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Majestic Metal Meeting..

December 30th, 2007

..im Tauberland. Wie seit einiger Zeit geplant gewesen, machten Majesty dieses Jahr das Schlusslicht der Konzerte zwei Tage vor Silvester. Das nenn ich mal Licht aus mit nem Wumms! :) Ein Aftershow Majestic Metalheads Fanclubtreff war ebenfalls geplant, also packten Dyron, Storm und ich unsere schwermetallischen Hintern ins Auto und segelten die A3 runter richtung Lauda-Königshofen und Umgebung. Unnötig zu erwähnen, daß wir uns – wie immer in dieser Konstellation, wenn es um Majesty geht – verfahren haben. Man denke nur zurück an einen gewissen Gig bei Osnabrück, bei dem wir eine Ausfahrt nehmen sollten, die noch im Bau war und somit noch nicht existierte. Irgendwann als Hamburg ausgeschildert wurde, kehrten wir um.. komische Sache das. Aber zurück zu unserem kleinen Unterfangen jüngster Natur. Wir kamen an, parkten und stiefelten hinein. Prompt empfing uns Micha und einige andere bekannte Gesichter – offenbar haben wir mit unserem kleinen Ausflug auf diversen Nebenstraßen das Pre-Meeting verpennt. Schön jedoch wieder daheime zu sein! Dyron fühlte sich bald schon diskriminiert, da die XL-Shirts schon aus waren bevor es losging und die alkoholischen Getränke vom Kaliber Jack-Coke nicht wirklich was hergaben.

“Das ist ja furchtbar! Hier werden Dicke eindeutig diskriminiert! Erst gibts hier keine Shirts in anständigen Größen, dann bekommt man Drinks in Kinderportion. Mit gerade einem Wurstfingerbreit Jacky..”
— Dyron weiß noch nicht ob er das persönlich werten soll

Das das mit dem Merch nicht ganz stimmig war, hab ich aber auch gesehen. Die trödelten, mussten alles zig mal nachschlagen, immer suchen und hatten keine Ahnung was sie da verkauften. Abgesehen davon natürlich, daß ich mich noch immer frage, was aus dem Prachtkerl vom “Keep it True”-Cover geworden ist und warum wir jetzt einen Fußgänger-Conan mit evil Hörnchen haben. und überall dieses Orange.. ich werd damit nich ganz warm. Diese schwarzweißen Longsleeves waren gruselig *brrr* – da wünsch ich mir dann doch eher die schwarzen Shirts mit Schriftzug zurück, die vorn einfach ein schlichtes Majesty hatten und hinten entsprechend den Spruch der Sprüche. ;) Aber gut, das sind ein paar Gedanken, die man sich im Laufe einer “Bandentwicklung” so macht.

Dyron motzig Happy Metal Soldier Storm

Nach einer Weile begann der Support auch loszulegen. Destination’s Calling hieß die Truppe die da auf der Bühne stand und die hat sich ganz schön ins Zeug gelegt. Zumindest bei den ersten zwei Tracks langten sie ordentlich zu, was aber bei darauffolgendem Material ausdünnte. (Hier ist mal ein Eindruck – gleichnamig zur Scheibe der Titeltrack “Invisible Walls”) Schade eigentlich, Potenzial war da, aber der Kick fehlte und nach einer Weile wurde es ein wenig unspektakulär. Nicht unbedingt schlecht oder unprofessionell, das keineswegs – aber .. eben nicht gerade vom Hocker reißend. Leider. Nach dem Anfang hab ich irgendwie mehr erwartet.

Destination’s Calling Destination’s Calling

In der kurzen Umbaupause stiefelten wir erstmal raus eine qualmen und machten uns über 2 Dosen rote Bullen her. Bei dieser Gelegenheit lief mir Nico in die Arme, die ich seit dem W:O:A 06 nicht mehr gesehen hatte. Wir quatschten ein wenig über den angehenden FC-Treff und spekulierten über eventuell ungetroffene Vorbereitungen unsererseits, z.B. das Nicht-Einplanen eines längeren Verbleibs (of Nächtigung) usw. Nach einer fast an Manowar auf dem MCM erinnernden Pause kamen die Majestäten dann auch auf die Bühne und bretterten mit “Hellforces” erstmal los. Tareks Stimmgewalt hatte der Tonregie wohl einige Probleme bereitet, so das das Mikro erstmal nachjustiert werden musste.. ;)

Lang ist es her.. Nanuuu?!

