Blood, Glory & Steel
 
Home arrow Blood, Glory & Steel
   
 
Kompass
Home
Brother Arnoc
Blood, Glory & Steel

Rundumschlag
So klingt Stahl
Schriftwerk
Unterstützung
Kontakt
 
   

Wir werden..

July 31st, 2008

.. ein prächtiges Gartenfest feiern! Ganz wie Jack Sparrow es mal vor sich hinformulierte, wurde es zwar nicht, aber daß der Garten brannte und wir uns das Elfjärige vom H:O:A nicht entgehen lassen wollten stand fest. Wie bereits im letzten Abriss über meine kleine Reise beschrieben, hatten wir uns bestens ausgerüstet und versorgt und brachen am Donnerstag morgen nach Brande-Hörnerkirchen auf. Bis wir da waren, ging die Fahrt auch recht reibungslos, aber als wir dort ankamen hatten wir gelinde Schwierigkeiten uns da zurechtzufinden und uns den Weg durch die Botanik gen Campground zu bahnen. Nach gut einer halben Stunde Rumgurkerei (und das ist in einem Dorf dieser Größe eine Kunst) haben wir uns über die anliegenden Ackerstraßen dann doch zurechtgefunden und kamen auch an wo wir hinwollten.

“Ich nehm noch eine Rolle mit. Will mein eigenes Klopapier. Dann nehm ich aber das blaue mit dem Delfin drauf..”
— Thorstein, eine rolle weißes Papier schwenkend, wo blaue Buckelwale drauf waren

Das Headbangers Open Air ist alles in allem sehr überschaubar. Die meisten Gestalten sind schon seit Ewigkeiten dabei, zumindest sah man es ihnen vom kennen oder von der Heraldik an, einige wirkten aber wie aus den nahen Dörfern herbeigeeilt – ein phänomen was sich in letzter Zeit erstaunlich oft zeigt. Die Metallerschaft wird von der weltlichen Presse mittlerweile eben gern als harmloser lustiger Spaßhaufen dargestellt, bei dem alle willkommen sind und die Tatsache, daß einige die Welt mit etwas stählerneren Augen sehen wird gekonnt unter den Teppich gekehrt.

An dieser Stelle würd ich eigentlich gern eine tierisch lange und unfreundliche Abgrenzungsdebatte lostreten, weil mir dieser Medienrutsch, diese Verharmlosung und Verspielplatzung der Festivals, Konzerte und Meetings so sehr auf die Balalaika geht, daß ich mich ernsthaft frage, wann eine Metalparty den Status eines Beachclub-Cocktailabends erreicht. Jeder der früher dazustieß hat gemerkt daß er was besonderes mitgemacht hat, ist herangeführt worden oder hat selbst angefangen zu lernen was für ihn wichtig ist und es zu schätzen gewusst. Metal ist etwas besonderes, schon immer gewesen – aber einige die heutzutage auf den Festivals rumhängen haben das nicht nur vergessen, sie scheißen drauf. Oder werden hereingedrängt noch bevor sie klar denken können, als Kinder. Das ist doch kein Hort. Hier werden Kinder gemacht, nicht erzogen, hier wird Schlagsahne auf Titten serviert und einige Leute benehmen sich nach allen Regeln der Kunst daneben, lernen draus und feiern sich und andere wie sie es seit Jahrzehnten tun. Aber die beherrschen das auch, im Gegensatz zu den Flaschen die man heute überall zu sehen bekommt, die aufkreuzen weil in ihrem Tausend-Seelen-Kaff um die Ecke nichts los ist und die Bild geschrieben hat daß Metaller freundliche und nette Menschen sind, nur eben laut und langhaarig. Sind einige vielleicht ja auch, aber wen zum Teufel geht das was an?! Aber ich schweife wieder ab – also zurück zum Wesentlichen.. denn auf dem H:O:A war das zum Glück alles noch sehr angenehm. :)

