|
Mittwoch westwärts
16th October 2008
..und zwar nach Saarbrücken. Hätte ich gewusst, daß ab dem Verlassen der A66 es bis zur nächsten Tankstelle so weit ist, hätte ich meinen Dritteltank vollgepumpt bis zum Anschlag. Und so kam es auch, daß ich unvermittelt irgendwo raus musste um mir auf den Dörfern einige Liter zu krallen - und buchstäblich auf dem letzten Tropfen gelang mir das auch.
Als ich da so stand und das Räderpferd fütterte, kam mir in den Sinn, daß ich doch etwas vergessen hatte, was für die fortschreitende Abendplanung notwendig war. Die Eintrittskarte für das ASP-Konzert in der Garage. Leider war ich bereits eine Stunde unterwegs und wenn ich jetzt wieder umdrehen und die Karte holen fahren würde, käme der Sprit bei meiner Fahrweise plus Nerven plus Zeitverlust locker über das was ich nochmal bereit war zu bezahlen. Also einfach mal hoffen, daß es nicht ausverkauft ist wie der Rest der Tournee.
Ich kam bei Steffi an, packte mein Zeugs in die Ecke und wir fuhren nach Saarbrücken, wo sie mir zunächst ein wenig zur Stadtgeschichte erzählte. Ich kam mir schon fast vor, als wäre ich ein doofer Tourist, so wie ich bei den ganzen Bauwerken geknipst hab. Und vielleicht war ich es auch.
Nachdem ich den Parkplatz in den Navi geknüppelt hab und wir wieder zurückgefahren sind, gings an die Nahrungsversorgung - Lachs und Pasta mit Sahnesoße und so Zeugs. Mjam. Und zu Nachtisch Himbeeramisu. Gut genährt gings für mich dann auch bald zur Garage, wo ich wie erwähnt auf die Abendkasse setzte.
In der Stadt