Spätestens ein paar Hymnen später wusste aber jeder einzelne warum er da war, denn Tarek hat mal wieder ganz deutlich klar gemacht, wo der Hammer hängt und ergriff die Gelegenheit uns zu erzählen was ihn seit eh und je an der Musiklandschaft so ankotzt. So kennen wir das und so wollen wir das auch. ;) Flammende Reden, fliegende Haare, bretternder Klang und singende Stimmen, ein herrliches Gefühl und Gefüge (abgesehen von dem Stehaufmännchen mit Geltungsdrang rechts hinter mir, was mit seinem Organ natürlich unbedingt Querraumbeschallung praktizieren musste und mich fast meines akustischen Wahrnehmungsvermögens gänzlich beraubt hätte.. besten Dank auch. o_O Aber was wären die Gigs ohne Freaks?) Es folgten die altbekannten Klassiker, ein mal Quer eine Schneise aus Sound durch die Bandgeschichte. :) Dann verließen die Jungs die Bühne plötzlich mit der Ankündigung ihres neuen Saitenkünstlers und überließen ihn einer Vorstellung (of Solospiel) die mich doch arg an Karl Logans Einstand bei Manowar erinnerte, wie es auf der Hell on Wheels II zu sehn war. Er war gut. Schnell, präzise, so wie es sich gehört..

Majesty Guitar Power

Leider konnten wohl nicht alle geladenen Musiker erscheinen, aber da man auf Dawnrider nicht verzichten konnte und wollte, stieg Charly (Paradox) mit ein und sie verpassten uns ein herrliches Duett á la When our Troops unite. :) Wann hat man schon mal die Gelegenheit von DR mal was live mitzuerleben? Herrlich! Ich goss mir einen nach und wechselte mal ein wenig die Position und Perspektive um zu sehen, wie der Klang im Raum sich sonst verteilte und bekam aus etwas weiterer Entfernung gen Ende noch die Chance sowohl “Epic War” als auch “Keep It True/Metal to the Metalheads” aufzunehmen, während einige aus den Majestic-Metalhead-Reihen die Bühne bekletterten und für noch mehr Stimmung sorgten. :) In so Momenten weiß man einfach wieder was unsere Konzerte von denen der anderen unterscheidet und das ist für mich auch der Grund mich von größeren Geschehnissen wie dem Wacken-Desaster so weit herauszuziehen wie ich kann. Wer braucht die schon, wenn man solche Abende und Gigs wie diesen erlebt? ;)

Dawnrider-Unterstützung Majesty

Als das Konzert vorbei war, irrten wir auf Michas Geländemarschanleitung zunächst mal quer durch die Botanik. Raus und zwo Mal links, gradaus und dann weiter bis zum Licht. .. ähm, ja. ;) Alles klar. Die Fischerhütte neben dem Bach, wo auch Kläranlage in der Nähe. Na denn Mahlzeit! Wir fanden jene Hütte aber ohne Probleme und ließen uns einen Moment lang nieder, genossen das ein oder andere Getränk und philosophierten über Sinn und Unsinn der Tierwelt, Jagdtrophäen und Fische, die über seltsame aquadynamische Eigenschaften verfügten.

