Blood, Glory & Steel
 
Home arrow Blood, Glory & Steel
   
 
Kompass
Home
Brother Arnoc
Blood, Glory & Steel

Rundumschlag
So klingt Stahl
Schriftwerk
Unterstützung
Kontakt
 
   

Gitter sind nicht immer..

April 27th, 2007

..zum Grillen da. Diesen Rost für die heißen Temperaturen verwende ich nicht zum zubereiten von Fleisch definitiv nicht. ;) Aber schweißtreibend wars schon, ich hab das Ding von Eckenheim bis runter in den Keller bei uns geschleppt und werde es dann zusammenschrauben, wenn ich erstmal Platz dafür hab. Damit begann also der Freitag für mich gewohntermaßen (+30 min) um 8:00. Um kurz nach zehn saß ich bereits oben und fragte mich ob das bestellte Holz wohl heute oder morgen ankommen würde. Es kam am Samstag. Ich muss sagen, für eine eBay-Order ging das richtig fix, also an dieser Stelle nochmal eine Empfehlung zum Thema Kamin- und Brennholz in Form des hiermit angegebenen Shops. :)

Am Abend war eine Grillfeierlichkeit bei der Marlene anberaumt wo ich den Jochen nach langer Zeit endlich wieder zu Gesicht bekommen sollte und wir das neulich vertagte Frühstück zu dritt nachholen wollten. Da sich keine musikalische Wiedergabemöglichkeit (die qualitativ angemessen gewesen wäre) mitnehmen ließ, mussten wir notgedrungenerweise den fragwürdigen akkustischen Ergüssen der Nachbarn lauschen.

“Es gibt nichts schlimmeres als nervige Hände.. äh.. Handys!”
— Marlene zum Thema Nachbarn

Zum Glück waren sie leise genug als daß wir uns daran nicht gestört haben und der Grill wurde erstmal so richtig angefeuert. Irgendwann nach diversen Zurufen verschiedener Balkonbewohner sind auch die Ossis (unsere Bezeichnung für Nachbarn hinter der Mauer) verstummt und wir konnten uns frei von der Befürchtung, jemand würde 110 wählen und Ruhestörung melden und es uns in die Schuhe schieben, weitermachen.

Joki und ich hatten die Dekadenz schlichtweg uns mit ausgezeichnetem Rind und Spießen vorher versorgt zu haben und das schmeckte auch entsprechend, wobei ich zugeben muss, daß mir die Begeisterung für Salat noch immer fehlt, zumindest, wenn da nicht ein gewisser Soßen- und Eiweißteil (Ei, Geflügel, Fisch, Käse, etc.) als Inhalt zu nennen ist. Dennoch bereitete mein Gurkensalat offenbar nicht nur mir freude, also gibts hier erstmal das Rezept:

Gurkensalat 1.1 (für eine Schüssel)

Man nehme drei frische Salatgurken, einen 200g-Becher Schlagsahne, Gewürze (Pfeffer, Kräuter, Knobi, Salz & Co.), Croutons mit Zwiebeln (2 Tüten) und frischen Dill. Bei Gurkensalat 2.0 gehören da noch drei gekochte und geschnittene Eier hinein und bei der 2.0 b sogar noch ein paar Surimi-Stäbchen in Scheiben und 125 g Mozzarella in Würfeln.
Phase 1: Die Gurken werden gewaschen und in hauchdünne Scheiben geschnitten. Der Dill wird ebenfalls durchgespült und kleingehackt und beides landet in einer Salatschüssel, wo es mit der Sahne aufgegossen und verrührt wird. Gewürze kommen ins Spiel.
Phase 2: Der Salat muss nach dem Abschmecken mindestens eine halbe Std ziehen und 15 Min vor dem Verzehr sind die Croutons unterzurühren.
Phase 3: Update auf 2.0 oder 2.0 b: gekochte Eier, Mozzarella und/oder Surimi-Stäbchen in entsprechende Würfel/Scheiben schneiden und mit hineingeben – gut verrühren.

- fertig -

Nachdem wir also da eine Weile saßen drohte der etwas windschiefe Grill auszugehen noch bevor das Fleisch richtig durch war. Tatsache ist aber, daß die erste Ladung genau richtig ausgefallen ist und vor der Zweiten nochmal ordentlich Zunder gegeben ward. Die Kohlen, das Feuer loderte in seiner ganzen Pracht in der langsam dämmerlich werdenden Atmosphäre.

Joki hatte sich leider aufgrund der Arbeit ein wenig verspätet und war doch ziemlich geplättet, was ihn nicht davon abhielt Nahrungstechnisch in die Vollen zu langen. Zu schade, daß er wieder zeitig abziehen musste, weil er in aller Frühe wieder ans Werk musste, aber um zu überziehen, war der Tag wohl wirklich zu lang gewesen.

“Mein Freund der Salat.”
— Joki mit einem gierigen Blick auf Elenis Kartoffelsalat

Es war eine angenehme und durchaus unterhaltsame Runde die sich Thementechnisch von A bis Z zog und bis in die späteren Nachtstunden dauerte. Von Zwischenmenschlichem Verhalten bis zur Rot-Grün-Blindheit kam so ziemlich alles kommentiert auf. Die Frage, wie wohl ein gemischter Salat für einen RG-Blinden aussieht und warum das appetitanregend sein soll konnten wir nicht klären.

“Ich ess’ doch nix was grau ist..”
— Eleni

Etwas später entschlossen wir uns ein wenig zusammenzuräumen und nachdem die Biggi vorbeigeschaut hatte und wir abmarschbereit waren, begaben wir uns für ein bis zwei Drinks noch ins °C. Leider war Freitag. Vorteil: Der Laden (of nicht weit weg) hatte lang offen. Schwerer Nachteil: Er war enorm gefüllt (mehr als letztens) und die Musik (wenn man das überhaupt so nennen konnte) lief auf einer nicht mehr allzu angenehmen Lautstärke. Pod sei dank störte mich das nur bedingt. Was allerdings eher schwierig war, war das Einsetzen der Müdigkeit.

Nachdem ein haufen (mir nicht) bekannter Leute angetroffen wurde und ein paar Drinks rum waren, ging es dann zu einem von den dort ansässigen Musikern wo noch gemütlich ein wenig herumgesessen wurde. Da ich mit den Leuten allerdings nicht wirklich was anfangen konnte und zu dem Zeitpunkt – es dürfte irgendwas vor fünf gewesen sein – meine Zombiephase einsetzte, war stimmungstechnisch für mich nicht mehr viel zu machen. Kreator. U-Bahn. Majesty. Heimweg. Hund. Bett.

Hail to the Kingdom of Steel,

Brother Arnoc

Tags: , , , , | No Comments »


Super Timing..

April 25th, 2007

..war irgendwie schon immer meine Spezialität. Ich nutze das Wochenende um meine Kopfschmerzen und Augenzuckungen unter Kontrolle zu bringen, um die Arbeitszeit besser nutzen zu können. Der Erholungsfaktor ist beinahe gleich null. Nachdem ich also am Freitag mit einem bösen Pochen in der Rübe und völlig geplättet zuhause ankam, ließ ich das mit der Stalburg bleiben und hab mich eher dazu entschlossen, meinen zustand auszukurieren. Netter Versuch. Ging leider nur vollends in die Hose.

Als ich am Samstagmorgen aufwachte kam in mir das Gefühl auf ich hätte mir von jemandem mit einem Sledgehammer die Visage richten lassen. Schöner Scheiß. Mit der Mittagshitze kam das Zucken wieder und ich begab mich als allererstes auf die Jagd nach Papierkram, der noch zu erledigen war. Ich brachte das Mittlerweile zum zweiten Mal fälschlich zugeschickte Nokia zurück zur Post und warf noch ein Päcket mit nem Patch in die gelbe Kiste. Kurz nach meinem kleinen Zeiltrip gings wieder Los.. Ich kam aus der Post raus und mir drehte sich alles. Überall standen mir Menschlinge im Weg und ich wollte nur noch eins.. WEG! Ich weiß schon, warum ich Samstags die Innenstadt meide und wenn ich was kaufe, das meist nur noch per Netz oder Fahrgelegenheit abwickel.

