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..sind das. Wir haben es wieder geschafft. Jochen und ich haben seit langem unseren gemeinsamen Rekord gebrochen, der seit 1999 bestand, wo wir im Casa Pintor und anderen Kneipen an einem Abend zusammen etwa 150 DM gelassen haben. An diesem Abend, der so harmlos begann standen etwa 19 Guinness und 4 Whisky auf unserer Liste. An sich nicht viel, wenn man an einige Sessions im Café Plazz zurückdenkt, aber das in wenigen Stunden – das war was anderes. Gerade bei Guinness, daß sich ja bekanntlich nicht runterziehen lässt wie dünnes Weizen. Aber beginnen wir mit dem Ort, dem Zeitpunkt und der Stimmung – fürs Protokoll. Im An Sibin war wieder Paddy-Time. Nachdem der gute da schon einige Monate nicht mehr gewesen ist, hat er also wieder hingefunden – Lynn war auch mit von der Partie und sie spielten wie immer.. eine Mordsgaudi. Die Leute waren wieder, einige Ausnahmen gab es zwar, wie eingeschlafene Füße lahm. Dies hielt uns von NICHTS ab..
 Ein bekanntes Gesicht außer Lynn und Paddy hatte ich an dem Abend auch da sitzen, der nette Herr inselartiger Herkunft (dem Verhalten und Stil nach zu urteilen) hatte mir nämlich schon letztes Mal bei Paddy am selben Orte Gesellschaft geleistet. Darauf wurde natürlich erstmal ein Whisky getrunken und wir lauschten mit viel Freude der Musik und Darbietung seitens Paddy. Einen Moment später kam auch Maddin schon vorbei, gerade dann wenn wir nicht mehr damit gerechnet hatten daß irgendjemand sonst noch auftaucht.. very Glorious! Die Stimmung hob sich, Niveau sackte ins Bodenlose und ein Guinness nach dem anderen verabschiedete sich in die nächste Welt.
 Maddin erfreute sich der neu erworbenen Kamera und das Gerät präsentierte sich in der Tat als äußerst schick. Besonders gefallen hat mir, daß es so schön platt war, ganz im Gegensatz zu meiner. Was ich auch ein tolles aber nutzloses Gimmick fand, war die auswechselbare Plastiklasche an der Tasche, die es wohl in anderen Farben gab. Aber nett. Auf jeden Fall gings schön zur Sache mit Knipserei, Vernichtung von Bier und ordentlichem Mitsingen. Als das Konzert langsam aber sicher dem Ende entgegenging, bequatschte ich mit Maddin noch einige Kleinigkeiten, während Joki sich in vollem Genuss über den iPod an Status Quo ergab. So schlief er letzten Endes auch ein und wir schleppten ihn nach kurzem Besuch auf dem Klo seinerseits (auf dem tolle Werbung für Schweizer Armeeschokolade hängt) Richtung Ostbahnhof.
 Jochen versuchte sich eine Dose Erbsen & Möhren aufzumachen, die er unbedingt killen wollte (weil wohl nix anderes verzehrbares im Haus war) – wir konnten ihn jedoch davon überzeugen, daß er in Richtung Bett sollte und er schlief dann ruhig und entspannt ein. Den Weg zurück ging es in recht geschwindem Tempo, zur Nachtbusstation. Maddin hatte sich auf den Fuß-Bus begeben und ich nahm im N4 Platz, nachdem ich überhaupt erst gerafft hatte, daß der N1 zwar zum Kirchplatz – definitiv aber nicht zu mir nach Hause führt. Ein Abend wie er schon lange nicht mehr war. Es hätte schlimmer enden können. Zwei pflichtbefreite alleinstehende und trinklustige Melancholisten haben schon so anderen Abend katastrophal beginnen lassen, aber dieser hier ging zum Glück ja nochmal gut.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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..oder eher umgekehrt. Freitage mittwochs. Der Tag begann, so entspannend unser Bürokaffee und die ersten paar Minuten immer sind, recht gut und arbeitssam. Die Druckerei hatte das Paket noch immer nicht erhalten gehabt, da der DPD angeblich mist gebaut und es nicht angeliefert haben soll. Also hinterhertelefonieren. Seltsam war nur, daß die gute Frau B. – diejenige die sich darum kümmern wollte – plötzlich per Durchwahl nicht zur Verfügung stand. Von ihrem Urlaub, den sie ab dem nächsten Tag hatte, erfuhr ich auch erst dann, als Hopfen und Malz längst verloren schien. Wie dem auch sei.. Nach einer endlosen Reihe PHP-Codes, $_POST-Anweisungen und sonstigen mal mehr, mal minder spaßigen Geschichten war auch dieser Arbeitstag seinem Ende entgegengegangen und da die Abendplanung schon stand, gings los in Richtung Dreieich-Buchschlag.