Angelhütte Sebastian & Nico

Deerfishing

Leider setzte die Ermattung bei unserer Truppe so schnell ein wie der Frost und als sich dann alles ein wenig zog – zugegeben in angenehmer Gesellschaft, wenn auch leider ohne metallische Beschallung – machte sich eine innere Aufbruchstimmung breit, der wir schlussendlich nachgaben. Ich glaube, wenn man das ganze Unterfangen unsrerseits ein wenig aufmerksamer plant und ich nicht zwischen Tür und Angel so eine Aktion einrichte, könnte man das beim nächsten Mal durchaus ausführlicher gestalten. Mit Übernachtung und ordentlichem Umtrunk. Ohne den dorfeigenen Kinderchor mit Fangequietsche (wie man stellenweise nicht umhinkam festzustellen) feiert es sich schließlich gemütlicher und wenn man nicht noch etliche Stunden Fahrzeit vor sich hat, läuft das ganze sowieso seine ganz eigene Bahn. Aber gut, alles zu seiner Zeit – wir waren müde, hungrig und dennoch zufrieden, Helltrain dröhnte durch die Boxen und die Autobahn war unser. Ich ging nochmal die geistige Checkliste durch, freute mich die Koordinaten vom KIT bereits auf der Hinfahrt in den Navi geprügelt zu haben und kam nicht umhin zu lächeln weil ich weiß, was im April auf mich zukommt. Seid dabei oder lest davon! :-P

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Zedember, Hälfte zwei..

December 27th, 2007

..hatte es in sich. Ich glaube so rastlos war ich schon lange nicht mehr. Einerseits habe ich enorm viel Ruhe gebraucht, die mir meine Umgebung nicht gönnen wollte, andererseits gab es viele angenehme Begegnungen die ich echt nicht missen wollte. Alles in allem habe ich die Zeit um Mittwinter herum gescheit überstanden, wenn mir auch lieber gewesen wäre sie in den eigenen vier Wänden zuzubringen anstatt zwischen Tür und Angel. Letzten Endes kann ich mich aber über die Gastfreundschaft dieser Chaos-WG sicherlich nicht beklagen, ich habe mich für etwa eine Woche bei Liz unterm Bett einquartiert und es mir einigermaßen bequem hier gemacht. Es geht hier manchmal relativ verrückt zu, aber nichts was ich nicht auch so schon gewöhnt gewesen bin oder mich großartig überrascht. Alex und Isi hängen in aller Seelenruhe vor dem Rechner und Klicken ihren Zeigefinger mit WoW ins Halbkoma, ich entspanne mich sofern möglich beim Kochen und Musikhören und unternehme gelegentliche Ausflüge. An sich alles ganz angenehm.

Unter dem Bett wohnen Monster :) Digitale Bitfresser zum Beispiel
Bewohner Überall Streifen

Einer dieser (unter anderem sehr kulinarischen) Ausflüge hat sich zu Dyrons Geburtstag ereignet und führte uns ins Sam-Pan, meinen Lieblingsimbiss (of asiatisch) mittlerweile. Ich hatte aus einer plötzlichen Eingebung heraus dort einen Feuertopf (ab 4 Pers.) bestellt: Ein Gericht, welches in China seit ca. 1400 v. Chr. so serviert wird. Das Prinzip ist einfach: Es wird eine schmackhafte und noch köchelnde Suppe in einem Kessel inmitten des Speiseplatzes gestellt und verschiedenste Köstlichkeiten (vom Shrimp bis zu Rindfilet, Tofu und anderen Sachen) werden dort hineingegeben und wieder rausgeangelt (mit Netzlöffeln). Selbiges mit drei verschiedenen Nudelsorten, diversen Beisoßen und Grünzeug. Was wir NICHT wussten war, daß der erste Gast, der in diesem Laden einen Feuertopf bestellt die doppelte Portion erhält. Also saßen wir zu viert da und versuchten 8 Portionen zu bewältigen. Es schritt voran, wollt jedoch nicht ganz gelingen und trotz der Wartezeit zu Anfang (abgesehen von 2 Tagen Vorbestellung) war es ein interessantes gastronomisches Erlebnis. Mjam, war das lecker. Dank an Killer an dieser Stelle für die Fotos, ich hatte meine Kamera vergessen.. :-/

Lecker Feuertopf

Wie das Swordbrothers verlaufen war, wisst ihr ja mittlerweile – die restlichen Feiertage waren ruhigerer Natur. Wir trafen uns im Café Plazz zu einem gemütlichen Guinness und quasselten eine Runde über dies und jenes. Urplötzlich machte es einen Satz und das Niveau sackte wieder einige Stockwerke tiefer. Kein Wunder: Es war nach 22 Uhr, draußen dunkel und wir packten die dreckigen Sprüche wieder aus.