Wir wurden nach unserem Eintreffen auf den Tagescampplatz dirigiert (der dann umfunktioniert wurde wegen Platzbedarf) und bauten uns im hinteren Eck auf, Pavillion, Stühle, Zelte, alles gut verkeilt und an die Karren gebunden, daß nix wegweht und schon konnte die Party beginnen. Maleika war bereits einige Stunden vorher eingetroffen und parkte sich zu unserem Camp dazu, aber auch nicht gänzlich weil sie am Samstag morgen noch Arbeiten musste. Den Grill aufgebaut, den Tisch aufgestellt und erstmal Met ins Horn und ab zum ersten Gig. Der Sound war gut, beschallte uns also selbst bis zum Campground ordentlich, so daß wir Messenger schon spielen hörten als wir da ankamen. Wir genossen die Show, danach die weiteren bis zum Abend hinein, wo Exodus sich die Ehre gaben. Gute Stimmung, nette Leute, bei dem Billing war die Thrashfraktion ausgiebig vertreten, viele bekannte Gesichter – wie zuhause.

Sodom hatte den surfenden Vogel abgeschossen, sowohl von der Stimmung als auch von der Auswahl der Songs – die dazwischengestreute Onkel Tom Nummer und das Motörhead Cover kamen beim Publikum natürlich so gut an wie die altbackenen Klassiker der Thrashlegende. Sehr sehr geil. Blaze präsentierte neues Material, was mir schon ein wenig zu schlagzeugbeheftet war für das was er sonst macht, aber die guten alten Maidenklassiker wie u.a. Futureal und Man on the Edge gingen natürlich direkt ins Blut. Was mir ein wenig Stirnrunzeln beschert hatte war der neue Sänger von Deadly Blessing, irgendwie kickte das alles nich so richtig. Aber auch da wurde das neue Material sehr vom Drumming gelenkt, in diesem Fall empfand ich es als disharmonischer als sonst. Andere Menschen mögen das Progressiv nennen.

Herrliche Sache, das alles. Was mich ein wenig verwundert hat, war der Umstand, daß bis auf einige wenige Leute die Party schon um zwei gen Boden trudelte und nicht mehr viel los war. Sicher gab es den ein oder anderen unermüdlichen Freak (wie auch unseren Holländer vom G.O.D. Stand anderer Festivals) aber im Großen und Ganzen war bei dem meisten Volke nach halb zwei nicht mehr viel Stimmung zu holen. Wir zogen um die Zelte, aber es war dunkel und gespenstisch still. Wundersam. Alt geworden? Kräfte schonen? Seeeehr suspekt das alles. Aber davon wird die Feierstimmung nicht trüb, genausowenig wie die Delikatessen die wir uns auftischten und die Sprüche die wir klopften.

Thorstein: “Was ist denn das eigentlich für ein Bier?”
Schankmaid: “Kaltes.”

Das einzige was mir ein wenig den Wind aus den Segeln genommen hat war die Morgensonne am Samstag, die mich zunächst mit mörderischen Kopfschmerzen aufweckte und mir dann eine übergebraten hat, auf daß sich die Haut erst nach einer Woche richtig zu schälen begann. Sowohl Axehammer als auch Praying Mantis und Wild Dogs legten ordentlichen Sound hin, das haben wir noch in aller Deutlichkeit gehört, aber erst zu Rebellion konnten wir ob des Sonnenstandes wieder einigermaßen klar gucken und denken, dafür machte die Hitze zu viel Gullasch aus dem Hirn. Selbige haben verglichen mit ihrem Gig in Langen etwas geschwächelt, teils schien Michael nicht ganz bei der Kehle zu sein, teils lags auch am etwas lethargisch daherkommenden Publikum. Aber ein paar Momente hab ich zum Reinschnuppern mal mitgebracht – daher nun..

