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..though older a year. Zu meinem 26. am 25. lud ich zum gemütlichen Umtrunk in die Zappbar. Es war ein Mittwoch, also reihte sich das wunderbar in die bisherigen Mittwoche in der Zappbar ein die wir allmählich zur Tradition werden lassen. Es ging nach einem gemütlichen Arbeitstag gegen acht los und sollte open End sein – soweit die Planung. Ich sammelte Liz auf dem Weg ein, wir warteten bei mir auf Killer und gabelten dann Sabine und Phillip unweit des Supermarktes auf. Und dann ab zu Fuß an die Glauburgstraße.
Wir nahmen die Empore wie geplant ein und harrten der Dinge die da kamen, bestellten die erste Ladung Drinks und machten es uns bequem. Bramann war eigentlich der erste der nach uns eintrudelte, danach kam schubweise der Rest der Besatzung. Die üblichen Verdächtigen, aber auch ein paar durchaus selten gesehene Gäste. Skurrile Sprüche, lustige Ideen und eine tolle Zeit. Ich hab die Aufklebebuchstaben bekommen, mit denen ich schon lang “of steel” unter meinen “Yaris” schreiben wollte – aber wie Spielkinder so sind, gibts erstmal ein Rudel Anagramme. Schon trat sowas wie “ost elfe” oder ähnliches auf (Gerüchte, die Inspiration hätte eine anwesende Person geliefert werden bis heute dementiert). Des weiteren wurde mir ein Sarg geschenkt, in dem ich mein Mobiltelefon verscharren sollte, was ich ja schon länger vorhatte. Auf dem Gabentisch fand sich ansonst einiges aus der historischen Ecke im Norden, einiges an interessanten Tabakwaren die ich bald verköstigen werde, sowie eine Epidemia-DVD von der ersten “Elven Manuscript” und einige andere Dinge die einem Freude bereiten.
Der Pfeifendunst zog sich langsam hoch, die Gläser wurden leerer, dann wieder voller, dann wieder leerer und in der Zwischenzeit dudelte bärtige Musik aus den Boxen. Ich bekomm irgendwie immer relaxte und gute Stimmung von ZZ-Top, es ist als würde man die Sonnenbrille auf der Nase und die Barthaare wachsen spüren. Ich frag mich ob eine entsprechende Beschallung das Kieferhaar anregt..
Wir feierten – in wechselnder Besetzung – bis irgendwann kurz vor drei. Was ist das für eine Jugend eigentlich? Armdrücken ohne Kerzen unten drunter macht doch überhaupt keinen Spaß.. :] Als die Besatzung sich dann langsam auf einen Absacker gen Feinstaub machte, welches noch offen war, wurde es schon etwas trübe in den Köpfen. In unserem Falle dank Grasovka. Ich zumindest war schon ordentlich angeheitert und war etwas verwundert, daß ich trotz wenigem Trinken insgesamt noch immer nicht gerade wenig vertrage. Aber gut, was solls – ging ja nicht um den Abschuss, sondern eher darum, zu vergessen, daß wieder ein Jahr ins Land gezogen ist seit der letzten Party dieses Anlasses. Kurzum, ein sehr geiler Abend endend mit Antihungergefühlmaßnahmen im Gasthaus “zum Goldenen M” und mit einem fahrbaren Sarghotel für zumindest zwei der Gäste.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Hier die Bilder des Abends:







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..der wird mit der Zeit gehen müssen. Ich weiß es ist sinnlos sich darüber aufzuregen, weil das nichts ändern wird. Die Zeit wird alles ändern. Und so sehr die meisten alteingesessenen glauben daß alles gleich bleibt, egal wie viel sich ändert – wir hatten noch nie eine Zeit wie diese. Ich rede jetzt nicht von der ökologischen Apokalypse, nicht von der Finanzkrise und nicht davon, daß inder letzten Zeit eine Menge Personen anderen Personen in unsrem all zu friedlichen Staat das Leben genommen hat, sei es mit Axt, mit Pistole oder mit Küchenmesser. Nein, wovon ich rede ist Bildung. Wir hatten noch nie so viele Menschen auf dem Planeten die lesen und schreiben konnten wie heute. Wir hatten noch nie kleine alexandrische Bibliotheken die nicht brennen konnten weil sie nicht auf Papier basierten. Noch nie konnten Bilder über so immense Entfernungen binnen Sekunden ausgetauscht werden und dem ein oder anderen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern oder ihn anderweitig zu inspirieren.