“Will er seinen Fernet Branca mit Essig und Zitrone?”
— Anna kennt den Unterschied zwischen Eis und Essig zu spät

An dem Abend wurden wir zwar nicht allzu alt, aber es war wenigstens mal ein wenig Gemütlichkeit und Ruhe, die einkehrte. Wurde auch mal Zeit. Ich wusste noch immer nicht so recht, was ich mit meinen Feiertagen anfangen sollte und überlegte mir, einfach mal zur Abwechslung GARNICHTS zu machen. Ja. Sollen die schwerbeschäftigten mich alle in Frieden lassen. Ruhe jetzt. Wenn man gelegentlich kurz vorm Ausrasten steht, sollte man auch hin und wieder eine Pause einlegen, sonst endet das ganze evtl nicht ganz so gut. Gesagt, getan. Wofür hab ich Urlaub?

Plazz Café Plazz Café

Ich erledigte meine letzten Einkäufe am Montag und zu Vollmond machte ich einen Abstecher zu meinem Vadder, der sich solange sie im Urlaub war bei der Sabine einquartiert hatte. Er und Ainura hatte ich am Donnerstag zuvor noch vom Flughafen abgeholt und mich dank Baumaßnahmen in ein entlegenes Parkhaus gestellt. Aber das tut eigentlich auch nichts zur Sache. :D Ich blieb auf einen Kaffee und einige Onlinebestellungen (mein Vadder wollte sich unbedingt The Sweeney aus England ordern), machte mich aber aus Müdigkeit heimwärts, nicht ohne nochmal das putzige Fellknäul zu kraulen, was da umherzog.

Dad & Ainura Sabines Katze

Am Tag darauf besuchte ich meine Mudder, die noch mit Kopfschmerzen im Bett lag und ging noch bei meiner Tante vorbei. Die Choko witterte mich wohl schon von weitem und wartete an der Tür bis ich im Gang war, bevor sie mit dem Bellen anfing. Meine Güte hat die mich vermisst. Naja, ich sie nicht minder. Wir verdrückten uns erstmal für ein paar Plaudereien aufs Sofa, bevor ich weiterzog und mich zu Kostas und Vio begab.

Choko Vad & Choko
Gans und gar

Dort angekommen, nahm ich erstmal Vios Bude näher in Augenschein, schön hat sie es da. Kostas und ich trugen ein ungleiches Duell mit Essbesteck aus, bei dem ich zwar leicht verwundet wurde, er aber zuerst entwaffnet war. :) Einer musste dran glauben. In diesem Fall war es der Gänserich, den Vio unter Einsatz ihrer Gesundheit zubereitet hatte. Mögen ihre Verbrennungen bald genesen. Lecker wars. Rotkraut und so.

“Krapfel: halb Katze, halb Apfel!”
— Arnoc wirft wieder Worte durcheinander

Am Mittwoch waren Alucard, Killer und ich zu Marius’ Geburtstag geladen, welchen er in Oberursel im Boot feierte. Mittwochs war dort schwermetallischer Sound auf dem Plan, also ließen wir uns überraschen – keiner von uns kannte die Lokalität bis dahin.

Marius Leute
Das Boot Das Boot

An sich ist das eine gemütliche Kneipe, von der Stimmung ein wenig ans alte Hard Rock erinnernd, jedoch großflächiger, offener und nicht ganz so duster. Das Volk um uns herum kannte ich nur stellenweise (einige vom letzten Geburtstag von Marius den ich besucht hatte – vor 2 Jahren, einige von zwischendurch irgendwann, einige vom sehen aus dem Altsachs), aber alles in allem lustige, durchgeknallte Leute und ein paar hübsche Mädels. Dank des vermehrten Auflaufs an Gästen, hatte die Wirtschaft so viel zu tun, daß mein erster Versuch ein Schinkenbaguette zu bestellen in einem “Sorry, ist mir verbrannt. Das zweite ist im Ofen” endete. Irgendwann nicht fern der Eins traten wir auch wieder den Rückzug an, da ich am Tag drauf wieder ins Büro musste. Ende mit Urlaub. Aber fein wars.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Brüder im Schwerte..