Der Palast

Der Garten und der geizige Bäcker

Kochen bei Steffi

Aber zum Konzert: Es war bestuhlt, es war relativ voll, ich hatte eine Karte und meinen Mantel samt Hut an der Garderobe abgegeben. Überall stand die Bitte aus Respekt den Künstlern gegenüber keine multimediale Reproduktion in Gang zu setzen an den Wänden verzeichnet. Und obwohl ich meine 1.3 MPx in meinem Uhr-Telefon-Camera-Supergerät dabeihatte, verzichtete ich wie drum gebeten. Zugunsten der Atmosphäre. Und es hat sich gelohnt.
Ich wage es nicht mir auszumalen, wie Ambienteschädigend Blitzlichtgewitter und Co gewesen wären, oder Leute in den ersten Reihen die mit ihren seifenstückgroßen Technikwundern versuchten den weltbesten Youtubebeitrag zu drehen. Es war gut so wie es war und im Gegensatz zu Pain und Vicious Rumors, wo das Label es “verboten” hatte, war es hier eine klare Bitte mit gutem Grund. Jeder der die Show gesehen hat, wird wissen was ich meine, wenn ich sage daß jeder Versuch DAS einzufangen was wir geboten bekamen dem nicht hätte gerecht werden können.
Die aufwendige Kulisse, makellose Beleuchtungstechnik, wie auch der hohe künstlerische Anspruch eines jeden einzelnen auf der Bühne haben es zu einem ganz besonderen Abend gemacht. Mitreißende Stimmung, kristallklare Klänge und wundervolle Passagen, gelesen wie gesungen. Einfach herrlich. Ich hab ASP schon in der metalligen Besetzung gesehen, doch bisher nicht auf Akustik-Tour (musste mir die OIAL leider entgehen lassen). Und ich kann mir trotz meiner gesamten Konzertlaufbahn (ja, ich habe schon aufgehört zu zählen) nicht guten Gewissens aufbürden zu entscheiden welches mal mir ASP besser gefallen hat. Es ist einfach nicht möglich zwei so unterschiedliche herangehensweisen an diese Kunst zu vergleichen, selbst wenn sich das Liedgut an einigen Stellen überschnitten hat.
Ich könnte wetten, daß jeder der da war etwas mitgenommen hat an diesem Abend, was er den Rest seines Lebens nicht vergessen wird. Sei es das leicht verdutzte Grinsen als die Band beim “Abschied” noch ein Medley mit “Let me entertain you” und “She’s got the look” hingelegt hat oder einfach nur der Wunsch bald wieder so ein schönes Konzert zu erleben. Hab übrigens mal nachgesehen, es gab wohl vom Leipziger Gig einen Bericht samt Bildern.
Die Rückfahrt war dank der vor Ort zugelegten “Nie Mehr!” etwa wie ein entspannter Flug durch die Nacht. Ein gelungener Tag. Ein gelungener Abend.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Posted in Tags: asp, gigs, hier und dort, pics, sleipy, travel | No Comments »
Auf der Wehrburg..
14th October 2008
..in Südfrankreich. Der Trip mit meinem Opa war von langer Hand geplant - ein langes Wochenende in Carcassonne, mit Rundgang auf der Festung und einer ausgedehnten Spazierfahrt mit dem Auto. :] Ich hatte fast schon vergessen wie primitiv Flughafen Hahn verglichen mit dem Frankfurter Flughafen ist - bin ich doch in meinen letzten Reisen immer dort gewesen, sowie zur Abholung oder zwecks Ankarren anderer. Nach einer absolut überzogenen Kontrolle, dem Verzicht auf alle Behälter von mehr Volumen als 100 ml (einschließlich meines Axt-Deos) ging es in dichtem Gedrängel ans Besteigen des Fliegers. Das letzte Mal bin ich mit den billigen Iren geflogen, schienen mir die Sitze etwas eng - dieses Mal hätte man mir Arme samt Schultern abtrennen müssen, hätte ich auf den Sitz passen sollen. Glücklicherweise waren die anderen Passagiere so vorausschauend, sich nicht neben mir niederzulassen und so kamen wir nach etwas über ne Stunde wackeligen Fluges im Flughafen von Montpellier an.
Es war schon dunkel und wir wollten eigentlich nur in die Stadt und auf unser Zimmer - also erstmal ab zur Autovermietung. Nach einigem Zirkus mit Kreditkarten, Fahrerwechseln, Versicherung und anderem Unfug sind wir dann endlich bis zur Übergabe des Schlüssels gekommen und verließen frohen Mutes das Gebäude. Wir fanden das Auto fast sofort und kamen ohne Umschweife im Hotel an. Am Arsch die Waldfee - wir suchten uns im Halbschatten gut eine halbe bis dreiviertel Stunde auf dem Parkplatz den Wolf, nur um irgendwann völlig frustriert aufzugeben, zurückzudackeln und uns den Wagen vorfahren zu lassen. Stichwort “Such mal auf nem französischen Parkplatz in der Nacht Deinen Citroen”. Der C3 ist keine schlechte Maschine. Ich bin mir sicher, daß sich alles was ich an ihm auszusetzen hätte im Preis niederschlagen würde. Das Steuerungsfeeling wirkt wie bei einer Holzversion von einem Fisher-Price-Buggy, alles knarzt, wirkt klobig und künstlich - nicht zuende gedacht, wenn auch sicher nett gemeint.
Die nächste Queste die sich uns offenbarte war die Inbetriebnahme des Navis. Angeschaltet, Display leuchtet - kein Kartenmaterial. Komisch, eigentlich sollte das Material von Europa bei diesem Ding dabei gewesen sein, aber irgendwie.. Tja - verlass Dich auf die Technik und Du bist verlassen. Keine Karte gehabt, keine Wegbeschreibung zum Hotel.. aber versuchen wir es mal. Ende vom Lied war, daß uns weder eine Karte, noch eine Wegbeschreibung geholfen hätte - das Ibis-Gebäude war am oberen Ende einer Einbahn-Zirkelstraße etwas außerhalb vom Altstadt-Zentrum. Bis wir uns da zurechtgefunden und eingecheckt haben und so weiter - war schon Nacht.
Ich werd mich nie wieder über Servicewüste Deutschland beklagen - was ich in diesem Aufenthalt gesehen habe, unterschritt nicht nur die Grenzen des Begriffes “Dienstleistung”, sondern war zum Teil einfach eine riesige Unverschämtheit. Daß wir so spät etwas essen wollten, konnte natürlich keiner wissen - aber wenn ich im ganzen Hotel Plakate und Schildchen vom 24-h-Küchenservice sehe und dann auf Anfrage gut eine halbe Stunde hingehalten werde bevor ich gesagt bekomme, daß ich doch zum großen Platz nebenan gehen soll, wo es Brasserien und Lokale gibt - werde ich mit recht etwas unfreundlich. Vor allem weil die meisten dieser Lokale es geschafft haben in dieser halben Stunde ihrer Küche den Feierabend zu erklären. Es ist schon bizarr, daß man kurz vor Mitternacht an einem Wochenendtag unter ca. 15 gastronomischen Betrieben auf diesem Platz nur im McDoof etwas zu essen bekommt und das auch nur am Straßenverkauf.
Wie dem auch sei, am Tag darauf war der Ärger gegessen (Jaja, ich weiß 10 ct in die Wortspielkasse) und wir gönnten uns ein ausgezeichnetes Frühstück auf dem Opernplatz, es gab Crêpes und Kaffee und was weiß ich noch was. Mjamm. Wir machten uns auf den Weg die Innenstadt zu erkunden und stiefelten durch zahllose verwinkelte Gässchen, vorbei an Kirchen, Monumenten, Brunnen und ähnlichem. Montpellier hatte durchaus einen altertümlichen Charme der nicht von der Hand zu weisen war. Irgendwann gegen halb zwei machten wir uns auf den weiteren Weg, vorher noch eine Straßen- und Autobahnkarte von der Gegend eingesackt und ab die Post - weiter gen Südwesten und unten bei Narbo die westliche Autobahn in Richtung Carcassonne, vorbei an einem Strandstück wo wir kurz halt machten um uns an diesem sonnigen Tag das Meer anzusehen.
Als wir in Carcassonne eintrafen, begann der Ibis-Such-Zyklus von vorn. Wir fuhren ein paar Mal im Kreis, landeten aber dann doch im richtigen Parkhaus und durchliefen den gewöhnlichen Registraturprozess. Danach ging es auf Nahrungssuche und man höre und staune und glaube es nicht, schon wieder wollte man uns in keinem der gastronomischen Betriebe ein Mahl servieren. “Nein, die Küche ist geschlossen.” hörten wir genauso oft wie “Kommen Sie doch bitte nach sieben Uhr wieder.” Und auf die klare und simple Frage “Wo bekomme ich um diese Uhrzeit in dieser Stadt denn etwas zu essen?” folgte auch die deutliche wenn auch nicht zufriedenstellende Antwort “MacDoe.”, gekrönt von einem Fingerzeig in die Himmelsrichtung. Auch in diesem Ibis-Hotel gab es zu keiner nennenswerten Zeit etwas zu Essen, also liefen wir eine weile rum und landeten bei einem edel wirkenden chinesischen Restaurant auf der Rückseite der Brückenhauptstraße nahe des Flusses. Die Küche war überraschend authentisch, nicht nach dem westlichen Standard, sondern echt eher nach der chinesischen Art, es war sehr lecker und auch nicht überteuert im Gegensatz zu so manch anderem Laden hier.
Am nächsten Tag ging es für uns nach einem wieder nicht erhaltenen Frühstück (”Tut mir leid, die Küche ist zu und nur weil wir hier essen und pause machen, heißt es nicht, daß wir Euch in weniger als einer halben Stunde bewirten!”) rauf auf die Festung. Ich muss sagen - bis dahin hat mir Carcassonne wenig gefallen und Montpellier war stadttechnisch mein Favorit des Trips - aber ich hatte ja keine Ahnung. Offenbar war das Umland was sich heute Carcassonne-Stadt schimpft eine Art Siedlung des Umlands. Und so benahmen sich die Leute da auch. In der mittelalterlichen Festung, einer eigenen Stadt für sich, sah es da deutlich anders aus. Klar kann man das auf den Tourismus schieben, aber ich glaube ich kann das ein wenig auseinanderhalten. Mir kams schon fast vor als sei die Unterstadt dadurch grundfrustriert daß sie nicht in der Oberstadt wohnt. So viele Jahrhunderte und doch ändert sich so wenig..
