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The russian Art of Drinking..

May 10th, 2010

..Wodka. Die Russen stehen ja immer in dem Ruf ordentlich Wodka zu trinken. Das mag zwar schon richtig sein, aber was dabei völlig untergeht, ist die Tradition des “Zakusyvat’” – also des Zubeißens. Aber “zu” im Sinne von “hinzu” oder “dazu”. Was also gibts typischerweise zu beißen, wenn man einen am Heben ist? Sehr typisch ist die Leberwurstschnitte, das Käsebrot, Sprotten, eingelegte Gurken oder ähnliches. Das alles hat zum einen den Effekt, daß es zwar in den Kopf geht aber nicht auf den Magen schlägt, zum anderen ist – wenn der Wodka nicht der allerbesten Premiumqualität ist – der Abgang nicht so ätzend wie man es von dem Fuselzeug manchmal kennt. Wenns etwas dekadenter werden soll, experimentiert man hin und wieder mit den passenden Häppchen. Reichhaltig und wenn möglich Salzig sollten sie sein. Man hebt einen Kurzen (“Stopka” = Stapel, früher typischerweise 100g, heute mittlerweile nicht mehr ganz so viel, damit man in einem Zug alles leer bekommt und sich nicht dabei der Magen aufbäumt) und beißt direkt und ohne Umschweife zu.

Was ich Euch jetzt hier empfehle geht als Brotaufstrich durch, am besten auf einem Kanten Weißbrot, mit etwas Butter. Ein Klassiker, den ich wieder von meinem Opa geklaut hab.

Dorschleberpastete
200g Dorschleber
1/2 Zwiebel (weiß)
1 Ei
Salz
Pfeffer

Phase I: Die Dorschleber aus der Dose befreien und abtropfen lassen. Das Ei hart kochen und die Zwiebel superfein hacken.

Phase II: Das hartgekochte Ei in winzige Würfel schneiden und mit der Zwiebel vermischen.

Phase III: Die Dorschleber hinzugeben, salzen und vor allem nachpfeffern. Mit einer Gabel die Leber zerdrücken und gut vermischen.

Fertig.

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Die beste Pilzsuppe..

March 9th, 2010

..die ich je gegessen habe, macht mein Großvater Ilya. Da ich das nach so vielen Jahren auch endlich mal lernen wollte, haben uns heute Mittag in die Küche gestellt und einfach losgelegt. Und weil das so lecker ist, halt ich mit dem Rezept auch nicht hinterm Berg:

Zutaten (für 2 L Topf):
25 g getrocknete Steinpilze - oder - 300 g frische Champignons
1/2 Tasse Perl Graupen (mittelgroß)
3-4 Kartoffeln
1/2 Karotte
1/2 Zwiebel
1/2 Tomate
1 Brühwürfel Gemüsebrühe
3 EL Öl, etwas Salz, einige Pfefferkörner, Lorbeerblätter

Phase I: Getrocknete Steinpilze und Graupen 2 h in reichlich Wasser einweichen (bei den Graupen reicht es die halbe Tasse mit Wasser aufzugießen). Kartoffeln, Zwiebel, Tomate & Karotte Schälen und in kleine Würfel schneiden.

Phase II: Die aufgeweichten Pilze und Graupen in einem Topf zum Kochen bringen. Die Pilze aus dem Topf fischen und mit den Zwiebeln zusammen in einer Pfanne anbraten, danach Tomate hinzufügen. Die Karottenstücke und die Kartoffeln in den noch immer heißen Topf mit den Graupen geben und dort auch den Brühwürfel versenken.

Phase III: Den Pfanneninhalt in den Topf einrühren und genug Wasser hinzugeben, bis ca. 2 L erreicht sind. Würzen und Lorbeerblätter, sowie Pfefferkörner hineingeben. Auf mittlerer Flamme 15-20 Min kochen lassen, Wenn die Kartoffeln durch sind, ist die ganze Suppe fertig.

Fertig!

Hier ein paar Schnappschüsse von vorhin:



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2010 stand vor der Tür..

February 10th, 2010

..und es wurde gebührend begrüßt. Begonnen hat alles einige Abende vor Mittwinter, dem kürzesten aller Tage. Vio und Kosta hatten geladen bei ihnen fürstlich zu speisen und Cheeno war an dem Abend auch in der Halle angesetzt. Also erst das eine, dann das andere, dann wieder das erste. Einige Küchenvorbereitungen mitansehen, gemütlich Quatschen und ein paar nette Päckchen überraschen.