December 23rd, 2007

..oder “Familientreffen zu Weihnachten mal anders”. Das langersehnte Swordbrothers VI war nun endlich da – so sattelten wir zu dritt los, um Zandelle und DoomSword live zu sehen. Wir hatten zunächst leichte Koordinationsprobleme, da ein Teil des Trupps auf den anderen warten musste, ein weiterer seine Karte daheim hat liegen lassen usw. jedoch war das nicht zu vergleichen mit dem Desaster der Anreise letztes Festival mit dieser Runde, wo wir mit vier Stunden Verspätung los sind weil hier wegen der Demo alles gesperrt war. Aber dennoch – es war ein schöner Tag, das Wetter spielte mit und die Strecke hatte auch durchaus was zu bieten. Kurz nach Beginn des ersten Gigs waren wir bereits vor Ort und haben uns ein wenig gewundert über die geringe Anzahl an Autos und draußen umherlaufenden Leute. Dafür war es drinne um so gemütlicher – die Stände waren im hinteren Bereich aufgebaut und die Leute mussten zum Qualmen noch nicht ein mal vor die Tür. Praktisch.

Landschaft Landschaft
Anfahrt The Hall

Da die besagten Bands wegen denen wir eigentlich hier waren erst gen Ende des Abends spielen sollten, kein Wunder – schließlich waren es Headliner – gab es einiges an Zeit die wir bis dahin produktiv nutzen konnten. Ich deckte mich erstmal wieder mit Musikalien ein, mit Shirts und dem üblichen Kram, den ich auf Festivals mitgehen lasse und wir quatschten noch munter mit dem einen oder anderen lang nicht gesehenen Stammgast. Während Icy Steel spielte, versuchte ich mich krampfhaft daran zu erinnern, wer mir die denn jüngst empfohlen hatte, kam aber nicht mehr wirklich drauf. Was solls, die Jungs haben gute Show geliefert und wir hatten eine Menge Spaß. Da der Sänger kein wirkliches Englisch beherrschte, zog er es nach dem Gig vor, sich auf dem Herrenklo vor allen Nicht-italienisch-sprechern zu verstecken. Was natürlich nicht ganz so glänzend gelang wie er sich erhofft hatte, denn es bildete sich eine Traube von Leuten, die sich bei ihm für den Gig bedanken und mit ihm quatschen wollten und so kam es, daß einige wohl länger warten mussten auf die Erleichterungsstation aus Pozellan.

Icy Steel Kingscrossing
Nette Leuts Heavy Guy

Kingscrossing waren im allgemeinen auch nicht schlecht, aber mir wars auf die Dauer zu durcheinander, bei Skelator beschlossen wir irgendwann nach der Hälfte uns nochmal zum Brötchenkönig zu begeben und vorher noch für die Feiertage einzukaufen. Gesagt, getan. Als wir zurückkamen, hatten sich die Spanier von Silver Fist schon auf der Bühne eingefunden, wo sie mit einem soliden Set überzeugen konnten, Tears of Blood war einer meiner Favoriten, aber auch die Balls to the Wall nummer hat mir gefallen, wie auch die kleine A-Team Einlage. :)

“Meinst Du, wenn ich den auch knutsch, bekomme ich auch so ein tolles Shirt?”
— Till mutmaßt über Merchandise

Danach sorgten Warrant für gute Laune, ich traf noch den Sänger von Desperation, die wir auf dem SB V gesehen hatten, der erzählte mir dann auch erstmal, wie ein Blitz ins Studio einschlug und denen die PA frittiert hatte :( Deswegen ist das Album auch noch nicht fertig. Schade, daß sich das alles so zieht, ich muss sagen, die Demo hatte es durchaus in sich. Ich verbleibe gespannt und freu mich auf die solide Sache die doch hoffentlich bald mal fertig wird.