Technik die man früher nur aus Fantastereien diverser Schriftsteller oder später auch Filmemacher kannte ist heute allgegenwärtig, sei es WLAN, eine mp3-Bibliothek von mehreren Schränken von CDs in der Hosentasche oder Mobiltelefone die nicht nur eine Kamera haben, sondern auch elementare Bildbearbeitung ermöglichen. Man hat vor etwa zwei Jahrzehnten fast nicht gewagt zu träumen wohin die Technik geht. Und nun haben wir sie. Und was machen wir damit? Alles. Wir tun alles damit, halten Kontakt mit Menschen die wir sonst vier mal im Jahr sehen würden und über Briefe (die ich übrigens nach wie vor sehr schätze) gelegentlich von Neuigkeiten unterrichten könnten. Wir bestellen uns Kleidung, Nahrung und Informationen per Post ins Haus, handeln mit Leuten auf anderen Kontinenten, unterstützen Musiker, Schriftsteller, Künstler und Programmierer von den entlegendsten Ecken der Erde durch Empfehlung, durch Paypal-Spenden oder einfach mal durch einen netten Kommentar im Gästebuch. Wir ordern Hotelzimmer, Flug- und Bahntickets, Briefwahlformulare oder sogar die Schufa-Auskunft zum nach Hause schicken. Wer möchte, kann so viel oder so wenig Technik in seinen Tag einbetten wie er will. Diese Freiheit, diese Wahl haben wir.
Ich kenne so manchen der seine Überweisungen noch handschriftlich ausfüllt, gehöre selbst zu den Leuten die dann und wann im Buchladen auf Entdeckungsreise gehen und mir fallen mindestens fünf Namen von Personen ein, die ausdrücklich und völlig bewusst vermeiden wollen, daß ihr Gesicht, ihr Name und ihre Geschichte, ihre Zitate und ihre Statements im Internet erscheinen. Ja, es gibt Menschen die mögen das nicht und ich nehme auch nicht an jedem Mist teil der für allgemein gehalten wird (wie zB die Abschaffung meines Mobiltelefons oder das Boykottieren des Fernsehens) und das gehört respektiert. Was ich mich aber strikt weigere zu akzeptieren ist die unglaubliche Blauäugigkeit mit der die in die Jahre kommende Generation der Entscheidungsträger in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik an die Probleme unser Zeit herangehen. Verantwortungslos und Gefährlich.
Ich sehe immer wieder Leute die sich für hip halten, meist ab Mitte 30 – nach oben offen, und keine Ahnung haben was in der medialen Welt um sie herum passiert. Sie sind stolz auf sich weil sie sich ihre eMailadresse merken können, wissen daß sie Windows XP benutzen und daß sie mit einem Browser “ins Internet gehen” können. Ach ja, und bei eBay kann man einkaufen, genau. Und da hört es auf, die Kenntnis der Moderne. Ich gratuliere, die Herrschaften! Es ist ein unvorstellbares Maß an Desinteresse nötig, um sich der Tragweite des Phänomens Internet so wenig bewusst zu sein. Und die einzige logische Folge und Konsequenz ist das was wir im Moment an politischem Geschehen haben: Eine Mischung aus Zensurplänen im leckeren Deckmantel, angewandter Willkür und natürlich dem Verschubladen was man nicht versteht.
Theoretisch könnte ich mich jetzt stundenlang darüber auslassen wie rückständig, lern- und beratungsresistent und kurzsichtig ein Großteil der Bevölkerung jenseits Baujahr ’75 zu sein scheint, aber das erspare ich Euch und mir grad mal. Zum einen weil es nichts ändern würde und zum anderen weil sie die jenigen sind, die ihr Potenzial nicht ausschöpfen in der Hinsicht. Was aber, wie ich finde nicht untergehen sollte ist die Frage wie zum Henker wir erwarten sollen, daß eine Generation uns in die Zukunft leitet, die bereits mit der Gegenwart schon so schwer zu kämpfen hat? Es dauert noch ein oder zwei Jahrzehnte und ein großer Teil dieser Menschen ohne technisches Grundwissen werden in ihren Ruhestand gehen, ihren Tellerrand nie erweitert haben und wie ihre eigenen Vorgänger über die Jugend den Kopf schütteln und sagen “Zu meiner Zeit, da hat es das noch nicht gegeben! Da haben wir noch [beliebigen Anachronismus einfügen] ..”
Der einzige wirklich gravierende Unterschied zwischen jener baldigen Generation an Rentnern und allen ihr vorangehenden ist: Doch. Es hat es gegeben. Und es hat Euch nicht interessiert. Und genau das ist natürlich das was heute ja keiner hören möchte. Man könnte ja sonst auf die Idee kommen, daß wir an bestimmten Positionen Leute brauchen, die es interessiert. Die sich auskennen, nicht nur mit dem was jetzt sache ist, sondern auch mit dem was bald kommt. Leute die keine Angst haben vor ihrer eigenen Brut, ihrem eigenen Volk, ihrer eigenen Freiheit. Was ein Glück, es ist Wahljahr. Eine gute Möglichkeit, einige verstaubte Köpfe und in die Jahre gekommenen Panikmacher aus ihrem Sessel zu hieven. Sicher brennt dem ein oder anderen Leser jetzt die Frage auf den Lippen “Hey, wie kann der eigentlich noch an die Wahlen glauben, bei dem ganzen Beschiss der jedes Mal kommt?” Okay, dann bekommt Ihr meine Antwort: Es spielt überhaupt keine Rolle ob ich an Wahlen glaube – aber wenn ich mich hier hinstelle und meine Meinung vertrete, aber nicht die Eier in der Hose habe ein Kreuzchen auf einem Papierblatt zu machen, was für ein scheinheiliger Arsch müsste ich dann sein? Und – gibts von denen nicht eigentlich schon mehr als genug? Die Zeit tut das übrige.