“Hey, vorhin kam ein Paket für Dich. Ich glaube es ist ein Wecker oder eine Uhr, es tickt nämlich. Hier..”
— Aus den berühmten “letzten Worten von Cyberpunk-Charakteren”

Danach ging es über die zugeschneite Straße in die Halle – Paul DiAnno war angesetzt und Cheeno begleiten ihn als Vorgruppe. Soweit, sogut. Zugegeben, die klassischen DiAnno hörer sind jetzt nicht gerade dafür bekannt ein offenes Ohr für nicht-klassische-Stücke einer Band zu haben, die noch keine Jahrzehnte alt ist, daher kann man sich vorstellen, daß die Begeisterung für Jenny, Joey und Co sich in Grenzen hielt. Schade eigentlich, ich mochte das neue Material und hab mir direkt auch die Auskopplungsscheibe von ihnen mitgenommen die wohl nirgends sonst zu haben war. Leider hatten sie nicht ihren eigenen Tontechniker dabei, also kams an der Abmischungsfront wieder zum Knatsch, letztes Mal wars irgendwie runder. Schön wars dennoch!

“Later in the evening as you lie awake in bed, with the echoes from the amplifiers ringin’ in your head..”
— Bob Seger, Turn the Page

Also zurück zur Party und in gemütlicher Runde lecker Zeugs vertilgen. Mutierte Gans und unmutiertes Kraut. Zumindest wurde mir das so erklärt.. Ja, lecker wars – sehr sogar! Da allerdings ein Großteil der Anwesenden am Tage drauf arbeiten musste, zog sich die Aktion auch nicht bis in die Nachtstunden und so konnte ich mich zuhause noch ein wenig dem naggich-Küche-putzen widmen, da mir am 21. – am Feiertag selbst also – auch Gäste ins Haus standen. Es gab ein paar Leckereien vorzubereiten, einiges an Kerzen anzuzünden und diverses Räucherwerk der Raumluft zuzuführen. Also klasse Stimmung, untermalt mit Damh the Bard und Hagalaz Runedance und diversen leckeren Getränken aus der eigenen Produktion.

[Shadowrun Handlung]
Am Donnerstag gab es eine Runde Weihnachts-Shadowrun. Eingesperrt in einem gigantischen Einkaufszentrum in dem ein entflohener Knacki, seineszeichens Rigger, die hausinternen Sicherheitssysteme benutzt hat um ein Massaker anzurichten. Unter dem Codenamen “Der Weihnachtsmann” verteilte er großzügig explosive Geschenkpäckchen. Bones, auch bekannt als Bob Jones, sowie einige semikriminelle Prommis (darunter eine Giftmischerin und ein wahnsinnig gewordener Sprengtechniker) und eine Cyberpuppe die einen auf Doc machte, versuchten also primär zu überleben, sekundär den Übeltäter zu stellen und tertiär sich nicht mit dem MMVV anzustecken. Letzterer war übrigens die Hyperinkubations-Variante, die einen innerhalb von wenigen Minuten in einen Ghul verwandelte. Ekelhaft und alles andere als Munitionsschonend. Nun, nach einem einzigen Alptraum voller Blut, Eingeweiden, reparierten Cybergliedmaßen, handzerlegten Watchdog-Drohnen und aus der Wand gerissenen Selbstschussanlagen, Leichen und Rolexuhren aus Tresoren, angenagten Wachleuten und einem kleinen Bogenschießwettbewerb hatten wir dann 250.000 NuYen pro Nase verdient und “Santa” saß hinter Schloss und Riegel. Geschieht ihm recht, wenn man überlegt, daß er versucht hat uns Haftminen in die Kleidung zu kleistern (und es bei einigen sogar hinbekommen hat). Zweie konnten ihren Tod noch vortäuschen und waren ihren miesen Ruf losgeworden – na wenn das kein Bonus ist!
[/Shadowrun Handlung]

“Es tut einen Schlag, die Druckwelle reißt Euch alle von den Füßen, irgend ein feiner Staub rieselt von oben auf Euch.. Stille. Hinten in der Ecke fliegen ein paar Trümmer locker beiseite, Jack steht auf und spuckt ein paar Zähne und grinst:’Boah war das geil, das machen wir gleich nochmal!’”
— Die Spielleitung beschreibt eine typische Szene des Abends