Stimmung SBVI Stimmung SBVI
Gesangsverein Warten auf den Kaffee

Während Memory Garden wurde es mir etwas zu monoton. Nachdem die eigentlich ganz brauchbar gestartet sind, wurde es stellenweise so doomig, daß ich drohte schlafhalber seitlich wegzuknicken. Was jetzt dringend nötig war, war Kaffee – also zogen Db0 und ich uns zum Italiener an der Ecke zurück und holten uns erstmal tassenweise Wiederbelebungszeug. Volker hatte wohl trotz vermehrtem Bedarf noch immer keine Kaffeemaschine an den Ausschank gestellt, was mich jedoch wundert, da die Küche gleich um die Ecke ist. Wie dem auch sei.. nach unserem kleinen Ausflug hatten die Doomköpfe genug gespielt, der Sänger war mittlerweile wohl nicht mehr ganz nüchtern und wir warteten nur noch auf den Einsatz von Zandelle.

Memory Garden Fertig

Einige Gestalten waren wohl des Wartens und des Trinkens schon müde geworden und machen es sich “bequem” in der Nähe des Mischpults, während der Umbau noch ein wenig mehr auf die Spannung ging. Letzten Endes brachen sie los wie eine Welle schierer Gewalt.. mit “Bloodred Shores” bretterten die Jungs aus New York uns den Opener entgegen und kein Stein blieb noch auf dem anderen. Apollo bekletterte die Bühne und rockte sich den Wolf, bis ihn irgend so ne Witzfigur im DeathAngel-Shirt unfreundlich und unsanft wieder runterbeförderte.. :-/ Das is mir hier auch noch nich untergekommen, verpisst sich der Sack wieder nach hinten in Reihe fünf und versteckt sich hinter seinem Weib mit einer Unschuldsmine. Mutig mutig, sag ich nur. Die Idiotenquote ist bei uns wohl niedrig, aber offensichtlich doch nicht auf Null. :( Naja, wir sind ja alle nicht aus Zucker, also ging die Party weiter und Zandelle gaben noch die Trillogie zum Besten, bevor sie zum letzten Stück des Abends kamen, “Warlords of Steel”.

Zandelle Zandelle
Zandelle

Eine Umbauphase später hatte sich DoomSword auf der Bühne eingefunden und brachte uns all die wunderbare Musik die wir von ihnen kennen.. :) Die Palette reichte von ganz alten Sachen bis zu dem aktuellen Zeug, was mich dabei besonders gefreut hat, war die Tatsache, daß die “My Name will live on” definitiv nicht zu kurz gekommen ist. Es ist kein Geheimnis, wie geil ich diese Scheibe finde, also auch kein Wunder, daß ich nach “Days of high Adventure” mich auch über “Sword of Light” und allem voran natürlich über “The Death of Ferdia” sehr gefreut habe. Was haben wir gefeiert. Einfach herrlich.

DoomSword DoomSword

Das einzige was schade war, daß gen Ende hin nicht mehr viele da waren. Ohne Frage – die die da waren hatten durchaus ihren Spaß und ich glaube der Band ging es nicht anders – aber sowas ist in meinen Augen immer sehr traurig wenn eine Spitzenband weil alles Publikum schon geschlaucht ist und die Aufmerksamkeit nur noch mit Mühe aufbringbar ist nicht ganz so viel Resonanz bekommt, obwohl sie einen verdammt geilen Gig hinlegt. Aber gut, was das angeht, habe ich gelernt – wenn die Headliner am Tagesende sind, werde ich wohl oder übel erst ein kleines Bißchen später anreisen, damit auch ich noch in Topform bin, wenns zur Sache geht.

“I’m too hired to be tappy.”
— Db0, obviously meaning something else

Nach dem Gig verabschiedeten wir uns herzlich von all unseren Leutchens, packten unsere müden Ärsche in das mittlerweile komplett mit Eis (of grim Frost) überzogene Auto und sahen zu daß wir wieder auf die Autobahn gingen. Und da ging der Spaß los.. Nebelwände die uns zwischen 5 und 20 Meter sichtweite ließen, Glatteis und überteuerte Spritpreise. Naaaaja – gemütlich fahren geht anders. Egal! Wir waren da! Es war geil! Hehe.. nach dem Gig ist vor dem Gig! :)

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Leben und..