Hach, herrlich, wieder ein Posting zum auskotzen – wieder ohne Fotos und wieder viel zu viel Aufregung wo andere schon längst aufgegeben haben. Ich sollte mich in die Wälder zurückziehen und jetzt schon in Rente, dann würd ich länger Leben und mich nicht so oft über diesen Scheiß ärgern.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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..into days. Burning muscles, feel the pain. Herrlich – nach mittlerweile fast zehn Jahren bin ich wieder zurückgekehrt. Und ich hab sie alle vermisst – Tommy, Alex, Merlin, den Dojo – es ist als wäre die Seele wieder ein Stück weit zuhause gelandet. Es hat sich viel verändert seit ich das letzte mal durch diese Türen ging und fast lähmte mich der Anblick sogar so sehr daß ich meine guten Manieren vergessen habe, aber das hielt nicht lang, die Gewohnheiten waren drin, sie waren wie eingebrannt in die tiefsten Ecken meines selbst.
Eigentlich wollte ich schon vor zwei Wochen wieder ins Training gehen, nach einem kurzen Telefonat mit Alex und einer Rücksprache was die Taichi-Geschichte angeht, hatte ich mich angekündigt aber es kam immer was dazwischen. Wie dem auch sei, heute bin ich direkt nach dem Büro hingefahren, schnappte mir meine schwarze Sporttasche aus dem Kofferraum (nein, da waren wirklich Sportsachen drin, nicht das was man aus Shadowrun kennt) und ging hinein. Ich war etwa eine Stunde zu früh und als auf einmal Tom und der Rest in der Tür standen, mich wiedererkannt haben und wir nur noch grinsen und innerlich jubeln konnten, konnte ich mir zumindest die Aufwärmphase des Trainings nicht entgehen lassen.
Gespickt mit dem üblichen Humor irgendwo zwischen Klamauk und bitterbösen Übertreibungen ging es dann auch gleich wieder ans eingemachte und ich merkte wie viel Rost und Last diese alte Maschine, die ich meinen Körper nenne inzwischen angesetzt hat. Ich bin bei weitem nicht mehr so gelenkig wie einst, bei weitem nicht mehr so ausdauernd, aber noch immer genauso schnell und genauso kreativ und lernfähig. Schön zu sehen, daß ich alles in allem doch nicht in so einem beschissenen Zustand war wie ich eigentlich fast angenommen hätte. Die Bewegungen gleiten nur so, die Handhaltung ist sauber, die Instinkte und Reflexe übernehmen wieder und ich kann die Hand-an-Hand Übungen noch immer mit geschlossenen Augen besser als mit den offenen. Es ist als hätte mein Geist nie aufgehört zu trainieren. Vielleicht ist da sogar was dran.
Danach gings weiter in den Hinterraum und Bewegung wieder neu begreifen lernen. Die eigene Energie, die ganze Energie um einen Herum spüren und fließen lassen. Ich wusste zwar, daß das was ich machen wollte sich fundamental von den Jahren Kung-Fu die ich dort hinter mich gebracht hab unterschied, aber ich begriff erst im Laufe der Bewegungen, der Wiederholungen und des Flusses wie sehr es der Fall war. Es war unglaublich stärkend, unvorstellbar entspannend und ich wunder mich noch immer, warum ich nicht früher dazu gekommen bin. Vielleicht war die Zeit einfach noch nicht reif dafür. Vielleicht war ich es auch einfach noch nicht. Mal sehen wohin das führt – eigentlich hab ich auf lange Sicht heute schon Bock gehabt, wieder beim regulären Training mitzumachen. Vielleicht mach ich aber noch was anderes zusätzlich dazu – mittlerweile bietet Phönix ja so einiges an, ich hab mich echt gewundert.
Ich habe nie verstanden wie groß der Teil gewesen ist, den das alles, diese fünf oder sechs Jahre damals je zwei bis drei mal die Woche, von mir ausgemacht haben. Nie. Bis heute. Es ist schön wieder da zu sein. Wir sind alle nicht jünger geworden, immerhin ist eine Dekade eine lange Zeit und niemand kann ernsthaft leugnen was so viel Zeit und Welt mit einem anstellen können.
Als ich damals ging, gab mir Tommy damals einen Spruch mit auf den Weg. “Manchmal muss man erst gegangen sein, um wiederkommen zu können!”, sagte er. Und je länger es dauerte, desto öfter kam er mir ins Gedächnis, dieser Satz. Und als ich mich nach meinen Möglichkeiten umschaute, fragte ich mich mit gutem Grund “Warum willst Du Dir jetzt was suchen, wo Du gute Leute und kompetente Lehrer hast? Du kennst doch einen Verein bei dem Du weißt, daß Du beides um Dich haben würdest.” Und so war ich wieder da. Die Gruppe in die ich reingekommen bin ist angenehm, die Atmosphäre ist vertraut als wäre ich nie fort gewesen, die Kraft und Ruhe die ich von dort mitnehme sprechen für sich.
Ich fühl mich gerade unbeschreiblich gut.