Nachdem ich einen semibeschwerlichen Weg zum nächstgelegenen Tengelmann gemacht habe, wurde dort erstmal einiges erstanden, was mir den Tag darauf wenigstens aufheitern sollte. Fleisch. Gutes Fleisch. Rind. Aber was für welches! Ich versorgte mich noch mit Gurken und anderem Zeug, von dem ich dachte, es könnte mich ggf. kurieren und trat mit sofortiger Wirkung den Heimweg an. Zuhause wurde erstmal Gurkensalat hergestellt, daraufhin habe ich das Fleisch einer gründlichen Würzmanipulation unterzogen, unter Zuhilfenahme hier nicht näher genannter Menge Petersilie und co. Kurz vorm Krepieren kochte ich also was. Na super.

Zwei NCIS-Folgen später sackte ich ins Land der Träume und hoffte nur darauf, daß ich nicht schon wieder mit dem Vorschlaghammer aufwachen würde. Am Sonntag ging es zum Glück. Mir war noch leicht zittrig als ich auf meinen ersten Kaffee verzichtete und ich quälte mich unter die Brause und ließ die neu erstandene Bonus-Haarkur von Gliss über mich ergehn. Nachdem meine Haare endlich wieder in gescheitem Zustand waren (Liz hatte mir vor ein paar Tagen die Spitzen geschnitten – nach 10 Monaten eigentlich überfällig), sah ich zu, daß ich noch ein paar Sachen für meines Vadders Seite erledigt habe und machte mich bereit gegen 16 Uhr rum in Richtung Nied zu wandern um bei der Sabrina am Grillevent teilzunehmen.

Das Wetter war soweit super und die Truppe nicht allzu zahlreich, was mich freute, da ich es in letzter Zeit offenbar recht schwer habe, mich mit mehr als 2-3 Menschen gleichzeitig zu befassen und Mengen ab sieben mich wohl irgendwie gänzlich kirre zu machen scheinen. Wir waren dann doch zu 7. Aber das ging irgendwie schon. Warum genau, wer weiß. Ich war zumindest einige Stunden in der entsprechend gescheiten Verfassung und so war die Stimmung auch recht angenehm.

“Egal wie groß die Öffnung ist, was rein kommt, kommt rein.. [stille] ..”
— Jule

Meine halbe Kuh auf den Grill (of Heiß) geschmissen, dazu ein blaues Erdinger, etwas Sonne, etwas Metal.. wo ist mein Zelt? Irgendwann kamen wir auf lustige Ideen, beginnend damit, daß Jule unbedingt Marcus bemalen wollte und ihr das nach einiger Zeit auch gelang. Ich hinterließ auf Angie das eine oder andere Bild und wer sonst noch wen bemalt hat, ging in der Verwirrung der Beteiligten unter.

Nach dem Vertilgen diverser Fleischwaren, ging es denn auch langsam schon ans weiterziehen. Mom hatte es ges
chafft, ihre Schlüssel in Moskau zu vergessen, von daher war ich dann derjenige, der erstmal heimkommen sollte. Sie war bei ihrer Schwester und holte Choko ab währenddessen. Mit frühem zubett nahm auch dieser Tag sein Ende, er war nicht lang, aber wenigstens mal erholsam, nach den 2 Kranktagen. Alles in allem ein sehr ruhiges Wochenende. Nicht unbedingt freiwillig ruhig, aber ruhig.

Am Montag schloss ich mich nochmal mit Marlene kurz und wir entschieden uns spontan in Bockenheim im °C zu irgendwas essbarem zu treffen. Flo hatte sich erfreulicherweise auch von seinen WoW-Raids losreißen können und so nahmen wir dort Speis und Trank zu uns. Nachdem mir langsam das Essen was von der Arbeit aus verfügbar ist auch zum Hals raushängt, war es kein Wunder, daß ich hungrig war wie ein Wolf und gegessen habe wie zweie davon.

Da dies wohl auch eine UDW-Veranstaltung gewesen ist (Anm. d. Red. Unter der Woche) und uns aufgrund der Uhrzeit schon recht früh die Müdigkeit beschlich, wurde es aber auch nicht allzu spät. Ich merke mittlerweile, daß ich theorethisch wohl unter der Woche was unternehmen kann, ich aber ab elf schon so finster Müde werde, daß es kaum Sinn hat es länger zu ziehen als genau bis zu diesem Zeitpunkt.