December 19th, 2007

..leben lassen. Nach weiteren Wochen in denen ich so umherzog, verschlug es mich zu Flo und Marlene. Die hatten seit einer geraumen Zeit eine Vampire Dark Ages Chronik am Laufen und ich näherte mich dem Gedanken wieder zu spielen mit gewisser Vorsicht. Nicht daß ich es grundsätzlich ablehnen würde, ich gestatte nur dem Procedere nicht mehr wirklich auch nur die leiseste Priorität, weil es sich negativ auswirken könnt. Aber zum Geschehen. Ich habe einige Tage dort Unterschlupf bekommen und wir haben allerhand Unfug veranstaltet – unter anderem sei die AK-Aktion zu erwähnen.

Der Hintergrund: Im Woolworth gibt es seit einiger Zeit das beliebteste Sturmgewehr der Welt im Spielzeugformat für etwas unter 3 € und da dachte ich mir, ich hol mir einfach mal eins. Nachdem ich von meinem Auto aus ein Driveby gemacht hab und das Ding unter dem Beifahrersitz deponierte – sehr russisch, das ganze – beschloss ich unsere lustige Truppe mit eben solch einer Waffenkammer auszustatten. Ich legte ein paar dieser Dinger aufs Kassenförderband, nebst einer Packung Küchentücher und freute mich über den momentanen 30%igen Rabatt auf Spielzeug. Mit den AKs in der Plastiktüte war noch ein Zwischenstop im Laden gegenüber zu erledigen? “Haben Sie Flaggen?” … “Was möchten Sie für eine?” … [kurze Überlegung] .. “Haben Sie Iran, hum?”

Yala Merry Christmas!

“Islamistischer Separatismus trifft deutsche Gründlichkeit..”
— Philip beim Befüllen der AK-Magazine

Zocken

Wie dem auch sei, wir zockten, ich arbeitete, fuhr hin und her und lebte vor mich hin. :]Trotz meiner Katzenallergie ging es einigermaßen, da der Raum in dem ich untergebracht war katzenfrei gehalten wurde und frisch renoviert war, weil Lenes ehemaliger Mitbewohner die Bude mittlerweile dauerhaft verlassen hatte. Vierkäsepizza, Mezzomix und Chili con Carne. Einige Würfel. Ein paar Tage später bin ich dann ein weiteres Mal umquartiert worden, die Renovierung ging zwar voran, aber noch war es nicht wohnlich dort. Mittlerweile hängen überall neue Tapeten und langsam wirds. Doch dazu später mehr..

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Zwei wochen später..

December 10th, 2007

..und noch immer kein Land in Sicht. Mittlerweile ist nicht nur mein Onkel aus Russland zurück, mittlerweile bin ich eine Station weiter und temporär in dem Zimmer über der Bude meiner Tante untergekommen. Schön ists da deswegen nicht, weil der Raum eine Atmosphäre vermittelt, als sei in den 90er Jahren jemand da vereinsamt gestorben und die Menschen meiden jenen Ort seit dem. So fühlt sich das an. Bei Tageslicht und mit Musik ist das alles noch erträglich – aber die Nacht gestern war echt ne miese Nummer. :-/ Ich schätze wir haben wieder irgend ne kaputte Mondphase und ich bin nicht weit vor den Raunächten wieder etwas empfindlicher gegenüber solchen Sachen.

Going on and on..Progress..