Ich hatte mit Majid und Mudder den Freitag davor bei der Andrea zugebracht, die uns einen leckeren Weihnachtsgeier gezaubert hatte. Da der Abend aber wider erwarten ausgesprochen kurz ausgefallen ist und noch nicht alles gesagt und getan war, haben wir eine Woche darauf die Fortsetzung im kleineren Rahmen geplant gehabt. Ich stelle meine Kochkünste zur Verfügung und sie die Rohstoffe und Räumlichkeiten. Gesagt, getan.
Garnelen-Röllchen mit Speck (für 3-4 Pers.)
Man nehme ein halbes Kilo Garnelen, drei große frische Zucchini, einen Kanten Speck und eine große Menge Zahnstocher – dazu Schnittlauch nach Augenmaß.Phase 1: Die Garnelen gehören geschält und gewaschen, die Zucchini der LÄNGE nach in Scheiben geschnitten und den Speck entweder in Würfelform, daß er in die Garnelenmitte passt oder als Scheibe die Garnele umhüllen kann.
Phase 2: Speck und Garnele aneinander, dann so in die Zucchini gerollt, daß sie nicht heraus-/auseinanderfallen, dann mit Zahnstochern – Anzahl wie erforderlich – fixieren.
Phase 3: Olivenöl in der Pfanne erwärmen, klein geschnittenen Schnittlauch verteilen, ggf. etwas Knoblauchöl hinzugeben, Röllchen – eins nach dem anderen – ineingeben und, etwa alle drei minuten wendend, auf 2/3 Power/Flamme von allen Seiten anbraten, dabei immer wieder nachsalzen und nachpfeffern, bevorzugt mit weißem.
- fertig - |
 Neben den Garnelenröllchen gabs noch griechischen Nudelreis (die Dinger die aussehen wie Reis, aber in Wirklichkeit Nudeln sind) und Huhn in Sahnesoße. Die Küche hat ein kreatives Chaos – alles ist irgendwie da wo man es nicht vermutet aber schön isses dennoch, weil es nicht so starr und steril wirkt.
Lena, die Tochter des Hauses, ließ sich beim Kochen auch für diverse Unterstützungstätigkeiten einspannen, schnitt Lauch und Huhn, half beim Gewürzesuchen, sorgte für gute Laune, etc. So macht kochen richtig Spaß. Um so angenehmer war das Essen hinterher, beklagt hatte sich keiner, wie von mir erhofft war das Gegenteil der Fall und das Essen war vernichtend geschlagen worden in einem Waterloo-ähnlichen Spektakel.
Einige Kaffee, Biere und Stunden später wurde es für mich auch langsam Zeit aufzubrechen, weil der morgige Tag Stück für Stück unaufhaltsam näher rückte. Ich verabschiedete mich von Andrea und Frank, die beide schon recht müde wirkten mit der Drohung sie bald wieder heimzusuchen – zum einen weil Andrea völlig vergessen hatte die Salbe zu kochen die ich mitnehmen wollte, zum anderen weil der Abend uns wohl alle nach “mehr” gestimmt hatte.
“Und damals im Steinbruch-Theater, da warn Männer noch Männer – lange Haare, solche Schultern, und die Frauen, .. uff.”
— Frank erzählt begeistert von seiner Jugend
Da meine Mudder – die mit meiner Cousine und ihrer besten Freundin nach Luxembourg gefahren war – sich entschloss mich auf dem Rückweg aufzusammeln blieben mir RMV-bedingte Unannehmlichkeiten erspart und ich war recht zügig wieder da
heim.
Hail to the Kingdom of Steel! Hail to the cook!
Brother Arnoc
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..I don’t like mondays. Monday. Es gibt nichts zu tun. Alles ist zu, ich bin zuhause und vermisse irgendwie den Kaffee aus dem Büro. Aber anstatt mich dahinterzuklemmen und mich mal ernsthaft mit liegengebliebenem zu befassen mach ich was? Ich langweile mich zu Tode. Ehrlich, ich hätte die Zeit besser nutzen können, als den ganzen Tag daheim zu vergammeln. Ich hätte zum Beispiel _woanders_ vergammeln können.. tztztz. Weihnachten. Super. -.-
Naja, ganz so schlimm isses nicht, aber Langeweile sei in diesem Fall so zu beschreiben daß es der Zustand ist, wenn die Zeit zu schade zum verpennen ist und man dennoch nichts anderes wirklich machen könnte, weil es das nicht das geringste an der eigenen Haltung ändern würde. Ich hoffe es langweilt sich da draußen niemand wirklich, weil Langeweile die schlimmsten Dinge nach sich ziehen kann. Wäre dem Menschen nicht langweilig, hätten wir jetzt keine Raumstation und keine Waffeleisen, keine Bürgersteige, keine Wasserleitungen – denn wie “aufregend” ist das schon, durch die Einöde zu stapfen und Wasser holen zu müssen.
“Es ist eine Perversion des menschlichen Geistes, sich nicht an ein und demselben schönen erfreuen zu können.”
