Erste Schritte mit eigener Hardware..

..führten mich zum Arduino, genauer zum Modell Uno. Ich habe mir irgendwann in den Kopf gesetzt, mich an Robotik zu versuchen – bis dahin ist der Weg ja eigentlich ziemlich weit, wenn man bisher nur wenig systemrelevante Software verfasst hat und das Meiste nur im Browser oder auf dem Server lief. Aber glücklicherweise gibt es ja mittlerweile eine ganze Menge Pioniere für das Internet of Things, die Mikrocontroller anbieten welche die Basics mitbringen alles mögliche aus ihnen machen zu können. Ich spare mir erst einmal das Löten und nehme mir eine Lösung zum zusammenstecken, programmiere sie und füge nach und nach Komponenten hinzu, bis was sinnvolles dabei rauskommt.

Das Starter-Kit für um die 60€ kam bereits vor ein paar Wochen per Post an und ich habe zunächst nur einen flüchtigen Blick reingeworfen – LEDs, die Hauptplatine, ein Haufen Steckkabel und Widerstände (in dem Moment verfluchte ich leise meine mangelnden Physikkenntnisse), ein USB-Kabel, eine Fernbedienung, ein paar Näherungssensoren und ein Servomotor. Mit ein wenig Erfahrung könnte ich daraus einen Garagenöffner zusammenbauen. Oder einen kleinen Licht-Aus-Bot. Oder aber eine kleine Flurbeleuchtung für die Nacht wenn ich mal kein großes Licht anschalten will. Oder eben einen selbstfahrenden Roboter, der ähnlich den Roombas unserer Zeit autonom oder teilautonom durch die Wohnung fährt und … keine Ahnung, mir ein Stück Käse aus dem Kühlschrank holt, wenn ich Lust darauf habe.

Aber man muss ja klein anfangen, also hab ich mir mal die Arduino-IDE installiert, die kleine Kiste an den USB-Port angeschlossen und mit einem LED-Leucht-Tutorial begonnen, überhaupt erst darauf zuzugreifen. Hello World, mal auf Hardware-Ebene. Lief gut, war idiotensicher. Die “Programmiersprache” ist wohl eine C-Basierte Geschichte, über die ein Convenience-Layer gezogen wurde, um den damit nicht vertrauten Einsteigern die Nutzung so einfach wie möglich zu machen. Mit dem Handbuch oder auch nur Google kann jeder die Befehle die der Mikrocontroller braucht leicht in seinen Code einbauen und schon gehts los. LED leuchtet. Oder blinkt. Oder morst etwas bestimmtes. Immer wieder, bis ich ihr sage sie soll damit aufhören oder den Strom kappe. Theoretisch gesprochen konnte ich nach nicht einmal 5 Minuten das innere einer S-O-S Leuchtbarke im Grundgerüst nachbauen. Alles was dafür nötig war, war eine LED, die Möglichkeit sie mit bestimmten Zeitabständen an oder aus zu machen – fertig.

Nächste Stufe im Plan – die JavaScript-Adaption für Arduino testen und mal irgendwas damit bauen, was mehr kann als einfach nur Licht an und aus. Eine Ampel vielleicht, ist ja auch noch recht trivial – rot, rot-gelb, grün, gelb und von vorn. Trivial aber immerhin zum ersten Mal JS auf Hardware für mich! Klingt nach etwas was ich auf jeden Fall mal gemacht haben will.

Now playing: Bonnie Tyler - I need a hero | Stimmung: Aufgeregt

Geschützt: And the card house collapses..

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Now playing: Hadouken - House is falling down | Stimmung: Gemischte Gefühle meets Excitement

Tear down the walls..

..once again! Wir haben es geahnt, daß wenn die Maurer hier eine Kernbohrung machen es irgendwie schlimmer werden wird als besser. Und wir hatten Recht. :(

Nachdem mir ein (dem Klang nach) ziemlich besoffener und verwirrter Handwerker bei mir angerufen hat und selbst nicht mehr genau wusste was er bei uns machen sollte, kam es irgendwann nach einem dritten Telefonat zu einem tatsächlichen Termin. “Na das fängt ja gut an!”, dacht ich mir. Ich hatte bisher immer irgendwie Glück mit den Handwerkern – mal inkompetent, mal unzuverlässig, mal beides. Auch dieses Mal sollte ich nicht enttäuscht werden. (Hier bitte Werbeslogan-Ton dazudenken:) Die sind das Handwerk, die können das!

Als die Handwerker wieder weg waren, entdeckten wir auf der Rückseite unserer Wohnzimmerwand (wo die gebohrt haben) im Schlafzimmer ein vergleichbar großes Loch, wo uns ein Stück Wand und Putz herausgebrochen ist. Einfach so. Weil auf der anderen Seite etwas gemacht wurde. Krümeliges Zeug – “Schlackewand” nannte das der Maurer. Super, jetzt haben wir überall außer im Bad und im Flur große Löcher in der Wand. Die sehen keinen Cent für die Renovierung, wenn wir hier abziehn! -.-

Now playing: Poisonblack - Them Walls | Stimmung: Irritiert

Chicago ctOS blues(creen)

Nach meinem ersten Eindruck von Watch Dogs hab ich das Spiel nun (von der Hauptstory) durch. Alles in allem ist der riesige offene und technische Spielplatz durchaus unterhaltsam, vielseitig und die Stadtviertel abwechslungsreich – da kann man sich nicht beklagen. Spannend sind auch die kleinen Multiplayer-Einlagen, ob freiwillig oder weniger, die Rennen, die Shootouts und der fließende Übergang zwischen Single- und Multiplayer. Alles in allem sehr sympatisch. Was mir immer noch ein wenig quer im Magen liegt ist aber der ruchlose Protagonist. Der fährt eine Attitüde, die irgendwo zwischen familienorientierter Selbstjustiz und selbstgerechter Rücksichtslosigkeit liegt, die nur begrenzt nachvollziehbar ist. Bei einem Auftragsmörder oder Kopfgeldjäger, Söldner oder Mafiaschläger kann ich mir die Abgebrühtheit vorstellen, die der Charakter an den Tag legt, aber nicht bei einem Hacker, der seinen Unterhalt mit unbefugten Zugriffen verdient.

Der ziemlich entspannte Umgang mit Verletzung von Privatsphäre oder kritischen Systemexploits der ganzen Stadt mag durchaus bewusst als Stilmittel gewählt worden sein, um aufzuzeigen wie einfach ein Missbrauch von Daten bei allgegenwärtiger Vernetzung sein wird, jedoch ist die Ruchlosigkeit die man selbst an den Tag legt und in einigen Missionen sogar legen muss etwas zu “casual” für mein persönliches Wohlempfinden. Das geht damit los, daß man einem Arbeitslosen armen Schlucker ein paar hundert Dollar abzwacken kann und hört nicht erst da auf, wo man mehrere Dutzend Menschen umbringt, um jemanden aus einem Gebäude rauszuholen. Einfach so. Man hätte sie ja nicht irgendwie in die Irre führen können oder die Polizei auf sie aufmerksam machen können, um für genug Ablenkung zu sorgen.

Ja, klar, das sind “bad guys”, selbst Söldner und bis an die Zähne bewaffnet – sie würden kurzen Prozess machen, aber eigentlich müsste man gerade als technisch versierter Spezialist auch andere Wege haben können als sich auf ihr Niveau zu begeben und ihre Eingeweide mit einem Granatwerfer auf diversen Autodächern zu verteilen. Oder auch sowas typisch GTA mäßiges: Man hijackt ein Auto, wirft den Fahrer raus und hört von ihm nur noch ein “Bitte nicht. Ich bin nicht versichert!” – man kann den Vorgang dann nicht mehr abbrechen und dem jenigen sein Auto zurückgeben, er rennt im Kreis sobald er das Fahrzeug verlassen hat. Vielleicht hab ich mir das Spiel mit meinem Mitgefühl NPCs und Realismusansprüchen etwas vergällt, vielleicht bin ich aber auch einfach mittlerweile nicht mehr so abgewichst, daß ich meine persönlichen Interessen über alles und jeden um mich herum stellen will ohne sie zu hinterfragen. Der Protagonist hat zwar schon ein bis zwei Momente, wo er ob seines Tuns in Zweifel gerät, aber das kommt flach und nicht besonders helle rüber, wie ein ‘huch, war ich das etwa?’ nach einem Gebäudeeinsturz. Naja, ich denke ihr habt die Idee verstanden, was ich mit diesem Game für einen Zwist hab, insofern verschone ich Euch für den Rest des Artikels damit. ;)

Ein weiterer Kritikpunkt: An einigen Ecken wirkt das Spiel nicht zu ende gedacht – Man hat mehrere Dutzend Fahrzeuge zur Auswahl, aber von den 5-6 verschiedenen Waffentypen gibt es nur jeweils fünf verschiedene, von einem bis zu fünf Sternen. Hat man in einem reichen Viertel mal eine halbe Stunde jeden digital abgezogen, der da rumläuft und sich vorher von den Skillpunkten das Geldradar gekauft, kann man direkt am Anfang die Fünf-Sterne-Waffen ins Arsenal packen und das wars für den Rest des Spiels – der Unterschied zwischen ihnen ist ohnehin kaum merklich, aber man hat bis zum Ende nichts anderes – langweilig. Das Waffenhändler denken ich will sie ausrauben wenn ich die frisch gekaufte Wumme aus der Tasche ziehe, ist auch so ein Ding. Ähnlich wie die Reaktion der Bürger auf einen Bewaffneten, vor allem wenn geschossen wird – würde ich zwei Pixel weiter im rot umrandeten Kampfgebiet sitzen, würde niemand die Bullen rufen – schieße ich von draußen rein, gibts sofort einen Notruf.

Genauso sinnfrei ist das “erkennen” wo man steckt, ohne echte Versteckmöglichkeiten (wie man sie zB bei Assassins Creed gehabt hätte) – man kann nicht in der Masse untertauchen, auch wenn man sich so verhält als wäre man unbeteiligt. Ich ziehe irgendwo eine Waffe, schieße, renne los, wechsele zwei Mal das Auto außerhalb der Sicht, versteck mich hinter einem Container und trotzdem weiß die Chicago Police wo genau sie wen genau suchen soll. Bescheuert. Ähnlich bekloppt sind die Mechanismen bei einer Verfolgung im Auto – mein Auto wird beschossen, ich fahre nahe an ein Polizeifahrzeug ran, sie steigen erst aus, wenn ich es tue – bin ich nun schnell genug, kann ich in ihr Fahrzeug einsteigen und davonbrausen bevor sie irgendwas dagegen tun können.

Ein paar Positive und vielleicht sogar überraschende Features hat das Spiel aber natürlich auch. Ich mochte es, daß man keine anonyme Masse an Stadtbewohnern hat, das grundsätzliche Gefühl, daß jeder zumindest mal einen Namen und eine Beschäftigung, sei es Hobby oder Beruf, hat. Wenn man die falschen Leute ausnimmt, merken die, daß sie gehackt wurden und setzen ein Kopfgeld auf einen aus, was sich darin niederschlägt, daß andere versuchen Dich zu hacken und auf Dich im Multiplayer ein Preis ausgesetzt ist. Die kleinen Gadgets mit denen man mal mehr mal weniger Tumult anrichten kann, kann man basteln und sie sind ausreichend unterschiedlich, daß es Spaß macht damit ein wenig herumzuexperimentieren.

Von dem Storyverlauf muss ich sagen, hat mir das Ganze gefallen – es war zwar durchaus vorhersehbar und bekam keine großen Twists, war aber dennoch unterhaltsam genug um mich bei Laune zu halten, was natürlich nicht zuletzt dem Setting geschuldet ist. Die ganzen kleinen Nebenaufträge wie Gangs ausräumen, in Sicherheitsbereiche eindringen und das Netzwerk infiltrieren, Konvois abfangen und so weiter, das ist alles zwar auch kurzweilig aber eben eher ein Intermezzo als wirklich was besonderes. Ich hoffe die machen noch einen weiteren Teil und gehen ein paar Schritte weg von GTA und ein paar schritte hin zu DeusEx und Assassin’s Creed, wobei die Sammelwut von letzterem von Watchdogs ja bereits erreicht ist.


Now playing: Alkaline Trio - Private Eye | Stimmung: Unterhalten

Wenn in Harran die Sonne untergeht..

..sollte man seinen Arsch bereits besser in Sicherheit gebracht haben. Es ist wieder Zeit für eine ordentliche Portion Zombie-Apokalypse im Stile von Dead Island & Riptide, auch aus dem Hause Techland. Dem Publikum wurde ein Open-World-Parkour versprochen voller lebender Toter, modifizierbarer Waffen, menschlicher Abgründe und dem beklemmenden Gefühl permanenter Bedrohung bei Nacht. Und meine Fresse, es war nicht zu dick aufgetragen! Dieses Spiel hat mit wenigen Abstrichen alles richtig gemacht, was man davon hätte erwarten können.

Die Welt: Harran liegt in nicht näher definiert irgendwo im Süden an einer Küste, vermutlich eher im östlichen Teil der Welt. Es ist eine Stadt wie es so viele gibt, Slums, wohlhabendere viertel, verwaiste Industrieanlagen – teils unfertige, teils baufällige Gebäude, aber auch schicke Villen. Es erinnert von der Einrichtung und vom Stil an eine Mischung aus Marokko und den Inseln vor Ostafrika – also vermutlich ehemaliges “Kolonialgebiet”.

Die Waffen: Gebrauchsgegenstände gehen kaputt. Mal mehr, mal weniger langsam, aber sie tun es. Und es ist in Ordnung. Ich fand das Mod-System angenehm, wenn auch nicht übermäßig innovativ seit Dead Island – was mir aber gefehlt hat, wäre ein Upgrade der einzelnen Mods – man findet auch im Endgame-Bereich zeug, daß völlig unnütz ist oder nicht weit davon entfernt. Aber schön, daß man so viel Zeug selbst basteln kann und so schöne Sachen wie Böller oder Schilde sind in der richtigen Situation echte Lebensretter.

Die Zombies: Es gibt verschiedene Ausprägungen, die genretypischen Mengenproportionen von “Walkern” zu etwas ausgefalleneren Mutationen sind eingehalten. Selbst unter den Walkern gibt es genug unterschiedliche, daß es einem nicht wie eine Klonarmee vorkommt. Die besonders happigen haben natürlich ihre Stärken und Schwächen, in der Regel ist Flucht aber eine gesündere Alternative zu Munitions- oder Medikitverschwendung.

Die Nachtjäger: Das Grauen kommt bei Einbruch der Dunkelheit. Die Viecher die sich nur nachts herumtreiben oder an Ecken der Stadt die im Dunkel liegen sind mit Abstand die gefährlichsten Gegner, die man im Spiel haben kann – selbst am Ende des Spiels können sie einem noch ans Leder und da sie selten ohne Begleitung durch schnelle Infizierte unterwegs sind (die in der Dämmerung auch gern aktiver werden), wird eine Wanderung im Dunkeln oft zu einem Wettrennen.

Die Anlagen: Der Turm, die Bastion und andere Orte, die provisorisch abgesichert sind wirken als könnten sie ihren Zweck erfüllen. Es wurde an Fallen am Eingang gedacht, man hat verschiedene Leute mit denen man interagieren kann und zahlreiche Nebengeschichten die man erforschen kann. Das meiste davon ist natürlich Beschaffung oder Personensuche, Dicht gefolgt von Wettbewerben beim Ausprobieren neuer Waffen oder Parkour-Wettläufen.

Die Fortbewegung: Die Möglichkeit fast überall entlangzuklettern lässt eine tiefe Inspiration bei Mirror’s Edge, Assassin’s Creed und Far Cry 3 durchschimmern. Manchmal sieht man nicht auf den ersten Blick wo es weitergeht und manche Kanten sind nicht bis ins letzte Detail abgeschliffen, aber für das was man an Movement in der Welt braucht ist es echt spaßig und spannend.

Die NPCs: Viele Klischees und Stereotypen, es gibt den schmierigen Pfandleiher der über Leichen gehen würde, den kalkuliert lächelnden Politiker der andere benutzt, den Anführer wider Willen der schwierige Entscheidungen treffen muss, den Konzerntypen der versucht mit Geld seine Interessen durchzusetzen, den ambitionierten Jungspund der sich beweisen will, die abgebrühte und ehrliche Kämpferin die zwischen skeptisch und aufopfernd schwankt. Einige sind auch etwas ungewöhnlicher, aber alle nicht so weit ab vom Schuss als das sie so nicht da draußen existieren würden. Das macht vieles zwar wenig überraschend, macht aber die etwas aus der Reihe fallenden Charaktere noch etwas eigenartiger. Alles in allem, für so ein Spiel definitiv zufriedenstellend gelungen.

Der Protagonist: Schade, daß man im Gegensatz zu der Dead Island Reihe nicht aus verschiedenen wählen kann. Zunächst wirkt er nichtssagend, aber einigermaßen anständig, bleibt auch ohne nennenswerte Tiefe (das Prinzip, daß man einen möglichst kantenlosen Char hat, auf den man sich projizieren kann), nimmt aber zumindest im Kontext der Story einigermaßen Form an. Je länger das Ganze geht, desto mehr erinnert mich es auch an Far Cry 3 nur mit einem Tick weniger Entgleisung und einer gewissen grundlegenden Menschenfreundlichkeit seitens des Spielerchars. Aber er wirkt ähnlich fremd in der Umgebung. Eben jemand von außerhalb.

Der Bösewicht: Zunächst unklar, was er für Interessen verfolgt, am Ende ein Soziopath, der die Welt ins Chaos stürzen will. Und auch könnte. Ein wenig überzeichnet, aber keineswegs unrealistisch, schaut man sich die Charakterprofile von Warlords und Mafiabossen mal genauer an. Im Laufe des Spiels bekommt man einen kleinen Einblick in seine Geschichte, mich persönlich hat es aber etwas irritiert, daß er bereits am Anfang eine Art Ziel war. Aber vielleicht ist das einfach nur der rote Faden gewesen, der sich durch das Programm aus Blut und Eingeweiden zieht.

Alles in allem ein schönes und sehr spielenswertes Zombiespektakel mit vielen Verbesserungen der in Dead Island eingebrachten Ideen. Die Atmosphäre ist größtenteils bedrückend, bedrohlich und unerfreulich, also genau die richtige. Der Umgang mit gefährlichen Kranken, die Haltung zu Biowaffen, ethische Fragen – wenn man genauer hinsieht, findet man all das. Und eine Menge nerdige Anspielungen auf verschiedene Filme, Serien, Geschichten und andere Spiele. Ich hoffe es wird eine Fortsetzung geben – und ich hoffe Dead Island 2 wird ähnlich gut sein (auch wenn es in Ermangelung der Parkours-Option und der Nachtjäger bestimmt ganz anders wirkt), denn Techland hat mit Dying Light die Messlatte ein gutes Stück nach oben verschoben.

Und immer wieder die Worte von Ayo aus dem Funkgerät einem einen Schauer über den Rücken jagen:

Good night. Good luck.


Now playing: Woodkid - Run boy run | Stimmung: Angegruselt

Was mach ich hier eigentlich?

Diese Frage ist eine berechtigte. Was tu ich den ganzen Tag im Office, vor den beiden großen Bildschirmen an denen mein Lappy angeschlossen ist? Was kommt dabei raus, wenn wir im Mob-Programming einen halben Tag Zeit hatten, Dinge anzupacken? Die Antwort: Jede Menge Code!

In den letzten Wochen und Monaten war ich hauptsächlich mit technischen Evaluierungen beschäftigt, dabei ging es unter anderem darum, eine Testumgebung für unser Angular-System aufzusetzen und es modular zu strukturieren. Zu den bevorzugten Mitteln der Wahl standen Mocha, Jasmine, Cucumber für die eine und RequireJS für die andere Aufgabe. Leider hat sich das alles irgendwie gebissen und vor allem mit der asynchronen Natur von Angular kamen die meisten Tools nicht ohne weiteres zurecht. Manchmal half ein Plugin aber dann scheiterte es an einer anderen Ecke, der Code wurde entweder zu unübersichtlich. Sehr unbefriedigend, irgendwie.

Letzten Endes funktionieren all die Tools, in begrenztem Umfang auch miteinander, aber es war so wie es leider viel zu oft ist – für genau meinen Use Case würde es in einem Debakel enden, wenn ich das irgendwie lose zusammentackere, in ein Unterverzeichnis schiebe und dann vergesse. Ich hab jetzt mal meinen Teamchef angehauen, daß der mir einen Tester besorgen soll, der CucumberJS und PhantomJS/Zombie verdrahtet und startklar macht – so kann ich lernen wie das geht, was ich übersehen habe und wir bekommen vernünftige automatisierte Tests auf Browserebene.

Von der Arbeit mal ganz abgesehen, gibts hier noch einen schönen kleinen Park in der Nähe mit Gänsen, ein paar nette Möglichkeiten essen zu gehen – unter anderem das New Saigon und das Di Liberto (beide sehr empfehlenswert) – und die üblichen Office-Schießereien natürlich.


Now playing: Hadouken - House is falling down | Stimmung: Entspannt

Geschützt: Etwas Verwinkeltes

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Now playing: Alice Cooper - Give the radio back | Stimmung: Dezent gelangweilt

Bento Boxen

Nein, es handelt sich nicht um einen Kampfsport. Bentō ist eine traditionelle japanische Form der Nahrungsdarreichung für unterwegs, die sich bis heute einer großen Beliebtheit erfreut. In Japan gibt es an jeder Ecke Bento take aways in Einwegboxen, die Dekoration schwankt zwischen pragmatisch über liebevoll bis zu künstlerisch perfektionistisch. Wie man an den vielen Fächern unschwer erkennen kann, ist Vielseitigkeit wichtig. Ich habe mir für meine Bedürfnisse eine Box von Monbento zugelegt und Kicki hat eine extra robuste von Bentgo.

Jetzt brauchen wir nur noch ein paar dieser lustigen Foodpicks, Soßenfläschchen und Trennblätter. Ich muss sagen, die Zubereitung von eingepackten Snacks macht schon große Freude, vor allem wenn man sich die Bento-Tips im Netz mal genauer anguckt – generelle Inspiration für die Küche. Und damit kommen wir zu meinem Lieblingsnachtisch für die Bentobox:

Mini-Cremeröllchen

Man braucht:
– Sandwitch-Toastbrot
– Nutella / Pistaziencreme / Erdnussbutter
– Schokostreusel

Man tut:
– Toastbrot entkrusten
– Mit Nudelholz walzen
– Mit Creme bestreichen
– Einrollen und Schneiden
– Aufstellen und bestreuen

Ich bin sehr gespannt, was mir alles zu den Bentos noch schönes einfällt. Auf jeden Fall müssen ein paar essbare Augen her und vielleicht Eiförmchen. Natürlich kann man das Bento auch zuhause anrichten, dafür nimmt man Shōkadō Bentō – die Dinger gibts aber leider nicht überall, mal gucken ob ich ein japanisches Restaurant plündern oder irgendwas importieren kann..

Now playing: Carl Douglas - Everybody was Kung Fu fighting | Stimmung: Vorfreudig

Wieder im Wildpark

Die schwarzen Berge sind immer einen Besuch wert. Im Frühjahr sind zahlreiche Jungtiere unterwegs und die einheimischen Viechers genießen die ersten warmen Tage des Jahres. Auch wenn am Samstag verhältnismäßig viele Leute mit ihrem plärrenden Nachwuchs unterwegs sind, gibt es doch die eine oder andere ruhige Ecke, wo man einen Hauch von Natur mitbekommt ohne Störfaktoren, die vermutlich draußen gefressen worden wären.

Badende Bären, sich sonnende Luchse und jede erdenkliche Menge Kröten – vor allem natürlich am Teich. Selbige sind natürlich gefährdet, von Kinderwagen mit rücksichtslosen Fahrern plattgewalzt zu werden, wir mussten des Öfteren einschreiten. Oder von sammelwütigen Kindern, die durch das Gras stapften und mehr von den Viechern sammelten als sie tragen konnten, mit dem Resultat, daß sie ihnen aus den Händen sprangen und um ihr Leben davonhüpften.

Zwischendurch gab es noch eine Runde Platzregen und die Besucher verflüchtigten sich wie Insekten in einer dunklen Grube, wenn man eine Taschenlampe auf sie richtet. Natur? Ja, aber bitte sonnig und trocken und bloß nichts was so riecht wie Tiere oder einem die Frisur oder das Make Up ruiniert. Wie dem auch sei, WIR hatten eine Menge Spaß! Und die Schweinchens auch. :D


Now playing: Alkaline Trio - Private Eye | Stimmung: Freudig

Pflanzen und Blumen

Ich lebe nun schon seit einigen Jahren in Hamburg und doch ist es mir bisher noch nicht vergönnt gewesen zu einer halbwegs zivilen Jahreszeit im Planten un Blomen aufzuschlagen. Und auch dieses Mal war alles noch nicht so wie es wohl sein könnte, im japanischen Garten war das Wasser noch nicht auf der Höhe, eine tote Ente lag im Bachgraben, Frostzweige lagen auf der Blumenwiese und alles in allem wirkte die Anlage ein wenig verwahrlost.

Dennoch hat sie ihren Charme, ob die verwinkelten Mäuerchen hinter dem Apothekergarten oder das am Wasser gelegene japanische Teehaus, das Potenzial ließ sich definitiv erahnen. Ich werd mir das Mitte Sommer nochmal genau angucken, dann nehm ich auch die richtige Kamera mit, so lange sollen die paar Schnappschüsse hier genügen.



Now playing: Pidgeon John - The Bomb | Stimmung: Erwartungsvoll