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..kündigte sich schon ewig an. Nach der üblichen kleinen Werbetrommel versammelten sich auch so einige zu dem Dragonsbreath II in der Halle, wie fast ein Jahr zuvor, aber diesmal mehr Leute wie es schien. Den Abend eröffneten Ira Tenax mit einem soliden, manchmal eine Spur zu langsamen, aber durchaus atmosphärischen Sound. Die Stimme gab dem ganzen das gewisse Etwas und obwohl ich an einigen Stellen wünschte es würde Geschwindigkeitsweise mehr zur Sache gehen, kann man sich durchaus nicht beklagen, weger über die gelungene Leistung der Band, noch über die Soundmische an sich, die heute wohl wieder besser zu sein schien als bei dem letzten Konzert hier. Das einzige was ich an dieser Location auszusetzen habe, ist die Tatsache daß man bequem aus der fünften Reihe alles sehen kann und nur wenige die Gemütlichkeit aufgeben ihren Allerwertesten zu erheben und vorn richtig mitzumachen – aber gut das scheint abhängig zu sein von dem Gig, der Uhrzeit und Stimmung.

Nach der ersten Band, war Raised Banner auf dem Programm, die eine sehr untypische und teils schon fast als progressiv zu bezeichnende Heavy-Musik zum besten gaben. Sehr interessant waren dabei die stimmlichen Komponenten, da der Schlagzeuger Black-Metal-artige Screams von sich gab und die beiden Jungs vorn, einer tief und einer hoch, das ganze vielseitig gestaltet haben.
“Mögt Ihr Wikinger? Ja? Wir nicht! Und deshalb ist das nächste Lied über Sarazenen und Babylonier..”
— Life-Permit-Ansage zur Verwirrung
Das einzige, was nicht wirklich glatt runterging wie Öl, waren die Breaks die eingebaut waren. Wenn man mehrere Stile kombiniert und das ganze als Gesamtwerk betrachtet, sollte eine gewisse Schlüssigkeit wie auch Harmonie präsent sein, von der leider nur wenig zu merken war. Es war teils sehr Chaotisch, vielleicht nicht schlecht, aber zu unruhig für meinen Geschmack. Einen kurzen Überblick gibt “The Scar I Wear” , “Prisoner of Love” und “Life Permit”.

Als dritter Act folgte die deutlich härtere Stufe des Tagesplans in Form von ziemlichem Unheil. Die hatten trotz einiger Besetzungsverschiebung wegen Schlagzeugerausfall ganz ordentlich losgerümpelt und ließen keinen Stein auf dem anderen. Da sie auch ihre eigene kleine Fangemeinde mitgebracht hatten, flogen vorne zu chaotischer, wenn auch durchaus nicht monotoner Soundbrutalität Haare in entsprechender Menge. Der Sänger wirkte eindeutig als wär er geistig über das Stadium “Abgefahren” schon hinaus, was dem ganzen showtechnisch auch durchaus die Krone aufgesetzt hat. Spielerisch kann ich mich da zwar nur schlecht reindenken, weil das nicht ganz meine Welt ist, aber um es mit den unsterblichen Worten von John Crispy zu sagen: Es klang als sollte es sich genau so anhören. Kurzum, hart, abgefahren und durchaus vielstilig, wenngleich das auch nichts ist, was ich mir auf Dauer hörtechnisch fahre.

Nach dem Klangteppich des Unheils kam Torian auf die Bühne. Sehr klassischer, Liederweise elementorientierter Powermetal wie er sich gehört. Eingängige Riffs, gute schnelle melodische Parts und gute Laune. Sehr schade find ichs an solchen Momenten dann halt, wenn die Leute ihre müden Hintern auf den Bänken und Stühlen lassen, auch wenn ihnen die Musik gefällt. Ich käm mir als Musiker blöde vor, aber zum glück sind ja nicht alle Leuts hier so gewesen. Und Torian hat mit dem entsprechenden Vorbild gedient, die wirkten wesentlich wacher und motivierter als so manche Band, die auf dieser Bühne schon gestanden hat. Und wackelten mit der Haarpracht.
“Hey – wir machen einen Deal: Wir kamen die 300 km hierher um zu spielen,
ihr kommt jetzt die drei schritte vor, wär das was?”
— Marc motiviert die Leuts
Nungut, nachdem einige mehr sich vorgewagt hatten gings auch gleich weiter zur Sache. Ich kann mir nicht helfen, aber der Haarschopf von dem Sänger erinnerte mich immer wieder an Fluffy Joe, wobei die Gestalt vor mir auf der Bühne wohl etwas vertikaler gewesen ist. Nach ein paar sauber hingelegten Tracks folgte dann auch mal ein wenig Material mit dem ich auch von der Seite her vertraut war, nämlich Icefall. Alles in allem war es eine runde Sache, wenn man auch definitiv ein Fable für europäischen Powermetal haben sollte, um sich bei dieser Band richtig wohlzufühlen.