Und mir tun wieder Muskeln im Körper weh, von denen ich vergessen hatte daß es sie gibt.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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..sind damals wie heute rar gesät. Vielleicht wird manches Wort daß ich schreibe nicht ungehört bleiben und vielleicht denkt der ein oder andere fassungslose Mensch mal darüber nach was er da eigentlich zu denken und zu sagen bereit ist, wenn ihm die Angst im Nacken sitzt. Aber zu allererst mal folgendes:
Das was hier folgen wird ist mein Statement zu den aktuellen Geschehnissen in Winnenden. Viele, vor allem die Betroffenen werden meine Meinung nicht teilen, werden das als geschmacklos, zynisch und grausam darstellen wollen was ich schreibe, aus irgendwelchen Gründen vielleicht verletzend oder abwertend. Aber das ist mir gleich, weil ich zum einen mir nicht das Recht gebe mich selbst zu zensieren, zum anderen diesen Eintrag nicht schreibe weil ich jemandem Schmerzen zufügen will. Ob der Leser etwas damit anfangen kann oder nicht, liegt nicht in meiner Hand.
Man möge mir den etwas unangenehmen Ton nachsehen, aber ich habe es langsam gründlich satt, daß diese selbsternannte Zuckerwattenwelt sich hinter Scheinargumenten, Furcht vor Konsequenzen und unfundiertem Gerede versteckt und andere die Suppe auslöffeln lässt – und DAS ist der Grund warum ich meine Klappe nicht halten werde. Glücklicherweise ist die freie Meinungsäußerung – auch wenn sie manchem unpopulär erscheint – da auf meiner Seite. Das oft verwendete “Ihr” bezieht sich auf den Teil der aktuellen Elterngeneration die ähnlich denkt wie die Verfasser des Schreibens.
Also fangen wir an:
Was mich bewogen hat, meine paar Gedanken dazu zu publizieren, war letzten Endes der offene Brief der Opferfamilien aus Winnenden. Ich habe eigentlich nur ein paar Fragen auf der Seele brennen gehabt, die ich im Rahmen einer Serie auch hier mal bringen und in den Raum stellen wollte, doch das ist jetzt anders. Die Einstellung zum zentralen Thema Gewalt und Medien hat mich beim Lesen jenes Schriftstückes nahezu erschüttert, denn was in den Forderungen vorzufinden war, war ein angstzerfressenes Birkenstockpazifistentum im besten Klischee. Und das kann und will ich nicht so stehen lassen, sonst könnte der Eindruck aufkommen, daß das was da steht so richtig und unanfechtbar ist.
Hinweis: Die Herrschaften die diesen Brief unterzeichnet haben würden nach jeglichen Maßstäben als befangen gelten. Das steht außer Frage und ist völlig verständlich, macht in meinen Augen die Forderungen jedoch mehr als fragwürdig.
Beginnen werde ich zuerst mit dem Kommentar zu den Punkten am offenen Brief, die mir besonders missfallen und die ich für totalen Irrglauben halte oder zumindest zum Teil für unbegründet. Zwischen diesen beiden Punkten gibts viel Spielraum. Was die Sportschützen angeht, halte ich mich raus, davon verstehe ich nicht viel, also lasse ich diesen Punkt weg – damit sollen sich ruhig mal Leute befassen – das Einzige worauf ich verweisen möchte ist, daß es nicht wirklich einen Unterschied zu machen scheint, denn wie wir ja alle wissen werden diejenigen, die mit Waffen Mist bauen wollen schon einen Weg finden sich jene zu besorgen. Das war nie anders, da werden Gesetze nicht viel dran ändern, so schade es auch sein mag.
# 1 – Zeig mir was im Leben spielt
Was die Fernsehinhalte angeht, stimme ich den Verfassern zu, daß ein Großteil der moralischen und ethischen Grundlagen der jungen Generation davon geprägt wird. Aber wenn ich mir anschaue was zum Teil da läuft, drängt sich mir eine andere Frage auf: Bei den ganzen Shows die so tun als wären sie echte Berichte – sei es Gerichtssendung oder Privatdetektei Sonstwer oder was auch immer – befasst man sich unter anderem mit Straftätern. Dass ist nicht weit hergeholt, weil wir einige davon haben in unserem schönen Land. Genauso wie sich die Nachrichten mit Afghanistan und Irak befassen, Filme über Blutdiamanten zum Beispiel nur allzugern totgeschwiegene Themen nach vorn bringen und so weiter. Unsere Welt ist NICHT gewaltfrei und es ist ein FEHLER sich alles stumpf und blind davonzuwünschen und die Kinder in einer rosaroten Plüschwolke aufwachsen zu lassen, weil wenn sie rausgehen in diese Welt sie alles sind, nur nicht bereit für das was sie mit ihnen machen kann und im allgemeinen wird. Ja, ich rede von der Dunkelziffer der Vergewaltigungen die nie ans Tageslicht kommen. Ja, ich rede von den Drogendeals auf dem Pausenhof. Ja, ich rede von Leuten die ihre eigenen Kinder im Keller einsperren und Jahrzehnte quälen, vergewaltigen und erniedrigen. Ja, ich rede von Menschen die andere Treffen um ihre Genitalien zubereiten und essen zu lassen. Dafür braucht man keine Fantasie, kein Fernsehen, keine Filme, denn es geschieht vor unserer Haustür. Und wenn die Jugendlichen den Film 8 mm nicht gesehen haben, werden sie sich nichts dabei denken wenn sie sich als Komparsenrolle bei irgend einer zwielichtigen Gestalt für den Videodreh anmelden, um ihre Kasse aufzubessern. (Gut, das Beispiel ist weiter hergeholt, aber dennoch klar was damit gemeint ist, hoffe ich.) Wenn sie nicht sehen was passieren könnte, werden sie keine Zeichen deuten können, nicht verstehen was um sie passiert und wehrlos sein wenn es sie trifft.