Die Burg war unterteilt in den Burgpalast, die Kathedrale und die restlichen Flächen die sich Gruselkabinett, Folterkammer, Museen aller Art auf der einen, Souvenirshops und Gastronomie auf der anderen Seite teilten. Der Palast selbst war nach einem kleinen Rundgang von ca. 3 Stunden in Augenschein genommen, der Rest wurde in der Zeit danach von uns besichtigt - wobei wir viel Zeit im äußeren Ring zubrachten weil der Ausblick so toll war. Alle 3 Minuten wehte es mir meinen Hut fast vom Kopf. Die gesamte Festung hat eine wahnsinnig interessante Geschichte und wechselte wohl seit ihrer Erbauung alle Nase lang mal den Besitzer, was auch zu unterschiedlichen Einflüssen im Bau wie in der Lebensweise führte. Was dem einen die Wanne, dem anderen sein Sarg.
Wir ließen uns zum Ende unserer Festungserkundung in einem mittelalterlichen Restaurant nieder, wo allerhand leckere Sachen angeboten wurden, die Leute kein Englisch sprachen, kein Deutsch und bei dem Dialekt würd ich noch nicht einmal die Hand für Französisch ins Feuer legen, aber sie waren nett, höflich, zuvorkommend und witzig, von der Bestellungsaufnahme bis hin zur Verabschiedung. Das Essen selbst war sehr reichhaltige und einfallsreich gewürzte Kost, auf einem Brettchen fein angerichtet - ein Augenschmaus. Die Portion war recht groß und abwechslungsreich und killte den angelatschten Hunger in kürzester Zeit. Mjam.
Wir kamen wieder herunter von der Festung und machten uns im Hotel etwas frisch, ich nahm mir die Zeit den Liber Kaos endlich zuendezulesen und mein Großvater nutzte die Gelegenheit um sich ein Nickerchen zu gönnen. Gegen Abend begann der Ernährungszirkus - Teil vier. Auf die Frage, ob es diesmal (es war ja etwas früher am Abend) im Hotel etwas zu essen gäbe, kam die schroffe aber bestimmte Antwort “Ich bin mir sicher, wenn Sie in die Stadt gehen werden sie ein ausgezeichnetes Restaurant finden, daß all Ihre Bedürfnisse zufriedenstellt.” Die nette Version von “Fuck you.” Oder wie war das in Matrix II? Wenn man auf Französisch am Fluchen ist, ist es wie ein Gefühl sich mit Seide den Hintern abzuputzen.. So oder so ähnlich, ich schlag jetzt nicht in den Filmzitaten nach. Wir gingen zur Pizzeria an der Ecke (direkt an der Brücke) und danach wieder zurück ins Hotel. Die Pizza war schnell gemacht, hat super geschmeckt und die Erschöpfung der endlosen Lauferei holte uns wieder ein. Einfach mangelnde Gewohnheit schätze ich.
Am nächsten Morgen galt es schon die Koffer zu packen und uns von Carcassonne zu verabschieden. Wir machten noch einen Zwischenstop in Jean-Marcs “La Tete de l’Art” - hatten leider aber nicht genug Zeit um dort von den Speisen zu kosten - es war einfach zu früh am Morgen für ein Mahl. Wir tranken ein paar Kaffee und erzählten uns Geschichten, dabei machte er uns auf eine Alternative aufmerksam zu unser geplanten Autobahnfahrt. Wenn wir dem Kanal folgen würden, kämen wir auch am Meer entlang und hätten mal etwas von der Landschaft, meinte er. Nun, die Landschaft die von der Autobahn aus zu sehen war, war nicht gerade spektakulär und da war die Entscheidung eigentlich schon gefallen und wir nahmen die Meeresstraße.
Wir fuhren entspannt das Mittelmeer entlang, bis zur großen Motte, vertraten uns am Strand ein wenig die Beine und gaben das Auto im Flughafen wieder ab. Einige Wartezeit später saßen wir im Flieger - ich hatte die Schuhe wieder an, die man mich auf Verdacht gebeten hat auszuziehen. Dabei piepste das komische Ding nur weil ich eine 1 ct Münze in der Tasche verloren hatte. Was solls, mit jedem Keramikmesser, die es im 5er-Pack im Aldi gibt und einer halben Rolle Tape wär ich sicher ohne Probleme in den Flieger gekommen. o_O Sinnvoll, diese Kontrollen. Wir landeten und wurden auch direkt von meinem Vadder abgeholt, der uns sicher und bequem durch die Nacht nach Frankfurt brachte.
Bilder der Reise:
Wie die Reise begann