Die Videos vom H:O:A 08:

Messenger – Dr. Stein
Messenger – Metal Day
Benedictum – Balls to the Wall
Sodom – Surfin Bird Medley
Sodom – Wachturm
Sodom – Obsessed by Cruelty
Sodom – Napalm in the Morning
Sodom – M-16
Sodom – Es gibt kein Bier auf Hawaii
Sodom – Ace of Spades
Rebellion – Born a Rebel
Rebellion – Taste of Steel
Rebellion – Kiew

Bilder vom Festival:

Das Camp




Wir sind nicht Dekadent. Wir sind Dekadenz!


Unterwegs aufm Battleground


Messenger

Deadly Blessing

Benedictum


Blaze

Rebellion

Exodus


Sodom

Nach einer großartigen Gartenparty endet für mich also der diesjährige Festivalsommer. Thorstein versuchte mit seinem Kopf der Hängelampe klarzumachen wo es langgeht, Maleika war hellauf begeistert wie es hier zuging und ich entspannte mich auf eine würdige Art und Weise an den letzten Tagen meines Urlaubs. Wir bastelten in den frühen Morgenstunden an gefundenem Zeltequipment herum, bauten ein Buddelschiff aus Alufolie in einer Colaflasche, tapten mehr als notwendig und hatten ordentlich Irish Coffee mit dem mir vom RockHarz noch bekannten Sir Harald. Herrlich. Die etwa 600 km rückfahrt am Sonntag ließen sich mit der neuen Elvenpath-CD die mir Till in die Hand gedrückt hatte gut überbrücken und nach 2-3 Tagen hatte ich auch das Auto entladen gehabt. Und während der Rest der Welt nach Wacken fährt, sich da niedertrampeln oder abfackeln lässt, gönn ich mir eine Dose Wackenbier die ich mir unterwegs abgegriffen hab und schreibe die letzten Zeilen meines Berichtes.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Tags: , , , , , , , , , | 2 Comments »


The Journey continues..

July 23rd, 2008

..to the far north. Nachdem ich mit dem RockHarz soweit durch war, die Truppe sich wieder gen Süden aufgemacht hatte und ich den Kurs Richtung Hamburg ansteuerte, begann für mich die nächste Etappe meines Urlaubs. Irgendwann um den frühen Nachmittag kam ich letztlich in der legendären Hafenstadt an und habe auf den letzten 20 km so lang gebraucht wie von Osterode bis hoch nach HH. Wenigstens ballerte die Sonne nicht vom Himmel als wir da so im Stau standen und die Dänen entpuppten sich als kulante und zuvorkommende Autofahrer. Ich machte erstmal bei Maleika halt, wo ich zunächst auch blieb bis ich am nächsten Tag zu Thorstein weiterzog. Es gab herrlichen Auflauf, leckeres komisches Zeug aus viel zu kurzen Gläsern und gute Musik aus dem Randomizer. Sonntage sind so herrlich ruhig.

Am nächsten Morgen setzte ich die Reise nach einiger Verwirrung fort, so gedachte man sich in Neumünster zu treffen zwecks Einkauf. Kaum waren Th. und meine Wenigkeit vor Ort, ging der Alptraum aller Kassierer und Kunden wieder von vorn los, die Suche nach dem Black Fungus hatte uns wie auch letztes Mal viel Freude bereitet und beladen mit einem Alu-Klapptisch, einem Grillfass und anderen wirklich seltsamen Sachen kamen wir schlussendlich aus dem Einkaufszentrum, nachdem wir das Personal samt Kundschaft von unser beider geistigem und garstigem Unfug haben starr stehen lassen.