Die Tage darauf waren eine Mischung aus Vampire, noch mehr Shadowrun, gutem Essen, Verwandtschaftsbesuchen und seltsamen eMails. Jan hatte am 27.12. Geburtstag gehabt und wir nutzten die Gelegenheit zum letzten Mal in diesem Jahr in der Zapp einzukehren – diesmal in noch vollerer Besetzung als gedacht, Phillipp war über den Jahreswechsel bei mir einquartiert (besser so als wenn er von Marburg aus alle 1 bis 2 Tage runtergondeln muss mehrmals in der Woche, wenn wir öfter zocken) und Danny ließ sich überraschenderweise auch mal wieder Blicken. Ich hatte an dem Abend den Fehler gemacht zu Fuß runterzulaufen und so gab es natürlich reichlich Anlass uns einige Persico und Guinness in den Körper zu katapultieren. Wir zogen dann auch irgendwann weiter (ins Feinstaub), der Rest der Belegschaft zog ab oder blieb aus mangelnder Bewegungslust vor Ort. Im Feinstaub trafen wir dann auf Arthur und weitere Getränke, unter anderem Kaffee. Wir plauderten über dies und jenes, ließen uns noch ein paar Drinks zu viel kommen um dem Kaffee entgegenzuwirken und fackelten uns in einem obskuren Feuerwehrritual die Flossen beim Löschen des Drinks ab. Alles in allem, sehr geil. Jan musste danach zwar früh raus, aber nachdem er bei mir aus dem Küchenfenster die morgentliche Minaret-Gebetsstunde eingeleutet hat, verpasste ich ihm erstmal einen Kaffee, auf das er den Tag einigermaßen übersteht. War nötig. ;)

“Diese Abende gehen böse auf die Gesundheit, sind am Ende immer sehr kostspielig, aber trotz aller Kopfschmerzen am Morgen sind sie es doch eigentlich IMMER wert!”

— Phillipp auf die rethorische Frage warum ich mir sowas eigentlich immer wieder antue

Der Tag drauf lief einigermaßen gediegen – es galt ein paar Kleinigkeiten für Silvester selbst einzukaufen und vorzubereiten. Ich glaube ich hatte an dem Jahreswechsel noch weniger Lust mir Rum in meinen Mojito zu drücken als das letzte Mal und so blieb ich bei meinem Lieblingscocktail. Wir haben eine leckere Komposition aus verschiedensten Köstlichkeiten und einer wirklich beeindruckenden Menge an Raclette-Käse zusammengetragen und so rockte Silvester lecker und locker. Dieses Mal sind wir nicht mal raus zum ballern – war auch ganz gut so, dieses Jahr sind mir irgendwie zu viel Schund als Böller im Umlauf gewesen. Nicht daß ich ein moralisches oder akustisches Problem damit habe, wenn jemand einen Kanaldeckel sprengt oder sonstwas damit antut – aber solange ich mir kein Ticket nach Tschetschenien buche für Silvester, kanns mit den Krachern auch gediegener zugehen. Ich musste auch ein paar mal an die arme Choko denken wie die wohl an Silvester total verstört und verängstigt bei meiner Tante auf dem Sofa sitzt, zusammengerollt und schreckhaft. Aber gut, da muss man durch, auch als Hund ohne Haare.

[Vampire Handlung]
Wir machten also mit unserer Truppe das Mittelmeer unsicher, auf der Suche nach einigen Erzfeinden von dem ein oder anderen Char aus unserer Gruppe, und begegneten seltsamen Vampiren, die sich wohl für Nachkommen des Poseidon, der Aphrodite und des Hades hielten. Wir hielten unsere eigenen olympischen Spiele ab und stampften die Truppe ohne große Mühen in den Boden, bekamen dafür unser gekapertes Schiff zurück. Und ich glaube wir hatten auf unsere ganz verquere, absolut abartige und grenzwertig sadistische Art und Weise Spaß dran. (Für Vampire-Insider: Stellt Euch eine Toreador vor, die einem für sie nicht offensichtlichen Nosferatu vorschlägt einen Wettstreit der Verführung zu veranstalten. Wer zuerst an drei Nächten von dem anderen trinkt hat verloren. Ich nahm mit Freuden an – denn ich habe “Grip of the Damned” und “Foul Humors”. Ein Genuss wenn jemand nicht weiß worauf er sich einlässt. Clan der Schönheit.. pah!) Ein weiterer kleiner Segeltörn, einige Inseln später, trafen wir dann auf die die wir suchten und gaben uns dem großen Mysterium “Zeit” hin.
[/Vampire Handlung]

Herrliche Tage – tolle Gesellschaft, was will man von einem Jahreswechsel denn bitte mehr erwarten? Ich knipste dann den pünktlich zum neuen Jahr einsetzenden Schnee (am 31.12. gabs irgendwie keinen) und war froh, daß ich auch dieses Jahr um alle möglichen Parties drumrumgekommen bin, wo man nur den Zweck selbst zelibriert weil mans eben so gewöhnt ist.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Bilder des Jahreswechsels:

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Je mehr sich ändert..