“Die Zeiten, in denen Kinder und Jugendliche fernsehen, sollten generell gewaltfrei sein.” – Das ist so lächerlich wie die Forderung daß die Welt von 8:00 bis 22:00 Uhr nicht böse sein darf, keiner den anderen schlagen, töten oder verletzen darf und so weiter. Während in vielen Haushalten der eine oder andere Elternteil zu viel getrunken hat und dem anderen ein paar blaue Augen verpasst und die Kinder dabei zusehn. Das ist scheinheilige Doppelmoral erster Güte!
Wacht auf, verdammt! Habt ihr es noch nicht begriffen, daß man durch Totschweigen alles nur noch schlimmer macht? Vielleicht kommt ihr mal auf die Idee das genau diese Haltung, genau diese Zensur, genau diese Einstellung ein essentielles Puzzlestück dafür ist, was so einen Täter bewegt, sich eine Waffe zu nehmen, während der Rest der Welt fleißig damit befasst ist Probleme zu leugnen oder zu verharmlosen. Dieses widerliche aus-den-Augen-aus-dem-Sinn Getue und seine Verantwortungslosigkeit macht mich krank. Zum Glück hab ich ein gesundes Immunsystem geistiger Art. Wir sind alles keine Heiligen, wenn sich auch viele darum bemühen, bemühen sich die meisten nur um den Schein. Wollt Ihr daß Eure Kinder in einer Lüge groß werden? Was meint ihr was sie von Euch halten, wenn sie aufwachen, die Welt sehen wie sie ist und dann merken daß Ihr immernoch diese Schiene fahrt wo alles toll, nett und harmlos ist? Ich finde man ist seinen Kindern mehr schuldig als das. Man soll sie schützen, ja. Man soll verhindern daß sie sich selbst brutalisieren, ja. Aber mit dieser Forderung schafft Ihr im besten Fall naive Opfer und im schlimmsten Fall eben solche Täter wie sie aufgetreten sind.
#2 – Spiel mir ein Spiel vom Tod
Zum Thema Computerspieleverbot auf einem Level der Gewalt – das ist wie mit den Horrorfilmen. Es ist ein Ausleben von schwarzhumoriger Morbidität und ein Ventil für Aggressionen. Abgesehen von der mangelnden Durchführbarkeit dieser Forderung, gilt das selbe wie oben und mehr. Für so viele Heranwachsende sind Computerspiele ein Ventil zum Abbau von Agressionen, was meint Ihr was passieren wird, wenn Ihr sie ihnen nehmt? Bravo, sie beginnen die Agressionen entweder im Unbewussten anzustauen, auf die Straße zu tragen oder greifen zu wilkinsons Liebling, auch bekannt als SVV. Mir persönlich ist es lieber, daß ein paar Heranwachsende einen Haufen Pixelmenschen über den Haufen schießen als rauszugehen und aus innerem Bedürfnis wehrlose Leute zusammenzutreten. Sieht aus als sei das bei Euch entweder anders oder daß Ihr bei dieser Forderung nicht über diese mögliche Folge nachgedacht habt. Auf der Suche nach einem Gebiet, einem Sektor wo man seine Überlegenheit ausnutzen darf, setzen sich viele Kids vor die Kiste und legen los. Das das auch krankhafte Züge annehmen kann, will ich nicht bestreiten – vor allem nicht im Angesicht der jüngsten Schlagzeilen wo sich Kinder im Kindergartenalter mit dem Küchenmesser tranchieren weil ihr Geschwisterchen ihnen die Spielkonsole nicht geben will. Aber hey, klar – schreien wir nach einem Verbot für Küchenmesser ab 9 cm Klingenlänge und die Kochsendungen und Rezeptbücher auch bloß weg vom Markt und die Spielkonsolen natürlich auch.. ist etwa selbe Liga.