Das Wetter hat mir allerdings heute einen gefallen getan und mich zumindest morgens davor bewahrt frischgegrillt im Büro zu erscheinen. My skies are darker than thine, quasi. Aber nach ein paar guten Musiktips, der Organisation für das kommende Swordbrothers und anderen Kleinigkeiten kommt langsam Schwung in den Sommer. Die Konzerte bisher hatten es in sich, wobei das KIT beschriebenerweise ja schon ein wenig baden gegangen ist wegen TTD und Johnny der Quäke. Aber wir sind ja nicht aus Zucker..

Black Stone Cherry – Lonely TrainBig train rolling down the line
Makes me lonely
Sometimes I wish to ride away
Sometimes I want to ride away
Yeah

Big plane flying through the clouds
Makes me worry
Sometimes I wish to fly away
Sometimes I want to fly away

But you can’t judge a book
Looking at the cover
You can’t love someone
While messing with another
No, you can’t win a war
Fighting with your brother

You wanna have peace
Gotta love one another

Big guns lighting up the sky
Makes me worry
Sometimes I wish to run away
Sometimes I want to run away

But you can’t judge a book
Looking at the cover
You can’t love someone
While messing with another
No, you can’t win a war
Fighting with your brother
You wanna have peace
Gotta love one another

I have seen my brothers
In ashes on the ground
And maybe in a new life
We can turn this thing around.

So viel zu meinem Start in die Woche, meinem Wochenende zuvor und der aktuell vorherrschenden Lebenssituation. Mal sehen, ob ich demnächst mal an ein paar Wohnungsangebote gerate – das sah gestern und heute doch recht mager aus. Irgendwo da draußen sitzt sicher eine Bude und lauert auf mich..

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Tags: , , , , | No Comments »


Protected: Zeit zieht ins Land..

April 24th, 2007

This post is password protected. To view it please enter your password below:


Tags: , , , , , , | Enter your password to view comments.


Heavy Birthday LJ!

April 20th, 2007

Seit etwa ziemlich genau einem Jahr existiert dieses Logbuch. Es hat sich vieles getan seit der Zeit. Mein LJ ist jetzt unter www.arnoc.de und ich hab mir noch eine leicht merkbare eHail-Adresse zugelegt, welche sich passenderweise in balls@ofsteel.de niederbringt. Was ich aus der ofsteel.de machen werde weiß ich noch nicht, aber es sieht danach aus, daß ich da das Ding umsetze, was ich seit langem mal geplant hatte. Die Seite, die ich für mein SAE-Projekt MK II konstruiert hab, schreit nach einbindung und ich kann nicht sagen, daß es eine schlechte Idee ist. ;) Zunächst – weil es in diesem Posting um das LJ gehen soll, ein paar Fakten:

Blood, Glory & Steel hat..

222 Einträge von mir bekommen im Jahr 2007

(mehr als 4 die Woche also)

..davon sind 69 Einträge im gesicherten Bereich

(mehr als 31% also)

..die von (bislang) 7 Leuten gelesen werden konnten

590 Bilder haben ihren Weg hinein gefunden

(mehr als 2,65 Bilder pro Posting also)

137 Kommentare wurden zu den Postings verfasst

(mehr als 0,6 Kommentare pro Posting also)

von einer ganzen Horde Besucher, die ich aber nicht gezählt hab.

Wäre vielleicht mal ganz lustig, wenn sich die Leserschaft mit einem Kurzen Kommentar an diesem Post mal vergnügt. Vielleicht auch die, die bisher noch nichts kommentiert haben, weiß schließlich ja nicht, wer alles mitliest und bin ja neugierig und freu mich auch angemessen darüber. Aber weiter gerade mal mit Statistiken..