— Cyrael, die letzte Welt
Der Kaffee vom Büro fehlt mir irgendwie. Nix zu machen – ist wohl einfach so. Der Dienstag verlief nicht wesentlich anders als der Montag, nur mit dem Unterschied, daß sich mein Magen of Death zu einem Höllenpott of Doom verwandelt hatte und ich auf unserem Klo from Hell viel zu viel Zeit zubringen durfte. Nicht schön, aber eigentlich auch keineswegs verwunderlich in Anbetracht der Tatsache, daß ich ja immer mal wieder es mit dem Magen bekomm, wenn ich nich so wirklich auf der Höhe bin.
Tja – eigentlich war noch Pelas Geburtstag in der Zapp anberaumt, danach das Final geplant, aber für mich war bereits gegen sieben schon klar, daß das nichts werden würde, weil mir erstens schon da recht schwummrig war und ich zweitens sowieso nirgends hätte lang genug bleiben können – ich musste am Mittwoch ja immerhin zeitig raus.
So nutzte ich das was vom Dienstag übrig war um mich einigermaßen in besseren Zustand zu bringen, was mir allerdings nur bedingt gelang.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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..still und gelb in den Schnee. “Joa, is denn heut scho Weihnachten?!”.. ja. Es ist. Es ist wieder einer von diesen Tagen die nicht früh genug enden wollen als daß man von der Nacht noch was hätte haben können. Da wir es mit dem Dyron dieses Jahr verbaselt haben bei unserem Lieblingschinesen die übliche Weihnachtsrunde abzuhalten, haben wir den Spaß auf Anfang nächsten Jahres gelegt und uns heute einfach so zusammengesetzt. Ich bastelte mir noch ein wenig grafisches Material zurecht, sorgte dafür, daß einige CDs ihre Existenz fanden und brachte dem Dyron das Nötigste über DeusEx bei. Der hat nämlich im Moment in der Bude ein Kistchen, auf welchem dieses und andere feine Spiele laufen werden – und dafür benötigt er ja selbige. Einen Weihnachtswhisky, eine Portion Tiefkühlhähnchen und etwas Kaffee später ging es dann auch schon in Richtung Fina-Tanke, wo Arthur mich freundlicherweise aufgelesen hat.
Beim Tuschl angekommen, nahm ich erstmal die Wohnung in Augenschein – zumindest was man davon sofort erspähen konnte. Die beiden Taschenflusentiger wuselten unter dem Weihnachtsbaum umher und offenbar waren wir wirklich die ersten erwarteten Gäste. Bald jedoch begann sich das Wohnzimmer zu füllen, die Gläser auch – mit Glühwein, und die Gäste ebenfalls – mit unterschiedlichem. Der Weihnachtsbaum – nicht der schwarze im Hintergrund, sondern der größere – hüllte seine Wurzeln in Geschenkpackungen aller Art.
 Als alle da waren, gesungen worden war, wovor Hauser und ich uns recht erfolgreich drücken konnten, ging es ans Auspacken, Lachen und gespannt Sein. Einer der unvergesslichsten Momente war wohl das Geschenk für die Anna, die es – kaum hatte sie es ausgepackt – fast quer durch den Raum schleuderte. Rätsels Lösung: Anna hat Angst vor Schlangen und Göhrk, der Schlingel, hat ihr einen Stoffleguan geschenkt, den er so eingepackt hatte, daß man die Beine nicht sieht. Logische Reaktion: PANIK! Eine Biografie von Helmut Schmidt, einen Weihnachtsporno und ein T-Shirt später, bekam ich den truesten Lastwagen den es gibt. Es war ein HammerFall-CrimsonThunder-LKW. of Steel. Ich musste einfach nur grinsen  )))) Irgendwer konnte da wohl nicht widerstehen zuzulangen – thx, Kleini. Kerstin und Brendel haben mir ebenfalls eine Freude bereitet, sie haben mir ein Holzkistchen zukommen lassen und dort drin befand sich ein Goldbarren zum zermeißeln, in ihm schlummerte ein Stein. Den galt es natürlich freizuklopfen..
 Es wurde eine Riesensauerei und davor konnte noch nicht mal der Teller den Tisch bewahren. Aber gut, Holzhammer & Holzmeißel zur Hand genommen und losgelegt.. Wir konnten uns ein Weilchen nicht wirklich darauf einigen, was das denn nun für ein Stein ist, als ich ihn aufgeklopft habe, aber nach dem Ausschlussverfahren einigten sich alle Betrachter auf Rhodonit. Während ich da fröhlich am vor mich hin klopfen war, unterschrieben Tuschl und Bramann irgend einen skurrilen Vertrag über die Vermietung der Vorhölle an den Vatikan und die im Gegenzug stattfindenden Schüleraustauschprogramme zwischen dem Tartarus und Celestia.
 Einige Unterhaltung, ruhige Balkonminuten und etwas Glühwein später waren wir alle wieder unterwegs, zumindest die ersten paar sind gegangen
und ließen die nächsten recht zügig folgen. Ein schöner, wenn auch kurzer Abend – der Nebel lichtete sich leicht, als Bramann mich an der Fina absetzte und ich stapfte ruhigen Schrittes nach Hause.
Hail to the Kingdom of Steel,
Brother Arnoc
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