Es war Teatime des heutigen Tages, ich saß mit vollgeschlagenem Bauch im Block House in Frankfurt ohne Hunger, trank eine Spezi und hatte einen Vegetarier dabei.
Es war ein Tag, der viel zu früh begonnen hatte und den ich mit dem brachialen Weckruf meiner Großeltern starten durfte. Nach 3 Std schlaf. Es ist natürlich nicht einfach mir zuzuhören wenn ich in verständlichem Russisch ihnen erkläre, daß ich bis irgendwann Morgens um vier wach war – wie praktisch jeden Dienstag – und gerne ein paar Stunden Schlaf hätte bevor ich mich um anderer Leute aufgaben kümmere. Naja, was solls, man kann mich ja wecken – warum denn auch nicht. …denn: Ich kann es immernoch ignorieren!
Whatever – nachdem Dyron ca. eine viertel Std. nach jenem Anruf bei mir aufmarschierte und sich um seine Wäsche gekümmert hat, hab ich mich Kopf-in-den-Sand-weise wieder verdrückt. Stunden Später: Thrash Metal, Kaffee und Kippe. ..”Nailed to the fucking cross!”.. ah. Der Morgen. Er beginnt. Um kurz vor zwei. Mittwoche.
Nach etwas fortgeschrittenerer Tagesplanung haben wir uns dazu durchgerungen das Frühstück – in Gestalt einer Pizza, eines Schnitzelmenüs, einer Portion Tortellini und zweier Cheeseburger – kommen zu lassen und begannen eine Fressorgie á la J.A.G. So wie es gute Sitte bei uns ist.
Zurück zum Steakhaus. Viele Fotos mal angeschaut, die letzte Modelsession von meinem Lieblingskameltreiber Majid und seiner Schwester, die wir in einem Café auf der Berger Straße gemacht haben. Ich hab Cezary geholfen das Licht ein wenig auszurichten – wobei mir meine Kenntnisse von der SAE sich als nützlich erwiesen, aber die meiste Kunst dieser Fotos war definitiv auf seinem Mist gewachsen. Feine Sache.
Einen Moment später lief ich in Richtung heimwärts, holte mir auf dem Weg dorthin eine Salzkristall-Leuchtlampe zum hinstellen (sieht dekorativ aus und hat auch noch einen Sinn). Getränke, Irgendwie heute keine Lust auf Bier gehabt. Hm..
Ein paar Telefonanrufe später gings glatt weiter mit der Torpedierung meiner selbst mit irgendwelchen Aufgaben. Anrufe. Hingelegte Zettel. Naja. Was solls. Für das meiste war es eh zu spät, also tat ich das einzige was ich machen konnte: Ich klinkte mich aus. Hab das erledigt was noch machbar war, dann schnauze voll. Irgendwann muss ich mich ja schließlich auch um meine Angelegenheiten kümmern, anstatt ständig irgendjemandem irgendeine Sinnlosigkeit abzunehmen. Das ist das was mich noch immer etwas wurmt. Manchmal kann ich Leuten nichts ausschlagen. Furchtbare Angewohnheit. Ich sollte das ändern und zwar bald. Ich habe mich zwar selbst dabei ertappt, daß ich das Denkmuster hatte, meinem Opa nichts abschlagen zu können, weil ich sowieso Angst habe ich verbringe zu wenig Zeit mit ihm. Kompensation? Psychologisch gesehen, sicherlich. Ich weiß nicht wie lang er noch hat, habe auch nicht wirklich Angst was ist, wenn er stirbt – was ich eher fürchte ist, ihm bestimmte Dinge nicht mehr sagen zu können. Oder umgekehrt.. daß ich ihm nicht im nötigen Moment zuhören kann und es irgendwann zu spät ist. Seltsam ist es schon, dieses Gefühl. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll, aber ich werde es wohl bald merken.
Endlich zum Abend hin, hatte ich ein wenig Zeit für mich, ohne großartig viel Besuch, was bei mir ja selten genug ist. Endlich ein wenig Stille und Zeit mich um die wirklichen Dinge im Leben zu kümmern. Unter anderem der Frage wie es weitergeht mit dem was ich mir selbst zum Ziel gesetzt habe.. und wie ich es am besten erreiche. Denken. In ruhe denken ohne Ablenkung. Selten. Aber auch nicht lange notwendig. Wenn ich erstmal ‘nen Moment für mich hab, geht der Prozess recht schnell.
Telefon.. Computer.. die Reste der Pasta vertilgen.. noch mehr Computer.. und noch mehr Pasta.. mit Käse.. überbacken.. mjam.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc