Arnoc Grayle

arnoc_archer

Technische Daten

Abmessungen: LBH 45 x 55 x 173 cm
Masse: 1078,73 Newton
Erstzulassung: 03/1983
Stellare Zuordnung: Ovis
Sprachen: DE, EN, RU, JS, PHP
Beschäftigung: Programmierung
Okkultismus
Bücherwurmen
Modellfliegen
Akustik: Stahl, Elektronik, Gotik

Was gibt es über mich zu wissen? Ich betrachte mich als Avantgardist, Humanist und Atheist. Politisch bin eher dem linksliberalen Sektor zuzuordnen und bin ein Freund der schönen Künste, ein Genussmensch und Technikbegeisterter. Wie vereinbart sich das aber mit meiner gelebten Misanthropie und meinem Hang zu Boshaftigkeiten, sowie meiner eher mitleidserfüllten Sicht auf Individuen der Menschheit? Ganz hervorragend!

Nur, weil ich Fortschritt wichtiger finde als Ängste und Zweifel, ethische Behandlung von Lebewesen, Sozio- und Biosphären wichtiger finde als Ideologien, Glaubensvorstellungen, Profite und globale Machtansprüche, heißt das noch lange nicht, daß ich nicht als der Menschheit letzter Totengräber sie auch beisetzen könnte, wenn ich müsste. Gewissermaßen „Misanthrop aus Idealismus“ – denn von Sonnenscheinmenschen und Schönrednern die uns alle ins Schlummerland der Sorglosigkeit führen wird die Welt keine Liebenswertere.

„Wohin kämen wir, wenn niemand gucken ginge, wohin man käme, wenn man denn ginge.“
— Kurt Marti

Ich denke wir Menschen haben einen faszinierenden Weg hinter uns und einen nicht minder faszinierenden vor uns. Erst aber wenn wir es schaffen, so zu leben, daß unsere Geschichte nicht mehr mit Blut und Gier niedergeschrieben wird und wir alle Ruhe finden, erst dann werden wir unser volles Potenzial entfalten können. Und da das nicht so bald passieren wird, gibt es noch einiges zu lernen. Wir leben in wirklich interessanten Zeiten.

Für mein Verständnis ist es aber dringend erforderlich, daß wir weniger Menschen werden. Insofern zähle ich mich auch ein Stück weit zu den Antinatalisten, die ein Potenzial darin sehen durch weniger Menschen mehr Lebensqualität für den Einzelnen rauszuholen. Auch das ist ein Grund, warum ich dem „unendlichen Wachstum“ in jedweder Form kritisch gegenüber stehe, vom geistigen Wachstum mal abgesehen. Die Fortpflanzungsevangelisten haben in den Jahren und Jahrhunderten schon genug Schaden angerichtet an unserer Welt – und damit will ich mitnichten jemanden der bereits am Leben ist loswerden, mir geht es eher darum, daß die Menschen verstehen, daß ein geschlossenes System wie unsere Erde und alles was auf ihr existiert, somit auch unsere Gesellschaft es einfach nicht verträgt wenn es zu viele von uns gibt.

„Arbeitslosigkeit ist, ab einem gewissen technischen Entwicklungsstand, ein Zeichen von Wohlstand in der Gesellschaft.“
— Aldous Huxley

Dafür muss die Welt sich aber verändern und wenn wir immer nur die selben alten, vorwiegend männlichen, vor einem halben Jahrhundert sozialisierten und mit der Welt nicht schritthaltenden machtgierigen Gestalten auf die Throne schieben, wird die Veränderung nicht schnell genug geschehen. Nein, sie wird uns verschlingen, wie eine Welle unter sich begraben – und genau das macht dann angst- und traditionsgeprägten Menschen die Sorgen, daß die Welt zu fortschrittsgeil sei. Ein Missverständnis. Wir sind alle hier und wir werden uns alle schon irgendwie zu arrangieren wissen, früher oder später. Und wenn nicht, sind wir bald nicht mehr hier – auch gut. Es würde ja schon reichen, wenn wir ein paar Generationen lang nicht mehr Kinder bekommen als Personen bei der Zeugung beteiligt waren – der Tod übernimmt den Rest, und sie ist dabei sehr gründlich.

Aber man kann die Menschheit auch nicht zu ihrem Glück zwingen. Das ist auch völlig in Ordnung. Ich bin grundsätzlich gegen jegliche Form von Zwang Einzelpersonen gegenüber, denn das Einzige was man damit erreicht ist ein negatives Feedback in der Zukunft festzulegen, auf die eine oder andere Art. Hier übrigens auch mein Ergebnis des politischen Kompasses (hier geht es zum Test) und etwas geistige Nahrung für zwischendurch:

myCompass