Blut hinter Glas..26.01.2012
Now playing: Metro 2033 OST - Don't forgetMood: S!ck

..oder wie sich Hunger gegen einen selbst wendet. Oft stehe ich da, in dieser surrealen Welt, die einem nicht viel mehr als kalten Wind entgegenzuwehen weiß, und lege meine zittrigen Finger über die verkrusteten Wunden. Stundenlang stehe ich da und weiß nicht wohin mit mir. Ich bin mir selbst nutzlos geworden und kann noch nicht einmal sagen warum. Die Radios sind Stumm, die Bildschirme flackern nur noch und fallen aus, die Farbe blättert von der Leinwand ab und während ich auf die Knie sinke, weil meine Beine des Stehens müde geworden sind, ziehe ich mir die Lumpen die ich um habe näher um. Im Hintergrund fliegen einige Molltöne eines verstimmten Klaviers in die Ferne und vermischen sich mit dem monotonen Rauschen der Einöde. Ich bin hier allein. Ganz allein. Es ist dunkel. Es ist kalt.

Ich habe schon lange keine Angst mehr. Ich kenne nur noch Schmerzen. Dieses widerliche Ziehen, was einem den Magen fast nach außen überstülpt, diesen stechenden Druck hinter den Augen, dieses verziehende und verschraubende Gefühl um meinen Kiefer. Diese Schmerzen sind mein. Vielleicht das einzige was jemals wirklich mein war. An allen Triumphen und Qualen vorbei die kamen und gingen, verblassten und nur noch eine vage Erinnerung zu sein scheinen. In mir hat sich wohl in den letzten Jahren eine Leidkultur breit gemacht, die zunächst mit Ignorieren, dann mit Annehmen, dann mit Gleichgültigkeit angegangen wurde. Und doch ist alles so wie vorher. Ein entthronter Gott? Ein Werkzeug, das keiner mehr braucht? Ein eingefallenes Gebäude?

Und doch treibt mich der Hunger. Der Hunger nach dem Leben, nach einer Existenz die diesen Sack voll Schmerzen übersteigt, nach etwas, was wenn es schon nicht weniger wehtut, mir wenigstens irgendwas gibt. Das Gefühl, daß sich das Weitermachen lohnt, daß sich das Sein, Werden und Lernen lohnt. Der Weg war steinig soweit, aber bisher hat er sich ausgezahlt, und dennoch bin ich ausgezehrt, unendlich müde und nicht zufrieden. Ich bin zu einer Ruhe gekommen, die anders als gespenstisch nicht zu bezeichnen ist. Die Ruhe jenseits allen Leidens, stumm und kühl, unerfüllt und aufgegeben. In dieser Ruhe liegt eine gewisse Kraft, aber sie zu nutzen verbrennt meine Essenz, sie zerreißt mich innerlich und doch habe ich mittlerweile nichts anderes mehr.

Hin und wieder taucht im Nebel, hinter dickem Glas ein Licht auf. Ich sehe seine Wärme, aber selbst wenn ich meine Fingerkuppen an der Scheibe blutig drücke, kann ich sie nicht fühlen. Ich weiß, daß sie da ist, doch weiß ich genauso sicher, daß sie nie ein Teil von mir sein können wird. Nicht solange ich nicht durch dieses Glas komme. Und Glas ist manchmal stärker, härter und gnadenloser als man es denken mag. An guten Tagen spüre ich das Licht nach mir greifen. An schlechten habe ich nicht viel mehr als die Erinnerung daran, daß es irgendwo hier mal war. Und so vergehen Momente, Sekunden, Ewigkeiten, man könnte meinen das ganze Leben.

Ich forme mit meinen Lippen Worte und finde keine Luft um sie mit Klang zu füllen. Manchmal wünschte ich, ich könnte mich ausbluten, um die Temperatur der Umgebung auch nur ein Mal anzunehmen, so zu sein wie alles was mich umgibt. Tot? Ich weiß nicht. Aber anders als jetzt. Aber das ist mir weder vergönnt, noch wäre es ein Zeugnis großer Klugheit, mir meine sauer erarbeiteten Stücke Fleisch von den Knochen zu reißen.

Was bleibt, sind Schmerzen.

Was bleibt, ist Kälte.

Was bleibt, ist Einsamkeit.

Wenigstens darauf kann man sich verlassen. Viel ist es nicht.

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Lo-Carb or No-Carb..17.01.2012
Now playing: Rammstein - Mein TeilMood: Hungrig

..lecker ist es trotzdem. Nachdem ich jetzt dazu übergegangen bin, Abends nichts mehr zu essen, was Kohlenhydrate enthält, mussten einige brauchbare Rezepte her um mir das Speisen trotz mangelnder Knusprigkeit schmackhaft zu machen. Mein bisheriger Favorit ist ein spezieller Auflauf – sehr lecker, leicht, bekömmlich und in gigantischen Mengen verzehrbar ohne Nebenwirkungen.