Wenigstens scheint die Renovierung einigermaßen voranzuschreiten, im Flur liegen die Fließen und Stück für Stück füllen sich Bad, Küche, Klo und andere Räume mit Tapete, Kachel und anderem Kram. Aber Baustelle is Baustelle. Ich hoffe mal der Spuk nimmt spätestens nächstes Wochenende ein Ende, ich habe nicht unbedingt vor bis in alle Ewigkeit durch die Botanik zu gondeln. Irgendwann ist auch mal gut. Und dieses Irgendwann sollte möglichst bald sein. Ich habe permanent Menschen um mich rum, nur 2 Stunden plus Schlaf maximum wo ich alleine bin. Das killt mich grad echt. Und ich kann noch nich mal die Festivalkur dagegen bringen, weil ich ja arbeiten und autofahren muss.. :D Ganz großes Kino. Zum Wändehochgehen ist das.

Und jetzt? Jetzt häng ich hier rum, versuche mit ordentlich Musik dem kalten und verwahrlosten Gefühl zu entrinnen das mich beschleicht und beobachte die Teelichte dabei wie ihre Flamme von der Dunkelheit verschluckt wird. Was solls, Krieg ist Krieg – aber ich hab nie gedacht, daß ich mir mal für ne Woche die Elsheimerstraße zurückwünschen würde. Da war zwar auch ständig alles im Eimer und es sah aus wie Hund, aber wenigstens war es _mein_ Durcheinander und von mir so eingefärbt, daß ich darin zumindest existieren konnte. Zugegeben, mehr als das habe ich zu dem Zeitpunkt aus eigenem Minimalismus heraus nicht, aber allmählich weiß ich nicht ob das grade hier bedeutend besser ist.

“Noch korotka – Zel’ doleka,
nochju tak chasta hochetsa pyt’
Ty vychodesh na kuchnju no voda zdes gorjka
ty ne mozhesh zdes spat’
ty ne hochesh zdes zhit’”

“Die Nacht ist kurz – das Ziel ist noch fern,
nachts wacht man so oft durstig auf Wasser ist bitter
Du kannst hier nicht schlafen,
Du willst hier nicht leben”

— Posledniy Geroj / Letzter der Helden – KINO/Viktor Zoy

Eigentlich hab ich alle Vorteile auf meiner Seite, ich habe mich lange genug dazu abgerichtet unter allmöglichen widrigen Bedingungen noch zu leben und zu funktionieren, aber langsam hab ich keine Lust mehr dazu. Seit nunmehr einem Jahr killt meine Lebensraumsituation jeglichen Ansatz von Privatleben oder nimmt zumindest sekundär negativen Einfluss darauf. Klar kann man immer was dran ändern und natürlich ist alles machbar, aber das eben auch nur unter Voraussetzungen die stimmen. Und die sind bei meiner aktuellen Gesundheit, geistigen Verfassung, Wohnsituation und dem großen Ruck der sich wie ein Netz aus Geschwüren durch die Menschenmassen in dieser Stadt zog nicht gerade die besten. Und wo endet es, wenn man die Voraussetzungen beginnt anzupassen und auszubessern? Im Moment kommt es mir vor als würd ich viele Besserungen erzielen, einzelne, kleine positive Effekte und der Output? FOR FUCK’S SAKE – einen Scheißdreck. :(

Wenigstens läuft dieses Jahr bedeutend besser als das letzte und dieses Silvester sieht ohne Planung besser aus als das letzte MIT Planung. Ich bin froh wenn ich den Scheiß erstmal hinter mir hab hier.. bis dahin bin ich offenbar nur schwer zu genießen und mindestens genausoschwer zu erreichen. Ständig vergesse ich meine Mobilquäke auf der Arbeit oder wo ich grad auch immer unterkomme, Internet is hier nur sehr sporadisch, auf der Arbeit hab ich keine Zeit also ist einfach nix zu machen.

Normalerweise sind postings dieser Art eher im verschlossenen Bereich anzutreffen, aber ich finde ich sollte mal wenigstens ein kleines Lebenszeichen dalassen, da sich immer mehr Leuts fragen wo ich bleibe und keiner weiß was Sache ist. Ich komme wieder. Aber alles braucht seine Zeit. So, genug ausgekotzt – Zeit fürs Bett.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Unser Stahl ist frei von lebensverlängernden Zusatzstoffen und die mit ihm hergestellten Rückstände sind zu 100% biologisch abbaubar.
 
“The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.”
--- William Shakespeare ---