11 Postings (of viel Bild & Text) sind über Festivals

19 Postings (of mehr Bild als Text) drehen sich um Konzerte

26 Postings handeln vom Final Destination

10 Postings handeln von der Zappbar

10 Postings handeln vom Hard Rock 1

Die Halle, die Rofa und das Black Inn haben jeweils 1 Post

Steinbruch und Sinkkasten sind mit zwei Posts bedeckt

Tja, so viel zum Thema Statistik. Ich hoffe diese kleine lustige Auflistung stimmt soweit, ist nicht alles Handgezählt, aber einiges – könnt also hinkommen. Ich finds eigentlich schade, daß ich nicht mehr genug Zeit für fleißige Schreibarbeit hatte, aber doch denk ich, daß es immer wieder so Phasen gibt, wo ich mal mehr, mal weniger schreibe. Ich muss mal langsam zu meinem kleinen fiesen Plan übergehen, das Ding in Buchform zu bringen. Bin mal gespannt, ob das was wird und wann genau ;) Aber das ist Zukunftsmusik, da aber gute Musik nie verkehrt sein kann, lässt das doch hoffen..

ICH DANKE EUCH FÜR 1 JAHR FLEISSIGES MITLESEN UND KOMMENTIEREN UND ANGUCKEN!

..und hoffe, es macht Euch genausoviel Freude wie mir es macht, das alles zu schreiben, zu Knipsen und Bilder zu verunstalten :)

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

Tags: , , , | No Comments »


KIT, die achte..

April 16th, 2007

..und insgesamt mein viertes wohl. Ich war bestens vorbereitet, ausgerüstet und alles war Organisiert. Um halb Zehn Ortszeit ging es an unserem Wacken-Treffpunkt hinter der Tanke los. Eugen, Liz und Konstantinos (aka Division by Zero – Db0) waren rechtzeitig vor Ort und nach einem kurzen Einkauf sind wir schon nach Süden abgezogen.

“Now you can speak in two languages without that I understand!”
— Db0′s comment on Multilinguism for Saturday

Wir wussten vieles, nur wo genau wir lang sollten, war uns dank Umleitungen und Beschilderung eher schleierhaft als klar. Nach etlichen Umwegen die Straßenbaubedingt waren, kamen wir letztendlich doch in Lauda/Königshofen, Kreis Tauberbischofsheim an. Watt ein Name ;)

Wir streunten ein wenig über den Metalmarkt und deckten uns mit allerlei seltsamem und seltenen Krempel ein. Jeder wie er lustig war. Es gab angefangen von Gitarrennachbauten bis über CDs und natürlich auch Shirts und Patches so ziemlich alles was man sich nur vorstellen konnte. Bullet haben Live gut reingelangt und ich muss sagen damit war die Stimmung bis dato auch ausgezeichnet. In der Umbaupause machten wir uns nochmal kurz zum Auto um wertvollen Ballast abzuwerfen und etwas zu trinken. Als wir wieder innen angekommen waren und uns zu Twisted Tower Dire nach vorn gepackt hatten, fielen sie ein, wie die Hunnen über die Welt – Fotografen, Knipser und Pressehammel so weit das Auge reicht. Ein Glück, daß das Knipsen außer für KIT-Personal mittlerweile auf die ersten drei Songs limitiert ist und man dann auch in der ersten Reihe etwas sehen darf.
Eugen war in der Zwischenzeit etwas futtern, Konstantinos, Alissa und ich waren vorne. Wir harrten der Dinge die da kamen und was da kam war an Frechheit nicht zu überbieten. Ich meine, ich hab den kleinen Hampelmann mit Dackelblick für nen Roadie gehalten, aber als er den Satz ins Mikro trattelte “Hello there.. we are Twisted Tower Dire” – konnt ich weder Ohren noch Augen so recht trauen. Dieses abgemagerte Kind mit dem Vibrato eines Sammet für Fußgänger sollte der neue Sänger von TTD sein? Wer seid Ihr und was habt ihr mit Twisted Tower gemacht? Tony? Was soll das denn? Hat keiner Erbarmen mit dem Publikum?
Tja. Als der erste Schock rum war und wir merkten, daß wer auch immer vor uns stand NICHT Twisted Tower Dire waren, mussten wir mitanhören, wie diese Quäke einen Alptraum aus jedem einzelnen geilen Lied machte. Es war katastrophal. Klar ist vieles mit Erwartungen verbunden, aber wenn man mich fragt, war es von allen Konzerten die ich je gesehen hatte eins, daß klar im untersten Fünftel sich bewegte. Und das lag NICHT an den kleinen Schnitzern in der Tontechnik am Anfang. Es lag an dieser Witzfigur Johnny, der sich da vorn einen abstrampelte und dachte er wär’s. Erbärmlich. Peinlich. Nicht akzeptabel. Ich bin Tarek so dankbar, daß er denen den Ton hat pünktlich abwürgen lassen – bevor sich nach so vielen Songs das Sängerknäblein an “Witches’ Eyes” wagen konnte..
Der Tag war gegessen. Nicht einmal die absolut umwerfende Performance von Piledriver hat mich stimmungstechnisch retten können. Und die waren sogar richtig super. Die Menge war am kochen und die Melodien zogen schön ins Fleisch, aber ich war nicht mehr wirklich in der Verfassung irgendwas genießen zu können. Eugen hatte allerdings seinen Spaß und das allein war schon ein kleines positives Pluspünktchen, wenn auch kein besonders erfüllendes. Er hatte nun schon zwei Bands die ich ohne ihn nicht gekannt hatte mit mir live gesehen, die für ihn als Überschrift für Metal galten. Carnivore und Piledriver. Jetzt fehlt nur noch Whiplash ;)
Nach einem kurzen Aufenthalt an der hiesigen Tankstelle, einem entspannten Bummel auf dem Metalmarkt, Destructor und der Entscheidung nicht bis zum Ende zu bleiben, obwohl noch so gute Bands anstehen, machten wir uns – einige mehr, einige weniger – glücklich zum nächsten MacDoof und versorgten unsere unterzuckerten Körper mit Nahrung.

