..once again! Nach langer Zeit endlich mal dazu gekommen – der Bericht vom Trip in den Norden. Anlässlich des H:O:A 2009 ging es wie letztes Jahr ein paar Tage vorher in die Küstenregionen. Erster Zwischenstop war Hamburg, wo ich nach einigen Wirren per Navi dann doch meinen Weg zu Christin fand. Wir kochten wie geplant und improvisierten einige Mojitos, quatschten und hörten mehr oder minder laute Musik. Ist schon lustig, wenn man sich Jahre vom Tippen via ICQ kennt aber eben noch nicht persönlich und auf ein Mal ist man da und hat das Gefühl man würde den anderen nicht zum ersten Mal sehen, sondern schon öfter gesehen haben. Ich mag Hamburg, ich mag die Luft, ich mag die Leute, Straßen, Gebäude.. es ist schön.
Nächster Stop war dann etwas längerer Natur. Wie auch letztes Jahr überfielen wir den real,- unweit von Thorstens Kaff. Nur diesmal hatten wir Verstärkung dabei und der Wahnsinn nahm igelartige Züge an, die Verkäufer schauten doof aus der Wäsche und wir entdeckten immer neue Absurditäten die wir uns nicht entgehen lassen wollten. Natürlich durfte bei dieser Gelegenheit unsere SPAR WARS Action nicht fehlen, genausowenig wie die Schaumstoffsäbel und -schwerter. Die folgenden Tage waren sehr abgefahren. Ich schaffte es mir einen Lachmuskelkater einzufangen, wir zockten Munchkin bis zum Morgengrauen und vernichteten dabei etliche White Russians und Mojitos. Das Epic-Set von Munchkin rockt eigentlich, aber dafür braucht man einiges an Zeit und Spielern, so zog sich auch so manche Partie sehr viel länger als erwartet. Musik, Verkleidungseinlagen á la Manowar (mit Fell, Leder, Schwertern und allem möglichen Gedöns), nette Rezepte und lustiges Zeug aus der Küche – was will man mehr?
Thorsten hatte sich einen alten Post-Bus zugelegt und ihn mit Lack ausm Baumarkt, etlichem Werkzeug und Bastelmühe in einen Festival-Wohnbus verwandelt. Dieser hatte von einem Gewürzregal bis zu einer Besteckschublade alles an erdenklichem Komfort. Dumm nur, daß er in den Regentagen vor dem Festival es geschafft hatte, sich eine halbe Reifenetage tieferzulegen und nicht mehr rauskam. Wir haben nichts unversucht gelassen ihn wieder herauszuziehen, aber das hat alles nichts geholfen. Bis dann die ganz schweren Geschütze aufgefahren wurden und den Garten in ein Schlachtfeld verwandelten. Aber gut, los heißt los. Wir sind losgefahren und kamen ohne größere Zwischenereignisse auf dem Battleground an.
Der Regen gab uns den Rest. Also fast. Überall tropfte es durch die Plane, es bildeten sich Pfützen wo man nur hintrat und man brauchte kein Hellseher zu sein um zu erraten, daß es nicht lange dauern würde bis man unser Camp als Matschloch wahrnehmen könnte. Aber es gibt ja bekanntlich NICHTS was Tape und Alufolie nicht beheben können, also machte ich mich an die Arbeit diesen Unfug zusammenzubasteln, den die an normalen Hausdächern auch haben. Konnte ja schließlich nicht einfach mal so ein paar Zementmeter verlegen.
Was die Gigs angeht, sind mir vor allem Vicious Rumors und Manilla Road im Gedächnis geblieben. Piledriver waren natürlich auch sehr geil, wobei ich mir habe sagen lassen, daß sie ihre Besetzung umgestaltet hätten (was sich auch in den Kostümen niederschlug) – aber gut, besser so als wie die Gerüchteküche zu unserer Ankunft schon drohte – daß sie nämlich nicht Spielen. Ich könnte jetzt hier lang und breit auf die unzähligen kleinen Momente des Festivals eingehen, Thorstens Begegnung mit der Lampe, die getränketechnisch abgefahrenen Maßnahmen an Likören und so weiter – aber ich glaube ihr könnt Euch das ganz gut vorstellen, oder? Nun, wir taten dort das was wir auf jedem Festival taten und waren wie immer erschreckend gut darin.
Das eindrucksvollste jedoch, was wir NICHT wie auf jedem Festival, sondern nur auf dem H:O:A machen ist die gute Küche mitzunehmen. Ich erinnere mich noch an den erstaunten Blick eines Metalheads, der auf der Suche nach Honig für den Tee und die Halsschmerzen seiner Lady bei uns fündig geworden war. Und den Blick den er hatte, als wir noch die Thymian-Tinktur auspackten. Wie es aussieht, sind wir wohl wirklich etwas überdurchschnittlich ausgerüstet. Aber back to the kitchen.. :] Ich habe ja leider meine Kühltruhe total vergessen, die steht noch immer im Keller rum und tut nix. Macht aber nix, hinderte uns nicht im geringsten alles aus dem Ärmel und auf den Grill zu zaubern, was wir uns nur ausdenken konnten.
Das Essen war ne Wucht, die Mucke ließ die Erde beben und alles in allem, waren das sehr glorreiche Tage. Einige haben (verdienterweise) mit einer Schaumstoffwaffe oder Fliegenklatsche ein paar gepaddelt bekommen – aber das ist ja alles im Rahmen des Programms. Der Fliegenfänger, den Thorsten übrigens an der Decke installierte eignete sich besser als Fliegenhalter – oder fing zu späterer Stunde dann tatsächlich was, nämlich Haare ahnungsloser Mitmetaller. Der Tisch von letztem Jahr hat sich als eine wunderbare Investition herausgestellt und der Grill.. *hust* naja, der Bus hat ihn beim nach vorne rausfahren erwischt. Beide Grills. Erst am Ende. Den einen hat er noch mitgeschleift wie einen Passagier, dessen Fuß noch in der Tür steckt, wenn der Zug anfährt. Starthilfe und kleine Stadtrundfahrt in HH gabs noch, aber schon sehr zügig (wenn auch Staubedingt mit ein paar Umwegen) kamen wir am Sonntag abend dann Zuhause an. Den Lachmuskelkater hatte ich noch 2(!) ganze Wochen danach.
Hail to the Kingdom of Steel,
Brother Arnoc
Die Videos des Festivals:
Piledriver – The Executioner
Vicious Rumors – Ship of Fools
Vicious Rumors – Soldiers of the Night
Manilla Road – Masque of the Red Death
Manilla Road – Cage of Mirrors
Die Bilder der Woche:
Bei Christin in HH
Der Einkauf in Neumünster
Kartenspiele bis zum Morgen..grauen
Wie es oben ausschaut
Den Karren ausm Dreck ziehen
Lagerbau mit Regenrinnen und allem
On the Battleground
Vicious Rumors
Piledriver
Manilla Road
..und leckeres & dekadentes Essen gab es bei uns natürlich auch!
Rückweg mit kleiner Rundfahrt in HH
Blood, Glory & Steel 











