Aufgrund verschiedener Umstände, war es für mich nicht mehr möglich, mir noch Fierce anzuschauen, schade eigentlich – ich bin aber sicher sie haben ihre Sache in gewohnter Qualität abgeliefert. Alles in allem war auch seitens des Veranstalters das Ereignis ein Erfolg, mehr Leute als das mal zuvor und eine gutes, gemischtes Billing, so daß eigentlich alle Beteiligten zufriedenen Geistes heimwärts konnten als das Spektakel beendet war. Ich freu mich schon aufs nächste und bin mal gespannt, was es da an Bands geben wird.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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..wie früher. Ich muss zugeben, ich bin schon lang nicht mehr im Mephi gewesen – teils aus musikalischen Gründen, teils einfach mangels Motivation in die Stadt zu fahren, aber das ist ne lange Geschichte. Tatsache ist, ich war jüngst im Mephi und es war gemütlich, ruhig und wir hatten den oberen bereich fast durchgehend für uns allein. Jochen und ich waren schon ne ganze Weile nicht mehr abends weg und haben uns einiges zu erzählen gehabt, was für eine angenehmere Location könnte es da für uns geben? Das ist einfach klassisch. Mangels CD-Lesefähigkeit der Anlage, haben wir im Hintergrund eine Weile die Gypsy Kings laufen gehabt und einiges an Köstritzer vernichtet.

Solche Abende vermisse ich, sie sind selten geworden, aber so selten wie Zeit mittlerweile ist, ist es eigentlich ein Wunder daß sich das überschnitten hat und man mal was unternehmen kann. Wir haben kein Thema ausgelassen und wirklich eine immense Kommunkationsflut aufgebaut um die letzten Monate mal richtig aufzuholen. Brainfucked communication system. Glorious.
“Viele Wege führen nach Rom, aber die meisten unterschlagen daß mindestens genauso viele Wege von dort weg führen.”
— Ragnfrid
Der Abend endete mit einer Rückführung gen Heimat, bei der Gelegenheit halfen wir auch einer leicht verloren wirkenden und ziemlich angeheiterten jungen Dame aus einem der neueren EU-Länder ihren Weg trotz später Stunde zu finden und ein vor dem Polizeipräsidium verloren wirkender junger Mann brauchte noch einen räumlichen Hinweis einer Telefonzelle.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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..was mir hätte eigentlich auch vorher auffallen sollen. Vielleicht kommen die mit der Technik nicht ganz hinterher, vielleicht brauchen sie noch einen Moment um sich zu fangen, nach dem internationalen Hochrüsten in der Musikindustrie und vielleicht läuft noch nicht alles, aber ich finde das ist ein deutliches Statement:
“Something we’ve wanted for years — for people who visit Last.fm to be able to play any track for free — is now possible. With the support of the folks behind EMI, Sony BMG, Universal and Warner — and the artists they work with — plus thousands of independent artists and labels, we’ve made the biggest legal collection of music available to play online for free, the way we believe it should be.”
— The Last.fm Blog
Ich glaube das ist ein großer Schritt nach vorn in der multimedialen Welt und vor allem durch ein kleines Projekt Namens Songbird wird diese Sache für uns bald sehr interessant werden. Es bleibt spannend, es bleibt alles anders und ich warte auf den Tag, wo absolut jeder absolut alles hören kann und darf und die Möglichkeiten dazu hat frei zu entscheiden, wann er das möchte ohne daß ihm da eine Steuerungssoftware á la DRM im Nacken sitzt. Das ist nämlich der Moment, wo sich Qualität durchsetzt.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
—- NACHTRAG —
Diese Interessante Meldung hier machte mich auf die Zensur von Wikileaks aufmerksam. Bekanntlich sind Zensur und Maulkörbe nicht unbedingt was, was ich unterstützen will, daher dieser Nachtrag. Dank an Db0.
(Ich übernehme keinerlei Haftung für den Inhalt der verlinkten Seite und mache ihn mir auch nicht zu eigen.)
— NACHTRAG ENDE —
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..und lange Wochenenden. Im Grunde war es sowas wie ein kurzes Durchatmen – nett, überaus erholsam, aber keineswegs lange genug. Was solls, ich bin wenigstens von meinen Schlafrhythmusstörungen (größtenteils) kuriert und technisch mittlerweile ein Stück weit besser ausgerüstet, da der Teufel persönlich bei mir musiziert. Die Concept E Magnum Power Edition nennt sich das Schmuckstück und ich kann mich echt nicht beschweren – nicht einmal wenn man richtig aufdreht (was man mit 450 W nicht zu oft machen sollte) klingt es laut, weil die Soundqualität konstant bleibt. Ich glaub aber ich sollte mir was für den Subwoofer einfallen lassen, weil ich mir nicht sicher bin, ob das Laminat das auf Dauer mitmacht.