Die nächsten Tage waren gefolgt von endlosem Rezitieren des Ziegenliedes aus “Die Rotkäppchenverschwörung” dicht gefolgt von einer Menge enorm feiner Gesöffe und wunderbar marinierter Nahrung. Wir haben uns da festivaltechnisch etwas .. überausgerüstet, könnte man sagen. Zu unseren Hauptmahlzeiten zählte unter anderem Lachs in Dillrahmsoße, in Noriblättern – dazu eine Pilz-Nudelpfanne vom Grill, Rindsteak aus der Hüfte in Rotwein-Thymian eingelegt und magere Schweinerückenmedallions in Majoran, Sahne und Asgaard-Bier Marinade. Die Käsenudelpfanne und Champignons gefüllt mit Kräuter- und Knoblauchbutter gehören da natürlich dazu. Dekadent. Einfach nur Dekadent.

Die Nudelmaschine (so ein Ding hol ich mir jetzt auch!), das hausgemachte Knoblauchöl, die Fetagefüllten Frikadellen.. alleine vom Auflisten der Sachen die wir in wenigen Tagen verputzt haben kann man zunehmen. ;) Einfach nur lecker. Aber was will man erwarten, wenn ein Profikoch und ein Hobbykoch sich zusammensetzen und die Frage bearbeitet wird was auf den Tisch kommen soll? So lässt es sich entspannen. Das ist Urlaub. Und nebenbei die Ausrüstung zusammentragen für den anstehenden Soundsturm namens H:O:A. Aber dazu später mehr.

Bilder der Abende:


Einkaufsbummel

Unfug in der Küche



Lecker, Ruhmreich, nicht zu schlagen! Irgendwann werd ich die Rezepte die wir für unsere Leckereien hier hatten mal niederkritzeln, aber ich glaube dafür müssen einige erstmal ausreifen (bin beim Lachs bei der MK III angekommen und noch ist kein Ende in Sicht). ;)

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Tags: , , , , | 3 Comments »


Harz unterm Rock..

July 20th, 2008

..oder Rock überm Harz. Kurz: RockHarz-Zeit! Das Team traf sich wie immer mal wieder – bei uns hinter der Tankstelle auf dem Parkplatz vom Supermarkt. Tanja, Maubi, Jassi und meine Wenigkeit kauften noch ein paar letzte Reserven und zogen dann mit einem soliden Tempo in Kolonne nordwärts in Richtung Harz um zu Zelten, uns einen einzuschenken und uns lauten, extatischen Musikstücken (of Metal) hinzugeben. Wie wir kurz zuvor erfahren hatten, war das Gelände durch schweres Unwetter zeltuntauglich zermatscht worden, und an dem Problem würde gearbeitet. Wie schlimm es wirklich war, erfuhren wir erst vor Ort. Gerüchten zufolge war dem Hauptzuständigen ein Beteiligter just 2 Tage vor dem Event abgesprungen und das erklärt natürlich die wenigen Kräfte vor Ort. Unseren Hauptcampingplatz organisierten 2-3 Ordner und 1 Security-Mitarbeiter, die soweit ich es erfahren habe eigentlich hintern Grill gehört haben – ihrer Berufsbeschreibung zufolge. Aber gut, für das Bißchen Erfahrung was die Jungs hatten haben die sich ganz brauchbar angestellt und waren trotz des zunehmenden Ansturms immernoch freundlich, menschlich und zuvorkommend – an dieser Stelle ein Danke an genau die Herren.

“Er steht united!.. äh..”
— Maubi

Was wirklich komplett fürn Eimer war, war das “System” der Bändchenvergabe. EINE Person kontrollierte Karten, nur DREI machten die Bändchen. Tausende Standen in einer Schlange und noch nicht mal die Bewohner vor Ort die umsonst reinkamen wussten daß sie durchgehen konnten. Wir standen insgesamt fast zwei Stunden und verpassten somit nicht nur Feuerschwanz, sondern auch noch gut die Hälfte der V8 Wankers, denn bis wir aufs Gelände konnten, waren die Getränke schon vier mal alle und die meisten Leute durchnässt und angefröstelt. Die meisten. Wie auch immer, der Weg von ca. 25 Min. von Campground zum Festplatz war jedes Mal ein Krampf, die im Viertelstundentakt fahrenden Schuttlebusse haben es nicht wirklich besser gemacht, weil sie restlos überfüllt waren und eine halbstündige Spielzeit vieler Bands es einem auch nicht gerade mit dem Timing erleichtert hat. Das sorgte binnen wirklich kürzester Zeit für akute Bocklosigkeit betreffend des Geländes.