Nein, liebe Leute. Es ist nicht das böse Fernsehen. Es sind nicht die bösen Computerspiele. Es ist nicht die böse Musik. Es sind Minuten und Aberminuten wo den Kindern klar wird, daß das was sie bereit ist zu beschäftigen, sie anzunehmen wie sie sind, ihnen Geschichten zu erzählen, ihnen die Freiheit zu geben sich zu entfalten und auszuprobieren – nicht mehr die Eltern sind, nicht mehr die Schule ist, wie es so viele gerne hätten. Nein, ich würde sogar darauf Wetten daß Computerspiele und Konsummedien (würde Bücher hier mit einschließen) für Kinder unter anderem den Reiz haben, daß man sie annimmt wie sie sind und sie nicht im Unbewussten ständig Opfer von Verinselung, Vereinsamung oder unterschwelligen enttäuschten Erwartungen seitens Eltern sind. Die Eltern drehen und winden sich aus der Verantwortung für ihre Kinder weil es ja “normal ist, am Computer zu spielen und fernzusehen” und DANN wundern sie sich wenn in der kommenden Generation das ein oder andere Monster ist.
Ihr könnt Euch noch so sehr hinstellen und die Medien, die Politik und die Technik dafür verantwortlich machen, aber solange die Elterngeneration nicht in der Lage ist zu gestehen daß sie überfordert ist und den Fehler in dem Umgang mit den Kindern durch Lehrer und Eltern sucht, ist das nichts anderes als feige Augenwischerei aus einer blutüberströmten Trauerwelt des Unverständnisses und hat mit der Realität wie sie ist, da draußen, in der Schule oder da drinne in den Köpfen, NICHTS zu tun. Aber nein, die Eltern sind ja immer perfekt und liebevoll und wissen was richtig ist. Ein weiterer sklavischer gedanke aus einer verstaubten Zeit.
#3 – Wenn Du keine Ahnung hast, einfach mal..
Was die Chatrooms und Foren angeht: Wie es hier so richtig steht – ja, Ihr habt von der Materie keine Ahnung. Und von Freiheit der Gedanken, der Phantasie und des Wortes offenbar auch nicht. Vom gesprochenen Wort bis zum ersten Erschossenen ist ein weiter Weg und nicht jeder der ein paar geschmacklose Wünsche und Bemerkungen macht, wird sich in nächster Zeit ohne weiteres eine Waffe zur Hand nehmen und seine Probleme auf Stalins Art lösen gehen (“Der Tod löst alle Probleme. Kein Mann, kein Problem.” — J. Stalin). Sicher könnte es wie ich es oben beschrieben habe aus Gründen des Kopfes im Sand und der Zuckerwattenrealität in der die meisten ihr geistiges Puppenhaus haben so manchem zusagen, daß man eine globale Internetzensur für verschiedenste Zwecke etabliert. Aber ich werde diese Äußerungen und Forderungen nicht hinnehmen, die bereit sind unsere Grundrechte auf dem Altar der Zwangsbefriedung zu opfern. Ihr habt keinen blassen Schimmer was Ihr hier verlangt, also informiert Euch entweder oder kümmert Euch um etwas wovon ihr Ahnung habt. Ich könnte Hektoliter an die Wand kotzen, wenn ich solche Forderungen lese, man möge mir den Ausdruck verzeihen. Nur zu, macht die Menschen mundtot, alle, dann hört Ihr sie nicht leiden und Eure kleine heile Welt ist für einen weiteren Tag sicherer geworden!
#4 – Extrablatt, Extrablatt, wir haben wieder nicht kapiert was uns die Tat sagen wollte
Bei der Darstellung des Amoklaufs durch die Medien bin ich mit den Verfassern einverstanden, sie war polemisch und unangemessen, übertrieben und sicherlich alles andere als pietätvoll. Aber die Heroisierung des Täters ist in keiner Weise nur darauf zurückzuführen daß die Medien das Ereignis pushen wie es nur geht, ich glaube die Wurzel dafür liegt ganz wo anders, nämlich in den Köpfen der abertausenden frustrierten, verzweifelten, unverstandenen und vernachlässigten Jugendlichen, die im Amokläufer jemanden sehen, der den “Mut” gehabt hat auf drastische und unnachgiebige Art und Weise dem Ausdruck zu verleihen was sie fühlen Tag für Tag, Erniedrigung für Erniedrigung, in der Schule, zu Hause und überall da wo sie sich nicht ernstgenommen fühlen, wo sie herabgesetzt werden und man ihnen keine Beachtung schenkt. Es gibt VIEL mehr von ihnen, als ihr Euch es nur vorstellen könnt.
Und bevor ihr nun Angst vor Euren eigenen Kindern bekommt, solltet Ihr Euch vielleicht die Frage stellen ob das was Ihr den Kindern als ihren Weg und Unterstützung anbietet nicht vielleicht der Weg Eurer Selbstdarstellung in Projektion über die Kinder ist (“Meine Tochter ist das und das geworden, mein Sohn studiert das und das” [und hier bitte das unterschlagene psychologische "..also bin ich wer." einsetzen]) oder aber sogar rein garnichts mit ihren Träumen, Wünschen und Vorstellungen zu tun hat. Denn genau das ist, was als befremdlich, zwingend und zuweilen feindselig wahrgenommen wird. Und herabsetzend, erniedrigend und so weiter. Ja, liebe Eltern, die Kinder sind dazu da über sich selbst hinauszuwachsen, mit oder ohne Eure Hilfe – aber wundert Euch nicht wenn das skurrile oder gefährliche Formen annimmt, wenn ihr den ersten Teil ihres Lebens dazu vergeudet ihnen einzubleuen was auch immer man Euch mit dem Rohrstock als Richtig vorgesetzt hat. Und auch wenn das den meisten nicht bewusst sein mag oder sie mittlerweile sogar glauben daß es richtig ist, ein findiger Psychotherapeut wird ohne Probleme die Mechanismen, Regeln und Vorstellungen finden können, denn niemand ist wirklich frei davon wenn er sich nie damit auseinandergesetzt hat, sondern nur so gelebt hat wie man ihm es als richtig gezeigt hat.