Der Opernplatz von Montpellier


Zwischenstop am Strand

In Carcassonne


Sehr chinesisch Essen

Biker auf der Festung

Torture & Pain

Die Burg selbst


Mittelalterlich essen



Burgausblicke





Abreise und Rückweg am Kanal und Meer entlang


Ein schöner Trip, sehr angenehme Tage - aber einige Sachen stehen für mich fest ab jetzt:
1) Ich halte mich an mein Nichtfliegen - denn obwohl ich früher eigentlich sehr gern geflogen bin, ist der aktuelle Sicherheitsaufwand für mich etwas was mir irgendwie gehörig auf die Stimmung geht. Wenn ich bei einer gewissen Fluglinie aus dem Nahen Osten vier Stunden warten muss und überprüft werde, ist das in Ordnung, denn der Staat mit der weißblauen Fahne hat schon seit Ewigkeiten erhöhten Sicherheitsbedarf, aber bei den ganzen Chartermaschinen für Massentourismus? Nein Danke. Muss echt nicht sein. Das muss ich mir als Reisender nicht gefallen lassen. Und schon gar nicht im Urlaub.
2) Keine Billigflieger-Trips mehr. Wenn ich mal wirklich irgendwohin verreisen will und da nicht mit dem Auto hinkomme, will ich nicht in der Viehwagon-Klasse fliegen. Irgendwie erinnert mich das von der Ausstattung an die Passagierklasse III bei Slide, wo man abgesprengt wird, wenns technische Probleme gibt.
3) Wenn Auto, dann ein eigenes - diese Mietwagengeschichte mag ja bequem sein, aber die Kopfschmerzen, Kosten und den Aufwand ist es mir irgendwie nicht wert. Mag echt sein, daß ich mich hier anstelle, war auf Ibiza ja nicht so schlimm - aber seit ich ein eigenes hab..
Und obwohl das alles hier wenig den Eindruck erwecken mag, daß es mir gefallen hätte, ich gelassen und entspannt mich erholen konnte usw.. es war geil. Ja, alleine wegen der vielen alten Steine und Gemäuer, der lang schon nicht mehr so genossenen Gesellschaft meines Großvaters und der guten Küche, sofern verfügbar.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Posted in Tags: eat some more, mittelalter, pics, slightly aggressive, the clan, travel | 1 Comment »
Hybride Feiern..
9th October 2008
..und leckere Installationen. Die Zeit geht bekanntlich schneller um als man glaubt und ehe ich mich versah, war ich schon zwei Jahre in der Firma. Das musste natürlich gefeiert werden, genau wie Jo’s Geburtstach - also taten wir uns zusammen und tischten den anderen mal ordentlich auf. Zum einen gabs was zu futtern aus dem Osten, zum anderen gabs was zu Trinken aus der Region. Die Erdbeer-Rhababer-Geschichte erfreute sich einer ziemlichen Popularität, die Mandarine war eher etwas schroffer Natur (woraufhin ich beschloss sie nochmal in eine weitere Fruchtration einzulegen).

Nach der Arbeit galt es einen weiteren Rechner in die Welt der Freiheit zu führen und zu Linux zu bekehren. Ein Hybridsystem mit Kubuntu Hardy einzurichten ist mittlerweile fast schon ein gewohntes Unterfangen - die wirkliche Herausforderung liegt in jedem einzelnen Arbeitsumfeld, denn so verschieden wie die User und ihre Gewohnheiten sind, so unterschiedlich sind die Puzzlestücke die man zusammensuchen muss.