“Es heißt ja auch nicht Heavy Metal, weil wir das Mittagessen weglassen..”
— Suffix, nach unserem Hindurchgehen einer Selfmade-Wegabsperrung wie Luft

Selbige Bocklosigkeit führte mich dazu weniger die Bands als das Publikum in Augenschein zu nehmen, so lernte ich im Laufe meines Verbleibs nicht nur die Leutchens kennen die ich da eh zu treffen beabsichtigte, sondern auch andere, Australier, Braunschweiger und Luzerner. Ein ziemlich bunt zusammengewürfelter Haufen, das Publikum dort – bei dem Billing allerdings auch wenig verwunderlich. Was verwunderlich war, war die Offenheit und Freundlichkeit der Leute, die mich schon fast ans Wacken vor 5 Jahren erinnert hat. Denn mal ganz offen gesagt, die “Metalszene” brüstet sich ja immer mit sog. Offenheit, aber je mehr allgemeiner Zustrom dazukam, desto allgemeiner wurden dann die Ausgrenzungen auf den Partygrounds. Klar gibts immer ein paar Freaks mit denen man was unternehmen kann, aber wie sieht die Realität in den letzten Jahren aus? Dieses “Gruppe sitzt, man kommt dazu, bleibt Außenseiter bis man geht weil alle schweigen” ist bei der selbsternannten Partyelite ja fast schon Mode geworden. Bei irgendwelchen schnorrenden Saufkids aufm Wacken versteh ich das ja auch durchaus, aber das als allgemeine Stimmung anderen gegenüber ist doch wohl kaum als angenehm zu bezeichnen. Wie auch immer – hier auf dem RockHarz waren die Camper locker, gut drauf, egal wie scheiße die Orga lief oder das Wetter war, man hatte das Gefühl zuhause zu sein, man kommt hin, quatscht, trinkt ein Bier, wankt weiter, kommt hin, quatscht.. alles easy.

Musikalisch gesehen, haben mich die V8 Wankers live überzeugen können – macht Spaß. Alestorm waren nicht uninteressant, aber der Mythos verliert ein wenig auf der Bühne, was nichts daran ändert, daß die auch gute Laune machen (wer kennt schon depressiven Piratenmetal?). Neaera hat viel mit dem Publikum gearbeitet (so ne Schlachtreihe oder ums Mischpult rennen lassen is schon geil) und das Diablo Swing Orchestra hat es nicht nur auf Platte auf dem Kasten. Wobei ich an der Stelle sagen muss daß ich immernoch nicht genau weiß wann meine Cam einen guten Sound liefert und wann sie mit dem Bass überfordert ist, das bedarf noch etwas an Experimenten. Die ganzen großen Acts hab ich mir diesmal irgendwie geschenkt, das ständige halbstündige Rumgelatsche, Geschlamme auf dem wenig abenteuerlichen Festivalground und Gedränge im Bus waren nur wenig verlockend, wenn man grad in guter Gesellschaft unterwegs war. Aber was ich sehen wollte habe ich gesehen. :]

Videos der Woche:

Diablo Swing Orchestra – Balrog Boogie
Diablo Swing Orchestra – Pink Noise Waltz
Diablo Swing Orchestra – Velvet Embracer
Neaera – Save the drowning Child

Bilder des Events:

Calm before the Storm


Seltsame Begebenheiten

Der Battleground


Diablo Swing Orchestra


Neaera

Neue und bekannte Gesichter


Lagerleben bei uns



“Schönes Schaf.. braves Schaf.. *streichel*..” – “Du, des is ein Schwein..” – “Sei still, über die Chemo macht man keine Witze!” – hach wie haben wir das Niveau beerdigt. Suffix hat da natürlich (unter anderem unter dem Einfluss des guten Sir Harold) ordentlich dran mitgewirkt. “Entschuldigung, darf ich Ihre Muschi streicheln?”- “Ja, aber nur wenn Sie meine Katze halten!”. Es war wie es immer ist. Wenn wir irgendwo anfangen aufzudrehen, verkriecht sich das Niveau unter dem Bett und weint leise. Einen auf zivilisiert machen kann ja jeder. ;)

Schön waren dann die spontanen Situationseinlagen wo ich irgendwo unterwegs war und ein Kerl namens Marco die vorbeigehenden Leute hinter seinem Zelt warnte:”Achtung, Leine, fast Schwarz..” Es tat einen Schlag, die Zelte wackelten und jemand schrie kurz auf. Daraufhin nur noch ein knochentrockenes “Genau die mein ich.” Alles in allem: ich hab mich königlich amüsiert, ich glaube mir wärs egal wer da nächstes mal spielt, allein wegen des Campgrounds lohnt es sich da vorbeizuschauen.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Tags: , , , , , , , , , , , | 3 Comments »


Endlich Urlaub..

July 16th, 2008

..nach ein paar Stunden zu viel vor dem Rechner und ein paar Stunden zu wenig schlaf gehts für mich gen Nordwärts. Erst statte ich dem Rockharz einen Besuch ab, dann gehts noch weiter nördlich bis ich irgendwann beim H:O:A ankomm. Bis dahin sollte einige Zeit ins Land gezogen sein und hier gibts dann wie üblich zu lesen wie es war. Passt auf Euch auf, lasst es Euch gutgehn und tut nichts was ich nicht auch tun würde. ;)

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Tags: , , | No Comments »


Hail and Kill..

July 15th, 2008

..with Power! Das zweite Magic Circle Festival war auf dem Plan und ich war sehr gespannt wie die Umsetzung des beim letzten Mal angekündigten Programms aussehen würde. Das Billing war schon mal sehr vielversprechend und bis auf Whitesnake und Def Leppard (wie sich am zweiten Tag rausstellte) sollte auch soweit alles klappen. Einer der Vorteile von nur einer Bühne – wenn man es echt drauf anlegt, bekommt man auch alles zu sehen. Ich bin diesmal im Alleingang hochgefahren, wusste aber daß ich Maubi und Micha auf jeden Fall antreffen werd, hab noch mit Andreas von den PGM spekuliert, der musste aber absagen, da seine Truppe beschlossen hat die Fahrt zu canceln. Wie dem auch sei, vier Tage pennen im Auto, Cornyriegel, etwas Huhn in Estragon&Honig von Daheim, Bratwurst und den einen oder anderen Trunk aus dem Horn, so sah die Rationsplanung aus. Maubi hatte Steels (ehemals auch bekannt als Nils) per Zufall ausfindig gemacht und so wankten wir von Camp zu Camp, bis irgendwann auch Nico zu uns stieß, bummelten über den Markt und erfreuten uns des gussreichen Wetters. Geile Idee fand ich daß die Runningorder auf jedem Bierbecher abgedruckt war.. DAS ist mal Einsatz richtiger Mittel.

Musikalisch gesehen war für mich Alice Cooper einer der Höhepunkte und die Show hatte es wieder in sich.
die MSG-Fraktion früher des Tages hatte ich mir wegen Doctor, Doctor nochmal angesehen, war aber wenig von dem Stehaufmännchen-Prinzip begeistert – was mich ja schon in Wacken nich sonderlich überzeugt hatte. Was mir allerdings (wie üblich) gefallen hat, war Stormwarrior – diesmal begannen die Nordmänner mit dem Material vom neuen Album, entgegen der traditionellen Reihenfolge. Fetziger Gig, wenn ich auch den Eindruck hatte, daß viele aus dem Publikum noch nicht ganz wach und voll dabei waren, aber bei der Uhrzeit als zweite Band nach dem Party-Donnerstag wenig verwunderlich.