Beer with candles in it. I cannot think what this could be good for..”
— Db0 über ein Propagandablatt

Wir haben uns danach ein wenig verfahren, aber schlussendlich kamen wir über die 81 noch recht zügig auf die 3, wo leider keine 170 mehr machbar waren. Ich bin froh mal wieder Auto gefahren zu sein, obwohl ich mal wieder feststellen muss, was für Deppen unterwegs sind am Samstagabend. Die aus Aachen und Bonn haben diese Rückfahrt den Vogel abgeschossen, aber ein paar andere waren auch dabei.

Ich glaub das war mit AZ-DM 999 – super Raser. Auto voll mit Kindern und fährt mir bis auf 20 cm auf während ich mit 170 durch die Botanik gurke. Benz wars. Weißes Hemd. Das haben wir gern. Das nennt man verantwortungsvolles Fahren. Egal. Ich hör besser auf mich darüber aufzuregen – es war ein Samstag, der 14. wie er im Buche steht. Ich hab einen Tag später Pech. Geilo.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

—————————————– NACHTRAG ——————————————-

Folgende Anmerkung kam mir aus einem (offiziellen) Forum zugeflogen (Hervorhebung von mir):

“I have been going thru hell for the past two years. (…)The band came to my house with their minds already deciding what they think is best for me. That is with no professional training. I begged the guys to let me show them I was on the right path and NEEDED to be with them as my music is a therapy for me. They had already found a replacement and made all plans before they even came to talk to me. Family supports each other when the times are tough, I ‘ve never felt so betrayed. I wish them well and harbor no bad feelings. I will move on and see where the road leads me.  All the best, Tony T.”
— Tony Taylor, former and only singer of Twisted Tower Dire

Wenn sich das SO zugetragen hat, dann haben die dem das grausamste angetan, was man jemandem antun kann. Dann sind die mit ihrem neuen Sänger fast schon angemessen bestraft. Musik ist immer persönlich. Wie konnten sie nur..

———————————— NACHTRAG ENDE —————————————

“Where are you from? Greece? I’m from Italy. Sorry for stealing your culture.”
— Some italian metalhead to Db0

So, jetzt aber genug Nachträge! ;)

Brother Arnoc

Tags: , , , , , , , | 1 Comment »





Unser Stahl ist frei von lebensverlängernden Zusatzstoffen und die mit ihm hergestellten Rückstände sind zu 100% biologisch abbaubar.
 
“The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.”
--- William Shakespeare ---