..and back to hard routine. Ich glaube die, die in den Wochen nach Wacken versucht haben, mich zu sehen wissen was ich damit meine, wenn ich sage ich hatte die letzten drei Wochen so gut wie keine Zeit (Wochenenden eingeschlossen). Tatsache war, daß sich aufgrund einer Verkettung seltsamer Umstände ein Berg Arbeit auf mich wartete, der in der Zeit Wackens liegengeblieben war. Das war mir eigentlich nur recht, zumal sich das W:O:A katastrophal auf meinen Ressourcenplan ausgewirkt hatte: Ich habe insgesamt 2 Wochenenden plus 5 Urlaubstage damit zugebracht mich in einer nicht ganz bequemen Umgebung nicht zu erholen. Von der Tatsache, daß das Wacken meinem Seelenfrieden im Gegensatz zu sonst nicht wirklich zuträglich gewesen ist, klaffte noch ein gigantisches Loch in meinem Haushaltsplan. Und Löcher gehören gestopft, also Kopf wieder angeschmissen und ran an die Arbeit. Bit für Bit und Byte für Byte. Nach etlichen Überstunden, einem wahrscheinlich unmenschlichen Berg Kaffee und kaum mehr als ein paar Stunden Schlaf die Nacht hatte ich wenigstens ein wenig das Gefühl, daß die Zeit für mich arbeitet anstatt gegen mich.
Zu meiner großen Überraschung fand ich zwischen Tür und Angel doch noch immer wieder die paar Stündchens das Wichtige wahrzunehmen, sei es meinen Opa im Krankenhaus zu besuchen, der die DK-OP erstaunlich gut überstanden hat und sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung befindet, oder das umrüsten meiner beiden Rechner auf funktionsfähiges Linux Kubuntu Feisty 7.04 KDE. Ich hab mich am Anfang sehr geärgert weil ich mich mit Linux so null auskannte, daß ich es eigentlich hätte anders angehen müssen, aber nach der xten Neuinstallation hab ich dann die kleinen Handgriffe gelernt, wie zB das Updaten des Systems (ohne das grad mal garnix geht) und so weiter. Foren sind da die Lösungsquelle Nr.1. Mittlerweile bin ich mir fast sicher, daß ich in 3 Tagen Linux-Experimente mehr gelernt hab als in einer ganzen Woche Lehrgang überhaupt möglich und kann die Konsole relativ sicher bedienen und auch den ganzen anderen Scheiß, der per se supereinfach ist unter einer Voraussetzung.. man weiß wie es geht.
Nebenbei habe ich mir jetzt ca. 22 Plug-Ins für den Firefox geholt, angefangen vom Wetter-Tool bis zu meinem Lieblingsspielzeug im Raum Web-Design: MeasureIt. Ein Lineal zum ausmessen von auf dem Bildschirm angezeigtem Kram. Ich stelle einige PlugIns bei Gelegenheit mal vor, damit hier mal sowas wie meine Top-5 Liste reinkommt. Der Firefox ist ein unglaublich mächtiges Werkzeug geworden und während die IE-User immernoch denken sie haben tolle Microsoftqualität (die nebenbei bemerkt noch immer keine Stylesheets gescheit anzeigen kann und riskiert jede seite zu verhunzen die mehr als nur ein wenig Design besitzt) und die Opera-Menschen auf ihre Widgets schwören, denk ich mir meinen Teil dazu, ja
ge haufenweise Daten über den FireFTP oder freue mich wenn in meiner Statusleiste rechts ein kleines Gewitterwölkchen auftaucht und mir sagt, bald gehts ab. Ich weiß nicht wer die Browserkriege endgültig gewinnt (und vielleicht wird das niemand, was besser fürs Geschäft ist aber scheiße wenn die Hampel von MS sich nicht an die W3C-Geschichte halten) aber für mich gibt es einen Champion auf den ich in den Weiten des Internets nicht mehr verzichten möchte und es zum glück auch nicht muss. Alleine das über FTP aktualisierende Bookmarksystem ist schon genial, wenn man keine Lust hat an vier verschiedenen Rechnern ständig alles doppelt und dreifach zu speichern. Social Bookmarking á la MisterWong oder delicious sind klar eine feine Sache, aber gerade bei den spezielleren Bookmarks freu ich mich über meine XML-Basierte Schaltzentrale die dafür sorgt, daß ich den Scheiß IMMER im Browser dabeihab.
