waren die Breaks die eingebaut waren. Wenn man mehrere Stile kombiniert und das ganze als Gesamtwerk betrachtet, sollte eine gewisse Schlüssigkeit wie auch Harmonie präsent sein, von der leider nur wenig zu merken war. Es war teils sehr Chaotisch, vielleicht nicht schlecht, aber zu unruhig für meinen Geschmack. Einen kurzen Überblick gibt “The Scar I Wear” , “Prisoner of Love” und “Life Permit”.

Als dritter Act folgte die deutlich härtere Stufe des Tagesplans in Form von ziemlichem Unheil. Die hatten trotz einiger Besetzungsverschiebung wegen Schlagzeugerausfall ganz ordentlich losgerümpelt und ließen keinen Stein auf dem anderen. Da sie auch ihre eigene kleine Fangemeinde mitgebracht hatten, flogen vorne zu chaotischer, wenn auch durchaus nicht monotoner Soundbrutalität Haare in entsprechender Menge. Der Sänger wirkte eindeutig als wär er geistig über das Stadium “Abgefahren” schon hinaus, was dem ganzen showtechnisch auch durchaus die Krone aufgesetzt hat. Spielerisch kann ich mich da zwar nur schlecht reindenken, weil das nicht ganz meine Welt ist, aber um es mit den unsterblichen Worten von John Crispy zu sagen: Es klang als sollte es sich genau so anhören. Kurzum, hart, abgefahren und durchaus vielstilig, wenngleich das auch nichts ist, was ich mir auf Dauer hörtechnisch fahre.

Nach dem Klangteppich des Unheils kam Torian auf die Bühne. Sehr klassischer, Liederweise elementorientierter Powermetal wie er sich gehört. Eingängige Riffs, gute schnelle melodische Parts und gute Laune. Sehr schade find ichs an solchen Momenten dann halt, wenn die Leute ihre müden Hintern auf den Bänken und Stühlen lassen, auch wenn ihnen die Musik gefällt. Ich käm mir als Musiker blöde vor, aber zum glück sind ja nicht alle Leuts hier so gewesen. Und Torian hat mit dem entsprechenden Vorbild gedient, die wirkten wesentlich wacher und motivierter als so manche Band, die auf dieser Bühne schon gestanden hat. Und wackelten mit der Haarpracht.
“Hey – wir machen einen Deal: Wir kamen die 300 km hierher um zu spielen,
ihr kommt jetzt die drei schritte vor, wär das was?”
— Marc motiviert die Leuts
Nungut, nachdem einige mehr sich vorgewagt hatten gings auch gleich weiter zur Sache. Ich kann mir nicht helfen, aber der Haarschopf von dem Sänger erinnerte mich immer wieder an Fluffy Joe, wobei die Gestalt vor mir auf der Bühne wohl etwas vertikaler gewesen ist. Nach ein paar sauber hingelegten Tracks folgte dann auch mal ein wenig Material mit dem ich auch von der Seite her vertraut war, nämlich Icefall. Alles in allem war es eine runde Sache, wenn man auch definitiv ein Fable für europäischen Powermetal haben sollte, um sich bei dieser Band richtig wohlzufühlen.

Aufgrund verschiedener Umstände, war es für mich nicht mehr möglich, mir noch Fierce anzuschauen, schade eigentlich – ich bin aber sicher sie haben ihre Sache in gewohnter Qualität abgeliefert. Alles in allem war auch seitens des Veranstalters das Ereignis ein Erfolg, mehr Leute als das mal zuvor und eine gutes, gemischtes Billing, so daß eigentlich alle Beteiligten zufriedenen Geistes heimwärts konnten als das Spektakel beendet war. Ich freu mich schon aufs nächste und bin mal gespannt, was es da an Bands geben wird.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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