Hackocalypse

Zutaten:
500g Rinderhack
300g Schnittkäse
300 ml Schlagsahne
1 Aubergine
2 Zucchini
1 Zwiebel
1/2 Gurke
1 Ei
Thymian
Oregano
Meersalz
Schwarzer Pfeffer
Pflanzenöl
Phase I: Die Aubergine, die Zucchini und die Gurke der Länge nach vierteln und in dünne Scheiben von ca 1 cm Dicke schneiden. Die Zwiebel halbieren und ebenfalls dünn schneiden oder Würfeln.
Phase II: Das Öl in zwei Pfannen heiß machen, in der einen die Zwiebeln anschwitzen, dann das Hack und den Thymian und den Pfeffer hinzugeben. In der anderen zuerst die Auberginen anbraten, dann die Zucchini dazugeben und nach einem weiteren Moment die Gurke. Salzen, beides. Währenddessen die Sahne in einem geeigneten Gefäß ebenfalls salzen und würzen, in ihr das Ei unterrühren und den Käse kleinmachen.
Phase III: Eine Schicht Gemüse in die Auflaufform, danach eine Schicht Fleisch, danach Sahne drüber und ein wenig Käse. Im Idealfall ist die oberste Schicht Hack, darüber Sahne und den ganzen Rest vom Käse (sollte etwa die Hälfte sein oder mehr) darübergeben. Im auf 200° vorgeheizten Ofen einige Minuten überbacken, bis der Käse nicht nur geschmolzen, sondern oben knusprig ist.

Fertig!

Man glaubt gar nicht wie leicht auch irrsinnig groß scheinende Portionen dieses Gerichtes im Magen liegen. Ohne Kohlenhydrate geht auch nichts davon wirklich auf die Rippen, sondern wird gescheit verarbeitet – und preiswert ist das auch, aber vor allem eins: wohlschmeckend!

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Protected: A surprise quite expected, a loose wire disconnected16.01.2012
Now playing: Marion Raven - End of meMood: Uneasy

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Das Rätsel von Samstagen..14.01.2012
Now playing: Savatage - Handful of RainMood: Bitter. Traurig. Kältezittern.

..ist irgendwie unübersichtlich. Zum einen häuten sich meine Spinnchen offenbar ausschließlich an diesem Tag der Woche – in diesem Fall Valentino II. Warum das so ist, hab ich bisher noch nicht herausbekommen – aber offenbar hat das Mithäutungshormon was verbreitet wird, wenn das passiert die unteren Stockwerke nicht erreicht, Irina hat immernoch ihre alte Haut an und das trotz viel Umbau und ordentlich Futter. Mal sehen wie lang sie noch braucht.

Ein weiteres Phänomen, was ich insbesondere den auf Freitag den 13. folgenden Samstagen zurechne ist die Verlagerung von negativen Geschehnissen die man mit dem “Pechtag” in Verbindung bringt. Seit Mitte der 90er Jhare ist es bei mir nie der besagte Freitag, wenn mich was schlimmes erwartet, Ungeschicke, damit zusammenhängende Verletzungen, Pech im weitesten Sinne – dann ist das meist einen kompletten Tag später im Programm.

Und immer wieder sitze ich an solchen Tagen da und denke mir: Bald ist er vorbei, wie schlimm kanns denn noch werden? Frei nach dem Zitat, welches Endete mit “..und ich freute mich, und ich lächelte, und es kam schlimmer.” Aber was soll ich schon machen. :/

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Weltuntergang im Jhar 2012..1.01.2012
Now playing: Sentenced - Brief is the LightMood: Nachdenklich

..oder ein Neubeginn? Die vergangenen 365 Tage hatten viel Bewegung: geopolitisch, wirtschaftlich und individuell. Es sind dutzende Memes im Internet entstanden, die meisten davon wieder untergegangen, wir haben immernoch aufgeblasene und aufgedunsene Staatsleute, die wie noch nie zuvor der herrschenden Konzernwelt gegenüber zahnlos dahergehen und die Kriege die keine waren sind langsam auch vorbei, abgelöst von zahlreichen digitalen Scharmützeln und Übergriffen. Meere sind verstrahlter, Nahrungsmittel belasteter und Kühe unglücklicher als je zuvor.

Es sind viele bedeutende Musiker, Schauspieler und Künstler verstorben, zahlreiche unbequeme Diktatoren, viele namenlose Aufständische und für die Weltgeschichte bedeutungslose Einzelpersonen aus Krankheit, Armut, Hunger oder einfach Pech. Noch mehr Menschen sind geboren worden, um den Wert des Individuums weiter inflationär nach unten zu drücken, die Fortpflanzungsministerien schrauben die Bugets für ihre Propaganda weiter hoch und die ermogelten Arbeitslosenzahlen lassen Deutschland in der Eurokrise im Vergleich so gut dastehen wie zu Zeiten des Wirtschaftswunders. Also ist eigentlich alles wie immer: Alles ist am Arsch und damit zumindest in Kratzreichweite.

Doch Zeiten ändern sich, vielleicht eines Tages auch nicht nur sich, sondern auch die Welt. Wenn der erste richtige Fusionsreaktor an den Start geht, im LHC das Bison-Teilchen nachgewiesen wird und Stevia den Weg in die Supermärkte findet, haben wir wenigstens ein paar Gründe uns zu freuen. Wenn wir diese Zeit überhaupt noch erübrigen und uns diese Mühe auch tatsächlich machen wollen. Ja, Zeit.. sie rinnt uns zwischen den Fingern hindurch wie Sand, ein Augenzwinkern später ist sie um und alles was von uns bleibt ist Staub und Asche. Beruhigend irgendwie. Und doch ist sie alles was uns im Jetzt bleibt.

Meine Neujahrstanne, mit Granaten und Stacheldraht

Ich wünsche Euch einen guten Jharesstart, hoffentlich hattet Ihr ein besinnungsloses Weihnachten und ein grandioses Silvester. Nutzt Eure Tage und Nächte wohl und genießt das was von dem kurzen Leben was wir führen noch übrig ist!

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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