#5 – Augen auf, wir kommen
Zum letzten Punkt habe ich nicht viel anzumerken. Es ist sehr löblich, daß hier wenigstens darauf eingegangen wird, daß einige Sicherungen versagt haben, aber der Aufschrei nach dem Warum, die Frage nach der Motivation eines Täters und nach dem was als Hintergrund daliegt wird unbeantwortet bleiben, solange wir weiter so tun als sei unsere Gesellschaft “gesund bis auf …[beliebige Ausnahme einfügen]” – nein, liebe Leute. Sie ist es nicht. Was in den Köpfen, in der Seele und hinter verschlossenen Türen geschieht, ist ALLES ANDERE – nur eins ist es nicht: gesund! Und so schließe ich meine “commentarii” zum offenen Brief mit den Worten von Jack Nicholson alias “Col. Nathan R. Jessep” aus “A few good men” alias “Eine Frage der Ehre“: “Sie wollen die Wahrheit? Sie können die Wahrheit doch garnicht vertragen!”
Mein persönliches Fazit: Es ist schön zu sehen daß sich in den Jahren wenigstens ein Bißchen was getan hat und nicht jeder gleich mit dem Finger auf die Musik zeigt. Was schade ist, daß die verbohrten Ansichten eines großen Teils der Elterngeneration ihnen es nahezu unmöglich machen ihre Kinder zu verstehen und somit auch ihre Bedürfnisse, Ängste und Sehnsüchte. Sie haben ja selbst mit ihren eigenen Problemen, Ängsten und Herausforderungen zu kämpfen, wie sollte man von ihnen noch erwarten können, daß sie genug Empathie aufbringen um zu sehen was sie mit jedem Wort und jedem Tag am Kinde anrichten? Das was man tut ist genauso wichtig wie das was man nicht tut. Leider geht es oft unter und die Weisheit mit dem Leben und dem Alltag anderer umzugehen ist immernoch rar gesäht, aber was mich UNGLAUBLICH WÜTEND macht ist, daß noch immer irgendwelche Scheingründe heranzitiert werden, um den ein oder anderen realgewordenen Alptraum vor seinem eigenen Gewissen zu rechtfertigen. Diese Angst stinkt. Und diese Verantwortungslosigkeit stinkt. Zum Himmel. Aber natürlich ist es immer einfacher auf irgendwas mit dem Finger zu zeigen. Schöne neue Welt. Manchmal drängt sich mir der Gedanke auf, daß wir die wir in ihr leben sie vielleicht gar nicht anders verdient haben, denn Chancen wie Konsequenzen bietet sie mehr als genug.
Ja, es ist tragisch und erschütternd, daß bei diesem Ereignis Menschen sterben mussten, vor allem noch so junge Menschen die am Anfang ihres Lebens standen. Ja, es ist nahezu unvorstellbar, daß Kinder Kinder töten, außerhalb von der DRK wo das normaler Alltag ist und das nicht erst seit gestern. Es ist grausam und unmenschlich und das letzte was ich mit diesem Eintrag vor habe ist, mich über die Opfer und deren Familien lustig zu machen oder den Täter zu heroisieren. Was ich vor hatte, war ein Tabubruch. Und ein Aufrütteln aus der Angststarre. Ich hoffe ich konnte dazu meinen Teil beitragen.
“Mr. Manson, wenn Sie den Kindern eine Botschaft vermitteln könnten, was wäre diese?”
“Ich würde ihnen nichts sagen wollen, ich würde ihnen zuallererst einmal zuhören.”
— Marylin Manson in einem Interview nach Littleton
Wer sich jetzt hinsetzt und vor Angst und Trauer wimmert anstatt diese äußerst harte Lektion zu begreifen und ein für alle Mal sich das Wort soziale Verantwortung ins eigene Fleisch zu ritzen, zieht das Andenken an jeden der dabei sein Leben verlor oder daran zu leiden hatte oder haben wird in den Dreck. Es wird Zeit daß Du lernst, Menschheit. Es wird zeit daß Du aufwachst und Dich Deinem Leben stellst, anstatt Dich hinter Scheinheil zu verstecken.
Danke für die Aufmerksamkeit.
Arnoc Grayle
Update: Vielleicht finden die Leser diesen Bericht eines Fast-Amokläufers interessant.
