..zum Grillen da. Diesen Rost für die heißen Temperaturen verwende ich nicht zum zubereiten von Fleisch definitiv nicht.
Aber schweißtreibend wars schon, ich hab das Ding von Eckenheim bis runter in den Keller bei uns geschleppt und werde es dann zusammenschrauben, wenn ich erstmal Platz dafür hab. Damit begann also der Freitag für mich gewohntermaßen (+30 min) um 8:00. Um kurz nach zehn saß ich bereits oben und fragte mich ob das bestellte Holz wohl heute oder morgen ankommen würde. Es kam am Samstag. Ich muss sagen, für eine eBay-Order ging das richtig fix, also an dieser Stelle nochmal eine Empfehlung zum Thema Kamin- und Brennholz in Form des hiermit angegebenen Shops.
“Es gibt nichts schlimmeres als nervige Hände.. äh.. Handys!”
— Marlene zum Thema Nachbarn
Zum Glück waren sie leise genug als daß wir uns daran nicht gestört haben und der Grill wurde erstmal so richtig angefeuert. Irgendwann nach diversen Zurufen verschiedener Balkonbewohner sind auch die Ossis (unsere Bezeichnung für Nachbarn hinter der Mauer) verstummt und wir konnten uns frei von der Befürchtung, jemand würde 110 wählen und Ruhestörung melden und es uns in die Schuhe schieben, weitermachen.
Man nehme drei frische Salatgurken, einen 200g-Becher Schlagsahne, Gewürze (Pfeffer, Kräuter, Knobi, Salz & Co.), Croutons mit Zwiebeln (2 Tüten) und frischen Dill. Bei Gurkensalat 2.0 gehören da noch drei gekochte und geschnittene Eier hinein und bei der 2.0 b sogar noch ein paar Surimi-Stäbchen in Scheiben und 125 g Mozzarella in Würfeln.Phase 1: Die Gurken werden gewaschen und in hauchdünne Scheiben geschnitten. Der Dill wird ebenfalls durchgespült und kleingehackt und beides landet in einer Salatschüssel, wo es mit der Sahne aufgegossen und verrührt wird. Gewürze kommen ins Spiel. Phase 2: Der Salat muss nach dem Abschmecken mindestens eine halbe Std ziehen und 15 Min vor dem Verzehr sind die Croutons unterzurühren. Phase 3: Update auf 2.0 oder 2.0 b: gekochte Eier, Mozzarella und/oder Surimi-Stäbchen in entsprechende Würfel/Scheiben schneiden und mit hineingeben – gut verrühren. |
Nachdem wir also da eine Weile saßen drohte der etwas windschiefe Grill auszugehen noch bevor das Fleisch richtig durch war. Tatsache ist aber, daß die erste Ladung genau richtig ausgefallen ist und vor der Zweiten nochmal ordentlich Zunder gegeben ward. Die Kohlen, das Feuer loderte in seiner ganzen Pracht in der langsam dämmerlich werdenden Atmosphäre.
“Mein Freund der Salat.”
— Joki mit einem gierigen Blick auf Elenis Kartoffelsalat
Es war eine angenehme und durchaus unterhaltsame Runde die sich Thementechnisch von A bis Z zog und bis in die späteren Nachtstunden dauerte. Von Zwischenmenschlichem Verhalten bis zur Rot-Grün-Blindheit kam so ziemlich alles kommentiert auf. Die Frage, wie wohl ein gemischter Salat für einen RG-Blinden aussieht und warum das appetitanregend sein soll konnten wir nicht klären.
“Ich ess’ doch nix was grau ist..”
— Eleni
Etwas später entschlossen wir uns ein wenig zusammenzuräumen und nachdem die Biggi vorbeigeschaut hatte und wir abmarschbereit waren, begaben wir uns für ein bis zwei Drinks noch ins °C. Leider war Freitag. Vorteil: Der Laden (of nicht weit weg) hatte lang offen. Schwerer Nachteil: Er war enorm gefüllt (mehr als letztens) und die Musik (wenn man das überhaupt so nennen konnte) lief auf einer nicht mehr allzu angenehmen Lautstärke. Pod sei dank störte mich das nur bedingt. Was allerdings eher schwierig war, war das Einsetzen der Müdigkeit.
Nachdem ein haufen (mir nicht) bekannter Leute angetroffen wurde und ein paar Drinks rum waren, ging es dann zu einem von den dort ansässigen Musikern wo noch gemütlich ein wenig herumgesessen wurde. Da ich mit den Leuten allerdings nicht wirklich was anfangen konnte und zu dem Zeitpunkt – es dürfte irgendwas vor fünf gewesen sein – meine Zombiephase einsetzte, war stimmungstechnisch für mich nicht mehr viel zu machen. Kreator. U-Bahn. Majesty. Heimweg. Hund. Bett.
Hail to the Kingdom of Steel,
Brother Arnoc
Blood, Glory & Steel