Wer mich live beeindruckt hat, waren Gotthard – ich hab von den Schweizern ja schon einiges Material gehört, aber die haben nicht wirklich klick gemacht bei mir im Kopf. Das sollte sich jetzt ändern, denn die machen auf der Bühne eine Menge Spaß, sind locker und gut gelaunt. Ich glaube ich werde meinem Vater aufschwatzen daß wir solang der hier is auf die Deep Purple und Gotthard Geschichte gehen, wenns mal in der Umgebung ist. Über W.A.S.P. brauchen wir nicht wirklich zu diskutieren, denn was Blacky und seine Leute live können, hat schon lange vor meiner Zeit Geschichte geschrieben.

Und ja, da wären noch ManOwaR. Jeder der schon mal auf einem Manowar-Konzert war erinnert sich unter Garantie an brechende Lautstärke, pathetische Kompromisslosigkeit, Dreckige Sprüche mit Joey, DeMaios Versuche Deutsch zu sprechen und eine Welle, die von “Legendär” über “Episch” bis zu “Zusammenhalt” reicht. Dreckig, blutig und ohne jede gnade. Dafür lieben wir sie doch. :-D Nachdem beim ersten dreistündigen Marathon die Battle Hymns, die Into Glory Ride und die Hail to England zum Besten gegeben wurden und die Menge sich an klassikern aus grauer Vorzeit erfreut hatte, ging es beim zweiten Abend derber zur Sache. Die Sign of the Hammer, Fighting the World und die Kings of Metal gaben nicht nur richtig derbe auf die Fresse, die selten live gebrachten Sachen waren die wahren Perlen, so war bei Guyana und Defender fast schon eine Gebetsatmosphäre des Stahls erreicht und die Stimmung mehr als “just fuckin’ unbelievable!” Dieser Sound überforderte nicht nur das Mikro meiner Kamera, sondern kickte so weit, daß man sich echt keine Anstecken konnte weil der Bassdruck einem das Feuerzeug auspustete. Es hallte über die Hügel, über die Zeltstadt und in die schier endlose Nacht hinein.. was ein Konzert. Epische Ausmaße. Schwer zu toppen. Ohne Scheiße. Was für eine Geburtstagsfeier für Eric Adams.. :D

Videos des Festivals:

Gotthard – Anytime Anywhere
Gotthard – Sister Moon
Manowar – Death Tone
Manowar – Fighting the World
Manowar – Mountains
Manowar – Pleasure Slave
Manowar – Shell Shock
Manowar – The Oath
Manowar – Violence and Bloodshed
MSG – Doctor, Doctor
Stormwarrior – Heavy Metal Fire
Stormwarrior – Into the Battle
Stormwarrior – Iron Prayers

Bilder des Battlegrounds:

Campsite, Leute und Geschichten






Get your lazy arse to the Battleground!


MSG und Publikum

Alice Cooper as good as ever :)

Stormwarrior zum zweiten Mal auf dem MCM

W.A.S.P.

Gotthard

Holy Hell und “Metal Force” – die erste Majesty-Coverband

Have a look around

Ladies and Gentlemen, from the United States of America, all hail – Manowar!



Die Kehrseite der Medallie: Zum einen kursieren wilde Gerüchte (of the Wild), daß Scott dem Joey für seine Geschäftspraktiken eine gezimmert und gekündigt haben soll, was auch erklärt warum Rhino beim Gig und der Autogrammstunde an seiner Stelle war – zum anderen hier ein Wermutstropfen, der mir persönlich einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen hat..