Ich muss zugeben, ich habe noch nie einen Primär-Web-Monitor á la vertikal gesehen, aber auch das scheint seine Vorteile zu haben. Skurril wirds nur, wenn der Rechner noch nicht ganz erkennt, wie rum der Monitor gedreht ist - verursacht manchmal Nackenstarre, vor allem wenn der andere noch nicht anspringt. Aber davon lässt man sich bekanntlich nicht stoppen - Windoof neu drauf, ext3 mit root anlegen, ext3 mit /home/ anlegen, swap und schon gibts Roggenroll mit digitaler Beinfreiheit.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Posted in Tags: drinx, eat some more, hier und dort, linux, pics, tech stuff, work | 2 Comments »
Trip in den Süden..
29th September 2008
..in Richtung Odenwald, um genau zu sein. Wie die letzten Forentreffen wurde dieses im Vorfeld gut organisiert und erfreute sich auch ordentlicher Besucherzahl. Schade war natürlich, daß einige nicht kommen konnten. Aber wir versuchten wie immer das beste daraus zu machen und so wie es die Tradition gebot, war Grillen, Einkaufen, dekadentes Liköreverkosten und viel laute Musik im Spiel. Begonnen hatte die Reise damit, daß wir uns soweit vorhanden in FFM zusammenfanden - das war zumindest der Plan. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, denn aufgrund logistischen und kulinarischen Durcheinanders hat es einen Moment gedauert bis wir vollzählig ausgerüstet vor Ort aufmarschiert sind.
Nach einem Durcheinander hiesiger Essen-auf-Rädern-Angeboten und dem Risiko, daß es ggf. nach Essen-unter-die-Räder-geraten schmecken könnte, legten wir eine kleine Kochsession ein. Paar kühle Bier später und mit einer Hacknudelpfanne “Amore”, Kerzen, Räucherzeug und Schwermetall bewaffnet fühlte man sich aber gewohntermaßen heimisch. Ich hatte leider mein kleines Büchlein für die Zitate daheim liegen lassen, somit verschwinden viele geistreiche Sprüche die die Welt vor ihrem Untergang hätten bewahren können auf Nimmerwiedersehen im Nirvana. Macht nichts, Spaß hatten wir trotzdem! Niveau-Limbo at it’s best.
Der Einkaufstrip war natürlich skurril und erfrischend - letzteres für uns, ersteres für alle anderen. Sowohl die Konstruktion der Salami (of mördermäßiger Knüppel) als auch die Suche nach dem Black Fungus war von Erfolg gekrönt und ich kann fast schon nicht wiedergeben wie pornös Fabians Grinsen war, als er mit dem Kommentar “Yeah.. cummin’!” hinter dem Gewürzregal hervorschlich. :] Beim Grillen hatten wir uns so eifrig mit Kram eingedeckt, daß es sogar dafür reichte am Sonntag noch Kohlen und Rost fertigzumachen.
Das Wetter war aber so schön, daß wir ein wenig umherwanderten, den hiesigen Galgen besuchten und harmlose Passanten mit unserem seltsamen Auftreten verunsicherten. Alles in allem - der ganz normale Wahnsinn. Dank Garten hatten wir auch die Gelegenheit etwas mehr als nur Grillfeuer zu veranstalten und so sammelten wir uns zwecks Metstandreduktion im Kanister vorm Flammenkessel zusammen und lauschten den eingängigen Melodien (of manchmal ziemlich Brachial).
Der Met starb schneller als erwartet, also deutlich schneller als letztes Mal und die Glückskekse mit denen wir uns vollstopften sorgten durch ihre Prophezeiungen auch für Unterhaltung. Zumindest bis einige begonnen die Nachrichten zu ignorieren und die Kekse als ganzes zu vertilgen..
Bilder ausm Süden:
Gemütliches anreisen