December 10th, 2009

..desto weniger bleibt gleich. Ich habe vor ein paar Tagen den Umstieg von WinXP auf Win7 gewagt und zeitgleich meine 9.04er Kubuntu auf 9.10 aufgewertet. Win7 ließ sich problemlos installieren, aktivieren und updaten, war auch nicht anders zu erwarten – so lange wie MS sich schon mit Installationsroutinen, Aktivierung und Updates befasst, hätte mich alles andere enttäuscht. Doch dann kam das Grausen. Das Grausen kam heimlich, still und leise. Und blieb. Es war einfach nicht mehr möglich der Maschine einen Ton zu entlocken, egal was ich versuchte – sie blieb still. Natürlich hatte sie für den HDMI-Ausgang die aktuellen Treiber runtergeladen (so automatisch, wie man es eigentlich nur von Linux gewohnt ist), beschwerte sich dann aber, daß meine Lautsprecher nicht angeschlossen waren. Nun – das waren sie auch nicht. Nicht am HDMI. Ich hab ein 5.1-System hier, ganz klassischer Natur, aus dem Hause Teufel – alles funktioniert und bei der Linuxinstallation lief der Sound out-of-the-box. Also kein Kabelfehler, kein Anschlussfehler – nein, schlicht ein Missverständnis zwischen meinem OS und der Hardware. Und das sagt uns: Die Treiber sind schuld!

Wie nach jeder Winstallation muss man die AC97 Treiber von Realtek draufschmeißen, sonst läuft da garnichts. Da hängen die also auch hinterher. Können die denn nicht wenigstens RICHTIG klauen, wenn sie es schon so offensichtlich tun? Wie auch immer – ich besorgte mir die aktuellen Treiber, packte sie aus – und wie man so oft beim Auspacken feststellt – ist nicht das drin was man erwartet hat. Denn anstatt einem kompatiblen Treiber, signiert und zertifiziert, musste ich mich mit Realteks ZIP-Päckchen und Setup.exe begnügen die dann auch gleich begonnen hat bei Windoof einen Treibersignaturfehler zu verursachen. Das alleine ist ja nicht so schlimm, aber WAS ABSOLUT NICHT ANGEHT (!!!!1!11!!) ist, mit zwei riesige Buttons unter die Nase zu setzen: Auf dem einen steht “Dann lieber nicht” und auf dem anderen “Ist mir wurscht”. Und wenn man auf den zweiten klickt – dann passiert GARNICHTS! Verdammt – ja, die haben in ihrem neuen Flaggschiff, ihrer Thronerbin unter den MS-Systemen, einen verdammten Knopf der so dick ist wie mein Handy und wenn man draufdrückt geschieht NICHTS..! Rein Garnichts! Die beiden tauchen einfach so lange wieder auf bis man den anderen drückt. ARGH!!!

Aber gut – abregen und Lösungen suchen. Probiert die Settings über gpedit.msc zu editieren, da die Treiberwarnung zu deaktivieren -> nichts passiert, trotzdem wieder das selbe. Nächster Ansatz war, mit dem “bcdedit /set loadoptions DDISABLE_INTEGRITY_CHECKS” im Admin-Mode in der Konsole (wieso auch immer die das so kompliziert machen mussten) einzugeben – das hätte bei Vista geklappt, bei Win7 angeblich auch – aber Fehlanzeige! Der nächste Versuch zielte auf die F8-Bootoption ab ohne Treiberchecks das System hochzufahren und dann zu installieren. Und ratet mal?! Richtig. NICHTS!!! Relativ frustriert, daß ich nicht doch ein halbes Stündchen Gothic 3 vorm Schlafengehen zocken konnte, loggte ich mich wieder in mein Lieblingsbetriebssystem und ärgerte mich zum zweiten Mal an dem Tag über meinen fehlenden Amarok.

An sich ist natürlich – vor allem bei freien Projekten – nichts dagegen zu sagen, wenn ein Entwicklerteam die Arbeit am 1.4er einstellt und sich fieberhaft auf die 2.2.1er Version einschießt. Hätte das mal gefruchtet. Der Amarok 2 den ich hier getestet habe war z.T. noch schlimmeren Zustandes als kurz nach dem RC. Ich frage mich, warum es nicht möglich war einfach ein .deb-Paket irgendwo ins Netz zu schmeißen mit dem alten 1.4er, solange der neue Audiowolf nicht in der Lage ist ID3-Tags und Audiobibliotheken richtig zu erfassen, stabil Playlisten wiederzugeben und all den anderen Kram zu tun, den ein Audioplayer eben so machen sollte. Als ich mich im Amarokforum umgeguckt hab, gab es zu dem Thema nur 2 Antwort-Arten seitens Entwickler. Das eine war ein “Was willst Du denn, bei mir geht doch. Nein, wir wollen mit dem alten nix machen.” und das andere ein “Aha, wo genau, welche Fehlernummer, welche Distribution hast Du, benutzt Du KDE, wenn ja – welchen genau?” – und ich muss zugeben, für frustrierte User die gerade die Xte nur schleppend und scheppernd funktionierende Version ihres Lieblingsplayers versuchen zum laufen zu bekommen ist die Art von Antwort nicht gerade hilfreich. Als ob die Unterschiede zwischen 9.04 und 9.10 so gigantisch und unüberbrückbar wären mit einem Dutzend Codezeilen und nem “make” Befehl.

Wie dem auch sei, ich habe mich entschlossen wieder auf die 9.04er umzusatteln. Es bringt nichts, Fortschritte zu ergreifen und zu forcieren und auszuprobieren, wenn man noch nicht ganz klar hat warum und vor allem was für einen praktischen Sinn das haben soll, wenns einem Nachteile verschafft. Gruß an Tzench an dieser Stelle. Warten wir es ab, vielleicht gibts bald wieder was, was einen aus den Socken haut aber bis es soweit ist hab ich lieber ein System auf das ich mich verlassen kann und das wenig Schnickschnack hat. An der Stelle hab ich auch mal kurz mit dem GNOME geliebäugelt, den ich ja von meinem Netbook aus kenne – aber das ist mir dann fürs alltägliche dann doch zu weit von meiner Arbeitsroutine entfernt. Genauso wie ich mich mit den Einschränkungen und der mangelnden Übersichtlichkeit in Win7 nicht wirklich anfreunden werde um täglich damit arbeiten zu müssen (von wollen kann da keine Rede sein – dafür bin ich nach mittlerweile über zwei Jahren Linuxerei schon zu weit entfernt.

Edit: Ich hab es – wie es mir Linux nahelegte – mit den C-Media Treibern probiert und das hat irgendwie dazu geführt, daß ich jetzt Sound habe. Das macht das ganze an sich nicht wesentlich besser, aber wenigstens kann ich die Version für das nutzen für daß ich wollte: zocken, wenn ich mal bock hab.

Übrigens, ein leckeres Rezept für ein Festmahl zwischendurch: Hähnchenfilet-Röllchen in Kräutersahnesoße. Das war sogar so lecker, daß ich es erst gegessen habe und dann feststellte “Mensch, das hättest Du aber auch abknipsen können, so hübsch wie das war!” Das ganze bedarf natürlich etwas Vorbereitung, ist aber vom Aufwand weniger als es sich beim Lesen vermuten lässt. Man braucht zu allererst:

- 450 g Hühnerbrustfilet
- 300 ml Schlagsahne
- 10 Scheiben Schwarzwälder Schinken
- 2 Tassen Basmatireis
- 3 EL Olivenöl
Gewürze (8:6:4:2:1)
- ganze Meersalzkristalle
- Pfefferkörner
- Thymian & Rosmarin
- Knoblauch

[ Phase I ]

1. Filet in 10 ca. gleichgroße Streifen schneiden
2. Gewürze in einem Mörser vermengen und zermahlen
3. Sahne in eine Schüssel geben und Gewürze einrühren
4. Filetstücke in der Soße versenken & für 5-6 h ziehen lassen

[ Phase II ]

1. Die Schinkenscheiben auslegen und die Filetstreifen einrollen
2. Den Reis zubereiten (Standardprogramm, Reis zu Wasser 1:2)
3. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen
4. Eingewickelte Filetstücke bei leichter Hitze (50%) im Wenden braten

[ Phase III ]

1. Wenn das Geflügelfleisch durch ist, Hitze drastisch erhöhen bis der Schinken leicht kross wird
2. Dann die Sahne mit den Kräutern darübergeben und Hitze wieder senken
3. Nach wenigen Minuten die Filetstreifen auf dem Reis anrichten und mit Soße übergießen.
4. FERTIG!