Spaßig war auch, daß im Büro sich die Monitore auf meinem Schreibtisch häuften. Keiner wusste genau um den Sinn und zweck der Aktion, aber es war eine sehr freudige Geschichte, als ich dann vor drei Monitoren und zwei Mäusen saß und nicht mehr so recht wusst, was wohin und wie. Diese Verwirrung läste sich recht schnell wieder auf, aber es ist schon irgendwie abgefahren mit verlängertem Bildschirm zu arbeiten.
So, aber genug von der technischen Front – kommen wir zu leckeren Entdeckungen. Die haben wieder was mit dem Grill zu tun, den ich auf Balkonien mittlerweile regelmäßig in Betrieb nehme. Das überdimensionale Waffeleisen war eine der Besten Investitionen seit langem – für schlappe 30 Tacken, wartungsarm und eine echte Wohltat für spontane Grilleinlagen auf Balkonien. Nach dem Wacken haben wir es mit Killer, Dyron und Alucard direkt in Betrieb genommen und dabei die letzten Reste der aus Wacken mitgebrachten Asgaard-Biere beseitigt. Lecker und locker. Einige Tage später haben wir mit Anja ein kleines Pilze-auf-dem-Grill Experiment gestartet und auch das war durchaus von Erfolg gekrönt, do daß ich es jetz vor kurz und knapp auch wiederholt hab. Aber das war nicht das einzige wovon ich mich ernährt hab, denn da ich noch etwas Erdnussbutter und Martini im Haus hatte, hat sich auch da ein Rezept verselbstständigt, was sich immer größerer Beliebtheit zu erfreuen scheint.
Man nehme 600g Hühnerbrustfilet, Gewürze verschiedener Art (weißer Pfeffer, Estragon, etc.), etwas Erdnussbutter, Schlagsahne und einen großzügigen Schluck Martini. Phase 1: Man nehme das Huhn und schneide es etwa in die Dimensionen 4x7x2cm. Dann kommt es in die Pfanne wo es gewürzt und angebraten wird, bis es durch ist. Phase 2: Der Martini wird über das Huhn gegossen und es wird leicht darin angekocht. Sobald sich jener fast verflüchtigt hat, kommt Erdnussbutter dazu und wird ordentlich unter das Huhn gerührt. Man brate es bis es anfängt an einigen Stellen anzukrusten. Phase 3: Die Sahne kommt nach Augenmaß drüber und löscht die Klebekruste, die sich gebildet hat, ab. Jetzt – abhängig davon ob man dazu Reis oder Nudeln servieren mag – kommt Käse drauf. Es ist kein Geheimnis, daß Reis und Käse nur sehr sehr bedingt vereinbar sind und hier ist das nicht der Fall. Ich empfehle Thai & Basmati Mix dazu, dann kanns auch ruhig etwas mehr Sahne sein, oder aber Bandnudeln, die dazuwandern in die Pfanne und dann mit einem milden Käse verfeinert werden. |
So, das war jetzt eigentlich kein wirklich effizienter Bericht des täglichen Tuns und Lassens der letzten Wochen, vielmehr ein Versuch das ganze zu umreißen und wenigstens mal wieder in die Schreibroutine zu kommen. Und jetzt hol ich mir meinen Kaffee und schaue, daß ich Choko vor die Tür bekomme und den Ian mal wieder herhol, der ist nämlich mittlerweile wieder im Lande.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Blood, Glory & Steel