Bissige Runde mit Vampiren und Werwölfen


Der Galgen zu Mudau



Einkaufsprogramm


Gut Gegrillt ist halb gegessen



Feuerholz und Asche
 
Ein schönes Wochenende war es, mögen viele weitere dieser Art folgen! Übrigens ist eine Abbildung einer Fleischtheke in unserem Kontext ab heute nur noch mit Michael möglich, ob er nun dabei war oder nicht. Keine Fleischtheke ist komplett ohne den “Wursttyp”.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Posted in Tags: brothers, extra crispy, hier und dort, igel, pics, travel | No Comments »
Kaperfahrt und Schiffbruch..
19th September 2008
..steht dieses Wochenende an. Nun sitz ich hier in meiner Kapitänskajüte und sortiere die Schatzkiste um, schnauze meine Umgebung zu Ehren des “Talk like a Pirate day” an und gleich gehts in die Kombüse und was zu beißen zwischen die Kauleisten und einen Humpen Grog! Ja, Ihr Landratten, Piraten und Freibeuter sind in aller Munde heutzutage, nicht nur weil sie Opfer von Vertuschungsaktionen werden, oder das eine oder andere Kartenspiel kapern, nein - für solch einen Festtag gibt es mittlerweile einen ordentlichen Fundus an Klängen (Running Wild, Alestorm, etc.), Geschichten und den einen oder anderen Brocken Kautabak zum auf den Boden spucken. Aber genug davon!
Rekonfigurationsliste :
Phase 1: Rette sich wer kann - Backup vorhandener Daten
a) Unter Linux von DataVault(ntfs) auf MOAB(ext3)
b) Von Dimension VII(ntfs) auf MOAB(ext3)
c) Windoof booten und von DataVault(ntfs) auf Dimension VII(ntfs)
d) Umbenennen von nichtkonformen Windowsumlauten nach ae/oe/ue
Phase 2: Plankengang für unbrauchbares
a) Die Festplatte kielholen mit 1×67 GB NTFS und dann Fenster darauflegen
b) Den Rest der Festplatte über Bord und in 1×67 GB Systemteil 1×2 GB Swa(m)p-Partition und 1×300 GB Daten /home/ Partition ext3 aufknüpfen
c) Beide Systeme an die Benutzung anpassen, nach Updates fischen, zu Wasser lassen usw.
Phase 3: Segel setzen und auf Kaperfahrt fahren
a) Daten von den Festplatten wieder eingliedern, sortieren, sichern
b) Backups von 1997 bis heute aufräumen
c) Datensicherung automatisieren
Gestern ist Phase 1 fertig geworden, heute ist Phase 2 dran und die Phase 3 wird wohl Monate brauchen bis sie abgeschlossen ist. Aber wenigstens hat die Sache zumindest Land in Sicht und geht mir wohl nicht allzu schnell in Ihrer Gänze über Bord. Bei der Gelegenheit, lasst mich Euch eine Geschichte erzählen, die mir von weit her zugetragen wurde. In fernem Land soll es einen Hafen geben, der dankbar, erreichbar und zügig Eure Schatztruhen beherbergen kann. 1000 mannsgroße Kisten kann man da lagern und jederzeit von überall auf diese Schätze zugreifen und sie zur Schau stellen. Die Rede ist von MyFabrik.com - einem Webstorage-Provider, der flexibel dafür sorgt daß man seine Photos, Videos und was sonst noch alles überall einbinden kann. Schaut mal rein, ich habe bereits eine Testfahrt gestartet und werde darüber berichten, wenn es mir klarer wird und der Neulingsnebel sich gelichtet hat.
Arrrrrr. Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
———————————-
Update: Es ist viertel vor fünf und nach einigen Quälereien, viel zu melancholischer Musik und etlichem Treibergehacke und -gekratze in Windoof und ein paar Energydrinks läuft hier mittlerweile wieder der Großteil der Sachen die laufen sollen. Dank CLEO muss ich mir wegen des Firefox keine Sorgen und Mühen machen. Jetzt nur noch den Adept-Updater anschmeißen und machen lassen, der Rest kommt von alleine. Gute Nacht!
Posted in Tags: everyday carnage, recom, tech stuff | No Comments »
|