Einige Momente dieses enorm langen Wochenendes waren recht Mühsam, vor allem weil ich überhaupt nicht die Zeit hatte wirklich alles nachzuholen, was während des Januars oder teils noch von vor Silvester liegen geblieben war, aber drei Viertel sind keine schlechte Quote und als krönenden Abschluss verschlug es mich auch noch nach Rodgau, wo ich Lucy wiedertraf und Daniel endlich mal kennenlernte. Seit dem Treffen in Viernheim sind ja jetzt auch schon ein paar Monate ins Land gezogen, aber wunder oh wunder, selbst das haarige Biest von unter dem Tisch erinnerte sich noch an mich (auch wenn ich im Gegensatz zu Stefan (aka. Risingpower/Rieslingpowder) nicht immer was zu essen in der Hand hatte. Seltsamerweise verschwand Castor für den Rest des Abends unter dem Bett und war nicht mehr zu sehen. Bei unseren musikalischen Bemühungen keineswegs verwunderlich..

Eigentlich verlief der Abend ruhig und gemütlich, doch irgendwann bekam ich einen meiner folgenschweren Einfälle. Ich dachte mir: Hey, ich hab noch 3 AK-47 im Kofferraum und jede Menge Munition. Und wir sind hier auch zu dritt..
“..und dann begann das Blutbad! Für einen Moment wurde dieser Ort zum Platz des jüngsten Gerichts!”
— FBI Special Agent Paul Smecker, Boondock Saints
Ich holte den Krimskrams aus dem Auto und wir starteten das Aufmunitionieren und Trainieren. Bei einer von Daniels Zielübungen, hat es leider das offenbar etwas dünnwandige Whiskyglas erwischt und es bröckelte ein Stück Glas durch die Gegend. Nach dem Kerzenausschießen verurteilten wir die Glasreste für die Kontamination des Whiskys zum Tod durch Erschießung und eröffneten (zielgenaues!) Feuer, was dafür sorgte, daß bis auf einen Stumpf und einen Glasring nicht mehr viel blieb. Da uns aber stille und unbewegliche Ziele auf die dauer nur begrenzt unterhalten haben, stellte sich Lucy großzügigerweise zur Verfügung und versorgte uns mit schreiender Trefferfläche. Dank erstmal dafür an dieser Stelle.

So ganz langsam kommt der Alltagstrott wieder, ich bin wieder unausgeschlafen, das Internet geht hier nur alle Schaltjahre und die Umzugskartons schwinden. Naja, eigentlich wird es mal Zeit, daß ich mein Domizil mal ablichte – aber ich glaube das hat noch nen Moment bis ich hier die ganze Wellpappe weggeräumt habe und man einen Blick auf das .. uhm.. Mobiliar? .. erhaschen kann. Wär hier nicht so unglaublich viel Krimskrams wärs fast schon gemütlich zu nennen, aber mangels Schränke weiß ich grad echt nicht wohin mit dem Zeug.. o_O
Ha – heute die Megadeth- und die Pagan Fest Karte geholt. Das wird wieder ein geiles Jahr!
Hail to the Kingdom of Stahl!
Brother Arnoc
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