Leider ist das kein Gerücht. Majesty ist Geschichte. Scheiße tut das weh diese Worte zu schreiben. Die letzten gut und gern 7 Jahre war diese Band ein fester Bestandteil meines Lebens, die Lieder bauten einen auf, wenns nichts mehr gab was man hätte aufbauen können und gaben einem Mut, wenn alles aussichtslos schien. Allem Anschein nach hat der Rechtsstreit mit Massacre (der vermutlich auch der Grund dafür war, daß Majesty nicht auf der letzten Magic Circle Festival DVD gewesen ist) Tarek dazu bewegt die Band umzubenennen. In (und jetzt haltet Euch fest) “Metal Force”.. -.- Nicht nur daß es bereits eine Metalcoverband mit dem Namen gibt, es ist auch so abstrakt und identitätslos wie nur denkbar. Selbst mit “Metal Monarchs” wäre das ganze Konzept besser gefahren, zumal die Band hin und wieder eh so genannt wurde. Aber nein, natürlich wird das keinem erzählt. Und wofür braucht eine Band namens Metal Force einen Fanclub namens “Majestic Metalheads” – nicht verwunderlich also, daß die Versorgung jenes FC mit dem nötigsten frühzeitig gekappt wurde. Hätte ja sein können, daß einer der langjährigen Fans und Supporter ein Problem mit den kommenden Schritten hat. Oder noch schlimmer, Lösungen, besseren Ideen.

Also lieber Kopf in den Sand und auf dem Gig in Unterbalbach große Reden schwingen. Ja, lob Du nur die Treue der Fans. Aber selbst keinen Funken für das was Fans wie Musiker, Freunde wie Herausforderer gemeinsam aufgebaut haben? Eine Bandidentität die sich locker mit so mancher Genregröße messen kann! Charakter? Aber wer sind wir schon, wir Fans? Es ist ja nicht so daß wir unersetzlich wären. Und für jeden der früher “Hail Hail to Majesty” schrie stehen jetzt drei da die “Hail Hail to Metal Force” brüllen. Aber ob die die nächsten 8 bis 10 Jahre dabei bleiben und wenn nötig mit dem Blut für die Band einstehen, die mittlerweile aus nur noch einem der ursprünglichen Mitglieder besteht, das wag ich sehr zu bezweifeln! Eine nette kleine Farce.

“Die Tauberbischofsheimer Puppenkiste präsentiert: Tareks wundersames Kasperletheater!”
— Micha “The Lord of Metal” Reis, Ex-FC-Leiter (of bis zum bitteren Ende)

Ich blicke jedoch mit Stolz und Freude auf Majesty zurück. Und bin auf eine sehr zynische Art irgendwo erleichtert, daß sich der Name geändert hat und der “identität” Majesty wie ich sie noch in Erinnerung habe so zumindest weitere Peinlichkeiten erspart bleiben. Tarek sagte “Wir läuten ein neues Zeitalter des True Heavy Metal ein!” – das ist die Stelle wo ich mich frage, wie es kam daß wir die zum “alten” Zeitalter gehören auf einmal nicht mehr gut genug sind und Leute nach sich über 10 Jahre den Arsch aufreißen behandelt werden wie Luft. Wenn ich sowas sehe wird mir schlecht. Das ist das Fallenlassen nach Gebrauch. Großes Kino. Peinlich und feige. Viel mehr ist dazu nicht zu sagen, es spricht für sich.

Festival war geil. Punkt. Ende der Debatte. :D

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

P.S.: Die Alice Cooper videos sind auf YouTube gesperrt worden und deshalb auch nicht verlinkt.

Tags: , , , , , , , , , , , , , , | 3 Comments »





Unser Stahl ist frei von lebensverlängernden Zusatzstoffen und die mit ihm hergestellten Rückstände sind zu 100% biologisch abbaubar.
 
“The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.”
--- William Shakespeare ---