Getränkeempfehlung:

Ein trockener Weißwein, aber nicht zu leicht oder ein Portwein, wenn man das Aroma des Schinkens besser betonen möchte. Nichtalkoholische Alternative wäre ein leicht gezuckerter gekühlter Hibiskustee (Karkadeh/Ägypten) mit einigen Eiswürfeln und einer dünnen Zitronenscheibe.

Ich wünsche guten Appetit!

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The Journey continues..

July 23rd, 2008

..to the far north. Nachdem ich mit dem RockHarz soweit durch war, die Truppe sich wieder gen Süden aufgemacht hatte und ich den Kurs Richtung Hamburg ansteuerte, begann für mich die nächste Etappe meines Urlaubs. Irgendwann um den frühen Nachmittag kam ich letztlich in der legendären Hafenstadt an und habe auf den letzten 20 km so lang gebraucht wie von Osterode bis hoch nach HH. Wenigstens ballerte die Sonne nicht vom Himmel als wir da so im Stau standen und die Dänen entpuppten sich als kulante und zuvorkommende Autofahrer. Ich machte erstmal bei Maleika halt, wo ich zunächst auch blieb bis ich am nächsten Tag zu Thorstein weiterzog. Es gab herrlichen Auflauf, leckeres komisches Zeug aus viel zu kurzen Gläsern und gute Musik aus dem Randomizer. Sonntage sind so herrlich ruhig.

Am nächsten Morgen setzte ich die Reise nach einiger Verwirrung fort, so gedachte man sich in Neumünster zu treffen zwecks Einkauf. Kaum waren Th. und meine Wenigkeit vor Ort, ging der Alptraum aller Kassierer und Kunden wieder von vorn los, die Suche nach dem Black Fungus hatte uns wie auch letztes Mal viel Freude bereitet und beladen mit einem Alu-Klapptisch, einem Grillfass und anderen wirklich seltsamen Sachen kamen wir schlussendlich aus dem Einkaufszentrum, nachdem wir das Personal samt Kundschaft von unser beider geistigem und garstigem Unfug haben starr stehen lassen.

Die nächsten Tage waren gefolgt von endlosem Rezitieren des Ziegenliedes aus “Die Rotkäppchenverschwörung” dicht gefolgt von einer Menge enorm feiner Gesöffe und wunderbar marinierter Nahrung. Wir haben uns da festivaltechnisch etwas .. überausgerüstet, könnte man sagen. Zu unseren Hauptmahlzeiten zählte unter anderem Lachs in Dillrahmsoße, in Noriblättern – dazu eine Pilz-Nudelpfanne vom Grill, Rindsteak aus der Hüfte in Rotwein-Thymian eingelegt und magere Schweinerückenmedallions in Majoran, Sahne und Asgaard-Bier Marinade. Die Käsenudelpfanne und Champignons gefüllt mit Kräuter- und Knoblauchbutter gehören da natürlich dazu. Dekadent. Einfach nur Dekadent.

Die Nudelmaschine (so ein Ding hol ich mir jetzt auch!), das hausgemachte Knoblauchöl, die Fetagefüllten Frikadellen.. alleine vom Auflisten der Sachen die wir in wenigen Tagen verputzt haben kann man zunehmen. ;) Einfach nur lecker. Aber was will man erwarten, wenn ein Profikoch und ein Hobbykoch sich zusammensetzen und die Frage bearbeitet wird was auf den Tisch kommen soll? So lässt es sich entspannen. Das ist Urlaub. Und nebenbei die Ausrüstung zusammentragen für den anstehenden Soundsturm namens H:O:A. Aber dazu später mehr.

Bilder der Abende:


Einkaufsbummel

Unfug in der Küche



Lecker, Ruhmreich, nicht zu schlagen! Irgendwann werd ich die Rezepte die wir für unsere Leckereien hier hatten mal niederkritzeln, aber ich glaube dafür müssen einige erstmal ausreifen (bin beim Lachs bei der MK III angekommen und noch ist kein Ende in Sicht). ;)

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Unser Stahl ist frei von lebensverlängernden Zusatzstoffen und die mit ihm hergestellten Rückstände sind zu 100% biologisch abbaubar.
 
“The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.”
--- William Shakespeare ---