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..gab es dieses Mal. Zum einen stand Besuch auf der Matte: Benni hatte sich zwecks Medadeth angekündigt, wie letztes Mal auch schon. Nachdem ich also eine mehr oder minder typische Woche hatte mit gemütlicher Entspannungsrunde bei Maddin am Donnerstagabend, konnte die Wochenendplanung beginnen. Irgendwann nach unser Vampire-Session bei der es uns ausversehen gelungen ist den vierten Hugenottenkrieg auszulösen, gebranntmarkt und verbannt zu werden und ähnliches, wachte ich also am Samstag mit etwas Zeitpuffer auf und nahm dann irgendwann Ben in Empfang, wir fuhren einkaufen und dann warn erstmal Dave und Konsorten auf dem Plan.
Die Halle in OF ist bekannterweise vom Schnitt etwas weniger üppig und hat nur einen einseitigen Zugang. Es war recht voll und die Herrschaften die da so herumstanden, hin- und herdrängelten und sich die größte Mühe gaben unbeteiligt auszusehen waren doch recht zahlreich. Dazu werde ich mich ein andern Mal auslassen – wie dem auch sei – wir waren wegen Megadeth da, also sind wir pünktlich zum ersten Song drin gewesen und nach dem letzten wieder abgezogen. Nicht daß ich Priest nicht gern gesehen hätte – aber mir schien der Aufwand, die Sichtverhältnisse und die nicht gerade euphorische Stimmung doch deutlich ins Ohr zu husten daß ich weiterziehen sollte, die Nacht war ja noch jung.
Vor einer Weile machte das Gerücht die Runde das Mephisto würde schließen. So, once and for all. Diese Gelegenheit, dort mal einen Abschiedstrunk zu nehmen, ließen wir uns nicht nehmen, schließlich haben sowohl Joki als auch ich in dem Laden mehr als nur ein paar wenige Jahre und mehr als nur ein paar lumpige Mark gelassen seit wir 15 oder 16 waren oder so. Auf jeden Fall kam hinterher heraus, daß allen Gerüchten zum Trotz wohl nur der Inhaber ein anderer geworden ist, der den Laden schmeißt und es wohl doch nicht komplett in ein Restaurant umgebaut werden soll. Gut zu wissen. Was weniger gut zu wissen war, war die offensichtliche Überforderung die dem guten Mann ins Gesicht geschrieben stand als mehr als nur drei Personen auf einmal was zu Trinken bestellt haben. James und ich bekamen eine .. kleine Spezi obwohl wir eine große wollten und Ben.. bekam einen großen Drink, und er wollte eigentlich keinen großen. Glücklicherweise war noch wer vom eingesessenen Personal da, sonst wär denen da vermutlich alles um die Ohren geflogen. Ikeagläser statt gerippten bekam Arthur serviert und noch bevor die Geisterstunde angebrochen war, war im Mephi – [ Trommelwirbel bitte hier einfügen ] – der Äppler ALLE! Ja, in einem traditionellen Lokal in der Frankfurter Innenstadt. Ihr habt richtig gehört. o_O Ein Unding. Der Wirt versuchte unsere Aufmerksamkeit mit einigen überschaubaren aber definitiv gehaltvollen Ofenbaguettes zu bestechen und verständigte auf Anraten einiger Gäste die Nackteule Nachteule, den Lieferdienst der uns schon so manche Party gerettet hat. Wie der Zirkus dann weiterging – keine Ahnung, denn für uns gings in Richtung nächster Station und die war die neu besiedelte Bude beim Johannes, nordwärts gen Eschersheim.
Die üblichen studentischen Verdächtigen haben sich partymäßig in Bude und Dachboden (of severe devastation) verteilt und wir gabelten den Maddin auf, sagten Johannes und Raph und einigen anderen noch hallo und zogen weiter Richtung Kühlschrank bei mir daheim. Hunger. Ben aß an dieser Stelle unangewärmtes.. im Shadowrun-Jargon würde man sagen Soyfood. . ich kochte noch mein übliches Experiment, aber da ich keinen Martini und nicht genug Sahne für das Erdnusshähnchen hatte ist das Ding insgesamt etwas seltsam geworden.
Am Morgen klingelte die Türe und Liz und Dyron standen zwecks Staatsbesuch auf der Matte, es gab Frühstück mit komischem (aber teilweise sehr leckerem) Zeug und danach schaute der Danny noch vorbei, mit dem ich eine kleine Spritztour unternommen habe, Eugen besuchen. Etwas später fanden wir uns dann bei Kosta und Vio ein zwecks Rambo-Survival-Kochsession und einer Runde Piratenmunchkin, welches wir in dem Moment auch einweihten. Mit die spanise Akzénte, le fronzösiché Accent, the british accent und so weiter. Eine interessante Kaperpartie und jede Menge Blut und Plunder in Schatzkisten. Sacre Bleu!
Ach ja, aus politischer, juristischer, musikalischer und natürlich kultureller Motivation heraus, habe ich den Jolly Roger auf meiner Autoantenne gehisst und für eine Schreibtischaufstellflagge macht er sich bei bis zu 160 km/h gar nicht mal so schlecht, sieht aber jetzt schon schön verwittert aus – wie bei der Black Pearl. :] Arr!
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Videos des Abends:
Megadeth – A tout le Monde
Megadeth – Hangar 18
Bilder des Wochenendes:
Donnerstag bei Maddin



Megadeth


Arr! Mephisto!







Entspannt frühstücken!


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